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So funktioniert Elektrostimulation

Für die Elektrostimulation werden Elektroden auf die Rückenmarkshäute operiert und die Kabel nach außen geführt. Theoretisch kann dies auch nicht-invasiv erfolgen, indem die Elektroden auf die Haut geklebt werden. Dabei ist die Entfernung zum Rückenmark jedoch um einiges größer und die Wirkung somit geringer.

Sind die Elektroden angebracht, werden Ströme erzeugt, die die Nervenbahnen aktivieren. Das oben genannte Training würde ohne die Stimulation nicht funktionieren, da die Ansteuerung vom Gehirn nur auf das inaktive Rückenmark treffen würde, das den Befehl nicht an die Muskeln weitergeben kann. Ohne die Elektrostimulation würde die „Kommunikation“ so jedes Mal aufs Neue scheitern. Die neue Studie ist nicht die erste in diesem Bereich, allerdings konnte sie erstmals beweisen, dass die Gehfunktion damit tatsächlich zurückkommen kann. Diese Tatsache ist eine wichtige Erkenntnis und ein großer Fortschritt für die Wissenschaft.

Ein Blick in die Zukunft

Elektrostimulation allein wird als Lösung nicht ausreichen, um komplett gelähmten Menschen das Gehen in dem Rahmen wieder zu ermöglichen, dass sie ihren Alltag wie gesunde Menschen meistern können. Eine eingeschränkte Gehfähigkeit kann Betroffenen durchaus gewährt werden, allerdings nur in einer künstlichen Umgebung ohne Hindernisse und mit diversen Hilfsmitteln.

Patienten mit inkompletter Querschnittslähmung haben aber gute Chancen, durch die Behandlung wieder besser laufen zu können. Sie können die Extremitäten sowieso noch leicht bewegen und haben Empfindungen, da einige Nervenbahnen intakt geblieben sind. Somit ist es wahrscheinlicher mit Elektrostimulation das Fähigkeitslevel zu erreichen, das alltagstaugliche Bewegung möglich macht. Die zukünftigen Ergebnisse bleiben jedoch abzuwarten, denn bisher wurde die Studie schließlich nur an einer Person angewandt.

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