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Wie nehmen wir in Zukunft unsere Medikamente ein?

Mit der Entwicklung moderner Medikamente hat eine Entwicklung begonnen, die uns Menschen immer mehr Tabletten einnehmen lässt. Viele Betroffene chronischer Krankheiten und ältere Menschen berichten immer wieder davon, wie aufwendig die Einhaltung eine Medikamentenplans ist. Gerade für Senioren ergibt sich dadurch großer Stress, der sich Studien zufolge negativ auf das Gesamtbefinden auswirken kann.

Darum arbeiten Forscher immer wieder an neuen Medikamenten, die eine seltenere Einnahme ermöglichen. Wie praktisch wäre es aber, wenn der Patient in Zukunft gar keinen Gedanken mehr an die richtigen Tabletten verschwenden müsste? Forscher der Queen’s University in Belfast haben jetzt in einer Studie untersucht, welche anderen Möglichkeiten der Medikamenteneinnahme es gibt und dabei eine neue Variante näher erforscht.

Es geht um implantierbare Aufbewahrungsbehältnisse für Medikamente. Die neuen Fortschritte im Bereich des 3D-Drucks erlauben es, individuell angepasste, unter die Haut implantierbare Aufbewahrungsboxen herzustellen, die automatisch die richtige Dosierung eines Medikaments abgeben. Die Dosierung wird dabei vom Arzt festgelegt und bei der Herstellung im 3D-Drucker berücksichtigt. Das Material löst sich mit der Zeit auf und wird vom Körper vollständig abgebaut.

Davon profitieren besonders Patienten, die stetig eine niedrige Dosis eines Medikaments benötigen. Außerdem erhoffen sich die Forscher, dass die kontinuierliche Abgabe kleiner Mengen des Arzneistoffs dabei hilft, Nebenwirkungen oder Überdosierungen zu vermeiden. Für die Zukunft sind hier sogar vollautomatische Systeme möglich, die beispielsweise Diabetiker automatisiert mit Insulin versorgen, wenn der Blutzuckerspiegel den gesunden Bereich verlässt.

Quelle:

    Sarah A. Stewart u. a. (2020): Development of a Biodegradable Subcutaneous Implant for Prolonged Drug Delivery Using 3D Printing. In: Pharmaceutics 11/20.
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