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Volkskrankheit Fettleber

Eine nicht-alkoholische Fettleber ist heutzutage ein gängiges Krankheitsbild, fast jeder dritte Erwachsene in den Industrieländern leidet dem Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) nach daran. Oft wird die Erkrankung jedoch erst sehr spät entdeckt. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit für ernsthafte Folgen wie Bluthochdruck, Leberzirrhose oder -krebs, sowie Typ-2-Diabetes. Auch das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte steigt. Eine frühe Erkennung und Behandlung der Fettleber sind somit entscheidend. Alle wichtigen Infos zur Erkrankung können Sie im Folgenden genauer nachlesen.

Aktueller Forschungsstand

In den meisten Fällen lässt sich eine Fettleber allein durch einen Wandel des Lebensstils kurieren, vorausgesetzt sie wird rechtzeitig erkannt. Das ist nicht immer einfach, denn Symptome treten häufig erst nach längerer Zeit auf. Allgemein verläuft die Erkrankung bei Betroffenen sehr unterschiedlich.

Mittlerweile leiden auch immer mehr Kinder an einer Fettleber. 34 Prozent der Kinder mit Adipositas haben gleichzeitig eine nicht-alkoholische Fettlebererkrankung. Eine häufige Ursache ist ein ungesunder Lebensstil mit zu wenig Bewegung und zu fett- und zuckerreicher Ernährung. Jedoch haben den neuesten Forschungsergebnissen nach zu urteilen nicht nur generell übergewichtige Personen ein höheres Risiko an einer Fettleber zu leiden, sondern auch solche mit einer dysproportionalen Fettverteilung. Sammeln sich die Fettpölsterchen also beispielsweise auffällig vermehrt an Bauch oder Oberschenkeln, sollte ebenfalls eine Untersuchung erfolgen. Außerdem spielt für eine Entwicklung der Erkrankung auch die genetische Veranlagung eine Rolle. Experten empfehlen zudem allen Menschen mit Insulinresistenz ein Fettleber-Screening.

Wird eine Fettleber nicht frühzeitig erkannt, drohen schwerwiegende Komplikationen. Schwere Leberschäden, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nur einige der potenziellen Folgen, die das Leben Betroffener dann nachhaltig beeinträchtigen. Die Wahrscheinlichkeit diese Krankheiten zu entwickeln ist aber immer individuell und hängt von vielen Faktoren ab. Beispielsweise birgt eine genetisch bedingte Fettleber immer ein höheres Risiko für Leberfibrose und -krebs, dafür aber ein niedrigeres für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das macht es sehr wichtig zu wissen, unter welchen Umständen die Fettleber entstanden ist, um die richtige Therapie zu wählen. Um einer nicht-alkoholischen Fettleber vorzubeugen ist es generell ratsam, einen gesunden und ausgewogenen Lebensstil zu pflegen. Das bedeutet sich zum größten Teil von natürlichen, unverarbeiteten Lebensmitteln zu ernähren und auf genug Bewegung, frische Luft und ausreichend Schlaf zu achten. Damit wird Übergewicht aktiv vorgebeugt, das einer der größten Risikofaktoren für Lebererkrankungen darstellt.

Untersuchung und Behandlung

Um den Fettanteil in der Leber zuverlässig zu bestimmen und Schäden wie Fibrosen oder Entzündungen zu erkennen eignen sich einfache Indizes und Ultraschalluntersuchungen. Bei Fachärzten wie Endokrinologen, Hepatologen oder Radiologen ist zudem eine spezielle Kernspintomografie möglich.

Wird durch eine Umstellung der Lebensgewohnheiten nicht die gewünschte Gewichtsreduktion bzw. die gewünschte Verbesserung der kranken Leber erreicht, sollte auf eine Behandlung mit entsprechenden Medikamenten zurückgreifen. Bisher ist zwar kein spezielles Mittel zur Heilung von

einer Fettleber per se zugelassen, unter bestimmten Voraussetzungen wie zum Beispiel dem gleichzeitigen Auftreten von Diabetes oder starker Adipositas, ist die Behandlung mit diversen spezifischen Medikamenten aber möglich. Diese helfen dabei den Leberfettanteil zu reduzieren, sowie Entzündungen und Fibrosen zu bekämpfen. Zusätzlich wird es in Zukunft personalisiertere Risikoprognosen und individuellere Behandlungsmethoden geben, um die Therapie einer Fettleber zu verbessern, so Experten im aktuellen Beitrag der Fachzeitschrift „The Lancet Diabetes & Endocrinology“.

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