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Tollwutimpfung vor dem Urlaub?

Viele Urlauber lassen sich vor ihrer Reise noch gegen tropische Krankheiten impfen, um Ansteckungen vorzubeugen. Gelbfieber, Malaria und Hepatitis sind dabei die häufigsten medizinisch empfohlenen Impfungen, die vor dem Urlaub noch vorgenommen werden. Doch immer öfter ist auch eine Tollwut-Impfung im Gespräch. Doch ist diese wirklich sinnvoll?

Tollwut und dessen Auswirkung

Tollwut ist ein Virus, der zum Tode führt, wenn er nicht behandelt wird. Beißt oder kratzt ein infiziertes Tier, kann es zur Übertragung kommen. Auch das Ablecken einer Wunde kann die Tollwut weitergeben. Typischerweise kommt der Virus bei Hunden, Füchsen, Katzen, Affen und Fledermäusen vor. Laut der WHO decken diese wenigen Tierarten 99 Prozent der gesamten Tollwutfälle ab. Das Gefährliche ist, dass man ihnen die Krankheit selten anmerkt.

Kommt es in einem Problemgebiet zu einer der oben genannten Kontaktarten mit einem dieser Tiere, sollte deshalb immer ein rasches und gründliches Auswaschen der Wunde erfolgen, um eine mögliche Infektion zu vermeiden. Denn hat man sich erst mit Tollwut angesteckt, schwebt man auch direkt in unmittelbarer Lebensgefahr.

Typische Anzeichen einer Infektion sind Krampfanfälle, Lähmungserscheinungen, Lichtempfindlichkeit und Wasserscheue. Dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge existiert bisher keine Heilungsmethode. Jährlich sterben um die 59.000 Menschen an einer Tollwutinfektion (WHO).

Risikogebiete und Informationen zur Impfung

Tollwut ist immer noch in großen Teilen der Welt verbreitet. Europa gilt weitgehend als tollwutfreie Zone, während der Virus in Indien, Südafrika, Thailand und Vietnam beispielsweise dauerhaft und häufig vorkommt.

Ob eine Impfung aber tatsächlich notwendig ist, lässt sich allerdings nicht pauschal nach dem Urlaubsort beurteilen. Auch die Dauer und Art der Reise spielen dabei eine Rolle, denn auf dem Gelände eines 4 Sterne Hotels kommt man mit der Erkrankung wohl eher nicht in Kontakt. Plant man dagegen viel in der freien Natur und in fremden Ortschaften unterwegs zu sein, ist die Wahrscheinlichkeit streunenden Hunden und potenziell infizierten Wildtieren zu begegnen um einiges höher. Backpacker und Reisende, die den direkten Kontakt mit Tieren beabsichtigen, sollten sich für die Risikogebiete auf jeden Fall impfen lassen.

Vorsorglich sollte zudem überprüft werden, ob der Impfstoff für den Notfall am Zielort verfügbar wäre, um dort nachimpfen zu können. Manche Länder haben nicht den richtigen oder sogar gar keinen Impfstoff parat. Eine Tollwutimpfung ist nicht verpflichtend, aber somit oft ratsam, so Tropenmediziner Wolfgang Groth. Bei Reisen nach Südafrika wird eine Impfung beispielsweise immer empfohlen.

Eine Tollwut-Impfung besteht aus zwei oder drei Einzelimpfungen, je nachdem ob nach dem neuen oder alten Schema vorgegangen wird. Die Kosten von insgesamt um die 200 Euro müssen meist selbst getragen werden. Für einzelne Risikoregionen wird die Tollwutvorsorge in manchen Fällen allerdings auch von der Krankenkasse übernommen.

Quellen

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