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Smartphone – einfache Hilfe beim Intervallfasten?

Zahlreiche Diätformen werden angepriesen, um effektiv und am besten ohne allzugroßen Aufwand Gewicht zu verlieren. Eine der bekanntesten Diäten ist das Intervallfasten oder auch intermittierendes Fasten. Eine Art des Intervallfastens ist das sog. ‚Time-restricted eating‘ (TRE). Hierbei darf nur über einen bestimmten Zeitraum hinweg gegessen werden, z. B. 8 Stunden lang, während in den übrigen 16 Stunden gefastet wird. Einige Studien konnten bereits zeigen, dass diese Fastenform positive Auswirkungen u. a. auf den Stoffwechsel haben kann. Forscher*innen rund um Malini Prasad haben nun untersucht, ob TRE auch dann gut funktioniert, wenn die Studienteilnehmer*innen ohne Anleitung und mithilfe des Smartphones fasten.

In dieser Pilotstudie haben 16 übergewichtige und überwiegend weibliche Teilnehmer*innen über 90 Tage hinweg eigenständig ihre Fastenzeiten organisiert sowie ihr Gewicht und ihren Blutdruck regelmäßig protokolliert. Im Vorfeld festgelegt wurde ein Zeitfenster von 10 Stunden, in denen gegessen werden durfte. Frühestens 3 Stunden nach dem Aufstehen und zuletzt 3 Stunden vor dem Schlafengehen durfte Nahrung aufgenommen werden. Jede Mahlzeit sollte dabei in einer Smartphone-App festgehalten werden.

Langfristiger Erfolg mit Smartphone zweifelhaft

Die Ergebnisse der Studie sind ingesamt positiv: das Zeitfenster, in dem überhaupt etwas gegessen wurde, sank von 16 auf 12 Stunden, und die Essgelegenheiten, in denen am Tag Nahrung aufgenommen wurde, sank von 6 auf 4. Ebenfalls wurde ein minimaler Gewichtsverlust und ein Abfall des systolischen Blutdrucks um durchschnittlich 10.1 mmHG gemessen, im Vergleich zu den vor der Studie geprüften Werten.
Was allerdings problematisch für die Studie insgesamt ist, ist die im Verlauf der 90 Tage abnehmende Bereitschaft, diszipliniert die Mahlzeiten und Essgelegenheiten in der Smartphone-App zu protokollieren. Nur 64 % der Teilnehmer*innen gaben ihre Mahlzeiten konsequent in die App ein und diese Quote sank zunehmend. Die gesundheitlichen Verbesserung deuten den Nutzen von smartphone-begleiteten Intervallfasten zumindest an, ob damit ein langfristiger Gewichtsverlust erzielt werden kann, bleibt aber fraglich.

Quelle: Malini Prasad u. a. (2021): A Smartphone Intervention to Promote Time Restricted Eating Reduces Body Weight and Blood Pressure in Adults with Overweight and Obesity: A Pilot Study. In: Nutrients 13/7:2148.

Forschungsübersicht zu Intervallfasten

Stand unserer Recherche 2021

In dieser Forschungstabelle möchten wir Ihnen einen Überblick über die aktuelle Studienlage zum Thema Intervallfasten geben, damit Sie sich selbst einen Eindruck über die derzeitige Forschungssituation machen können. Selbstverständlich erheben wir aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern können hier nur einen kleinen Einblick geben. Die Tabelle zeigt, auf welche Erkrankungen oder Körperwerte sich Intervallfasten womöglich positiv auswirken könnte.

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Intermittierendes Fasten Intervallfasten Smartphone Studien Forschung

Studienauswahl


In der linken Spalte finden Sie den Evidenzgrad. Der Evidenzgrad zeigt an, welche Qualität die analysierten Studien haben. Man könnte sagen: Je höher der Evidenzgrad desto aussagekräftiger ist auch das Studienergebnis. In der zweiten Spalte finden Sie das Organ, das Körperteil, den Vorgang im Körper usw., für den die jeweilige Stoffwirkung untersucht wurde. Möglich ist auch der umgekehrte Fall, dass in der zweiten Spalte ein Supplement aufgelistet wird. Wie stark die Wirkung dieses Stoffes von der Forschung eingeschätzt wird, zeigt die dritte Spalte. In der vierten Spalte zeigen wir Ihnen, wie viele Studien wir uns für Sie angeschaut haben. In der letzten Spalte geben wir Ihnen noch kurze Anmerkungen mit auf dem Weg, damit Sie die Studienlage etwas besser einschätzen können.

Abschließend möchten wir noch darauf aufmerksam machen, dass Wissenschaft und Forschung ständigem Wandel unterliegen. Neue Erkenntnisse können bspw. eine Überarbeitung bestehender Leitlinien erfordern und medizinische Behandlungsmaßnahmen verändern. Wir versuchen mit unseren Artikeln, Sie auf dem neuesten Stand der Forschung zu halten und geben die wichtigsten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen wertungsfrei wider. Im Folgenden finden Sie außerdem noch eine Auswahl der Studien, die wir für Sie analysiert haben. Gerne können Sie sich diese Studien selbst ansehen.

Dylan A. Lowe u. a. (2020): Effects of Time-Restricted Eating on Weight Loss and Other Metabolic Parameters in Women and Men With Overweight and Obesity: The TREAT Randomized Clinical Trial. In: JAMA. Internal Medicine 180/11:1491–1499.

Bartosz Malinowski u. a. (2019): Intermittent Fasting in Cardiovascular Disorders-An Overview. In: Nutrients 11/3:673.

Franziska Grundler u. a. (2020): Blood Pressure Changes in 1610 Subjects With and Without Antihypertensive Medication During Long-Term Fasting. In: Journal of the American Heart Association 9/23.

Matthew J. McAllister u. a. (2020): Time-restricted feeding improves markers of cardiometabolic health in physically active college-age men: a 4-week randomized pre-post pilot study. In: Nutrition Research 75:32–43.

Grant. M. Tinsley u. a. (2019): Time-restricted feeding plus resistance training in active females: a randomized trial. In: The American Journal of Nutrition 110/3:628–640.
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