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Proteine – mehr Eiweiß zum Erhalt des Denkvermögens im Alter?

In der jüngeren Vergangenheit sind unterschiedliche Ernährungs- und Lebensweisen wichtig geworden, mit denen man Krankheiten, die im Alter gehäuft auftreten, und den Abbau des eigenen Denkvermögens so gut wie möglich vorbeugen kann. Angesichts der Tatsache, dass unsere Gesellschaft immer älter wird, sind das wichtige Überlegungen, die natürlich auch in der Forschung eine immer größere Rolle spielen. Ein Nährstoff, der in dieser Hinsicht mittlerweile stärker beforscht wird, ist Eiweiß.

Proteine sind außerordentlich wichtig, um gerade dem altersbedingten Abbau von Muskeln so gut wie möglich entgegenzuwirken. Forscher*innen um Hélio José Coelho-Júnior haben in einer Meta-Analyse nun untersucht, wie sich die Zufuhr der Proteine auf den Erhalt kognitiver Funktionen auswirkt. Hierfür wurden 9 cross-sektionalen mit insgesamt 4.292 Teilnehmer*innen analysiert, das Durchschnittsalter lag bei 71 Jahren. Im Schnitt nahmen die Proband*innen zwischen 0,9–1,1 g/kg Körpergewicht Proteine am Tag zu sich. Die Zufuhr lag damit etwas über der empfohlenen Tagesmenge von 0,8 g/kg Körpergewicht. Die kognitive Leistung wurde in den inbegriffenen Studien mit verschiedenen Tests wie z. B. dem ‚Mini-Mental-Status-Test‘ überprüft.

Mehr Proteine haben keine Auswirkung auf kognitive Leistung

In den Studien konnte insgesamt kein signifikanter Zusammenhang beobachtet werden, dass eine höhere Aufnahme von Proteinen die allgemeine kognitive Leistung beeinflusst, unabhängig von Geschlecht. Allerdings konnte in einigen Studien festgestellt werden, dass eine entsprechende Proteinzufuhr möglicherweise einen positiven Einfluss auf das Erinnerungsvermögen hat. Das könnte perspektivisch unter Umständen bei der Behandlung oder sogar Prävention von Demenzerkrankungen eine Rolle spielen. Alles in allem zeigt diese Meta-Analyse erneut, dass die verschiedenen Nährstoffe wie eben Proteine allesamt keine ‚Wundermittel‘ sind, eine ausreichende Zufuhr aber für unseren Körper essentiell ist. Gleichzeitig ist es wichtig, die Auswirkungen einzelner Nährstoffe auf verschiedene Krankheitsbilder zu prüfen, um langfristig optimale Lebens- und Ernährungsweisen aufzuzeigen, die besonders im Alter – aber nicht nur! – das Leben für viele Menschen erleichtern kann.

Quelle: Hélio José Coelho-Júnior u. a. (2021): Protein Intake and Cognitive Function in Older Adults: A Systematic Review and Meta-Analysis. In: Nutrition & Metabolic Insights.

Forschungsüberblick zu Molkenproteinen/Whey Proteinen

In dieser Forschungstabelle möchten wir Ihnen einen Überblick über die aktuelle Studienlage zum Thema Molkenproteine bzw. Whey Proteinen geben, damit Sie sich selbst einen Eindruck über die derzeitige Forschungssituation machen können. Selbstverständlich erheben wir aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern können hier nur einen kleinen Einblick geben. Wir haben uns hier für Molkenproteine entschieden, da Sie in jüngerer Zeit ein viel diskutiertes Protein sind, gerade im Bereich Muskelaufbau. Die Tabelle zeigt, auf welche Vorgänge im Körper Molkenproteine Einfluss haben können.

Aminosäuren Molkenproteine Whey Proteins Studien Forschung Forschungsmatrix

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In der linken Spalte finden Sie den Evidenzgrad. Der Evidenzgrad zeigt an, welche Qualität die analysierten Studien haben. Man könnte sagen: Je höher der Evidenzgrad desto aussagekräftiger ist auch das Studienergebnis. In der zweiten Spalte finden Sie das Organ, das Körperteil, den Vorgang im Körper usw., für den die jeweilige Stoffwirkung untersucht wurde. Wie stark die Wirkung dieses Stoffes von der Forschung eingeschätzt wird, zeigt die dritte Spalte. In der vierten Spalte zeigen wir Ihnen, wie viele Studien wir uns für Sie angeschaut haben. In der letzten Spalte geben wir Ihnen noch kurze Anmerkungen mit auf dem Weg, damit Sie die Studienlage etwas besser einschätzen können.

Abschließend möchten wir noch darauf aufmerksam machen, dass Wissenschaft und Forschung ständigem Wandel unterliegen. Neue Erkenntnisse können bspw. eine Überarbeitung bestehender Leitlinien erfordern und medizinische Behandlungsmaßnahmen verändern. Wir versuchen mit unseren Artikeln, Sie auf dem neuesten Stand der Forschung zu halten und geben die wichtigsten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen wertungsfrei wider. Im Folgenden finden Sie außerdem noch eine Auswahl der Studien, die wir für Sie analysiert haben. Gerne können Sie sich diese Studien selbst ansehen.

Studienauswahl


Raylene A. Reimer u. a. (2017): Inulin-type fructans and whey protein both modulate appetite but only fructans alter gut microbiota in adults with overweight/obesity: A randomized controlled trial. In: Molecular Nutrition & Food Research 61/11.

Fatemeh Haidari u. a. (2020): Whey protein supplementation reducing fasting levels of anandamide and 2-AG without weight loss in pre-menopausal women with obesity on a weight-loss diet. In: Trials 21/1:657.

Rachel A. Elovaris u. a. (2021): Comparative Effects of the Branched-Chain Amino Acids, Leucine, Isoleucine and Valine, on Gastric Emptying, Plasma Glucose, C-Peptide and Glucagon in Healthy Men. In: Nutrients 13/5:1613.

Kirsten E. Bell u .a. (2017): A whey protein-based multi-ingredient nutritional supplement stimulates gains in lean body mass and strength in healthy older men: A randomized controlled trial. In: PLoS One 15/12.

Masoome Piri Damaghi u. a. (2021): Comparison of the effect of soya protein and whey protein on body composition: a meta-analysis of randomised clinical trials. In: British Journal of Nutrition.
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