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Senkt der Verzehr von Fisch die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit?

Fisch liefert – im Detail natürlich abhängig von der Fischart – viele gesunde Nährstoffe, nicht zuletzt Proteine, Vitamin D oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Schon seit geraumer Zeit wird untersucht, ob ein höherer Fischkonsum daztu beiträgt, die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit zu reduzieren; bisher waren die Ergebnisse aber widersprüchlich. Jetzt haben Forscher*innen mit einer Meta-Analyse versucht, mehr Licht ins Dunkeln zu bringen.

In der Meta-Analyse wurden 25 Kohortenstudien ausgewertet, die die möglichen Zusammenhänge zwischen Fischverzehr und der Herz-Kreislauf-Sterblichkeit untersucht haben. Einbezogen wurden ebenfalls Studien, die sich nicht ausschließlich auf Fisch konzentriert haben, sondern auch andere Omega-3-Quellen aus dem Meer aufgegriffen haben (z. B. Algen). Teilgenommen hatten 2,6 Millionen Menschen, die zwischen 16–84 Jahre alt waren. Die Studien hatten eine Laufzeit von 5–30 Jahren, in deren Verlauf knapp 130.000 Teilnehmer*innen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen verstarben.

Verzehr von Fisch mit niedrigerer Herz-Kreislauf-Sterblichkeit verknüpft

Die Analyse hat ergeben, dass der höchste Fischverzehr – im Vergleich zum niedrigsten – die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit um 9 % senken konnte und generell ein höherer Verzehr von Omega-3-Fettsäuren sogar mit einem 13 % niedrigeren Risiko verbunden war. Den Forscher*innen zufolge war ein Fischverzehr von 20–40 g/Tag bzw. eine Zufuhr von ca. 80 mg/Tag maritimer Omega-3-Fettsäuren mit einem um 4 % gesunkenen Sterblichkeitsrisiko bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen verknüpft. Zwar müsse es noch mehr Forschung geben, aber insgesamt sei v. a. der regelmäßige Verzehr von Fisch wichtig für die Prävention bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und relativ einfach umzusetzen.

Quelle: Lan Jiang u. a. (2021): Intake of Fish and Marine n-3 Polyunsaturated Fatty Acids and Risk of Cardiovascular Disease Mortality: A Meta-Analysis of Prospective Cohort Studies. In: Nutrients 13/7.

Forschungsübersicht zu Omega-3-Fettsäuren/Fischöl

Stand unserer Recherchen 2021

In dieser Forschungstabelle möchten wir Ihnen einen Überblick über die aktuelle Studienlage zum Thema Omega-3-Fettsäuren geben, damit Sie sich selbst einen Eindruck über die derzeitige Forschungssituation machen können. Selbstverständlich erheben wir aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern können hier nur einen kleinen Einblick geben. Die Tabelle zeigt, welche Vorgänge im Körper von Omega-3-Fettsäuren möglicherweise beeinflusst werden.

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In der linken Spalte finden Sie den Evidenzgrad. Der Evidenzgrad zeigt an, welche Qualität die analysierten Studien haben. Man könnte sagen: Je höher der Evidenzgrad desto aussagekräftiger ist auch das Studienergebnis. In der zweiten Spalte finden Sie das Organ, das Körperteil, den Vorgang im Körper usw., für den die jeweilige Stoffwirkung untersucht wurde. Wie stark die Wirkung dieses Stoffes von der Forschung eingeschätzt wird, zeigt die dritte Spalte. In der vierten Spalte zeigen wir Ihnen, wie viele Studien wir uns für Sie angeschaut haben. In der letzten Spalte geben wir Ihnen noch kurze Anmerkungen mit auf dem Weg, damit Sie die Studienlage etwas besser einschätzen können.

Abschließend möchten wir noch darauf aufmerksam machen, dass Wissenschaft und Forschung ständigem Wandel unterliegen. Neue Erkenntnisse können bspw. eine Überarbeitung bestehender Leitlinien erfordern und medizinische Behandlungsmaßnahmen verändern. Wir versuchen mit unseren Artikeln, Sie auf dem neuesten Stand der Forschung zu halten und geben die wichtigsten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen wertungsfrei wider. Im Folgenden finden Sie außerdem noch eine Auswahl der Studien, die wir für Sie analysiert haben. Gerne können Sie sich diese Studien selbst ansehen.

Studienauswahl


Samira Behboudi-Gandevani u. a. (2018): The effect of omega 3 fatty acid supplementation on premenstrual syndrome and health-related quality of life: a randomized clinical trial. In: Journal of Psychosomatic Obstetrics and Gynaecology 39/4:266–272.

Nahid Sohrabi u. a. (2013): Evaluation of the effect of omega-3 fatty acids in the treatment of premenstrual syndrome: "a pilot trial". In: Complementary Therapies in Medicine 21/3:141–146.

Kevin C. Maki u. a. (2011): Prescription omega-3-acid ethyl esters reduce fasting and postprandial triglycerides and modestly reduce pancreatic β-cell response in subjects with primary hypertriglyceridemia. In: Prostaglandins, Leukotrienes, and Essential Fatty Acids 85/3–4:143–148.

Stephan H. Schirmer u. a. (2012): Effects of omega-3 fatty acids on postprandial triglycerides and monocyte activation. In: Atherosclerosis 225/1:166–172.

Boris Nemets u. a. (2002): Addition of omega-3 fatty acid to maintenance medication treatment for recurrent unipolar depressive disorder. In: American Journal of Psychiatry 159/3:477–479.
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