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Niedrigeres Herz-Kreislauf-Risiko für Milchtrinker*innen?

„Milch macht müde Männer munter“ – diesen und andere Sprüche kennen Sie sicher. Milch gehört für viele vor allem beim Frühstück mit auf den Tisch, sei es beim Müsli oder doch das Glas Milch. Das gilt besonders für Schweden, das eines der Länder mit dem höchsten Verzehr von Milch(-produkten) ist. Deshalb haben sich Forscher*innen näher angeschaut, ob der Milchkonsum das Herz-Kreislauf-Risiko erhöht.

In einer Kohortenstudie analysierten die Wissenschaftler*innen dafür den Milchfettkonsum von 4.150 60-Jährigen Schwed*innen. Im Schnitt wurden die Teilnehmer*innen 16 Jahre lang beobachtet und festgehalten, ob und welche kardiovaskulären Ereignisse wie z. B. Schlaganfälle aufgetreten sind. Das Besondere an der Untersuchung ist, dass nicht auf Fragebögen zurückgegriffen wurde – ein für solche Studien übliches, aber auch teils fehleranfälliges Verfahren. Stattdessen wurden die Werte einer Fettsäure, der Pentadecansäure, im Blut gemessen. Diese Fettsäure kommt größtenteils in Milchprodukten vor, sodass sie ein Marker für die Milchfettaufnahme sein kann.

Milchprodukte senken das Herz-Kreislauf-Risiko

Und das Ergebnis scheint zu überraschen, stand Milch doch in letzter Zeit häufiger im Verdacht, eher schädigend zu sein. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen war tatsächlich bei denjenigen am niedrigsten, die einen hohen Fettsäuregehalt vorweisen konnten, der eben auf einen hohen Milchfettkonsum verweist. Die Ergebnisse ihrer Kohortenstudie haben die Autor*innen dann in einer Meta-Analyse mit anderen Studien verknüpft. Diese umfassende Auswertung bestätigte die Ergebnisse der Kohortenstudie. Die Forscher*innen schränken die Aussagekraft ihrer Studie aber etwas ein, da die konsumierten Milchprodukte nicht erfasst worden sind, also ob Käse, Milch oder Joghurt zu sich genommen wurde. Wahrscheinlich kommt es bei dem Gesundheitseffekt auch darauf an, welches Produkt genau konsumiert werde. Hier braucht es also letztlich weitere fundierte Studien.

Quelle: Matti Marklund u. a. (2021): Biomarkers of dairy fat intake, incident cardiovascular disease, and all-cause mortality: A cohort study, systematic review, and meta-analysis. In: PLOS Medicine.

Forschungsübersicht zu Whey-Proteinen

Stand unserer Recherchen 2021

In dieser Forschungstabelle möchten wir Ihnen einen Überblick über die aktuelle Studienlage zum Thema kognitive Einschränkungen geben, damit Sie sich selbst einen Eindruck über die derzeitige Forschungssituation machen können. Selbstverständlich erheben wir aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern können hier nur einen kleinen Einblick geben. Die Tabelle zeigt, auf welche Vorgänge im Körper Molkenproteine Einfluss haben können.

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Aminosäuren Molkenproteine Whey Proteins Studien Forschung Forschungsmatrix


In der linken Spalte finden Sie den Evidenzgrad. Der Evidenzgrad zeigt an, welche Qualität die analysierten Studien haben. Man könnte sagen: Je höher der Evidenzgrad desto aussagekräftiger ist auch das Studienergebnis. In der zweiten Spalte finden Sie das Organ, das Körperteil, den Vorgang im Körper usw., für den die jeweilige Stoffwirkung untersucht wurde. Wie stark die Wirkung dieses Stoffes von der Forschung eingeschätzt wird, zeigt die dritte Spalte. In der vierten Spalte zeigen wir Ihnen, wie viele Studien wir uns für Sie angeschaut haben. In der letzten Spalte geben wir Ihnen noch kurze Anmerkungen mit auf dem Weg, damit Sie die Studienlage etwas besser einschätzen können.

Abschließend möchten wir noch darauf aufmerksam machen, dass Wissenschaft und Forschung ständigem Wandel unterliegen. Neue Erkenntnisse können bspw. eine Überarbeitung bestehender Leitlinien erfordern und medizinische Behandlungsmaßnahmen verändern. Wir versuchen mit unseren Artikeln, Sie auf dem neuesten Stand der Forschung zu halten und geben die wichtigsten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen wertungsfrei wider. Im Folgenden finden Sie außerdem noch eine Auswahl der Studien, die wir für Sie analysiert haben. Gerne können Sie sich diese Studien selbst ansehen.

Studienauswahl


Raylene A. Reimer u. a. (2017): Inulin-type fructans and whey protein both modulate appetite but only fructans alter gut microbiota in adults with overweight/obesity: A randomized controlled trial. In: Molecular Nutrition & Food Research 61/11.

Fatemeh Haidari u. a. (2020): Whey protein supplementation reducing fasting levels of anandamide and 2-AG without weight loss in pre-menopausal women with obesity on a weight-loss diet. In: Trials 21/1:657.

Rachel A. Elovaris u. a. (2021): Comparative Effects of the Branched-Chain Amino Acids, Leucine, Isoleucine and Valine, on Gastric Emptying, Plasma Glucose, C-Peptide and Glucagon in Healthy Men. In: Nutrients 13/5:1613.

Kirsten E. Bell u .a. (2017): A whey protein-based multi-ingredient nutritional supplement stimulates gains in lean body mass and strength in healthy older men: A randomized controlled trial. In: PLoS One 15/12.

Masoome Piri Damaghi u. a. (2021): Comparison of the effect of soya protein and whey protein on body composition: a meta-analysis of randomised clinical trials. In: British Journal of Nutrition.
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