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Long COVID – was können die Langzeitfolgen einer Coronainfektion sein?

Mittlerweile sind in Deutschland über 60 % aller Menschen vollständig geimpft. Es ist also vermutlich absehbar, dass in den nächsten Monaten – vor allem, wenn ein Impfstoff für Kinder zugelassen wird – die Corona-Pandemie Stück für Stück weiter zurückgedrängt wird, mit einem hoffentlich baldigen Ende dieser Ausnahmesituation. Das Virus wird uns aber weiter begleiten, vor allem diejenigen, die sich infiziert haben und (möglicherweise) unter Langzeitfolgen der Erkrankung leiden. Bisher gibt es insgesamt noch relativ wenig grundlegende Daten zu Long COVID, weshalb jüngst eine Forschungsgruppe den aktuellen Stand der Dinge zusammengefasst hat. Insgesamt wurden 120 Studien ausgewertet, wobei knapp 50 % davon sich explizit mit den Anzeichen und Symptome von Long COVID auseinandergesetzt haben. Die anderen Studien konzentrierten sich u. a. auf die Behandlung der Symptome und der Entstehung der Langzeitfolgen.

Long COVID – breites Spektrum an Symptomen möglich

Die Forscher*innen konstatieren zunächst, dass die Bezeichnung ‚Long COVID‘ problematisch sei und kontrovers in den geprüften Studien diskutiert worden sei – was genau ist darunter zu verstehen, wann kann man von Long COVID sprechen? Unabhängig davon waren folgende Symptome häufig vertreten: Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Schlafstörungen, Brustschmerzen oder auch Gelenkschmerzen. Weitere Studie weisen zusätzlich darauf hin, dass auch weitere Beeinträchtigung des Herz-Kreislauf-Systems, der Atemwege oder sogar des Gehirns oder der Nieren möglich sein könnten. Vermutlich wird sich erst in den Jahren nach der Pandemie zeigen, welche Symptome noch auftreten können und wie sie optimal behandelt werden können. Für die Betroffenen ist aber sicherlich am wichtigsten, ob diese Einschränkungen irgendwann wieder abklingen oder ein langfristiger Begleiter bleiben. Diese Umstände können aber erst in größeren Langzeitstudien näher erforscht werden.

Quelle: Hossein Akbarialiabad u. a. (2021): Long COVID, a comprehensive systematic scoping review. In: Infection.

Forschungsübersicht zu COVID 19

Stand unserer Recherchen 2021

In dieser Forschungstabelle möchten wir Ihnen einen Überblick über die aktuelle Studienlage zum Thema COVID 19 geben, damit Sie sich selbst einen Eindruck über die derzeitige Forschungssituation machen können. Selbstverständlich erheben wir aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern können hier nur einen kleinen Einblick geben. Die Tabelle zeigt, welche Stoffe und Vitamine möglicherweise Einfluss auf die Symptome einer COVID-19-Erkrankung haben.

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Studienauswahl


In der linken Spalte finden Sie den Evidenzgrad. Der Evidenzgrad zeigt an, welche Qualität die analysierten Studien haben. Man könnte sagen: Je höher der Evidenzgrad desto aussagekräftiger ist auch das Studienergebnis. In der zweiten Spalte finden Sie das Organ, das Körperteil, den Vorgang im Körper usw., für den die jeweilige Stoffwirkung untersucht wurde. Möglich ist auch der umgekehrte Fall, dass in der zweiten Spalte ein Supplement aufgelistet wird. Wie stark die Wirkung dieses Stoffes von der Forschung eingeschätzt wird, zeigt die dritte Spalte. In der vierten Spalte zeigen wir Ihnen, wie viele Studien wir uns für Sie angeschaut haben. In der letzten Spalte geben wir Ihnen noch kurze Anmerkungen mit auf dem Weg, damit Sie die Studienlage etwas besser einschätzen können.

Abschließend möchten wir noch darauf aufmerksam machen, dass Wissenschaft und Forschung ständigem Wandel unterliegen. Neue Erkenntnisse können bspw. eine Überarbeitung bestehender Leitlinien erfordern und medizinische Behandlungsmaßnahmen verändern. Wir versuchen mit unseren Artikeln, Sie auf dem neuesten Stand der Forschung zu halten und geben die wichtigsten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen wertungsfrei wider. Im Folgenden finden Sie außerdem noch eine Auswahl der Studien, die wir für Sie analysiert haben. Gerne können Sie sich diese Studien selbst ansehen.

Amit Pal u. a. (2020): Zinc and COVID-19: Basis of Current Clinical Trials. In: Biological Trace Element Research 199/8, S. 2882–2892.

Petek Eylul Taneri u. a. (2020): Anemia and iron metabolism in COVID-19: a systematic review and meta-analysis. In: European Journal of Epidemiology 35/8, S. 7663–773.

Fatemeh Zahedipour u. a. (2020): Potential effects of curcumin in the treatment of COVID-19 infection. In: Phytotherapie Research 34/11, S. 2911–2920.

Cédric Annweile u. a. (2020): Covid-19 and high-dose VITamin D supplementation TRIAL in high-risk older patients (COVIT-TRIAL): study protocol for a randomized controlled trial. In: Trials 21/1, S. 1031.

Adam F. Feyaerts & Walter Luyten (2020): Vitamin C as prophylaxis and adjunctive medical treatment for COVID-19? In: Nutrition.
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