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Augenfarbe beeinflusst Depressionsrisiko

Klingt absurd, ist aber tatsächlich wahr: Die Farbe der Augen hat Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit den Winterblues zu bekommen. Gerade wenn im Herbst die Tage langsam wieder kürzer werden und die Menschen weniger Tageslicht abbekommen, tritt mit der Zeit häufig die sogenannte Winterdepression auf. Zu der kurzen Tagesdauer kommt hinzu, dass das Wetter meist grau und regnerisch ist – wodurch die tägliche Menge an Sonnenlicht noch geringer ausfällt. Nachfolgend erfahren Sie, welche Personengruppen besonders gefährdet sind.

Diesen Schaden kann die kalte Jahreszeit anrichten

Die kurzen Wintertage, an denen man bei Dunkelheit und Kälte aus dem Haus geht und genauso bei Dunkelheit und Kälte wieder nach Hause kommt, können den Organismus strapazieren. Zahlreiche Menschen leiden während dieser Zeit unter einer saisonal abhängigen Depression, welche auch unter der Bezeichnung Winterdepression oder Herbst- bzw. Winterblues bekannt ist.

Die klassischen Symptome der dauerhaften Verstimmung sind anhaltende Antriebslosigkeit, Traurigkeit, Nervosität und Anspannung. Oft werden Patienten auch von Ein- und Durchschlafstörungen, stark negativen Gedanken und Appetitlosigkeit gequält. Das Beschwerdebild ist aber sehr individuell und kann auch vollkommen anders ausfallen. Manche Personen leiden hingegen beispielsweise unter Heißhungerattacken oder könnten den lieben langen Tag schlafen.

In Deutschland sind schätzungsweise 800.000 Menschen von der saisonal abhängigen Depression betroffen. Der andauernde Zustand kann ernst und schwerwiegend sein. Laut dem britischen Wissenschaftler Lance Workman sind sich die Experten immer noch uneinig, was genau die Ursache für die Krankheit ist. Manche Mediziner sprechen sich sogar gegen die bloße Existenz aus. Die eigene Untersuchung des Forschers konnte allerdings zeigen, dass Personen mit einer bestimmten Augenfarbe eher dazu neigen, den Winterblues zu entwickeln.

Fachleute sind sich uneinig

Bisher gehen die Experten davon aus, dass die Ursache der Winterdepression in der zu spärlichen Sonneneinstrahlung während der kalten Monate liegt. Dies würde jedoch bedeuten, dass die Krankheit in Nationen, die weit vom Äquator entfernt liegen, vermehrt auftreten müsste. Eine Reihe von Untersuchungen konnte diese Theorie bisher jedoch nicht bestätigen. Eine andere Theorie legt nahe, dass der Winterblues entwickelt wird, wenn der zirkadiane Rhythmus des Menschen durch die kürzeren Tage unterbrochen wird. Andere Studien betonen, dass die Quelle eine Imbalance von Serotonin und Melatonin im Körper ist. Laut Workman sind diese Ansätze allerdings alle inkonsistent und teils sogar konträr. Da die Entstehung aber wahrscheinlich auf dem Zusammenspiel mehrerer biologischer und physiologischer Faktoren beruht, gibt es wohl diverse Erklärungen für die Entwicklung der saisonal abhängigen Depression.

Menschen mit hellen Augen sind weniger anfällig

Dem Bericht des Briten zufolge hat die Augenfarbe einer Person direkten Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit eine Winterdepression zu entwickeln. Workman hat gemeinsam mit Kollegen Beweise dafür gefunden, dass Menschen mit hellen oder blauen Augen seltener erkranken als solche mit dunklen oder braunen Augen. Für die Untersuchung wurden 175 Studenten von zwei Universitäten (Südwales und Zypern) bezüglich Appetites, Gewicht, Schlafdauer, sozialen Aktivitäten und Stimmung in den warmen und kalten Monaten befragt. Das erstaunliche Studienergebnis wurde in der Fachzeitung „Journal of Behavioural Science & Psychology“ veröffentlicht. Ältere Untersuchungen zeigten bereits, dass braune oder dunkeläugige Menschen generell stärker zu Depressionen neigen als andere. Laut Workman liegt die Ursache mit einer großen Wahrscheinlichkeit in der Lichtmenge, die die Augen einer Person verarbeiten können. Hellere Augen mit wenigen Farbpigmenten reicht schon eine kleine Menge an Licht zur Verarbeitung von Bildern und der Produktion der stimmungsregulierenden Hormone Serotonin und Melatonin. Braune Augen brauchen dafür dagegen um einiges mehr an Licht. Da es an diesem während der Wintermonate jedoch mangelt, kommt es zu einem hormonellen Ungleichgewicht dank dem Mangel an Serotonin und Melatonin. Das Ergebnis: Schlechte Laune. Jedoch heißt dies nicht, dass Menschen mit hellen Augen keinen Winterblues entwickeln können. Auch sie sind nicht davor geschützt.

Das können Sie tun

Sollten Sie Symptome bemerken, die auf den Winterblues hindeuten – keine Sorge. Es gibt genug, wie Sie aktiv gegen die depressive Verstimmung vorgehen können. Experten raten vor allem zu viel Bewegung. Regelmäßiger Ausdauersport hat bekanntlich eine antidepressive Wirkung. Doch auch Sportmuffel müssen sich dem Blues keinesfalls hingeben: Schon ein Spaziergang oder eine kleine Runde mit dem Rad an der frischen Luft wirken stimmungsaufhellend.

Daneben sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine gesunde, ausgewogene Ernährung geachtet werden. Wasser und Ernährung spielen eine essentielle Rolle, wenn es um die Energie des Menschen geht und können Antriebslosigkeit und Müdigkeit den Kampf ansagen. Eine weitere Möglichkeit den Körper positiv zu beeinflussen, ist die Anschaffung einer Tageslichtlampe. Sie ersetzt zwar keine natürliche Sonneneinstrahlung, gibt dem Organismus aber trotzdem nochmal eine Portion mehr Licht. Zuletzt empfiehlt es sich regelmäßig Wechselduschen durchzuführen, um den Kreislauf in Schach zu halten. Mit diesen Tipps hat die Winterdepression erst gar keine Chance sich auszubreiten.

Quellen

  • Chembiopublishers: Blue Eyes Keep Away the Winter Blues: Is Blue Eye Pigmentation an Evolved Feature to Provide Resilience to Seasonal Affective Disorder?
[Gesamt:7    Durchschnitt: 4.4/5]

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