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Erhöht ein Vitamin-B12-Mangel das Krebsrisiko?

Ein Vitamin-B12-Mangel kann verschiedene Symptome verursachen. Dazu gehören vor allem die Blutarmut, Lähmungen, Muskelschwäche, aber auch Nervenstörungen oder Herzinsuffizienzen. Besonders Veganer*innen sind überdurchschnittlich oft von einem Vitamin-B12-Mangel betroffen, aber auch ältere Menschen über 65 nehmen oft zu wenig Vitamin B12 zu sich. Deshalb wird in der Forschung intensiv dazu geforscht, welche Folgen ein solch langfristiger Mangel haben kann. In diesem Zusammenhang besonders wichtig sind Krebserkrankungen. Vor Kurzem haben zwei Forscher*innen deshalb in ihrer Übersichtsarbeit untersucht, ob eine Ernährung, die eine defizitäre Vitamin-B12-Versorgung mit sich bringt, in Verbindung mit einem erhöhten Krebsrisiko steht. Dafür haben sie rund 100 Studien ausgewertet.

Vitamin-B12-Mangel beteiligt an der Entstehung von Anomalien?

In der Analyse hätten immer mehr Studien deutlich gezeigt, dass ein Vitamin-B12-Mangel möglicherweise eine Rolle bei der Krebsentstehung spielen kann. Laut den Wissenschaftler*innen hängt das vor allem damit zusammen, dass das Vitamin entscheidend u. a. an der DNA-Synthese beteiligt ist und so ein Mangel an der Entstehung von Anomalien mitwirkt. Dies führt dann bspw. zu einer fehlerhaften Genexpression, was mit verschiedenen Krebsarten in Verbindung gebracht werde. Wie wichtig letztlich die Beteiligung von Vitamin B12 an diesen Prozessen ist, sei allerdings noch schwer einzuschätzen.

Aufgrund der komplexen Gemengelage seien zwar weiterhin eingehende Studien vonnöten; angesichts dieser Ergebnisse appellieren aber beide Forscher*innen an Veganer*innen, unbedingt ausreichend Vitamin B12 zu supplementieren. Da mittlerweile aber ungefähr jeder Zehnte in Deutschland zu wenig Vitamin B12 im Blut hat, ist es im Endeffekt für jeden wichtig, auf eine ausreichende B12-Zufuhr zu achten.

Quelle: Alexandra K. Loedin & Dave Speijer (2021): Is There a Carcinogenic Risk Attached to Vitamin B12 Deficient Diets and What Should We Do About It? Reviewing the Facts. In: Molecular Nutrition & Food Research 65/6.

Forschungsübersicht zu Vitamin B12

In dieser Forschungstabelle möchten wir Ihnen einen Überblick über die aktuelle Studienlage zum Thema Vitamin B12 geben, damit Sie sich selbst einen Eindruck über die derzeitige Forschungssituation machen können. Selbstverständlich erheben wir aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern können hier nur einen kleinen Einblick geben. Die Tabelle zeigt, auf welche Erkrankungen sich Vitamin B12 womöglich positiv auswirken könnte.

Studien Forschung Wissenschaft Vitamin B12 Vitamin-B12-Mangel

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Studienauswahl


In der linken Spalte finden Sie den Evidenzgrad. Der Evidenzgrad zeigt an, welche Qualität die analysierten Studien haben. Man könnte sagen: Je höher der Evidenzgrad desto aussagekräftiger ist auch das Studienergebnis. In der zweiten Spalte finden Sie das Organ, das Körperteil, den Vorgang im Körper usw., für den die jeweilige Stoffwirkung untersucht wurde. Möglich ist auch der umgekehrte Fall, dass in der zweiten Spalte ein Supplement aufgelistet wird. Wie stark die Wirkung dieses Stoffes von der Forschung eingeschätzt wird, zeigt die dritte Spalte. In der vierten Spalte zeigen wir Ihnen, wie viele Studien wir uns für Sie angeschaut haben. In der letzten Spalte geben wir Ihnen noch kurze Anmerkungen mit auf dem Weg, damit Sie die Studienlage etwas besser einschätzen können.

Abschließend möchten wir noch darauf aufmerksam machen, dass Wissenschaft und Forschung ständigem Wandel unterliegen. Neue Erkenntnisse können bspw. eine Überarbeitung bestehender Leitlinien erfordern und medizinische Behandlungsmaßnahmen verändern. Wir versuchen mit unseren Artikeln, Sie auf dem neuesten Stand der Forschung zu halten und geben die wichtigsten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen wertungsfrei wider. Im Folgenden finden Sie außerdem noch eine Auswahl der Studien, die wir für Sie analysiert haben. Gerne können Sie sich diese Studien selbst ansehen.

Hilal Aydin u. a. (2020): Vitamin B12 and folic acid levels in pediatric migraine patients. In: Acta Neurologica Belgica.

Yanjun Wu u. a. (2021): Associations of dietary vitamin B1, vitamin B2, vitamin B6, and vitamin B12 with the risk of depression: a systematic review and meta-analysis. In: Nutrition Reviews.

Charlotte Trautmann u. a. (2020): Acute vitamin B12 supplementation evokes antidepressant response and alters Ntrk-2. In: Neuropharmacology.

Gyllian B. Yahn u. a. (2021): Role of vitamin B12 deficiency in ischemic stroke risk and outcome. In: Neural Regeneration Research 16/3:470–474.

J. David Spence (2016): Metabolic vitamin B12 deficiency: a missed opportunity to prevent dementia and stroke. In: Nutrition Research 36/2:109–116.
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