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Leishmaniosegefahr durch Sandmücken

Sandmücken sind so klein, dass es schwierig ist, sie mit bloßem Auge zu erkennen. Umso bedrohlicher sind die kleinen Blutsauger, die gefährliche Erkrankung „Leishmaniose“ übertragen. Die Mückenart ist vor allem im Mittelmeerraum, den Tropen und Subtropen vertreten, wurde mittlerweile aber auch hierzulande gesichtet. Die Tierchen mögen es warm, doch durch die steigenden Temperaturen bietet auch Deutschland ihnen mittlerweile ein geeignetes Heim.

Woran Sie eine Sandmücke erkennen

Die Tierchen wurden tatsächlich nach Sand benannt, da sie genauso beigefarben sind. Außerdem sind sie auffällig stark behaart und werden nur bis zu drei Millimetern groß, was sie von den typischen heimischen Mücken hier unterscheidet. Wenn die kleinen Insekten entdeckt werden, dann meist durch ihre dunklen schwarzen Augen, da sie durch ihre beige Farbe auf heller menschlicher Haut kaum auffallen.

Infektion und Behandlung

Nur die befruchteten weiblichen Sandmücken stechen, da sie Blut zur Eierablage benötigen. Unbefruchtete Weibchen und Männchen ernähren sich von Pflanzensäften. Die Infektionskrankheit Leishmaniose, die durch die Sandmücken übertragen werden kann, wird somit immer durch den Speichel der Weibchen weitergegeben. Typische Stichstellen sind dabei vor allem Gesicht, Nacken und Extremitäten. Ein Sandmückenstich juckt meist etwa für drei Tage.

Eine Leishmaniose wird durch Parasiten, die „Leishmanien“, hervorgerufen, von der es mehrere Arten gibt: Haut-Leishmaniose, Eingeweide-Leishmaniose und Schleimhaut-Leishmaniose. Bei ersterer bildet sich an der Einstichstelle ein kleiner roter Knoten, aus dem ein Geschwür wird. Oft bleiben nach der Heilung starke Narben zurück.

Die Schleimhaut-Leishmaniose beginnt oft mit einer Haut-Leishmaniose. Bleibt diese unbehandelt, befällt die Erkrankung den Nasen- und Rachenbereich und zersetzt dort Haut, Bindegewebe und Knorpel. Die Zerstörung kann so weit gehen, dass ganze Löcher entstehen. Erfolgt keine rechtzeitige Behandlung, droht die dauerhafte Entstellung des Gesichts.

Auch die inneren Organe können befallen werden. Die Eingeweide-Leishmaniose kann zu verheerenden Milz-, Leber- und Knochenmarkschäden führen. Ohne Therapie sind diese lebensgefährlich. Mögliche Symptome für eine Eingeweide-Leishmaniose sind Fieber, geschwollene Lymphknoten, Kopfschmerzen, Schwächegefühl, Müdigkeit, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, unerklärlicher Gewichtsverlust, Anämie, sowie eine Vergrößerung von Leber oder Milz. Meist treten diese Anzeichen erst nach einigen Wochen oder sogar Monaten auf. Wichtig ist nur, sie nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und sich rasch in medizinische Hände zu begeben. Leishmaniose ist mit Medikamenten gut behandelbar.

Risiko in Deutschland

Auf Grund der Ausbreitung nach Norden über diverse Fortbewegungsmittel, sowie eingeführte Hunde, kommen die Sandmücken mittlerweile auch in Deutschland vor. Allerdings wurden davon bisher nur vereinzelt Exemplare gesichtet. 1999 wurde die erste Sandmückenart im Südwesten des Landes entdeckt, 2013 dann im Raum Hessen. Experten geben jedoch Entwarnung: Die

Sandmückenpopulation hält sich hierzulande noch stark in Grenzen. Hinzu kommt, dass erkrankte Hunde die Leishmaniose nicht auf Menschen übertragen können. Um sich vor Leishmaniose sicher zu fühlen, können Sie aber trotzdem auf herkömmlichen Mückenschutz anhand von Insektensprays- oder -lotionen, sowie mechanische Maßnahmen setzen, sodass die Blutsauger möglichst fernbleiben.

Für die Zukunft könnten Sandmücken und auch andere „Tropenzuwanderer“ und die Krankheiten, die sie mit sich bringen, zum Problem werden, denn durch den Klimawandel kommen diese immer weiter nach Norden und siedeln sich dort an. Die kommenden Jahrzehnte werden zeigen, wie mit dieser Entwicklung am besten umgegangen werden kann.

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