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Studie zeigt: diese Faktoren beeinflussen erfolgreiches Abnehmen

Dass Übergewicht in unserer Gesellschaft ein schweres Problem ist, ist keine neue Erkenntnis und weithin bekannt: laut dem Robert Koch Institut sind rund 2/3 der Männer und mehr als die Hälfte aller Frauen in Deutschland übergewichtig. Gar ein Viertel der Erwachsenen ist stark übergewichtig, also adipös. Für die meisten Betroffenen ist Abnehmen ein langer und steiniger Weg, der von vielen Rückschlägen und Selbstzweifeln geprägt sein kann. Und wenn das hart erarbeitete Gewichtsziel erreicht wurde, muss man sich der nächsten Herausforderung stellen: das Gewicht halten und nicht wieder zunehmen.

Genau an dieser Stelle knüpft eine vor Kurzem veröffentlichte Studie an. Die Wissenschaftler*innen untersuchten dabei 15 vorangegangene Studien mit knapp 300 Teilnehmer*innen, welche Faktoren wichtig sind für einen langfristigen Abnehmerfolg. Insgesamt konnten 10 Faktoren identifiziert werden, die ein gesundes, langfristiges Abnehmen positiv oder negativ beeinflussen:

Diese Faktoren beeinflussen das Abnehmen

  1. Selbstkontrolle: eigenmotiviertes Prüfen und Dokumentieren der verspeisten Nahrungsmittel, regelmäßige Gewichtskontrollen, bewusste Wahl der Lebensmittel, Planung der Mahlzeiten
  2. externe Kontrolle: Familienmitglieder, Mediziner*innen usw., die motivieren, die eigenen gesteckten Ziele trotz Schwierigkeiten zu erreichen
  3. intrinsische Motivation: der Wille, die Lebensqualität, Fitness und Gesundheit durch Abnehmen oder Gewichtserhalt zu verbessern
  4. extrinsische Motivation: äußere Anreize, das Gewicht zu verlieren bzw. das verlorene Gewicht beizubehalten, z. B. Verbesserung des sozialen Status’
  5. selbst gesteckte Ziele: klare Ziele, die man erreichen will, z. B. auf bestimmte Nahrungsmittel zu verzichten, mehrmals in der Woche Sport zu treiben, ins Fitnessstudio gehen usw.
  6. von außen festgelegte Ziele: das Hinarbeiten auf ein gemeinsames Ziel in Gruppen, Empfehlungen von Ärzt*innen, ein anvisiertes Sportevent usw. kann motivierend wirken
  7. der innere „Schweinehund“: Aspekte, die einen Rückfall in alte, ungesunde Verhaltensweisen begünstigen können, z. B. Alltagsstress, emotionales Essen, eine fehlende Tagesstruktur, Krankheit, Zeitmangel usw.
  8. (gesellschaftliche) Herausforderungen: Situationen, die immer wieder die Selbstdisziplin herausfordern, etwa Arbeits- und Beziehungsstress, Feiern und andere gesellschaftliche Events
  9. Erfahrungen, die Mut machen: u. a. Berichte von Personen, die erfolgreich abgenommen und dadurch ein wesentlich positiveres Selbstbild entwickelt haben oder auch erste eigene Fortschritte, die in schwierigen Situationen ermutigend wirken können
  10. enmutigende Erfahrungen: bspw. Angst vor Rückschlagen und Stagnation, gesellschaftliche Stigmatisierung, persönliche Einschränkungen des Konsumverhaltens

Die Punkte gelten nicht für jeden Betroffenen im gleichen Maße und hängen von zahlreichen individuellen Aspekten wie dem sozialen Umfeld ab. Die Forscher*innen fordern weitere vertiefende Studien, um in Zukunft übergewichtige Menschen gezielter bei ihrem Weg unterstützen zur können und möglichen Problemen schon frühzeitig begegnen zu können.

Quellen: Marie Spreckley u. a. (2021): Perspectives into the experience of successful, substantial long-term weight-loss maintenance: a systematic review. In: International Journal of Qualitative Studies on Health and Well-Being. 16/1.

Forschungsübersicht zu Abnehmen und Gewicht verlieren

Stand unserer Recherchen 2021

In dieser Forschungstabelle möchten wir Ihnen einen Überblick über die aktuelle Studienlage zum Thema Gewicht verlieren bzw. Abnehmen geben, damit Sie sich selbst einen Eindruck über die derzeitige Forschungssituation machen können. Selbstverständlich erheben wir aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern können hier nur einen kleinen Einblick geben. Die Tabelle zeigt, welche Supplemente womöglich die Gewichtsabnahme beeinflussen können.

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2021-08-02 Gewicht Abnehmen Forschung Studien Evidenz


In der linken Spalte finden Sie den Evidenzgrad. Der Evidenzgrad zeigt an, welche Qualität die analysierten Studien haben. Man könnte sagen: Je höher der Evidenzgrad desto aussagekräftiger ist auch das Studienergebnis. In der zweiten Spalte finden Sie das Organ, das Körperteil, den Vorgang im Körper usw., für den die jeweilige Stoffwirkung untersucht wurde. Möglich ist auch der umgekehrte Fall, dass in der zweiten Spalte ein Supplement aufgelistet wird. Wie stark die Wirkung dieses Stoffes von der Forschung eingeschätzt wird, zeigt die dritte Spalte. In der vierten Spalte zeigen wir Ihnen, wie viele Studien wir uns für Sie angeschaut haben. In der letzten Spalte geben wir Ihnen noch kurze Anmerkungen mit auf dem Weg, damit Sie die Studienlage etwas besser einschätzen können.

Abschließend möchten wir noch darauf aufmerksam machen, dass Wissenschaft und Forschung ständigem Wandel unterliegen. Neue Erkenntnisse können bspw. eine Überarbeitung bestehender Leitlinien erfordern und medizinische Behandlungsmaßnahmen verändern. Wir versuchen mit unseren Artikeln, Sie auf dem neuesten Stand der Forschung zu halten und geben die wichtigsten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen wertungsfrei wider. Im Folgenden finden Sie außerdem noch eine Auswahl der Studien, die wir für Sie analysiert haben. Gerne können Sie sich diese Studien selbst ansehen.

Studienauswahl


Jeff. S. Volek u. a. (2006): Effects of chromium supplementation on glycogen synthesis after high-intensity exercise. In: Medicine and Science in Sports and Exercise 38/12:2102–9.

Alison M. Hill u. a. (2007): Combining fish-oil supplements with regular aerobic exercise improves body composition and cardiovascular disease risk factors. In: The American Journal of Clinical Nutrition 85/5:1267–1274.

C. N. Boozer u. a. (2002): Herbal ephedra/caffeine for weight loss: a 6-month randomized safety and efficacy trial. In: International Journal of Obesity and Related Metabolic Disorders 26/5:593–604.

Sani Hlais u. a. (2012): Effect of lysine, vitamin B(6), and carnitine supplementation on the lipid profile of male patients with hypertriglyceridemia: a 12-week, open-label, randomized, placebo-controlled trial. In: Clinical Therapeutics 34/8:1674–82.

Amy M. Knab u. a. (2011): Quercetin with vitamin C and niacin does not affect body mass or composition. In: Applied Physiology, Nutrition, and Metabolism 36/3:331–8.
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