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Schlafqualität: Verbesserungen durch Nahrungsergänzungsmittel?

Die Qualität unserer Ernährung wirkt sich auf zahlreiche Aspekte unseres alltäglichen Lebens aus: Sport, Aufmerksamkeit, Konzentrationsleistung oder teilweise auch die Stimmung. Gleiches gilt entsprechend für unsere Schlafqualität, die in vielerlei Hinsicht oft zu kurz kommt. Können uns Nahrungsergänzungsmittel hier unterstützen? Dies hat nun eine Meta-Analyse versucht herauszufinden. Für ihre Studienauswertung haben die Wissenschaftler*innen 31 randomisiert kontrollierte Studien analysiert, die sich wiederum mit der Schlafqualität im Zusammenhang mit Nahrungsergänzungsmitteln auseinandergesetzt haben.

Schlafqualität offenbar verbessert durch NEM

Im Ergebnis wurde bei der Durchsicht der ausgewählten Studien deutlich, dass eine Supplementierung von bestimmten Aminosäuren, Vitamin D und Melatonin die subjektive Schlafqualität verbessern kann. Besonders bei den letztgenannten Stoffen verweisen die Forscher*innen aber darauf, dass die Studienlage hier außerordentlich heterogen ist und die Ergebnisse nur mit Vorsicht zu genießen seien, aber zumindest einige vielversprechende Ansätze zeigen würden.

Dass Melatonin die Schlafqualität verbessern könnte, erscheint naheliegend, ist das Hormon doch an der Regulierung des Schlafzyklus‘ beteiligt und hat eine antioxidative Wirkung. Eine schlechte Schlafqualität kann u. a. auch auf erhöhten oxidativen Stress zurückgeführt werden, sodass Melatonin sich hier positiv auswirken könnte.

Die Aminosäure Tryptophan ist indirekt ebenfalls an der Schlafregulierung beteiligt und erhöht außerdem den Melatoninspiegel. Für Vitamin D lägen, so die Autor*innen, diverse Studien vor, die zeigen, dass ein Mangel die Schlafqualität beeinträchtigt. Das Vitamin wurde in Hirnregionen nachgewiesen, die für die Schlafregulation zuständig sind. Man darf also gespannt sein, welche Erkenntnisse in Zukunft dazu beitragen, unseren Schlaf zu verbessern.

Quelle: Vicky Chan & Kenneth Lo (2021): Efficacy of dietary supplements on improving sleep quality: a systematic review and meta-analysis. In: BMJ Journals.

Forschungsübersicht zu Schlaf und Melatonin

Stand unserer Recherche 2021

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In dieser Forschungstabelle möchten wir Ihnen einen Überblick über die aktuelle Studienlage zum Thema Melatonin geben, damit Sie sich selbst einen Eindruck über die derzeitige Forschungssituation machen können. Selbstverständlich erheben wir aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern können hier nur einen kleinen Einblick geben. Wir haben uns für Melatonin entschieden, da dieses Hormon entscheidend am Tag-Nacht-Rhythmus unseres Körpers beteiligt ist.

Gehirn Gehirnfunktion Hirn Eule Lerche Schlaf Schlaftyp Leistung Schlafrhythmus Frühaufsteher Langschläfer


In der linken Spalte finden Sie den Evidenzgrad. Der Evidenzgrad zeigt an, welche Qualität die analysierten Studien haben. Man könnte sagen: Je höher der Evidenzgrad desto aussagekräftiger ist auch das Studienergebnis. In der zweiten Spalte finden Sie das Organ, das Körperteil, den Vorgang im Körper usw., für den die jeweilige Stoffwirkung untersucht wurde. Möglich ist auch der umgekehrte Fall, dass in der zweiten Spalte ein Supplement aufgelistet wird. Wie stark die Wirkung dieses Stoffes von der Forschung eingeschätzt wird, zeigt die dritte Spalte. In der vierten Spalte zeigen wir Ihnen, wie viele Studien wir uns für Sie angeschaut haben. In der letzten Spalte geben wir Ihnen noch kurze Anmerkungen mit auf dem Weg, damit Sie die Studienlage etwas besser einschätzen können.

Abschließend möchten wir noch darauf aufmerksam machen, dass Wissenschaft und Forschung ständigem Wandel unterliegen. Neue Erkenntnisse können bspw. eine Überarbeitung bestehender Leitlinien erfordern und medizinische Behandlungsmaßnahmen verändern. Wir versuchen mit unseren Artikeln, Sie auf dem neuesten Stand der Forschung zu halten und geben die wichtigsten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen wertungsfrei wider. Im Folgenden finden Sie außerdem noch eine Auswahl der Studien, die wir für Sie analysiert haben. Gerne können Sie sich diese Studien selbst ansehen.

Studienauswahl


Patrick Lemoine u. a. (2007): Prolonged-release melatonin improves sleep quality and morning alertness in insomnia patients aged 55 years and older and has no withdrawal effects. In: Journal of Sleep Research 16/4:372–380.

Tharwat S. Kandil u. a. (2010): The potential therapeutic effect of melatonin in Gastro-Esophageal Reflux Disease. In: BMC Gastroenterology.

P. C. Konturek u. a. (2010): Role of melatonin in mucosal gastroprotection against aspirin-induced gastric lesions in humans. In: Journal of Pineal Research 48/3:318–323.

Marzena Koziróg u. a. (2011): Melatonin treatment improves blood pressure, lipid profile, and parameters of oxidative stress in patients with metabolic syndrome. In: Journal of Pineal Research 50/3:261–266.

Remy Luthringer u. a. (2009): The effect of prolonged-release melatonin on sleep measures and psychomotor performance in elderly patients with insomnia. In: International Clinical Psychopharmacology 24/5:239–249.
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