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Fleischsteuer für eine gesündere Bevölkerung?

Eine separate Steuer für Fleisch wäre vielen Menschen ein Graus. Schließlich würden sich die tierischen Lebensmittel durch eine solche Maßnahme erheblich verteuern. Für Gesundheit und Umwelt würde diese Veränderung allerdings wesentliche Vorteile bieten, wie Forscher der Oxford University herausgefunden haben.

Zu viel Fleisch schadet der Gesundheit

Ungefähr 60 Kilogramm Fleisch isst ein Deutscher innerhalb eines Kalenderjahres. Diese Menge ist alles andere als gesund für den Organismus. Eine Verteuerung des Lebensmittels könnte dafür sorgen, dass erheblich weniger Fleisch konsumiert würde. Möglicherweise könnten einige Menschen sich zukünftig sogar vegetarisch ernähren – was als erheblich gesünder gilt. Gerade Lebensmittel wie Speck, jegliche Art von Wurst und Aufstrich aus Fleisch sind in höchstem Maße ungesund und gelten sogar als krebserregend. Darüber gilt rohes Fleisch, welches vor dem Verzehr nicht erhitzt wurde, ebenfalls als gesundheitsschädlich. Auch hier kann eine krebserregende Wirkung nicht ausgeschlossen werden.

Todesfälle durch zu hohen Fleischkonsum

Das Forscherteam aus Oxford nimmt Bezug auf die Angaben der World Health Organisation (kurz: WHO), die einen Zusammenhang zwischen verschiedenen Fleischsorten und Krebserkrankungen sieht. Im Zuge dessen veröffentlichten die Forscher eine Studie im Magazin „Plos One“. Hier werden die Zahlen der Menschen offengelegt, welche wahrscheinlich am Konsum von Fleisch gestorben sind. Schätzungsweise belaufen sich die Daten auf rund zwei Millionen Tote pro Jahr – eine erschreckend hohe Zahl. Doch es ist keine Besserung in Sicht. Laut aktuellen Prognosen werden diese Fälle noch weiter ansteigen. Möglicherweise sind es bis zum Jahr 2020 bereits 0,4 Millionen Todesfälle mehr, welche durch den exzessiven Fleischkonsum verursacht werden.

Aus diesem Grund leben Vegetarier gesünder

Fleischlos lebt es sich deutlich gesünder. Ob dabei die Rede von Veganern oder Vegetariern ist, bleibt offen. Allerdings steht fest: Wer sich nicht minutiös mit seiner Ernährung auseinandersetzen möchte, der sollte der veganen Lebensweise die vegetarische Ernährung vorziehen. So kann verhindert werden, dass langfristig Mangelerscheinungen in Folge einer nicht ausgewogenen Ernährung auftreten.

Eine vegetarische Ernährung ist deshalb sinnvoll, weil die meisten klassischen Zivilisationskrankheiten durch den Konsum von Fleisch begünstigt werden. Auch wenn die oben genannten Sorten, wie Aufstrich, Wurst und Speck besonders ungesund sind – wenn jegliche Art von Fleisch vermieden wird, ist das noch deutlich besser. Auf diese Weise kann nicht nur das Risiko für Krebs, sondern auch für einen Schlaganfall sowie Diabetes gesenkt werden. Wer nicht verzichten möchte, der sollte den Fleischkonsum zumindest drosseln.

Diese Vorteile hätte eine Fleischsteuer

Durch die Erhebung einer Steuer für Fleisch könnten laut des Forscherteams aus Oxford jedes Jahr rund 220.000 Leben gerettet werden. Gerade in Deutschland müsste die Steuer allerdings entsprechend hoch sein, um einen wahrnehmbaren Effekt zu erzielen. Da hierzulande das Einkommen hoch ist, im Vergleich zu ärmeren Ländern, würde eine niedrige Steuer nicht viel bewirken. Insgesamt müssten sich die Steuern für verarbeitete Fleischprodukte auf über 150 Prozent angehoben werden; rohes Fleisch sollte mit rund 30 Prozent belastete werden. In der Folge einer solchen Änderung spielt allerdings die soziale Ungerechtigkeit eine Rolle. Nur noch Menschen mit einem guten Einkommen könnten sich zukünftig Fleisch leisten. Natürlich reagieren daher viele Menschen allergisch auf den Vorschlag aus Oxford.

Alternativen zur Fleischsteuer

Statt einer zusätzlichen Steuer könnte die Problematik auch anders gelöst werden. Neue, verbesserte Standards in der Produktion des Fleisches könnten eine bessere Lebensmittelqualität bedingen. Das hätte humanere Haltungsbedingungen für die Nutztiere, aber auch höhere Preis zur Folge. Statt einer solchen pauschalen Lösung könnte jeder einzelne Verbraucher von selbst und völlig freiwillig seinen Fleischkonsum drosseln. Mehr als 500 Gramm Fleisch sollte ein erwachsener Mensch ohnehin nicht essen. Würde sich jeder an diesen Richtwert halten, so würde automatisch wesentlich weniger Fleisch produziert werden. Auch der Umstieg auf den Vegetarismus brächte für Mensch, Tier und Umwelt nur Vorteile mit sich. Der einzige Grund für den Fleischkonsum ist und bleibt der Genuss.

Quellen

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