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Nervenschmerzen = Neuropathische Schmerzen – Symptome & Therapie

Im Durchschnitt dauert es 2–3 Jahre, bis man neuropathische Schmerzen erkennt. Und im Durchschnitt sind dafür 5–6 Ärzte notwendig.
— Dr. Tobias Weigl


Von Medizinern geprüft und nach besten wissenschaftlichen Standards verfasst

Dieser Text wurde gemäß medizinischer Fachliteratur, aktuellen Leitlinien und Studien erstellt und von einem Mediziner vor Veröffentlichung geprüft.

Quellen ansehen

Bei Nervenschmerzen handelt es sich um Schmerzen, die infolge einer Beschädigung der Nerven sowohl im peripheren als auch im vegetativen Nervensystem auftreten. Sie äußern sich häufig in Form eines Brennens, Stechens, Bohrens oder Kribbelns und treten vermehrt in Ruhephasen auf. Eine häufige Form der Neuropathien ist die diabetische Polyneuropathie infolge eines Diabetes mellitus’. Eine Neuropathie kann jedoch auch durch übermäßigen Alkoholkonsum verursacht werden. Darüber hinaus begünstigen viele weitere Faktoren die Entstehung von Nervenschmerzen.

Da sich diese Art von Schmerz grundsätzlich von anderen Schmerzarten unterscheidet, ist eine umfassende Diagnose unabdingbar. In der Regel ist im Anschluss an die Behandlung keine komplette Schmerzfreiheit zu erwarten. Daher fokussiert die Therapie sowohl einen ursächlichen als auch einen symptomatischen Ansatz, man bekämpft also Ursachen und Beschwerden zugleich.

Nach dem über 9 Stunden langen Film-Marathon im Kino bittet Martin seine Freundin zu Hause darum, seinen Nacken zu massieren. Er hat das Gefühl, dass dieser vom langen Sitzen und nach oben Schauen etwas steif geworden ist. Während der Massage muss er jedoch feststellen, dass in bestimmten Bereichen seines Nackens starke, brennende Schmerzen auftreten, die beinahe entlang einer Linie verlaufen. Auch nach ein paar Tagen des Wartens stellt sich keine Besserung ein, obwohl der Nacken nicht mehr verspannt ist.

Was sind Nervenschmerzen und wie entstehen sie?

Martin könnte an Nervenschmerzen infolge einer Nervenschädigung leiden. Der Mediziner spricht in diesem Zusammenhang von einer Neuropathie bzw. neuropathischen Schmerzen (von gr. neuron ‚Nerv‘ und altgr. pathos ‚Schmerz‘). Dabei handelt es sich um Schmerzen, die infolge einer Beschädigung oder Verletzung von Teilen des Nervensystems, bspw. der Nervenfasern oder Nervenzellen, auftreten. Dies kann sowohl peripher, also abseits des Zentrums, bspw. die Extremitäten wie Arme und Beine betreffend, oder auch zentral, bspw. das Rückenmark oder das Gehirn betreffend, geschehen.

Die Ursachen für periphere, also außerhalb des zentralen Nervensystems liegende, Nervenschmerzen sind dabei vielseitig. Sie können entstehen durch:

  • Verletzungen
  • Unfälle
  • Infektionen
  • Chronische Schmerzen
  • Bandscheibenvorfall
  • Unausgewogene Ernährung
  • Autoimmunerkrankungen

Als weitere spezifische Ursachen kommen in Frage:

  • HIV
  • Borreliose-Erkrankungen
  • Trigeminus-Neuralgie
  • Postzoster-Neuralgie, also Nervenschmerzen infolge einer Gürtelrose
  • Feine Vernarbungen nach einer Operation
  • Diabetes
  • Alkohol
  • Chemotherapie

Als Ursachen für zentrale Nervenschmerzen gelten bspw.:

  • Multiple Sklerose
  • Rückenmarksverletzungen
  • Schlaganfälle

In einem Drittel der Fälle gilt die Ursache trotz umfangreicher Untersuchungen als unbekannt.

Mehr Informationen zu Nervenschmerzen in diesem Video

Wie entstehen Nervenschmerzen? Wie äußern sich diese und warum fühlt es sich an, als würde auf der Haut ein Feuer brennen? Diese und weitere Fragen beantwortet Dr. Tobias Weigl in folgendem Video.

Die Symptome: Welche Beschwerden treten im Zusammenhang mit Nervenschmerzen auf?

Ein typisches Symptom von Nervenschmerzen ist eine mechanische Überempfindlichkeit (sog. ‚Allodynie‘). In der Folge wird ein Reiz, der normalerweise als angenehm empfunden wird, z. B. das Streicheln des Handrückens, als unangenehm, gar schmerzhaft empfunden. Das dabei entstehende Gefühl kann ein Kribbeln, gleich Ameisen, die sich auf der Haut bewegen, ein Stechen oder ein Brennen sein. Hinzu kommen ein Schwäche- oder Taubheitsgefühl, häufig in den Extremitäten. Derlei Beschwerden äußern sich häufig bei Ruhe oder werden durch minimale Berührungsreize ausgelöst.

Die Symptome werden oft spontan ausgelöst, halten dann aber ständig an. Dies sind die sogenannten spontanen Dauerschmerzen, welche für die Neuropathie charakteristisch sind.

Folgende Symptome sind also typisch für eine Neuropathie, treten aber nicht bei allen Betroffenen in derselben Kombination auf:

  • mechanische Überempfindlichkeit
  • schmerzhaftes Empfinden bei Berührung
  • Kribbeln, Stechen oder Brennen bei Berührung der Haut
  • Schwäche-/Taubheitsgefühl in den Extremitäten
  • häufiges Auftreten im Ruhezustand
  • ggfs. spontaner Dauerschmerz
Gut zu wissen!
Patienten mit Nervenschmerzen haben oft auch mit psychischen Begleitstörungen zu kämpfen, welche sich vor allem in Form von Schlafstörungen, Depression oder Angst äußern. Die dadurch entstehenden Wechselwirkungen sind zahlreich. Zum einen verursachen die Nervenschmerzen die psychischen Begleiterscheinungen und zum anderen sorgen diese Begleiterscheinungen dafür, dass der Schmerz stärker wird, indem sie die Schmerzschwelle erniedrigen.

Wer ist betroffen?

In Deutschland leiden knapp 5 Millionen Menschen an Nervenschmerzen. Hinzu kommt, dass rund 35 Prozent aller weiteren Schmerzerkrankungen ebenfalls eine neuropathische Schmerzkomponente haben.
Generell hängt die Häufigkeit neuropathischer Schmerzen mit der jeweiligen Ursache zusammen. Neuropathische Schmerzen liegen vor bei

  • 8 Prozent der Schlaganfallpatienten,
  • 20 Prozent der Diabetiker,
  • 28 Prozent der Multiple-Sklerose-Patienten,
  • 33 Prozent aller Tumor-Erkrankungen,
  • 37 Prozent der Rückenschmerz-Patienten,
  • 60 Prozent aller Amputationen und
  • 67 Prozent der Patienten mit Rückenmarksverletzungen.
Hat ein Arzt bei Ihnen Nervenschmerzen infolge einer Diabetes-Erkrankung festgestellt? Welche Symptome traten bei Ihnen auf (Mehrfachnennung möglich)? Mit Ihren Antworten helfen Sie anderen Lesern, ihre Symptome besser einschätzen zu können.

Was tut der Arzt? Teil 1: Die Diagnose

Im Zusammenhang mit Nervenschmerzen gilt das Anamnesegespräch, also das Gespräch zwischen Arzt und Patient, als unabdingbar. Der Arzt erfragt in diesem, seit wann die Beschwerden bestehen, wie stark diese sind und wie sie sich äußern, bspw. in Form des sogenannten Ameisenlaufens. Ebenso wird der Patient dazu angehalten, einen Schmerzfragebogen auszufüllen, was auch schon im Wartezimmer vor der eigentlichen Untersuchung geschehen kann.

In einem zweiten Schritt erfolgt dann die neurologische Untersuchung. Dabei werden die sogenannten positiven und negativen Symptome untersucht. Unter positiven Symptomen versteht man jene Symptome, die sich bei Stimulation verstärken, bspw. das Streichen über den Handrücken, das der Patient schmerzempfindlicher wahrnimmt. Ebenso fallen darunter eine erhöhte Temperatur- und/oder Vibrationsempfindlichkeit. Bei negativen Symptomen ist das Gegenteil der Fall, Stimulationen werden weniger wahrgenommen. Diese Beschwerden werden durch den Arzt zum einen erfragt, zum anderen aber auch geprüft. Dies erfolgt durch den Einsatz unterschiedlicher Instrumente, bspw. Stimmgabeln oder Wattestäbchen, je nach Symptom, das untersucht werden soll.

Eine neurologische Untersuchung am Beispiel

Bei einer Patientin mit Postzoster-Neuralgie werden einzelne Punkte des Nackens mit Hilfe eines Wattestäbchens leicht berührt, bis die Patientin eine Schmerzreaktion zeigt. Die Stelle, an der das Schmerzempfinden ausgelöst wurde, wird dann mit einem Stift farbig markiert. Diesen Vorgang wiederholt der Arzt mehrere Male, bis er anhand der Markierungen den Verlauf des geschädigten Nervs nachvollziehen kann.

Der Arzt kann zur Sicherung der Diagnose zudem auf weitere Mittel zurückgreifen. Ein Neurographiegerät dient bspw. dazu, die Nervenleitgeschwindigkeit zu messen und mithilfe von SEPs (somatosensibel evozierte Potenziale) wird die allgemeine Funktionsfähigkeit der Nervenbahnen geprüft. Bei letzterem Verfahren wird anhand von Reizen, die auf die Haut gesetzt und infolgedessen über das Rückenmark zum Gehirn weitergeleitet werden, geprüft, ob eine Schädigung der Nervenfasern vorliegt.

Zu guter Letzt kann der Arzt noch bildgebende Verfahren wie die Computertomografie (CT) oder die Magnetresonanztomografie (MRT) veranlassen. Diese können Schädigungen der Nerven direkt sichtbar machen.

Es ist sehr wichtig, dass durch die Diagnose eine Abgrenzung zu anderen chronischen Schmerzen erfolgt, z. B. Entzündungsschmerzen durch Arthrose, da neuropathische Schmerzen auf eine spezifische Art und Weise behandelt werden müssen.

Fakten-Box
Nervenschmerzen / Neuropathische Schmerzen / Neuropathie
Etwa 5 Millionen Menschen in Deutschland leiden an neuropathischen Schmerzen
Mehr als die Hälfte der Amputierten und Patienten mit Rückenmarksverletzungen sind betroffen
35 Prozent der chronischen Schmerzerkrankungen haben eine neuropathische Schmerzkomponente
Symptome

  • Mechanische Überempfindlichkeit
  • Brennen
  • Stechen
  • Kribbeln (sog. ‚Ameisenlaufen‘)
  • Bohren
  • Taubheitsgefühl
  • Schwäche
  • Stärkere Schmerzen in Ruhephasen (bspw. nachts)
  • Spontane Dauerschmerzen

Was tut der Arzt? Teil 2: Die Behandlung

Grundsätzlich gilt, dass eine effektive Therapie nur dann möglich ist, wenn diese möglichst früh und möglichst intensiv erfolgt. Allerdings können neuropathische Schmerzen nicht komplett kuriert werden. Gemäß der Leitlinie zur Therapie neuropathischer Schmerzen der Deutschen Schmerzgesellschaft gelten die folgenden Punkte als realistische Ziele der Behandlung:

  • Schmerzlinderung um bis zu 50 Prozent
  • Verbesserung von Lebens- und Schlafqualität
  • Erhalt sozialer Aktivitäten, Beziehungen und der Arbeitsfähigkeit

Daher sollte zunächst eine angemessene Erwartungshaltung erzielt werden. Die Ziele der Therapie sowie die Erwartungen an diese sollten in einem Gespräch zwischen Arzt und Patient geklärt werden. Es sollte nicht zu unerfüllbaren Erwartungen bzw. Enttäuschungen kommen.

Zweitens muss eine Therapie ganzheitlich, d. h. multimodal erfolgen. Dabei wird einerseits ein ursächlicher Ansatz verfolgt, bei dem die Faktoren, die die Nervenschmerzen verursachen, angegangen werden. Bei einem Diabetes, der eine diabetische Polyneuropathie auslöst, sollte also eine optimale Einstellung des Blutzuckers erfolgen. Zum anderen wird aber auch ein symptomatischer Ansatz verfolgt, bei dem einzelne Beschwerden gezielt behandelt werden. Dies kann bspw. in Form von Physio-, Ergo- oder Elektrotherapie geschehen. Aber auch die sogenannte Small Fiber Matrix Stimulation (SFMS) kann zum Einsatz kommen. Bei dieser Behandlungsmethode werden ganz gezielt die dünnen Nervenfasern (small fibers), die infolge der Neuropathie geschädigt worden sind, stimuliert.

Der medikamentöse Ansatz

Im Rahmen der Therapie von Nervenschmerzen können auch Medikamente zum Einsatz kommen. Gängige Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac erwiesen sich im Rahmen der Behandlung neuropathischer Schmerzen oftmals als nicht wirksam, weshalb Alternativen eingesetzt werden. Diese sind:

  • Antidepressiva: Diese beeinflussen die Aktivität von Nervenzellen und wirken einer Depression, die bei neuropathischen Schmerzen nicht selten ist, entgegen.
  • Antikonvulsiva: Diese wirken auf neuronale Kalzium- und Natriumkanäle und kommen vor allem bei einschießenden Schmerzen zum Einsatz.
  • Opioide: Diese wirken stark schmerzlindernd und können zu einer wesentlichen Verbesserung der Lebensqualität beitragen.

Vor allem im Zusammenhang mit den zuletzt genannten Opioiden müssen Nebenwirkungen sowie Gewöhnungseffekte berücksichtigt werden, weshalb regelmäßige und kontinuierliche Kontrollen Pflicht sind.

Zu guter Letzt wird der Patient im Rahmen einer sogenannten Patientenedukation über den Umgang mit den neuropathischen Schmerzen geschult. In diesem Zusammenhang kann der Arzt auch eine Psychotherapie verordnen.

Mehr Informationen zum Einsatz von Antidepressiva in der Schmerztherapie in diesem Video

In diesem Beitrag erklärt Dr. Weigl, wie und warum sich Antidepressiva zur Schmerztherapie eignen und warum man im Zusammenhang mit neuropathischen Schmerzen durch die Gabe von Antidepressiva „zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“ kann.

Häufige Patientenfragen

Kann man bei Nervenschmerzen auch operiert werden?

Dr. T. Weigl
Grundsätzlich ist dies möglich. Allerdings haben viele der Eingriffe selbst chronische Schmerzerkrankungen zur Folge, weil sie Teile des Nervensystems zerstören, die für die Schmerzverarbeitung zuständig sind. Generell wird ein solcher Eingriff nur als letztes Mittel in Betracht gezogen.

Was ist Morbus Sudeck?

Dr. T. Weigl
Morbus Sudeck ist die umgangssprachliche Bezeichnung für das sogenannte Komplexe Regionale Schmerzsyndrom (CRPS), eine Sonderform der neuropathischen Schmerzen. Dabei handelt es sich um eine chronische neurologische Erkrankung, deren Ursachen bisher noch ungeklärt sind und für die auch keine eindeutige Prognose besteht. 5 Prozent der Fälle von CRPS lassen sich auf eine Verletzung an Armen oder Beinen zurückführen. Die Erkrankung geht mit vielen Symptomen einher, darunter anhaltender Schmerz, der durch die vorangegangene Verletzung nicht mehr ausreichend erklärt wird, verstärkte Wahrnehmung von Schmerzreizen, motorische Überempfindlichkeit, Veränderung der Hautfarbe, Schwellungen und reduzierte Beweglichkeit. Bei der Therapie von CRPS wird ein multimodaler, ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der, wenn möglich, die Aspekte Medikamente, Physiotherapie, Ergotherapie und Schmerzpsychotherapie kombiniert.

Mehr Informationen zu CRPS bzw. Morbus Sudeck in diesem Video!

In diesem Beitrag widmet sich Dr. Tobias Weigl der Erkrankung CRPS und erklärt mögliche Ursachen, typische Symptome sowie in Frage kommende Behandlungsmöglichkeiten.

Zunächst erscheint es Martin merkwürdig, dass sein Arzt ihm erklärt, er wolle ihn mit Hilfe eines Wattestäbchens untersuchen. Doch schon die erste Berührung mit diesem erweist sich als ausreichend, um eine starke Schmerzreaktion auszulösen, worüber er sehr verwundert ist. Die Diagnose des Arztes lautet Neuropathie: Chancen auf Linderung bestehen, Chancen auf Heilung kaum. Aber schon die ersten Medikamente zeigen Wirkung und mittels Physio- und Ergotherapie soll der Schmerz bald minimal sein. Wenn es soweit ist, wird es Zeit für den nächsten großen Film-Marathon!

Haben auch Sie Erfahrungen mit Nervenschmerzen? Möchten Sie sich bei uns über Neuropathie erkundigen? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion unten, um von Ihren Erfahrungen zu berichten und sich mit anderen auszutauschen!

Autoren: Tobias Möller & Dr. Tobias Weigl
Lektorat: Christine Pepersack

Quellen

  • Eberhard Aulbert (2012): Lehrbuch der Palliativmedizin. Schattauer Verlag, Stuttgart.
  • Helge Beck et al (2002): Anästhesiologie: 429 Tabellen. Georg Thieme Verlag, Stuttgart.
  • R. Baron, T. R. Tölle: Deutscher Forschungsverband Neuropathischer Schmerz: Pathophysiologie, Prävention und Therapie.
  • Ralf Baron (2009): Diagnostik und Therapie neuropathischer Schmerzen. Deutsches Ärzteblatt CME Kompakt 2009; 1(2).
  • Robert Reining, Anita Schweiger (2006): Endlich weniger Schmerzen: Ihre Schmerzen besser verstehen; Schritt für Schritt chronische Schmerzen verlernen; Bekannte und neue Therapien: was sie wirklich leisten. Georg Thieme Verlag, Stuttgart.
  • Deutsche Schmerzgesellschaft e. V., Roman Rolke: Nervenschmerz.
  • Prof. Dr. Gunnar Wasner (2012): Diagnostik neuropathischer Schmerzen,
    S1-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN). Kiel.
[Gesamt:2    Durchschnitt: 5/5]
3.000000e+0 Antworten
  • Hans Stellmacher
    14.08.2018 14:43

    Hallo Herr Weigl
    Mein Name ist Hans Stellmacher
    Ich habe seit einiger Zeit Probleme mit meinem linken Bein.
    Ich hatte einen Bandscheiben Vorfall wobei die Bandscheibe im Bereich S1>L5? auf die Nervenwurzel drückte
    2013 hatte ich schon einmal eine OP an der Bandscheibe nach einem Wirbel Deckplatten Bruch..
    Nun in 2018 der erneute Vorfall.
    Mein linkes Bein macht nun nicht mehr richtig mit. Wie in Ihrem Beitrag laufen 1000de Ameisen in meinem Bein und vor allem im Fuß.
    Könnten Sie mir einen Rat geben.
    Zur Vorgeschichte in einem Krankenhaus gab man mir Schmerzmittel die eigentlich nach einer Operation gegeben werden (Palexia) diese nahm ich von Ende Mai bis Ende Juli. ob der Zusammenhang da zu suchen ist?
    Derzeit gehe ich zur Physiotherapie und ab dem 28.08 gibt es eine Reha.
    Aber nachdem ich Ihr Video sah kommen mir einige Zweifel ob ich die Schmerzen in den Griff bekomme.
    Langes sitzen ist oder laufen ist ein großes Problem
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans Stellmacher

    • Dr. Tobias Weigl
      22.08.2018 09:53

      Sehr geehrter Herr Stellmacher,
      Vielen Dank für Ihre Nachricht.
      Ihrer Beschreibung nach zu urteilen spricht dies tatsächlich für sog. neuropathische Schmerzen. Wie diese bedingt sind ob direkt durch den Bandscheibenvorfall oder das Medikament kann ich so nicht sagen.
      Meine Empfehlung: Suchen Sie einen Neurologen auf. Dieser klärt ab, ob es sich um neuropathische Schmerzen handelt. Falls ja, so kann er Sie dagegen therapieren und es gibt eine gute Chance, dass die Schmerzen dann auch wieder zurückgehen.
      Viele Grüße
      Dr. T. Weigl

  • Eddy
    31.08.2018 12:00

    Hallo,

    ich habe seit 2004 nach einer Kreuzband-OP starke kalt empfindliche Sensiblitätstörung, die brennt aber fühlt sich kalt am Fuß und an den gesamten Fußsohlen. Nach der Knie-OP 2004, brannte das ganze Unterschenkel, in dieser Zeit wurde bei mir Retropatella-Arthrose des 4.Grades diagnostiziert. Seitdem lebe ich mit diesen starken brennenden Schmerzen, die sich am gesamten Fuß, an Fuß-und Zehenrücken verteilen, besonders im längeren Sitzen und kurzen Gehen meisten in Rühe. Es brennt nur mein Fuß im Schuh, aber sehr eiskalte Empfindung. Ich weine fast jeden Tag. Ich bin gelernter Speditionskaufmann, den Beruf habe ich hingeschmissen, da ich im Sitzen diese kalte brennende Empfindung nicht aushalten konnte.

    Nun bin ich wieder in einer beruflichen Umschulung zum Fachinformatiker-Systemintegration, auch hier kann ich mich aufgrund diesen Schmerzen nicht konzentrieren, aber einigermaßen kann ich mich ein wenig bewegen. Das Einzige, was mir hilft, die kalte Empfindung zu lindern, ist eine Wärmeflasche, auf der ich immer den betroffenen Fuß stelle, wenn ich am PC arbeiten muss. Auch das Ausdauertraining im Fitnessstudio hilft nicht lange.

    Bitte helfen Sie mir Dr. Weigl, ich möchte mich nach 14 Jahren schmerzhaftes Leben wieder wie ein Mensch fühlen. Ich habe keine Lebensqualität mehr, Aufgrund dieser dauernden Schmerzen leide ich unheimlich viel darunter. Bitte helfen Sie mir ! Ich danke Ihnen im Voraus !

    Mit freundlichen Grüßen
    Eddy

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