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Gesundheits-Apps im Test: „DocCheck Help – Ärzte ohne Wartezimmer“

Auf einen Blick – DocCheck Help

Was ist DocCheck Help?

  • App zur Kommunikation mit Ärzten unterschiedlicher Fachrichtung

Was lässt sich mit DocCheck Help machen? (Auszug)

  • Kontakt zu Ärzten aufnehmen
  • mit Ärzten chatten

Was ist gut an der App? (Auszug)

  • ärztliche Beratung ohne Wartezimmer, also unabhängig vom Aufenthaltsort
  • anonymisierte Beratung möglich
  • besseres Zeitmanagement für Patienten und Ärzte möglich

Was ist schlecht an der App? (Auszug)

  • keine Diagnose und damit keine Krankschreibungen, Rezepte o. Ä. möglich
  • technische Probleme (bspw. keine Benachrichtigung über Antwort eines Arztes)

Für wen empfiehlt sich DocCheck Help?

  • Menschen, die am Wochenende bzw. außerhalb „normaler“ Sprechzeiten Rat suchen
  • immobile Menschen
  • Menschen, die eine zweite Meinung einholen wollen

Der nachfolgende Artikel stellt die persönliche Meinung der Autoren dar und versucht, den Gegenstand des Artikels nach bestem Gewissen objektiv zu bewerten.

„DocCheck Help – Ärzte ohne Wartezimmer“ ist eine App, mit deren Hilfe sich Ratsuchende mit gesundheitlichen Fragen direkt an Ärzte wenden können – per Chat, ohne Aufenthalt im Wartezimmer. Wie hilfreich kann so eine Besprechung sein? Wir haben die App für Sie getestet und geben unser Urteil ab.

Haben Sie schon Erfahrungen mit dieser oder einer vergleichbaren App gemacht? Sie können sich diesbezüglich gerne weiter unten im Kommentarbereich mit uns oder anderen Patienten austauschen.

Was ist „DocCheck Help – Ärzte ohne Wartezimmer“?

„Die ärztliche Online-Beratung: schnell, mobil und fachlich fundiert“ – so lautet der Untertitel zur App auf der Website von DocCheck.

„DocCheck Help – Ärzte ohne Wartezimmer“ ist eine von der DocCheck Community GmbH herausgegebene Anwendung für Smartphones, die (potenziellen) Patienten die Möglichkeit gibt, direkt Kontakt zu einem Arzt oder einer Ärztin aufzunehmen und Beschwerden zu besprechen. Erhältlich ist die App kostenfrei sowohl im Google Play Store sowie im App Store.

Aber wer oder was ist eigentlich DocCheck? DocCheck bezeichnet sich selbst als „Netzwerk für Medworker“ und ist die europaweit größte Community für medizinische Fachberufe – mit mehr als 1.200.000 registrierten Mitgliedern. Am bekanntesten ist wohl das „DocCheck Flexikon – Das Medizinlexikon zum Medmachen“. Darin finden sich in einer frei zugänglichen Datenbank Fachinformationen zu allen möglichen Begriffen, Krankheitsbildern, Diagnosemöglichkeiten usw. aus dem Fachbereich der Medizin.

Mit der App DocCheck Help wird noch etwas weitergedacht. Hier werden (potenzielle) Patienten in Kontakt mit einem Arzt gebracht und müssen sich ihre Informationen nicht im Internet zusammensuchen und letztlich auch entschlüsseln – eine Aufgabe, der auch wir uns verpflichtet fühlen. Aber wie viel kann so ein einfaches Gespräch zwischen Arzt und Patient tatsächlich bringen? Wir gehen dieser Frage im Folgenden nach, können aber schon sagen – mehr als Sie denken.

Warum das Gespräch zwischen Arzt und Patient das A & O ist

Natürlich haben sich in puncto Diagnose sowohl Laboruntersuchungen als auch bildgebende Verfahren immer mehr bewährt. Nichtsdestoweniger konnte in jüngeren Studien nachgewiesen werden, dass noch immer das Gespräch zu 80 Prozent ausschlaggebend ist, wenn es darum geht, Patienten effektiv zu behandeln. In 76 Prozent der Fälle hat das Arzt-Patienten-Gespräch sogar ausgereicht, um eine schlussendliche Diagnose zu erhalten.

Das hat den Grund, dass das Gespräch den Grundstein für das weitere Vorgehen legt und im Wesentlichen drei Funktionen erfüllt:

  • Arzt und Patient bauen eine Beziehung zueinander auf
  • der Arzt erhebt Informationen und kann so das Problem nachvollziehen
  • Arzt und Patient beschließen gemeinsam das therapeutische Verfahren

Auf die Wichtigkeit des Gesprächs zwischen Arzt und Patient geht Dr. Dr. Tobias Weigl auch im nachfolgenden Video-Beitrag ein und gibt 7 simple Tipps. Kann man sich als Patient auch auf ein solches Gespräch vorbereiten? Worauf sollte man besonders achten?

Arzt-Patienten Gespräch: Worauf sollte ich achten? Was den Arzt fragen? Welche Rechte habe ich?

Im Gespräch mit DocCheck

DocCheck Help wurde entworfen, um „Patienten und Ärzte auf unkomplizierte und schnelle Art“ miteinander zu verbinden, erklärt Mareike Haane, Senior Product Managerin Online bei DocCheck. Bei DocCheck sei man der Ansicht, dass andere private Anbieter oder auch Krankenkassen dafür durchweg zu komplizierte Verfahren anbieten. So nutzen bspw. viele Ärzte nicht die in der Regelversorgung mögliche Video-Sprechstunde, weil sie sich selbst um die notwendigen Rahmenbedingungen kümmern müssen und gleichzeitig eine wichtige Ressource – Zeit – darunter leidet. Hier setze DocCheck Help an, indem sowohl für Patienten als auch für Ärzte ein simples Anmeldeverfahren zur Verfügung stehe. Außerdem könnten Ärzte so asynchron, also auch neben Praxis- und Klinikalltag, arbeiten und beraten.

Mit DocCheck Help verfolge man unter anderem auch das Ziel, „die verkrusteten Strukturen und teils sehr schwerfälligen Prozesse im deutschen Gesundheitswesen aufzubrechen“, so Haane. Gleichzeitig wolle man natürlich sowohl Qualität als auch Sicherheit wahren und die Digitalisierung des Gesundheitswesens mit vorantreiben. Letztlich ginge es bei dem Projekt DocCheck Help aber auch darum, die DocCheck Community – bestehend aus mehr als 1.200.000 Mitgliedern medizinischer Fachberufe – „mit der Vielzahl Ratsuchender (Patienten sowie Gesundheitsinteressierte) zu verbinden“.

Aber kann jeder eine Beratung anbieten? Grundsätzlich ja – wenn dieser jemand Arzt ist, dies durch Vorlage seines gültigen Arztausweises belegen kann und seinen aktuellen Beschäftigungsort angibt.

DocCheck Help unter der Lupe – Was kann die App?

Hat man die App kostenlos aus dem Store heruntergeladen, kommt man bei Start direkt zur Auswahl der zur Verfügung stehenden Ärzte. Diese haben je ein eigenes Profil mit Bild, Name, Fachrichtung und Bewertung.

Alle registrierten Ärzte auf einen Blick – Sie haben die Wahl, sich mit dem für Sie passenden Arzt zu unterhalten. Quelle: Eigener Screenshot der App „DocCheck Help“, herausgegeben von der DocCheck Community GmbH

Durch einen Klick auf das Icon am oberen rechten Bildrand haben Sie die Möglichkeit, die Ärzte nach Fachgebiet zu filtern. Möchten Sie lieber von einem Chirurgen beraten werden oder denken Sie, Ihr Anliegen wäre besser bei einem Facharzt für Augenheilkunde aufgehoben?

Suchen Sie gynäkologische Beratung oder wäre es besser, mit einem Neurologen zu sprechen? Verschaffen Sie sich selbst den Überblick und suchen den richtigen Arzt für sich aus. Quelle: Eigener Screenshot der App „DocCheck Help“, herausgegeben von der DocCheck Community GmbH

Sie können sich zur Entscheidungsfindung auch die Profile der Ärzte genauer ansehen. Dort finden sich Kurzbeschreibungen, fachliche sowie sprachliche Kompetenzen und die Bewertungen von Patienten, die bereits beraten wurden.

Sagt mir die Beschreibung des Arztes bzw. der Ärztin zu? Wie haben andere Patienten die Beratung empfunden? Quelle: Eigener Screenshot der App „DocCheck Help“, herausgegeben von der DocCheck Community GmbH

Und dann kann es eigentlich schon losgehen. Wenn Sie auf „Chatten“ klicken, bekommen Sie die Möglichkeit, Ihr Bezahlsystem zu wählen und werden nach abgeschlossener Transaktion in einen für Sie vorgesehenen, anonymisierten Chat weitergeleitet.

Kurz und knackig

Wir wandten uns – in diesem Fall als Rebecca, denn auf Wunsch kann man sein Anliegen anonymisiert vortragen – mit Bauchschmerzen, genauer Schmerzen im rechten Oberbauch, an eine der registrierten Ärztinnen. Diese reagierte zeitnah auf unsere Beschwerden, indem sie uns weitere Fragen stellte – wie in einem „normalen“ Arzt-Patienten-Gespräch.

Hier tragen Sie Ihr Anliegen vor. Innerhalb der nächsten 12 Stunden meldet sich der von Ihnen ausgesuchte Arzt spätestens zurück und das Gespräch kann beginnen. Quelle: Eigener Screenshot der App „DocCheck Help“, herausgegeben von der DocCheck Community GmbH

Wir haben uns bemüht, die Fragen so gewissenhaft wie möglich zu beantworten, und erhielten von der angeschriebenen Ärztin angesichts unserer Beschwerden die Empfehlung, einen Arzt aufzusuchen, denn für unsere Symptome sei ggf. ein Ultraschallgerät vonnöten.

Jetzt wissen wir, dass unsere Beschwerden nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollten. Quelle: Eigener Screenshot der App „DocCheck Help“, herausgegeben von der DocCheck Community GmbH

Was halten Sie von DocCheck Help? Hätten Sie Interesse daran, die App auszuprobieren oder gehen Sie lieber immer direkt zum Arzt?

Was sind die Vorteile von DocCheck Help?

Die Vorteile der App für Patienten liegen auf der Hand:

  • Patienten können sich mit ihren Problemen ohne Aufenthalt im Wartezimmer (inkl. Ansteckungsgefahr) an einen Arzt wenden
  • unabhängig vom Aufenthaltsort können mit einem Mediziner Beschwerden besprochen werden, ob von Zuhause oder von unterwegs
  • DocCheck verfügt über Deutschlands größtes Ärztenetzwerk
  • Chat-Beratung möglich
  • anonymisierte Beratung möglich

Aber auch Ärzte können natürlich davon profitieren, an DocCheck Help teilzunehmen. So können sie bspw.:

  • Fragen zur Gesundheit von Patienten per Chat beantworten
  • ihre Expertise unter Beweis stellen und an einem innovativen Projekt mitwirken
  • unabhängig von Praxis/Klinik oder Sprechstunden Geld verdienen

Wo liegen die Grenzen der medizinischen Online-Beratung?

Ganz grundsätzlich kann die Beratung per App einen tatsächlichen Arztbesuch nicht ersetzen. Insbesondere wenn Untersuchungen (z.B. Blutabnahme, Ultraschall etc.) notwendig sind, ist der Gang zum Arzt vor Ort notwendig.

Eine Diagnose über die Ferne zu stellen, ist zudem gesetzlich nicht gestattet – auch wenn es im Jahr 2018 eine deutliche Lockerung des Fernbehandlungsverbots in Deutschland gegeben hat. Demnach ist es Ärzten im Einzelfall auch bei ihnen noch unbekannten Patienten erlaubt, eine ausschließliche Beratung oder Behandlung über Kommunikationsmedien vorzunehmen. Hierbei muss, genauso wie beim Arztbesuch vor Ort, die erforderliche ärztliche Sorgfalt gewahrt werden.#

Zu guter Letzt sei noch „die Technik“ angesprochen: Im Test haben wir keine Push-Nachrichten erhalten, wenn uns die Ärztin eine Nachricht geschrieben hat. Wir mussten das jeweilige Fenster stets proaktiv öffnen und nachsehen, ob uns geantwortet wurde oder nicht.

Für wen empfiehlt sich DocCheck Help?

Großer Vorteil ist sicher: sich komfortabel und innerhalb kürzester Zeit hinsichtlich seines eigenen körperlichen Befindens beraten zu lassen. DocCheck Help richtet sich an diejenigen Menschen, die sich nicht sicher sind, ob ihre Beschwerden einen Arztbesuch und das damit oft verbundene ewige Warten notwendig machen oder eben nicht.

Des Weiteren ist DocCheck Help sowohl abends als auch am Wochenende nutzbar, sodass auch abseits normaler Sprechzeiten oder der Notaufnahme kompetenter ärztlicher Rat eingeholt werden kann. Dass Zeit ein wichtiger Faktor ist, macht sich immer wieder bemerkbar: Oft müssen Patienten sich mit fachärztlichen Terminen zufriedengeben, die mehrere Wochen in der Zukunft liegen – wenn der Facharzt überhaupt erreichbar und man selbst mobil genug für die Anreise ist.

Letztlich kann man mit DocCheck Help ohne viel Aufwand eine zweite Meinung einholen. Ist man sich nicht sicher, ob der Behandlungsplan des eigenen Arztes Sinn ergibt, kann schnell in die App gesehen und ein weiterer Arzt hinzugezogen werden.

Kosten

Eine Beratung kostet einen Ratsuchenden 9,90 Euro. Das mag auf den ersten Blick viel erscheinen, aber: Der Kostenpunkt muss wie immer gegen den Nutzen aufgewogen werden. Wichtig an dieser Stelle: Ein teilnehmender Arzt wird mit etwa 70 Prozent, genauer 6,93 Euro, an den Kosten für die Beratung beteiligt.

Wenn man so will, kann man sich dieses Chatgespräch als eine Zusatzleistung vorstellen – die wir unabhängig von unseren Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung ohnehin zahlen müssen, wenn es bspw. um eine professionelle Zahnreinigung oder Ähnliches geht.

Ob Krankenkassen diesen Service wohl in ihren Versicherungsumfang aufnehmen können? „Wir hatten bereits einige Gespräche mit Krankenkassen und haben auch einen Piloten mit einer großen gesetzlichen Krankenkasse gestartet”, erklärt Mareike Haane, Senior Product Managerin Online bei DocCheck. Allerdings habe sich im Ergebnis gezeigt, dass kaum ein Versicherter die dann für ihn kostenlose (bzw. im Versicherungsumfang enthaltene) Leistung in Anspruch nahm. Die Kritik an den Kosten sei daher nicht haltbar.

Letztlich zeigt sich auch: Die Personen, die DocCheck Help in Anspruch genommen haben, zeigen sich beinahe durchweg zufrieden. Zum Zeitpunkt unseres Tests hatte keiner der registrierten Ärzte eine Bewertung von weniger als 4 von 5 Sternen in der App, die meisten schneiden sogar besser ab.

Im Gespräch mit einer Ärztin bei DocCheck Help

Wir haben uns in unserem Test mit einer Ärztin in Verbindung gesetzt und mit ihr darüber gesprochen, was sie dazu bewogen hat, an DocCheck Help teilzunehmen. Sie gibt an, das erste Mal über die Website doccheck.com in Kontakt mit der App gekommen zu sein und hat es direkt für eine „coole Sache“ gehalten. „Viele Patienten haben nur ‚kleine‘ Fragen, für die sich der Gang zum Arzt nicht lohnt, oder sie haben etwas nicht verstanden, wollen eine zweite Meinung oder ähnliches“, erklärt die Allgemeinmedizinerin. Sie hält die App vor diesem Hintergrund für eine „ideale Zwischenlösung und zehnmal besser als Dr. Google“.

Dabei sind die Fragen von Fall zu Fall so unterschiedlich wie die Personen, die sie stellen. „Aber das macht für mich auch den Reiz aus“, so die Ärztin, „man ist mit den unterschiedlichsten Dingen konfrontiert“. Als sie ihre Arbeit als Ärztin begonnen hatte, konnte sie noch tagsüber Fragen via Chat beantworten, heute sei das meist nur abends möglich. Aber mal ehrlich: Welcher Arzt nimmt sich sonst abends Zeit, um möglicherweise wichtige Gesundheitsfragen zu besprechen?

Fazit

Mit DocCheck Help bietet sich Ratsuchenden eine gute Möglichkeit, auch abseits vom Wartezimmer oder „normaler“ Sprechzeiten ärztlichen Rat einzuholen – unabhängig davon, warum man letztlich das Gespräch zu einem Arzt sucht. Die Kosten mögen auf den ersten Blick abschrecken, doch erspart die Online-Beratung sowohl Nutzern als auch den dort registrierten Ärzten eine Menge Zeit – vielleicht die in unseren Zeiten kostbarste Ressource.

Klar ist: Ein Großteil der Personen, die ein Gespräch geführt haben, ist sehr zufrieden. Wer „kostenlosen“ medizinischen Rat sucht, der sollte weiterhin auf einen konventionellen Arztbesuch pochen. Aber dieser soll und kann durch die Online-Beratung auch nicht ersetzt werden. Denn die Ärzte bei DocCheck Help sind ausschließlich in beratender Funktion tätig und dürfen keine Diagnosen stellen.

Für eine zweite Meinung zu einem bestimmten Sachverhalt, der Sie bei Ihrem letzten Arztbesuch vielleicht verunsichert hat oder der Ihnen nicht völlig klar wurde, lohnt sich der „Besuch“ bei DocCheck Help auf jeden Fall. Gleiches gilt für eine „erste Meinung“, wenn Sie sich bspw. nicht sicher sind, ob Ihr Problem ärztlicher Abklärung bedarf.

Häufige Patientenfragen

Kostet die App etwas?

Dr. Dr. T. Weigl
Die App selbst kostet nichts, sie ist frei im Google Play Store und im App Store verfügbar. Wenn Sie die App installiert haben, können Sie sich in Ruhe umsehen und nach dem für Sie geeigneten Arzt Ausschau halten – nachdem Sie z. B. die jeweiligen Profile gelesen haben. Erst, wenn Sie sich entscheiden, einen Arzt zu kontaktieren, müssen Sie bezahlen.

Wieso sollte ich hier für eine Beratung bezahlen, wenn ich auch einfach zum Arzt gehen kann?

Dr. Dr. T. Weigl
Möglicherweise sind Sie sich unter bestimmten Umständen nicht sicher, ob ein Arztbesuch überhaupt notwendig ist und brauchen dazu eine fundierte Meinung. Nehmen wir an, Sie haben eine „Sommergrippe“, mit Halsschmerzen, Husten, Schnupfen und leichtem Fieber, vielleicht Kopfschmerzen. Sie sind durch ihre Symptome einerseits so stark eingeschränkt, dass Sie wünschten, sich nicht zum Arzt bewegen zu müssen, fürchten aber andererseits, dass sich unbehandelt Schlimmeres ergeben könnte. Schildern Sie via DocCheck Help ebendiese Symptome einem beratenden Arzt, kann dieser vielleicht schnell darauf kommen, dass hier keine richtige Grippe, sondern eher ein grippaler Infekt am Werk ist – und diesen behandelt man in der Regel rein symptomatisch, man behandelt also die Beschwerden. Dazu gibt es rezeptfrei Nasensprays, Medikamente wie Ibuprofen oder Paracetamol und einige Hausmittel. Durch die Beratung hätten Sie dann den Gang zum Arzt und das Sitzen im Wartezimmer umgangen und können sich voll darauf konzentrieren, gesund zu werden.

Was haben die Ärzte davon, bei DocCheck Help mitzumachen?

Dr. Dr. T. Weigl
Zunächst einmal können sie natürlich ihre Expertise anderweitig anwenden. Aber natürlich stellt DocCheck Help auch für Ärzte eine Einkommensquelle – denn sie werden mit 6,93 Euro, also zu ungefähr 70 Prozent, an den Kosten für eine Einzelberatung beteiligt.

Gibt es die App auch für andere (medizinische) Berufe?

Dr. Dr. T. Weigl
Tatsächlich wird diese Option aktuell erarbeitet. DocCheck Help für Humanmediziner ist bereits seit 2017 verfügbar, für Tierärzte und Hebammen wird die App voraussichtlich ab Oktober 2019 nutzbar sein. Wenn Sie sich als Tierarzt oder Hebamme bewerben möchten, wenden Sie sich in einer Mail an [email protected]. Wenn alles gut läuft, können Sie im Anschluss in beratender Funktion Tierbesitzern bzw. Schwangeren aushelfen.

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Haben Sie Erfahrungen mit der App DocCheck Help gemacht? Möchten Sie sich bei uns weiter über Gesundheits-Apps erkundigen? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion unten, um von Ihren Erfahrungen zu berichten und sich untereinander auszutauschen!

Die hier beschriebenen Punkte (Krankheit, Beschwerden, Diagnostik, Therapie, Komplikationen etc.) erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es wird genannt, was der Autor als wichtig und erwähnenswert erachtet. Ein Arztbesuch wird durch die hier genannten Informationen keinesfalls ersetzt.

 

Autoren: Dr. Dr. Tobias Weigl, Tobias Möller
Veröffentlicht am: 02.09.2019

Quellen

  • Steven A. Cole, Julian Bird (2013): The Medical Interview – The Three Function Approach with STUDENT CONSULT Online Access, 3. Auflage. Elsevier Saunders, Philadelphia.
  • Google PlayStore: DocCheck Help.
  • Katharina E. Keifenheim u. a. (2015): Teaching history taking to medical students: a systematic review. In: BMC Medical Education 15/159.
[Gesamt:3    Durchschnitt: 5/5]

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