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Erhöht eine vegane Ernährung das Herz-Kreislauf-Risiko?

Eine vegane Ernährung gilt als gesund und soll das Herz-Kreislauf-System besonders schützen, da vor allem Gemüse, Früchte, Nüsse und Vollkornprodukte verspeist werden und diese Nahrungsmittel weniger Cholesterin und gesättigte Fette enthalten. Da aber bei veganer Ernährung Nährstoffe wie Jod, Zink oder Vitamin B12 häufiger nicht ausreichend zugeführt werden, vermuten einige Forscher*innen, dass sich eine solche Ernährung womöglich sogar negativ auf das Herz-Kreislauf-System auswirken könnte.

Das war die Ausgangsfrage der vorliegende Studie, die in einem Review 7 bereits durchgeführte Studien mit knapp 74.000 Teilnehmer*innen – von denen fast 7500 Veganer*innen waren – auf derartige Zusammenhänge hin untersuchte. Gefragt wurde vor allem danach, inwiefern eine vegane Ernährung in Verbindung steht mit primären kardiovaskulären Erkrankungen (z. B. koronare Herzkrankheit), dem Wiederauftreten von Erkrankungen wie einen ischämischen Schlaganfall oder mit Erkrankungen, die mittel- und langfristig zu Herzerkrankungen führen können, also z. B. Arteriosklerose.

Vegane Ernährung schadet nicht dem Herz-Kreislauf-System

Die Ergebnisse lesen sich für Vegan*erinnen aber beruhigend: zwar zeigen die geprüften Studien vereinzelt mögliche Zusammenhänge, dass vegane lebende Menschen ein höheres kardiovaskuläres Risiko haben als omnivore Menschen. Signifikant sind diese Erkenntnisse laut den Wissenschaftler*innen aber nicht. Zudem sei die untersuchte Anzahl an Studien zu gering und in ihrer Qualität zu schwankend, um fundierte Aussagen treffen zu können. Vielmehr wurden bisherige Annahmen über positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System eher bestätigt. Deswegen mahnen Sie weitere, qualitativ hochwertige und groß angelegte Untersuchungen an, um die möglichen Langzeitfolgen genauer untersuchen.

Quelle: Jeenan Kaiser u. a. (2021): A Systematic Review of the Association Between Vegan Diets and Risk of Cardiovascular Disease. In: The Journal of Nutrition 151/6:1539–1552.

Forschungsübersicht zu Cholesterin

Stand unserer Recherchen 2021

In dieser Forschungstabelle möchten wir Ihnen einen Überblick über die aktuelle Studienlage zum Thema Cholesterin, damit Sie sich selbst einen Eindruck über die derzeitige Forschungssituation machen können. Selbstverständlich erheben wir aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern können hier nur einen kleinen Einblick geben. Wir haben uns in diesen Zusammenhang für Cholesterin entschieden, da eine vegane Ernährung sich oftmals positiv auf den Cholesterinwert auswirkt. Deswegen erhalten Sie in der folgenden Tabelle eine Übersicht über einige bekanntere Supplemente, die sich womöglich günstig auf den Cholesterinwert auswirken.

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In der linken Spalte finden Sie den Evidenzgrad. Der Evidenzgrad zeigt an, welche Qualität die analysierten Studien haben. Man könnte sagen: Je höher der Evidenzgrad desto aussagekräftiger ist auch das Studienergebnis. In der zweiten Spalte finden Sie das Organ, das Körperteil, den Vorgang im Körper usw., für den die jeweilige Stoffwirkung untersucht wurde. Möglich ist auch der umgekehrte Fall, dass in der zweiten Spalte ein Supplement aufgelistet wird. Wie stark die Wirkung dieses Stoffes von der Forschung eingeschätzt wird, zeigt die dritte Spalte. In der vierten Spalte zeigen wir Ihnen, wie viele Studien wir uns für Sie angeschaut haben. In der letzten Spalte geben wir Ihnen noch kurze Anmerkungen mit auf dem Weg, damit Sie die Studienlage etwas besser einschätzen können.

Abschließend möchten wir noch darauf aufmerksam machen, dass Wissenschaft und Forschung ständigem Wandel unterliegen. Neue Erkenntnisse können bspw. eine Überarbeitung bestehender Leitlinien erfordern und medizinische Behandlungsmaßnahmen verändern. Wir versuchen mit unseren Artikeln, Sie auf dem neuesten Stand der Forschung zu halten und geben die wichtigsten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen wertungsfrei wider. Im Folgenden finden Sie außerdem noch eine Auswahl der Studien, die wir für Sie analysiert haben. Gerne können Sie sich diese Studien selbst ansehen.

Studienauswahl


Javad Kojuri u. a. (2007): Effects of anethum graveolens and garlic on lipid profile in hyperlipidemic patients. In: Lipids in Health and Disease 6/5.

Aldo Ferreira-Hermosillo u. a. (2010): Hepatoprotective effects of Spirulina maxima in patients with non-alcoholic fatty liver disease: a case series. In: Journal of Medical Case Reports.

Sonia Vega-López u. a. (2004): Supplementation with omega3 polyunsaturated fatty acids and all-rac alpha-tocopherol alone and in combination failed to exert an anti-inflammatory effect in human volunteers. In: Metabolism 53/2:236–240.

Ahmad Najmi u. a. (2008): Effect of Nigella sativa oil on various clinical and biochemical parameters of insulin resistance syndrome. In: International Journal of Diabetes in Developing Countries 28/1:11–14.

Larry Baum u. a. (2007): Curcumin effects on blood lipid profile in a 6-month human study. In: Pharmacological Research 56/6:509–514.
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