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So gefährlich kann ein Delirium dauerhaft für Ihr Gehirn sein!

Auch wenn es hierzulande eher unbekannt ist, tritt das Delirium wesentlich häufiger als Spätfolge einer Operation auf, als bekannt. So ist es besonders bei Patienten gehobeneren Alters die OP-Komplikation Nummer 1! Dabei handelt es sich um einen vorübergehenden Zustand der Bewusstseinstrübung, der sich durch Aufmerksamkeitsprobleme und Konzentrationsschwächen auszeichnet. Neben Operationen können aber auch anderen schwere Krankheiten wie eine Sepsis oder Lungenversagen zu einem Delirium führen.

Forscher der Columbia University haben nun herausgefunden, dass dieses Delirium auch weitreichende Langzeitfolgen haben kann. Bisher wurde vor allem angenommen, dass es zu einer kurzzeitigen Schädigung des Gehirns führt, sich aber auf Dauer wieder normalisiert. In einer Meta-Analysis von 24 Studien zu diesem Thema kam nun aber heraus, dass ein Delirium auch Langzeitfolgen und sogar unumkehrbare Dauerbeeinträchtigungen auslösen kann.

So zeigte sich, dass Deliriumspatienten im Anschluss ein mehr als doppelt so hohes Risiko hatten, an kognitiver Leistung zu verlieren. Doch die Forscher gingen noch weiter. So untersuchten sie daraufhin, ob das Delirium denn nur bereits vorhandene kognitive Schwächen sichtbar machte oder sogar direkt an ihrer Entstehung beteiligt ist. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass das Delirium tatsächlich der auslösende Faktor für Gedächtnisschwächen und den Abbau anderer kognitiver Prozesse ist. Im Ernstfall kann ein Delirium dadurch sogar die Entstehung von Demenz verstärken.

Deswegen verweisen die Forscher auf die Signifikanz von Strategien, die diesen Zustand verhindern sollen. Amerikanischen Daten zufolge tritt Delir bei ca. 20 % der über 65-jährigen in Folge eines operativen Eingriffs auf und ist damit ein ernstzunehmender Risikofaktor. Das Gesundheitssystem muss sich für die Fälle ein geeignetes Rehabilitationsprogramm einfallen lassen, mit dem die Folgen einer Operation oder schweren Krankheit so gering wie möglich gehalten werden.

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