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Soja- oder Wheyproteine – geringerer Leistungsabfall bei hochintensiven Ausdauereinheiten?

Bei hochintensiven Trainingseinheiten wie wiederholten Sprintübungen ist aufgrund verschiedener körperlicher Prozesse rasch ein Leistungsabfall zu erkennen. Kann eine Supplementierung mit Proteinen diesen Abfall aber verringern? Es ist daher wenig verwunderlich, dass eine zielgerichtete Proteineinnahme nicht nur im Kraftsport, sondern auch für ausdauerlastige Sportarten wie Basketball oder Fussball diskutiert wird. In diesem Zusammenhang hat eine Studie vor Kurzem untersucht, ob und wie sich Soja- oder Wheyproteine auf die Konstitution bei Profi-Fussballern nach einem Schnelligkeitsausdauertraining auswirken.

Für die Studie haben 10 Profi-Fussballer drei Schnelligkeitsausdauertrainings absolviert. Entweder erhielten sie Whey-Proteine, Soja-Proteine oder ein Placebo. In einer Pre-Loading-Phase erhielten die Sportler eine Proteinmenge von 1,5 g/kg/Tag. Aufgezeichnet wurden Werte wie die maximale Sprintgeschwindigkeit, die Geschwindigkeit bei wiederholten Sprints, die Herzrate aber auch Muskelschäden infolge der Belastung und viele andere Parameter.

Keine großen Unterschiede zwischen Soja- und Whey-Proteinen

Die Ergebnisse deuten auf keine größeren Unterschiede zwischen den beiden Proteinen hin: Parameter wie die Geschwindigkeit oder auch die Fähigkeit zum wiederholten Sprint nahmen bei allen Gruppen ähnlich stark ab, wobei die Proteinsupplementierung den Leistungsabfall etwas abschwächte. Andere Werte wie die antoxidative Kapazität oder die Proteinkarbonylwerte unterschieden sich hingegen nicht signifikant. Die trainingsbedingten Muskelschäden (‚Muskelkater‘) verbesserten sich ebenfalls nicht durch eine Supplementierung. Insgesamt scheint also eine erhöhte Zufuhr von Proteinen auf 1,5 g/kg den Leistungsabfall infolge intensiver Ausdauertrainingseinheiten möglicherweise etwas abmildern – unabhängig davon, ob es sich um Soja-Proteine oder Whey-Proteine handelt. Einschränkend muss aber gesagt werden, dass es größere Studien braucht, die diese Ergebnisse bestätigen, da die Probandengruppe mit 10 Teilnehmern sehr klein ist.

Quelle: Savvas Kritikos u. a. (2021): Effect of whey vs. soy protein supplementation on recovery kinetics following speed endurance training in competitive male soccer players: a randomized controlled trial. In: Journal of the International Society of Sports Nutrition 18/1, S. 23.

Forschungsübersicht zu Sojaproteinen

In dieser Forschungstabelle möchten wir Ihnen einen Überblick über die aktuelle Studienlage zum Thema Sojaproteine geben, damit Sie sich selbst einen Eindruck über die derzeitige Forschungssituation machen können. Selbstverständlich erheben wir aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern können hier nur einen kleinen Einblick geben. Die Tabelle zeigt, worauf sich Sojaproteine möglicherweise positiv auswirken können.

Soja Sojaproteine Ausdauersport Supplementierung

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In der linken Spalte finden Sie den Evidenzgrad. Der Evidenzgrad zeigt an, welche Qualität die analysierten Studien haben. Man könnte sagen: Je höher der Evidenzgrad desto aussagekräftiger ist auch das Studienergebnis. In der zweiten Spalte finden Sie das Organ, das Körperteil, den Vorgang im Körper usw., für den die jeweilige Stoffwirkung untersucht wurde. Möglich ist auch der umgekehrte Fall, dass in der zweiten Spalte ein Supplement aufgelistet wird. Wie stark die Wirkung dieses Stoffes von der Forschung eingeschätzt wird, zeigt die dritte Spalte. In der vierten Spalte zeigen wir Ihnen, wie viele Studien wir uns für Sie angeschaut haben. In der letzten Spalte geben wir Ihnen noch kurze Anmerkungen mit auf dem Weg, damit Sie die Studienlage etwas besser einschätzen können.

Abschließend möchten wir noch darauf aufmerksam machen, dass Wissenschaft und Forschung ständigem Wandel unterliegen. Neue Erkenntnisse können bspw. eine Überarbeitung bestehender Leitlinien erfordern und medizinische Behandlungsmaßnahmen verändern. Wir versuchen mit unseren Artikeln, Sie auf dem neuesten Stand der Forschung zu halten und geben die wichtigsten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen wertungsfrei wider. Im Folgenden finden Sie außerdem noch eine Auswahl der Studien, die wir für Sie analysiert haben. Gerne können Sie sich diese Studien selbst ansehen.

Craig Pinkoski u. a. (2006): The effects of conjugated linoleic acid supplementation during resistance training. In: Medicine and Science in Sports and Exercise 38/2:339–348.

Susan E. Steck u. a. (2007): Conjugated linoleic acid supplementation for twelve weeks increases lean body mass in obese humans. In: Journal of Nutrition 137/5:1188–1193.

A. Saremi u. a. (2010): Effects of oral creatine and resistance training on serum myostatin and GASP-1. In: Molecular and Cellular Endocrinology 317/1(1–2):25–30.

Wayne W. Campbell u. a. (2002): Effects of resistive training and chromium picolinate on body composition and skeletal muscle size in older women. In: International Journal of Sport Nutrition & Exercise Metabolism 12/2:125–135.

Chad M. Kerksick u. a. (2006): The effects of protein and amino acid supplementation on performance and training adaptations during ten weeks of resistance training. In: Journal of Strength and Conditioning Research 20/3:643–653.
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