Sign up with your email address to be the first to know about new products, VIP offers, blog features & more.

Haben Vegetarier*innen ein niedrigeres Schlaganfallrisiko?

Eine vegetarische Ernährung gilt gemeinhin als äußerst gesund und in diversen Studien wurde auch nahegelegt, dass Vegetarier*innen ein niedrigeres Risiko für Atherosklerose und damit auch für Herz-Kreislauf-Erkrankung haben. Wie sieht es aber konkret mit Schlaganfällen aus? Das hat nun eine Meta-Analyse versucht herauszufinden und das Schlaganfallrisiko zwischen omnivor („Allesfresser“) und vegetarisch lebenden Menschen verglichen. Hierfür haben die Forscher*innen 7 Kohortenstudien ausgewertet, mit insgesamt 29.705 Vegetarier*nnen und 627.728 Omnivoren bei 408 Schlaganfällen. Drei dieser Studien wurden in den USA, zwei in Taiwan und zwei weitere in Großbritannien.

Kein niedrigeres Schlaganfallrisiko für Vegetarier*innen

Im Ergebnis konnten die Forscher*innen aber nicht feststellen, dass eine vegetarische Ernährung insgesamt das Risiko für Schlaganfälle reduziert. Bei den Studien allerdings, die in Asien durchgeführt wurden und bei solchen, die als Kerngruppe 50–65-Jährige untersucht haben, war das Risiko tatsächlich etwas reduziert. Allerdings verweisen die Autor*innen darauf, dass einige der untersuchten Studien methodische Schwächen vorweisen und teilweise (bewusst oder unbewusst) dazu neigten, die vegetarische Ernährungsweise als eine prinzipiell bessere Art der Ernährung darzustellen. Längsschnittstudien hätten sogar das Gegenteil gezeigt, dass das Risiko stattdessen sogar erhöht sei. Hier muss es also in Zukunft noch mehr Forschung geben für fundiertere Ergebnisse.

Quelle: Jing-Wu Lu (2021): Risk of Incident Stroke among Vegetarians Compared to Nonvegetarians: A Systematic Review and Meta-Analysis of Prospective Cohort Studies. In: Nutrients 13/9, S. 3019.

Forschungsübersicht zu Schlaganfallrisiko

In dieser Forschungstabelle möchten wir Ihnen einen Überblick über die aktuelle Studienlage zum Thema Schlaganfallrisiko geben, damit Sie sich selbst einen Eindruck über die derzeitige Forschungssituation machen können. Selbstverständlich erheben wir aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern können hier nur einen kleinen Einblick geben. Die Tabelle zeigt, welche Nährstoffe womöglich Einfluss auf das Schlaganfallrisiko haben.

Schlaganfall  Schlaganfall Risiko Studien Forschung


Studienauswahl



In der linken Spalte finden Sie den Evidenzgrad. Der Evidenzgrad zeigt an, welche Qualität die analysierten Studien haben. Man könnte sagen: Je höher der Evidenzgrad desto aussagekräftiger ist auch das Studienergebnis. In der zweiten Spalte finden Sie das Organ, das Körperteil, den Vorgang im Körper usw., für den die jeweilige Stoffwirkung untersucht wurde. Möglich ist auch der umgekehrte Fall, dass in der zweiten Spalte ein Supplement aufgelistet wird. Wie stark die Wirkung dieses Stoffes von der Forschung eingeschätzt wird, zeigt die dritte Spalte. In der vierten Spalte zeigen wir Ihnen, wie viele Studien wir uns für Sie angeschaut haben. In der letzten Spalte geben wir Ihnen noch kurze Anmerkungen mit auf dem Weg, damit Sie die Studienlage etwas besser einschätzen können.

Abschließend möchten wir noch darauf aufmerksam machen, dass Wissenschaft und Forschung ständigem Wandel unterliegen. Neue Erkenntnisse können bspw. eine Überarbeitung bestehender Leitlinien erfordern und medizinische Behandlungsmaßnahmen verändern. Wir versuchen mit unseren Artikeln, Sie auf dem neuesten Stand der Forschung zu halten und geben die wichtigsten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen wertungsfrei wider. Im Folgenden finden Sie außerdem noch eine Auswahl der Studien, die wir für Sie analysiert haben. Gerne können Sie sich diese Studien selbst ansehen.

Pengfei Cheng u. a. (2018): Vitamin E intake and risk of stroke: a meta-analysis. In: British Journal of Nutrition 120/10, S. 1181–1188.

Antonio Siniscalchi u. a. (2019): What is the Current Role for Vitamin D and the Risk of Stroke? In: Current Neurovascular Research 16/2, S. 178–183.

Gyllian B. Yahn u. a. (2021): Role of vitamin B12 deficiency in ischemic stroke risk and outcome. In: Neural Regeneration Research 16/3, S. 470–474.

Marco Vinceti u. a. (2016): Meta-Analysis of Potassium Intake and the Risk of Stroke. In: Journal of the American Heart Association 5/10.

Kurt Grüngreiff u. a. (2020): Zinc Deficiency-An Independent Risk Factor in the Pathogenesis of Haemorrhagic Stroke? In: Nutrients 12/11, S. 3548.
Anzeigen
Anzeigen

Noch keine Kommentare.

Was denkst Du?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.