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Releaf Worldwide: Medizinisches Cannabis seriös verwenden

Auf einen Blick – medizinisches Cannabis

  • THC & CBD
  • viele potenzielle Wirkungen
  • z. B. mögliche schmerzlindernde Wirkung
  • medizinisches Cannabis kann eine ergänzende Behandlung sein

Wann wird medizinisches Cannabis verwendet?

  • per Antrag bei schwerwiegenden Erkrankungen
  • Verschreibungshöchstmenge: 100 g in 30 Tagen
  • Studienlage bisher oft noch unzureichend
  • möglicher (leichter) Nutzen bei z. B. Krebsschmerzen, Darmkrankheiten
  • kein Wundermittel

mögliche Nebenwirkungen (Auswahl)

  • Herzrasen
  • Müdigkeit
  • Angstgefühle
  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Blutdruckabfall

Medizinisches Cannabis wird oft zur Schmerzbehandlung herangezogen und wird immer wieder als Alternative zu „klassischen“ Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Paracetamol genannt. Ebenso wird der Einsatz bei chronischen Erkrankungen wie multipler Sklerose weiter untersucht, wobei es noch viele offene Fragen gibt. Anbietern wie Releaf Worldwide ist es daher wichtig, Cannabis nicht pauschal als Allheilmittel anzupreisen, sondern die individuelle Eignung vorab zu prüfen.

Damit Sie kompetent entscheiden können, ob medizinisches Cannabis eine Option für Sie sein könnte, sprechen wir in diesem Artikel über die verschiedenen Anwendungsbereiche, Darreichungsformen und darüber, wie Cannabis eigentlich wirkt und worin die Potenziale und Grenzen des Arzneimittels liegen.

Bei den medizinischen Einsatzmöglichkeiten von Cannabis gibt es noch viele Fragezeichen.

Was ist eigentlich medizinisches Cannabis?

Cannabinoide werden überwiegend in Arzneimitteln eingesetzt, um so eine therapeutisch vorteilhafte Wirkung zu erzielen. Im Körper des Menschen können sie (möglicherweise) u. a.

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  • schmerzlindernd,
  • entzündungshemmend,
  • gegen Übelkeit
  • muskelentspannend
  • und appetitfördernd

wirken. Aufgrund dieser Wirkungen wird mehr und mehr diskutiert, ob Cannabis zukünftig bspw. in der Schmerztherapie eine größere Bedeutung zukommen sollte.

Wie wird medizinisches Cannabis eingesetzt?

Beim medizinischen Einsatz von Cannabis soll mit der niedrigstmöglichen Dosis z. B. erreicht werden, dass mögliche schmerzlindernde Effekte von Cannabis den Alltag der Patienten und Patientinnen erleichtern. Nicht der Rausch ist das Ziel, sondern möglichst wenig Nebenwirkungen bei gleichzeitiger Verbesserung der Lebensqualität. Deshalb ist für Betroffene eine möglichst genaue Dosierung so wichtig; anders als beim „Freizeitgebrauch“. Wenn Sie Produkte etwa von Releaf Worldwide beziehen, sollten Sie deshalb das Angebot, sich dort professionell beraten zu lassen, wahrnehmen, damit Ihnen medizinisches Cannabis bestmöglich helfen kann und Sie sich keinem potenziellen Gesundheitsrisiko aussetzen.

Bei welchen Erkrankungen könnte medizinisches Cannabis helfen?

Es gibt derzeit keine eindeutig festgelegten Anwendungsfelder für den Einsatz von Cannabis in Deutschland. In der Praxis wird es in der Regel häufig bei chronischen Schmerzen, multipler Sklerose, Krebsleiden (v. a. in der Palliativmedizin) und bei Spastiken genutzt. Um Missverständnisse zu vermeiden: Cannabis ist kein Wundermittel. Für viele Krankheitsbilder liegen keine wissenschaftlich einwandfreien Beweise für eine Wirksamkeit vor, sondern eher Hinweise. Das heißt jedoch nicht, dass Cannabis grundsätzlich unwirksam ist; oft fehlen einfach klare wissenschaftliche Belege. Mit mehr Forschung kann sich das in der Zukunft natürlich ändern.

Medizinisches Cannabis ist oft eine Ergänzung

Aktuell kommt Cannabis in Betracht, wenn andere Therapien scheitern oder als ergänzende Maßnahme in ausgewählten Situationen. In Studien finden sich Hinweise, dass Cannabis bei Krebsschmerzen und neuropathischen Schmerzen (z. B. diabetische Neuropathie) helfen könnte. Für u. a. Muskelschmerzen, Rückenschmerzen, migränebedingte Kopfschmerzen oder Fibromyalgie gibt es bislang aber nur unzureichende Belege. Weitere mögliche Anwendungsgebiete für Cannabis können sein:

  • Appetitlosigkeit
  • Darmkrankheiten
  • Epilepsie
  • Tourette-Syndrom
  • psychische Störungen
  • gegen Erbrechen und Übelkeit durch Zytostatika (also „Krebsmedikamente“)

Generell fehlt es noch an Forschung, die die Wirksamkeit von Cannabis bei diesen Erkrankungen zweifelsfrei belegt. Daher muss immer individuell entschieden werden, ob medizinisches Cannabis als Behandlungsalternative in Frage kommt.

Cannabis ist oft eine (oder sogar die letzte) Behandlungsoption für Patienten und Patientinnen, bei denen andere Therapien nicht den gewünschten „Erfolg“ gebracht haben. Die erforderlichen Dosierungen hängen vom Einzelfall ab, meist beginnt man mit einer niedrigen Dosis und steigert sie schrittweise unter ärztlicher Kontrolle. Die maximale Verschreibungsmenge für medizinisches Cannabis beträgt 100 g über 30 Tage.

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Medizinisches Cannabis sollte nur mit ärztlicher Rücksprache verwendet werden.

Mögliche Nebenwirkungen von Cannabis

Cannabis kann u. U. einige Nebenwirkungen verursachen. Dazu gehören u. a.

  • Angst
  • Benommenheit
  • Blutdruckabfall
  • Euphorie
  • gerötete Augen
  • gesteigerter Appetit
  • Halluzinationen
  • Herzrasen
  • Müdigkeit
  • Mundtrockenheit
  • Schwindel
  • Störungen der Psyche

Es sei angemerkt, dass es bisher keine Langzeitstudien gibt, in denen der langfristige, dauerhafte Verzehr untersucht wird. Bei regelmäßiger Einnahme tritt aber meistens ein Gewöhnungseffekt ein. Lassen Sie sich im Zweifel professionell beraten, wenn Nebenwirkungen auftreten.

Mögliche Wechselwirkungen von Cannabis

Vor der Einnahme sollten Sie mögliche Wechselwirkungen im Blick behalten und ärztlich abklären lassen. Bei folgenden Substanzen kann es u. U. zu verstärkten Nebenwirkungen kommen, wenn sie gleichzeitig mit (medizinischem) Cannabis konsumiert werden:

  • Alkohol
  • Schlafmittel
  • Arzneimittel mit sedierender Wirkung (z. B. Antidepressiva, Benzodiazepine)

Wann sollten Sie Cannabis nicht verwenden?

In folgenden Situationen sollten Sie auf eine Cannabiseinnahme verzichten:

  • Allergie oder Überempfindlichkeit gegenüber Cannabinoiden
  • Bluthochdruck
  • Herz-/Kreislauf-Erkrankungen
  • Psychosen
  • schwere Leber- oder Nierenfunktionsstörungen
  • u. U. Depression

Schwangere und Jugendliche sollten ebenfalls auf Cannabis verzichten. Um mögliche Folgerkrankungen und -problemen vorzubeugen, sollten Sie sich ausführlich beraten lassen, bevor Sie medizinisches Cannabis einnehmen. Vor- und Nachteile sollten gründlich abgewogen werden.

Wer Bluthochdruck hat, sollte sicherheitshalber kein Cannabis verwenden.

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Welche Varianten von cannabishaltigen Medikamenten gibt es?

Cannabishaltige Arzneimittel gibt es in mehreren Variationen. Wer Bezeichnungen und Sortennamen besser einordnen möchte, findet bei Weed Strains DE eine Übersicht. Bitte beachten Sie: Die Sorte lässt keine Rückschlüsse auf deren medizinischen Nutzen zu. Außerdem wichtig: Die Cannabisagentur rät davon ab, Cannabis zu rauchen, da dabei krebsverursachende Verbrennungsprodukte entstehen können.

Getrocknete Blüten oder Pflanzen-Extrakte

Hier kann es aufgrund der Ernte zu erheblichen Unterschieden an den Gehältern, aber auch der Qualität kommen. Die Inhaltsstoffe können inhaliert (über Vaporisatoren) werden, sollten aber nicht als Tee zubereitet werden, da sie an Effizienz verlieren.

Cannabisextrakte

Hierbei handelt es sich um ölige Cannabisharze in Form einer Lösung, die peroral (also über den Mund) aufgenommen werden können. Der eingesetzte Wirkstoff ist Dronabinol bzw. wie üblich genannt THC (sog. Tetrahydrocannabinol). Wichtig ist, dass diese Lösung nicht zum Verdampfen und anschließender Inhalation geeignet ist.

Dronabinol- und nabilonhaltige Rezepturarzneimittel

Dronabinol ist eine teilsynthetisch hergestellte Substanz, die strukturell identisch mit THC ist. Nabilon hingegen ist vollsynthetisch hergestellt und ebenfalls ein Abkömmling von THC. Die Formen der Rezepturarznei können hier ethanolische Lösungen, Kapseln oder ölige Tropfen sein.

Fertigarzneimittel

Eines der bekanntesten Cannabis-Fertigarzneimittel ist das Mundspray Sativex®. Das Fertigpräparat enthält eine Pflanzenextrakt-Mischung aus THC und CBD mit standardisiertem Gehalt. Das Präparat wird v. a. zur Symptomverbesserung von Spastiken bei Multipler Sklerose verwendet.

„Medizinisches Cannabis ist kein Wundermittel, aber für manche Patienten und Patientinnen eine letzte Möglichkeit, ihre Beschwerden lindern zu können.“ — Dr. Dr. Tobias Weigl

Häufige Patientenfragen

Ich nehme Cannabis. Worauf muss ich achten?

Dr. Dr. T. Weigl
Es gibt Hinweise darauf, dass ein regelmäßiger Konsum mit einem erhöhten Psychoserisiko einhergehen kann. Besonders diskutiert wird dabei ein langfristiger Gebrauch von hochpotentem Cannabis mit einem THC-Gehalt von über 10 %. Cannabis wird zudem häufig als Einstiegsdroge bezeichnet; nach Angaben der Deutschen Suchthilfe steigt jedoch nur ein kleiner Teil der Konsumierenden später langfristig auf härtere Drogen um. Schwere Hirnschäden, wie sie bei chronischem Alkoholkonsum beschrieben sind, werden bei regelmäßigem Cannabiskonsum nach derzeitigem Kenntnisstand eher nicht in gleicher Weise beobachtet.

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Wann und wie wird mir medizinisches Cannabis verschrieben?

Dr. Dr. T. Weigl
Der Einsatz von medizinischem Cannabis ist an klare Voraussetzungen gebunden. Die Verordnung ist nicht strikt an bestimmte Krankheiten oder Symptome gekoppelt; erforderlich ist jedoch eine schwerwiegende Erkrankung, die lebensbedrohlich ist oder die die Lebensqualität dauerhaft deutlich beeinträchtigt.
Das ist auch für eine mögliche Kostenübernahme entscheidend. Grundsätzlich übernehmen gesetzliche Krankenkassen medizinisches Cannabis nur dann, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Die Patientin/der Patient hat eine schwerwiegende Erkrankung
  • Es gibt keine anerkannte alternative Behandlungsmöglichkeit
  • Es gibt ausreichend Hinweise darauf, dass medizinisches Cannabis helfen könnte

Zusätzlich ist bei einer erstmaligen Verordnung in der Regel eine Genehmigung der Krankenkasse nötig. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin übermittelt dafür eine Dokumentation an die Krankenkasse, in der begründet wird, warum Cannabis eingesetzt werden soll. Innerhalb von drei Wochen erhalten Sie eine Rückmeldung, ob der Antrag bewilligt wird oder nicht.
In bestimmten Ausnahmefällen kann seit Juni 2023 ein beschleunigtes Verfahren greifen: Entweder wird das Arzneimittel besonders dringend benötigt oder es ist für eine ambulante Palliativversorgung vorgesehen. Dann entscheidet die Krankenkasse innerhalb von drei Tagen über die Genehmigung. Bei Betroffenen in einer spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) entfällt die Genehmigung, damit unnötige bürokratische Hürden einer Cannabis-Gabe, etwa zur Schmerzlinderung, nicht im Weg stehen.

Kann ich von medizinischem Cannabis abhängig werden?

Dr. Dr. T. Weigl
Ein Cannabiskonsum führt nicht automatisch zu einer Abhängigkeit. Im Vergleich zu vielen anderen Rauschmitteln scheint das Suchtpotenzial tendenziell geringer zu sein. Dennoch besteht das Risiko, dass Sie abhängig werden können – auch bei verordnetem medizinischem Cannabis.
Diese Möglichkeit sollten Sie klar im Blick behalten. Am Ende muss stets im Einzelfall sorgfältig abgewogen werden, ob eine weitere Cannabis-Gabe noch sinnvoll ist, wenn bereits eine Abhängigkeit besteht oder sich abzeichnet.

Verwandte Themen

Haben Sie bereits medizinisches Cannabis verschrieben bekommen? Wie sind Sie damit umgegangen, hatten Sie Nebenwirkungen? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion unten, um von Ihren Erfahrungen zu berichten und sich untereinander auszutauschen!

Die hier beschriebenen Punkte (Krankheit, Beschwerden, Diagnostik, Therapie, Komplikationen etc.) erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es wird genannt, was der Autor als wichtig und erwähnenswert erachtet. Ein Arztbesuch wird durch die hier genannten Informationen keinesfalls ersetzt. Autor: Dr. Dr. Tobias Weigl
Veröffentlicht am: 29.12.2025

Quellen

  • Achim Schneider & Christian Heinrich (2024): Was Sie über medizinisches Cannabis wissen sollten, in: apotheken-umschau.de.
  • Anders Holt et al. (2024): Cannabis for chronic pain: cardiovascular safety in a nationwide Danish study, in: European Heart Journal 45/6, S. 475–484.
  • BMJ (2021): Medical cannabis or cannabinoids for chronic pain: a clinical practice guideline, in: BMJ 374, S. 2040.
  • Bundesministerium für Gesundheit (Hg.) (2024): Fragen und Antworten zum Cannabisgesetz, in: bundesgesundheitsministerium.de.
  • Catalina Lopez-Quintero et al. (2011): Probability and predictors of transition from first use to dependence on nicotine, alcohol, cannabis, and cocaine: results of the National Epidemiologic Survey on Alcohol and Related Conditions (NESARC), in: Drug and Alcohol Dependence 115/1–2, S. 120–130.
  • E. Hoch et al. (2025): Cannabis, cannabinoids and health: a review of evidence on risks and medical benefits, in: Eur Arch Psychiatry Clin Neurosci 275/2, S. 281–292.
  • Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) (o. J.): FAQ zur Verordnung von medizinischem Cannabis, in: g-ba.de.
  • Jennifer H. Walsh et al. (2021): Treating insomnia symptoms with medicinal cannabis: a randomized, crossover trial of the efficacy of a cannabinoid medicine compared with placebo, in: Sleep 44/11, S. 149.
  • Josiah Damisa et al. (2023): Is Cannabis Effective in the Treatment of Chronic Back Pain?, in: Cureus 15/8, e43220.
  • Kirsten Müller-Vahl & Franjo Grotenhermen (2017): Medizinisches Cannabis: Die wichtigsten Änderungen 114/8, A-352 / B-306 / C-300.
  • Martin J. de Vita et al. (2018): Association of Cannabinoid Administration With Experimental Pain in Healthy Adults. A Systematic Review and Meta-analysis, in: JAMA Psychiatry 75/11, S. 1118–1127.
  • Melanie Klingler (2018): Cannabis, in: gelbe-liste.de.
  • Michael Specka et al. (2024): Effectiveness of Medical Cannabis for the Treatment of Depression: A Naturalistic Outpatient Study, in: Pharmacopsychiatry 57/2, S. 61–68.
  • Natalie Strand et al. (2023): Medical Cannabis: A Review from the American Society of Pain and Neuroscience, in: Journal of Pain Research 16, S. 4217–4228.
  • Penny F. Whiting et al. (2015): Cannabinoids for Medical Use: A Systematic Review and Meta-analysis, in: JAMA 313/24, S. 2456–2473.
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