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Fördern Sehstörungen Depressionen?

Mit zunehmendem Alter werden die Augen schlechter, bei den meisten Menschen entwickelt sich ab dem 40. Lebensjahr die sog. Alterssichtigkeit. Das Sehvermögen nimmt ab, da die Augenlinse ihre Flexibilität verliert. Ein Umstand, der in der Regel leicht mit einer Brille behoben werden kann. Nun hat eine langfristige Beobachtungsstudie festgestellt, dass Sehstörungen im mittleren Alter möglicherweise ein Risikofaktor für Depressionen sein könnten.

Seit Ende der 1990er Jahre werden im Rahmen der „Study of Women’s Health Across the Nation“ (SWAN) Frauen begleitet, die zu Studienbeginn rund 50 Jahre alt waren und somit am Beginn ihrer Wechseljahre. Das Kernziel der Studie ist es zu untersuchen, welchen Einfluss die hormonelle Umstellung auf die Gesundheit hat. Ein Schwerpunkt der Studie sind Risikofaktoren für Depressionen. Zu Beginn der Studie wurde bei 226 Teilnehmerinnen allerdings auch ein Sehtest durchgeführt, bei der rund die Hälfte leichte Sehstörungen zeigten.

Sehstörungen – ein übersehener Risikofaktor für Depressionen?

Die Studienautor*innen konnten dann bei jährlichen Nachuntersuchungen feststellen, dass fast ¾ der Frauen mit leichteren und mittleren Sehstörungen über depressive Gefühle berichteten, bei Frauen mit starken Sehstörungen war es sogar doppelt so oft wie bei Teilnehmerinnen, die keine Sehprobleme hatten. Die Forscher*innen verweisen darauf, dass ein Teil der Probleme ggf. auf Grunderkrankungen zurückzuführen sei, die die Sehstörungen bedingt haben. Gleichzeitig sei hier angemerkt, dass diese Beobachtungsstudie zunächst auf eine Korrelation verweist, aber nicht zeigt, ob die Sehstörungen tatsächlich ein Risikofaktor für Depressionen sind.

Das Sehbeeinträchtigungen die mentale Gesundheit beeinträchtigen könnten, erscheint aber wenig verwunderlich, ist das Sehen doch wichtig für unser alltägliches Leben und für die Kommunikation mit anderen. Gibt es hier Schwierigkeiten, kann sich dieser Umstand mittel- und langfristig negativ auf unsere Psyche auswirken. Eine frühzeitige Behandlung beim Augenarzt/bei der Augenärztin kann dem entgegenwirken.

Quelle: Carrie A. Karvonen-Gutierrez u. a. (2021): Longitudinal association of midlife vision impairment and depressive symptoms. The study of Women’s Health Across the Nation, Michigan site, in: Menopause.

Forschungsübersicht zu Depressionen

Stand unserer Recherchen 2021

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In dieser Forschungstabelle möchten wir Ihnen einen Überblick über die aktuelle Studienlage zum Thema Depressionen geben, damit Sie sich selbst einen Eindruck über die derzeitige Forschungssituation machen können. Selbstverständlich erheben wir aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern können hier nur einen kleinen Einblick geben. Die Tabelle zeigt, was sich möglicherweise positiv auf Depressionen auswirken kann.

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Studienauswahl


In der linken Spalte finden Sie den Evidenzgrad. Der Evidenzgrad zeigt an, welche Qualität die analysierten Studien haben. Man könnte sagen: Je höher der Evidenzgrad desto aussagekräftiger ist auch das Studienergebnis. In der zweiten Spalte finden Sie das Organ, das Körperteil, den Vorgang im Körper usw., für den die jeweilige Stoffwirkung untersucht wurde. Möglich ist auch der umgekehrte Fall, dass in der zweiten Spalte ein Supplement aufgelistet wird. Wie stark die Wirkung dieses Stoffes von der Forschung eingeschätzt wird, zeigt die dritte Spalte. In der vierten Spalte zeigen wir Ihnen, wie viele Studien wir uns für Sie angeschaut haben. In der letzten Spalte geben wir Ihnen noch kurze Anmerkungen mit auf dem Weg, damit Sie die Studienlage etwas besser einschätzen können.

Abschließend möchten wir noch darauf aufmerksam machen, dass Wissenschaft und Forschung ständigem Wandel unterliegen. Neue Erkenntnisse können bspw. eine Überarbeitung bestehender Leitlinien erfordern und medizinische Behandlungsmaßnahmen verändern. Wir versuchen mit unseren Artikeln, Sie auf dem neuesten Stand der Forschung zu halten und geben die wichtigsten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen wertungsfrei wider. Im Folgenden finden Sie außerdem noch eine Auswahl der Studien, die wir für Sie analysiert haben. Gerne können Sie sich diese Studien selbst ansehen.

Julian G. Martins u. a. (2009): EPA but not DHA appears to be responsible for the efficacy of omega-3 long chain polyunsaturated fatty acid supplementation in depression: evidence from a meta-analysis of randomized controlled trials. In: Journal of the American College of Nutrition 28/5, S. 525–542.

Mohammad Ahmadpanah u. a. (2019): Crocus Sativus L. (saffron) versus sertraline on symptoms of depression among older people with major depressive disorders-a double-blind, randomized intervention study. In: Psychiatry Research 282.

Nicola Black u. a. (2019): Cannabinoids for the treatment of mental disorders and symptoms of mental disorders: a systematic review and meta-analysis. In: Lancet Psychiatry 6/12, S. 995–1010.

In Kyoon Lyoo u. a. (2012): A randomized, double-blind placebo-controlled trial of oral creatine monohydrate augmentation for enhanced response to a selective serotonin reuptake inhibitor in women with major depressive disorder. In: American Journal of Psychiatry u169/9, S. 937–945.

Mariano Malaguarnera u. a. (2011): Acetyl-L-carnitine reduces depression and improves quality of life in patients with minimal hepatic encephalopathy. In: Scandinavian Journal of Gastroenterology 46/6, S. 750–759.
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