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Aspirin erhöht Risiko für innere Blutungen

Achtung bei der häufigen Einnahme von Aspirin: Mediziner warnten kürzlich vor dem täglichen Konsum um Herzinfarkte zu vermeiden, denn gesunden Menschen könne dies mehr schaden als helfen. Durch das Arzneimittel können lebensbedrohliche innere Blutungen entstehen. Gerade bei Personen ohne eine Vorgeschichte von Herzerkrankungen überwiege die Gefahr den Nutzen von Aspirin drastisch.

Die Untersuchung

Forscher des King’s College in London fanden im Rahmen ihrer aktuellen Studie heraus, dass die tägliche Einnahme von Aspirin zur Prävention von Herzerkrankungen innere Blutungen hervorrufen kann. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden in der englischsprachigen Fachzeitung „Journal of the American Medical Association“ (JAMA) veröffentlicht.

Aspirin bei Herzerkrankungen

Aspirin ist wirkt blutverdünnend und schmerzlindernd. Das Arzneimittel wird schon seit mehreren Jahrzehnten Patienten mit diagnostizierten Herzerkrankungen verordnet, um Herzinfarkte und Schlaganfälle zu vermeiden. Häufig nehmen allerdings auch viele gesunde Personen mittleren Alters regelmäßig Aspirin zu sich, um sich gegen mögliche Herzbeschwerden abzusichern. Die von den englischen Wissenschaftlern durchgeführte Studie zeigte nun aber, dass sich das Medikament nicht zur primären Prävention eignet.

Risiko für innere Blutungen steigt signifikant

Die Forscher konnten feststellen, dass der Konsum von Aspirin bei gesunden Menschen die Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls um elf Prozent senkt, das Risiko für innere Blutungen jedoch gleichzeitig um stolze 42 Prozent steigt. Das heißt in Zahlen, dass 265 Menschen fünf Jahre lang Aspirin zu sich nehmen müssten, um einen einzelnen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu verhindern, aber einer von 210 Patienten starke innere Blutungen entwickeln würde.

Die Untersuchung zeigt eindeutig, dass die Beweise für die regelmäßige Einnahme von Aspirin zur Vorbeugung von Herzerkrankungen unzureichend sind. Somit sollte dies ohne fundierte Grundlage keinesfalls empfohlen werden.

Wirkung bei Diabetes und Krebs

Bei Patienten mit Diabetes, die grundsätzlich ein höheres Risiko für Herzkrankheiten aufweisen, reduziert sich die Wahrscheinlichkeit für Herzinfarkte und Schlaganfälle ebenfalls um elf Prozent, das Blutungsrisiko steigt um 30 Prozent.

Im Rahmen anderer Untersuchungen konnte außerdem festgestellt werden, Menschen mittleren Alters, die regelmäßig Schmerzmittel einnehmen, ein geringeres Risiko haben an Krebs zu erkranken. Wissenschaftler der Harvard University fanden heraus, dass Aspirin besonders wirksam ist, um Krebserkrankungen des Verdauungstraktes vorzubeugen. Personen, die sechs Jahre lang täglich Aspirin konsumiert hatten, wiesen ein um 19 Prozent niedrigeres Risiko auf Darmkrebs zu entwickeln. Derartige Aspekte sollten gegebenenfalls bei der Abwägung von Nutzen und Risiko bezüglich Aspirins bedacht werden.

Tägliche Anwendung in wenigen Fällen empfehlenswert

Die routinemäßige Einnahme von Aspirin sollte nur auf Anweisung eines Arztes hin erfolgen. Im Gespräch sollten alle möglichen potenziellen kardiovaskulären Vorteile berücksichtigt, aber auch alle eventuellen gesundheitlichen Risiken miteinbezogen werden.

Mediziner machen sich oft Sorgen darüber, dass Menschen Aspirin konsumieren, ohne sich über die bedenklichen Nebenwirkungen bewusst zu sein. Innere Blutungen können schließlich lebensgefährlich sein. Patienten, die jedoch bereits einen Herzinfarkt hatten, sollten aber nicht zögern, die tägliche verschriebene Dosis Aspirin einzunehmen. Diese ist wichtig, um einen zweiten Infarkt zu verhindern und überwiegen in diesem Fall tatsächlich das Risiko von inneren Blutungen.

Quellen:

  • Jama Network: Association of Aspirin Use for Primary Prevention With Cardiovascular Events and Bleeding Events A Systematic Review and Meta-analysis
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