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7 Regeln für ein effektives Rückentraining zu Hause

Mit ausreichender Bewegung und regelmäßigem Training bleiben die Wirbelsäule flexibel und der Rücken gesund. 7 Regeln für die richtige Durchführung.

Um Rückenschmerzen gar nicht erst entstehen zu lassen oder, wenn bereits eine Erkrankung vorliegt, neuen Schmerzen vorzubeugen, ist es wichtig den Rücken regelmäßig in Bewegung zu bringen. Ein Besuch beim Physiotherapeuten oder im Fitnessstudio ist dafür aber nicht zwingend notwendig – Sie können auch zu Hause an Ihrer Rückengesundheit arbeiten. Bevor Sie jedoch zu Hause trainieren, sollten Sie sich von einem erfahrenen Trainer die wichtigsten Übungen und Regeln für einen gesunden Rücken erklären lassen.

Mehr Informationen zum effektiven Rückentraining in diesem Video

Die folgenden 7 Regeln helfen dabei, das Training zu Hause richtig auszuführen – denn die falschen Übungen oder eine falsche Belastung können den gegenteiligen Effekt von vorbeugendem Training haben und stattdessen Schmerzen hervorrufen.

1. Die Trainingseinheit nicht überfrachten

Das Training sollte übersichtlich bleiben. Kombinieren Sie maximal 8 bis 10 Übungen pro Trainingseinheit. Gerade Anfänger sollten lieber weniger Übungen machen, dafür aber mehr Wiederholungen einplanen. Lassen Sie sich von Ihrem Physiotherapeuten oder Trainer Übungsfolgen zeigen, die verschiedene Muskelgruppen des Rückens trainieren – so stärken Sie den gesamten Muskelapparat.
Auch wichtig: Ein ausgewogenes Rückentraining sollte nicht nur den Rücken, sondern auch den Bauch kräftigen. Die Bauchmuskulatur ist ein wichtiger Gegenspieler des Rückens und trägt zu seiner Stabilität bei.

2. Training als Vorbeugung – nicht als Therapie

Das Rückentraining dient der Vorbeugung: Schmerzen sollen gar nicht erst entstehen. Wenn Sie bereits Schmerzen haben, sollten Sie auf keinen Fall trainieren, sondern zum Arzt gehen und die Diagnose abwarten. Das gleiche gilt, wenn während des Trainings Rückenbeschwerden auftreten. Ein Arztbesuch kann klären, ob Sie Übungen lediglich falsch ausgeführt und deshalb Verspannungen haben – oder ob den Schmerzen eine schwerwiegendere Erkrankung zugrunde liegt.

Bevor Sie mit dem Rückentraining zu Hause beginnen, sollten die Schmerzen vollständig auskuriert sein. Zur Therapie gehören konservative Behandlungsmethoden, aber auch ganzheitliche Ansätze wie die physikalische Therapie oder physiotherapeutische Übungen unter Anleitung.

3. Kräftigungsübungen richtig ausführen

Das Rückentraining dient der Kräftigung der Muskulatur. Trotzdem sollten Sie Ihren Rücken und die Muskulatur nicht überfordern. Bei Kräftigungsübungen werden einzelne Muskelgruppen angespannt und 10 Sekunden gehalten, dann wieder entspannt. Für Anfänger ist das ausreichend. Fortgeschrittene können 20 Sekunden halten, bevor sie wieder entspannen. Pro Übung sollten bis zu vier Durchgänge mit einer Pause von ca. 20 Sekunden durchgeführt werden.

4. Stretching richtig ausführen

Andere Übungen dienen nicht der Kräftigung, sondern dem Stretching. Das dehnt die Muskulatur und fördert die Beweglichkeit der Wirbelsäule. Damit dabei aber keine Schmerzen entstehen, sollten Sie sanft in die jeweilige Übungsposition hineingehen – bis Sie einen leichten Zug des Muskels spüren. In dieser Position verharren Sie nun für 15 bis 20 Sekunden, bevor Sie die Dehnung lösen. Nach einer ebenso langen Pause sollten maximal 2 Wiederholungen folgen.

5. Übungen kontrolliert ausführen

Rückenübungen, ganz gleich ob zur Kräftigung oder zum Stretching, sind nichts für Ungeduldige. Werden sie zu schnell oder ruckartig ausgeführt, können sie die Muskulatur stark belasten. Deshalb sollte jede Rückenübung von Anfang bis Ende konzentriert und kontrolliert ausgeführt werden.
 

Haben Sie selbst schon bei akuten Rückenschmerzen Übungen zur Schmerzlinderung angewendet? Welche Übungen haben Ihnen am besten geholfen (Mehrfachnennung möglich)? Mit Ihren Antworten helfen Sie anderen Lesern, ihre Rückenschmerzen lindern zu können.

6. Ruhige und regelmäßige Atmung

Eine ruhige und regelmäßige Atmung ist während des ganzen Trainings wichtig. Sie unterstützt, dass die Übungen kontrolliert ausgeführt werden und sorgt für eine gleichbleibende Belastung des Herz-Kreislauf-Systems. Während der Kräftigungsübungen wird beim Anspannen und Halten eingeatmet, beim Entspannen und Lösen ausgeatmet. Bei Stretchübungen kann dagegen auch beim Halten ruhig weitergeatmet werden.

7. Nach dem Training zur Ruhe kommen

Auch die besten Rückenübungen nützen wenig, wenn Sie danach sofort wieder in die Vollen gehen. Nehmen Sie sich nach dem Rückentraining deshalb ein paar Minuten Zeit zum Ausruhen.

Bonus-Videos: Das effektive Rückenprogramm mit Gabi Fastner

 

 

 

 

 

 

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Haben auch Sie Erfahrungen mit Rückentraining? Haben Sie weitere Tipps oder haben Sie noch Fragen? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion unten, um von Ihren Erfahrungen zu berichten und sich mit anderen auszutauschen!

Autoren: Dr. Tobias Weigl und Christine Pepersack
Redaktion: Katharina Mraz
Veröffentlicht am: 01.06.2018, zuletzt aktualisiert: 03.01.2019

Die hier beschriebenen Punkte (Krankheit, Beschwerden, Diagnostik, Therapie, Komplikationen etc.) erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es wird genannt, was der Autor als wichtig und erwähnenswert erachtet. Ein Arztbesuch wird durch die hier genannten Informationen keinesfalls ersetzt.

Quellen

  • Markus Escher, Isabelle Guillou, Arne Schäffler (Hg.) (2013): Medizin für Heilpraktiker. Thieme, Leipzig.
  • Dietrich Grönemeyer (2017): Mein großes Rückenbuch. Wie Sie Ihren Schmerz besiegen. ZS Verlag, München.
  • Mathias Heinze und Heike Schönegge (2018): Die besten Übungen für einen starken Rücken. In: fitforfun.de (2018)

Buchtipp

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