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Langsamer Puls (Bradykardie) – Symptome | Diagnose | Therapie

Wer unter langsamem Puls leidet (med. Bradykardie), sollte seine Lebensweise an den Herzrhythmus anpassen – sonst kann es zu gefährlichen Folgeerkrankungen kommen.
— Dr. Tobias Weigl

Von Medizinern geprüft und nach besten wissenschaftlichen Standards verfasst

Dieser Text wurde gemäß medizinischer Fachliteratur, aktuellen Leitlinien und Studien erstellt und von einem Mediziner vor Veröffentlichung geprüft.

Quellen ansehen

Liegt die Pulsfrequenz unter 60 Schlägen pro Minute, spricht man von einer Bradykardie – einer Herzrhythmusstörung, die den Herzschlag verlangsamt und so den Herzkreislauf stark belasten kann.

Schon seit einigen Wochen fühlt Lisa sich erschöpft. Oft ist ihr schwindelig, sie ist müde und fühlt sich antriebslos. Bis jetzt hat sie das im Alltag ganz gut verbergen können und hofft, dass es nur eine Phase ist. Inzwischen ist ihre veränderte Stimmung aber auch ihrem Chef aufgefallen. Nachdem er sie an diesem Mittag auf ihre schlechte Performance angesprochen hat, beschließt Lisa, dass sie jetzt lange genug gezögert hat und ruft bei ihrem Hausarzt an. Die Mid-Life Crisis kann es wohl nicht sein – sie ist doch erst 36!

 

Was ist Bradykardie?

Der Begriff Bradykardie kommt aus der Kardiologie, einem Teilgebiet der Medizin, das sich mit dem Herzen und der Behandlung von Herz-Kreislauf-Krankheiten befasst. In einfachen Worten beschreibt die Bradykardie einen langsamen Puls, also eine Pulsfrequenz, die unter dem Normwert für das jeweilige Alter liegt. Das Herz schlägt langsamer, wodurch das gesamte Herz-Kreislaufsystem beeinträchtigt werden kann.

Rund 60 bis 80 Mal pro Minute sollte das Herz eines Erwachsenen schlagen. Bei einem durchschnittlichen Blutdruck von 120/80 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) und einer dem Körperbau entsprechenden Herzgröße kann das Herz den Organismus stabil versorgen und eine ausreichende Menge Blut durch die Adern pumpen.

Schlägt das Herz zu schnell, zu langsam oder unregelmäßig, muss der Organismus auf die Veränderung reagieren. Oftmals entstehen daraus Erkrankungen wie Bluthochdruck; die Gefahr eines Herzinfarkts kann steigen. Ist der Puls zu schwach und schlägt das Herz zu langsam, spricht man von Bradykardie, was wörtlich übersetzt „Langsamherzigkeit“ bedeutet (aus dem Griechischen „βραδυκαρδία“, bradykardía).

Die Symptome: Woran erkennt man, dass der Puls zu langsam ist?

Dass das Herz zu langsam schlägt, äußert sich in aller Regel nur durch sekundäre Symptome, die eher allgemein als spezifisch sind. Sie entstehen, wenn aus der langsamen Pulsfrequenz eine Unterversorgung der Organe resultiert, bspw. des Gehirns, der Nieren oder des Herz-Kreislaufsystems. Bei einigen Betroffenen verläuft die Bradykardie weitgehend symptomlos.
Je nachdem, wie schnell sich der Organismus an die veränderte Situation gewöhnt, können aber auch folgende Symptome auftreten:

  • allgemeines Schwächegefühl
  • akutes Schwächegefühl
  • Erschöpfung
  • Müdigkeit
  • Schwindel
  • Sehstörungen
  • Atemnot
  • Kaltschweißigkeit
  • nervöse Angstzustände
  • Bewusstseinstrübung (bis hin zur Ohnmacht)

 

All diese Symptome lassen sich darauf zurückführen, dass mit jedem Herzschlag eine bestimmte Menge Blut durch den Herzkreislauf gepumpt wird. Je seltener das Herz sich in der Minute zusammenzieht, desto weniger Blut kann auf die Reise geschickt werden. Weil das Blut in der Folge langsamer zirkuliert, versucht der Körper einen Ausgleich zu schaffen. Meist geschieht das durch einen erhöhten Blutdruck. Hierzu verengt der Organismus die Blutgefäße, die nun aber nicht mehr ausreichend viel Blut transportieren können, um alle Organe in einem stabilen System zu versorgen.

Mehr Informationen zum Herz und Herzerkrankungen in diesem Video

Im Interview erklärt Dr. Tobias Weigl, wie Herzkrankheiten entstehen, wie sie sich äußern und auf welche Symptome Patienten besonders achten sollten.

Die Ursachen: Wie entsteht Bradykardie?

Verantwortlich für eine Bradykardie können chronische oder akute Erkrankungen sein, die das Herz gewissermaßen aus dem Takt bringt. Andere Gründe für langsamen Puls können aber auch Nebenwirkungen sein, die durch bestimmte Medikamente ausgelöst werden. Ist die Ursache für den verlangsamten Puls organisch (= z.B. Schädigung des Herzens) handelt es sich i.d.R. um eine Herzrhythmusstörung. In der Kardiologie wird zwischen verschiedenen Typen der Herzrhythmusstörung unterschieden:

  • Das Sick-Sinus-Syndrom (auch Sinus-Bradykardie): Im Vorhof des rechten Herzens befindet sich der Sinusknoten. Er bestimmt den Takt, in dem das Herz schlägt und kontrolliert die Pumpfunktion (Kontraktion durch Zusammenziehen des Herzmuskels). Im Ruhebereich gibt der Sinusknoten ca. 60 bis 80 elektrische Impulse in der Minute ab; in Belastungssituationen sind bis zu 250 möglich. Das Sick-Sinus- Syndrom beschreibt eine Erkrankung des Herzens, bei der der Sinusknoten gestört ist. Kann er
    die benötigte Leistung nicht mehr erbringen, übernehmen andere Bereiche des Herzens seine Funktion – häufig aber nicht mit derselben Frequenz.
  • Die chronotrope Inkompetenz: Auch bei dieser Erkrankung ist die Funktion des Sinusknotens gestört. Während das Herz im Ruhezustand normal bzw. fast normal schlägt, kann die Frequenz während einer Anstrengungsphase nicht erhöht werden. Auch bei körperlicher Anstrengung bleibt der Puls niedrig.
  • Der Herzblock: Diese Erkrankung beruht nicht auf einer mechanischen Störung, sondern auf einer Unterdrückung der Reizweiterleitung. Die elektrischen Impulse, die durch den Sinusknoten erzeugt werden, können nicht weitergegeben werden. Man unterscheidet zwischen dem
    • Sinus-atrialem Block (SA-Block) – der Stromschlag kann sich nicht im Vorhof
      ausbreiten, und dem
    • Atrio-ventikulärem Block (AV-Block 1. bis 3. Grades) – der Stromschlag kann
      die Herzkammer nicht erreichen.
  • Das Vorhofflimmern: Vergleichbar mit einem Auto, das Fehlzündungen hat, können nur einige Stromschläge des Sinusknotens weitergegeben werden und lassen das Herz unregelmäßig pumpen. Man spricht bei unregelmäßigen Herzschlägen von Arrythmie bzw. Absoluter Bradyarrythmie.

Wen kann es erwischen?

Fast jeder Mensch hat im Laufe seines Lebens einmal oder mehrfach Herzrhythmusstörungen. Betroffen sein kann also im Grunde jeder, unabhängig vom Alter oder dem Geschlecht.

Herzerkrankungen sind in vielen Fällen vererbbar. Gibt es in der Familie also eine Vorgeschichte mit Herzkrankheiten, Bluthochdruck oder Herzinfarkten, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch nachfolgende Generationen eine erbliche Veranlagung für Herzrhythmusstörungen wie die Bradykardie mitbringen.

Nur in ca. 50% der Fälle treten die Formen des langsamen Pulses ohne begleitende Herzerkrankungen auf. Mögliche Vorerkrankungen oder Ursachen können auch im Nervensystem oder im Bereich der psychischen Erkrankungen zu finden sein.

Hat ein Arzt bei Ihnen eine Bradykardie diagnostiziert? Welche dieser Symptome traten bei Ihnen auf? (Mehrfachnennungen möglich) Damit helfen Sie anderen Lesern, ihre Symptome besser einzuschätzen.
Abstimmen
 

Gut zu wissen!
Bradykardie (langsamer Puls) kann viele verschiedene Ursachen haben. Sie kann auch absichtlich herbeigeführt werden, um bspw. zu hohen Blutdruck zu senken. Und sogar eine mechanische Fehlfunktion eines Herzschrittmachers kann eine Bradykardie auslösen.

Was tut der Arzt? Teil 1: Die Diagnose

Ein typischer Auslöser, bei dem der behandelnde Arzt häufig einen langsamen Puls diagnostiziert, sind Kreislaufprobleme. Sollten Sie wiederholt unter Schwindelgefühlen, Erschöpfung oder einem allgemeinen Schwächegefühl leiden, können Sie sogar selbst bei der Diagnose helfen.

Wenn die Beschwerden gerade akut sind, können Sie bspw. selbst Ihren Puls messen – in der Arztpraxis können Sie häufig nur von den Beschwerden berichten; akut sind sie gerade dann aber in den seltensten Fällen. Indem Sie Ihren Puls fühlen und daraus die Herzfrequenz bestimmen oder ein Blutdruckmessgerät verwenden, erhalten Sie Pulswerte, die dem Arzt bei seiner Diagnose helfen können.

Exkurs
Bei der Diagnose können auch moderne Smartwatches helfen: In ihnen ist ein Sensor
integriert, der die Herzfrequenz misst – und zwar zu jeder Zeit, während Sie eine solche Uhr
tragen. Zwar sind die Werte nicht so exakt wie die eines Blutdruckmessgerätes, jedoch
können sie die ärztliche Diagnose durchaus stützen.

Nachdem der Arzt im Rahmen eines Anamnesegespräches Informationen über den Gesundheitszustand, die familiäre Disposition und die Beschreibung der Symptome eingeholt hat, folgt eine körperliche Untersuchung. Hierbei hört der Arzt die Herztöne ab, misst den aktuellen Blutdruck und nimmt ggfs. auch Blut ab, um dessen Zusammensetzung im Labor untersuchen zu lassen. In diesem Zusammenhang können andere Erkrankungen, die nicht vom Herzen kommen, erkannt oder ausgeschlossen werden, bspw. Erkrankungen der Schilddrüse oder der Niere. Auch das Vorliegen eines Herzinfarktes kann im Rahmen einer Laboruntersuchung ermittelt werden.

Um sich ein genaueres Bild der Herzfunktion zu machen, führt der Arzt anschließend ein
Elektrokardiogramm (EKG) durch. Dieses bildet eine Momentaufnahme der elektrischen
Impulse ab, die vom Herzen ausgesendet werden. Mit Hilfe eines 24-Stunden-EKGs lässt
sich zudem ermitteln, ob es sich bei der Störung um regelmäßig auftretende Herzrhythmusstörungen handelt. Darüber hinaus kann auch ein Belastungs-EKG erfolgen, bei dem die Herzfrequenz unter körperlicher Anstrengung beobachtet wird.
Weitere Diagnoseverfahren, die der Absicherung der Diagnose dienen, sind:

  • EPU: elektrophysiologische Untersuchung des Herzens
  • Echokardiographie
  • Kardio-MRT (Magnetresonanztomographie)
  • Kardio-CT (Computertomographie)
  • Herzkatheter

 

Fakten-Box
Langsamer Puls
Bradykardie
Frauen: Männer 1:1
tritt unabhängig von Alter und Geschlecht auf
50% der Fälle in Verbindung mit begleitenden Herzerkrankungen
Symptome

  • allgemeines Schwächegefühl
  • akutes Schwächegefühl
  • Erschöpfung
  • Müdigkeit
  • Schwindel
  • Sehstörungen
  • Atemnot
  • Kaltschweißigkeit
  • nervöse Angstzustände
  • Bewusstseinstrübung (bis hin zur Ohnmacht)

 

Was tut der Arzt? Teil 2: Die Behandlung

Wie ein langsamer Puls behandelt wird, richtet sich nach seinen Ursachen. Diese zu klären, ist also das oberste Ziel der Diagnose. Wird die Bradykardie bspw. durch ein Medikament ausgelöst, muss ganz anders therapiert werden als in einem Fall einer schwerwiegenden Herzrhythmusstörung. Sind Nebenwirkungen von Medikamenten die Ursache, muss das Mittel weggelassen oder ersetzt werden, um den Puls wieder auf ein normales Niveau zu heben.

Die Therapie einer Herzrhythmusstörung dagegen zeigt sich komplexer: In diesem Fall können zwar auch Medikamente eingesetzt werden, um den Herzschlag anzuregen, das führt aber nicht immer zum Erfolg. Reichen Medikamente nicht aus, um die Herzfrequenz zu normalisieren, kann alternativ ein Herzschrittmacher eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um ein kleines technisches Gerät, das einerseits den Herzschlag permanent überwacht und einspringen kann, wenn es aussetzt, das andererseits aber auch langfristig die Funktion des Sinusknotens übernehmen kann, sollte dieser vollständig ausfallen.

Häufige Patientenfragen

Kann ich mit einer Bradykardie ganz normal weiterleben?

Dr. T. Weigl
Ja und Nein. Ein langsamer Puls bedeutet nicht, dass Sie um Ihr Leben fürchten müssen. Um die Herzfrequenz aber dauerhaft auf ein normales Niveau zu heben, sollten Sie Ihre Lebensweise an die Situation anpassen. Diese sollte das Herz nicht zu stark belasten, damit es seine Funktion erhalten kann.

Was kann ich bei einem langsamen Puls selbst tun?

Dr. T. Weigl
Eine gesunde Lebensweise mit ausreichender Bewegung ist ein wichtiger Baustein für den Umgang mit einem langsamen Puls. Dazu gehören eine gesunde, ballaststoffreiche Ernährung, der Verzicht auf Alkohol und Rauchen, ein normales Körpergewicht und leichter Sport.

Brauche ich einen Herzschrittmacher?

Dr. T. Weigl
Nicht immer führt eine Bradykardie zum Einsatz eines Herzschrittmachers. In vielen Fällen lässt sich der langsame Puls auch mit Medikamenten und einem gesunden Lebenswandel normalisieren. Lediglich wenn alle anderen Therapiebausteine versagen, sollte ein Herzschrittmacher eingesetzt werden.

Aktuelles aus der Forschung
Offenbar ist die Bradykardie, also der verlangsamte Herzschlag, nicht dafür verantwortlich, dass Betroffene früher sterben. Anders als lange angenommen, steigt das Risiko für schwerwiegende Herzerkrankungen mit einer Bradykardie aber nicht, wie eine Studie aus dem Jahr 2016 belegt.

Quelle: Dharod/Soliman/Dawood et al (2016): Association of Asymptomic Bradycardia with Incident Cardiovascular Disease and Mortality. The Multi-Ethnic Study of Atherosclerosis (MESA).
https://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/fullarticle/2482350?resultClick=3

Muss man einen langsamen Puls behandeln?

Nicht immer beruht ein langsamer Puls auf einer Ursache, die behandelt werden muss. Weil aber Herzerkrankungen nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollten, ist ein Besuch beim Arzt in jedem Fall angeraten – denn nur auf der Basis einer fachlichen Diagnose können ernsthafte Erkrankungen ausgeschlossen und die geeignete Behandlungsform gefunden werden. Nicht behandeln muss man einen langsamen Puls z. B. dann, wenn er auf psychische Faktoren wie etwa eine Depression zurückgeführt werden kann. Liegt die Ursache aber im Herzen, sollte mit dem behandelnden Arzt eine Therapie sowie ggfs. eine Änderung der Lebensweise besprochen werden.

 

Als Lisa die Praxistüre ihres Hausarztes wieder hinter sich schließt, ist sie beruhigt. Keine Mid-Life Crisis, aber auch keine schwerwiegende Erkrankung – noch nicht jedenfalls. Sie ist überrascht zu erfahren, dass sie unter Bradykardie leidet, einem verlangsamten Puls. Dabei kennt sie aus der Familie doch eher Bluthochdruck. Auf jeden Fall liegen Herzerkrankungen
in ihrer Familie. Aus diesem Grund hat der Arzt ihr auch ein blutdrucksteigerndes Medikament und regelmäßige Bewegung verordnet. Damit will Lisa schon bald wieder ihre volle Leistung bringen – auf der Arbeit und im Privatleben.

Haben auch Sie Erfahrungen mit langsamen Puls? Haben Sie Fragen zum Thema? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion unten für den Austausch untereinander und mit uns!

Autor: Dr. Tobias Weigl, Christine Pepersack
Lektorat: Claudia Scheur
Veröffentlicht: 21.05.2018

Die hier beschriebenen Punkte (Krankheit, Beschwerden, Diagnostik, Therapie, Komplikationen etc.) erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es wird genannt, was der Autor als wichtig und erwähnenswert erachtet. Ein Arztbesuch wird durch die hier genannten Informationen keinesfalls ersetzt.

 

Quellen

  • Klaus-Peter Schaps/Oliver Kessler/Ulrich Fetzner (2007): Innere Medizin. Springer
    Verlag, Heidelberg.
  • Gerd Herold (2017): Innere Medizin. Gerd Herold Verlag, Köln.
  • Jörg Braun/ Dirk Müller-Wieland (2017): Basislehrbuch Innere Medizin. Urban & Fischer Verlag/ Elsevier GmbH, München.
[Gesamt:7    Durchschnitt: 4.1/5]
5.000000e+0 Antworten
  • Arnold Ursula
    18.06.2018 19:10

    Hallo
    Bei mir wurde eine symtomlose Bradykardie diagnostiziert. Ein Langzeit EKG zeigte Pulswert bis 24!!!
    Allerdings leide ich weder unter Müdigkeit oder sonstigen der oben genannten Symtomen.
    Der Termin beim Kardiologen steht noch aus.
    Die extrem niedrigen Pulswerte beunruhigen mich und ich frage mich:
    darf ich „ganz normal“ weiter leben.
    Walken und joggen gehen?
    Können akute Beschwerden auftauchen und was ist dann zu tun?
    Wie kann ich meinen Herzschlag naturheilkundlich ankurbeln, bis ich meinen Termin beim Spezalisten habe?
    Besten Dank

    • Dr. Tobias Weigl
      19.06.2018 20:32

      Vielen Dank für die Nachfrage. Also bei einem Puls von max. 24 würde ich erst einmal den Termin beim Kardiologen abwarten und bis dahin weder Walken noch Joggen. Akute Beschwerden sind vielfältig aber können zB akuter Leistungs-, Belastungseinbruch sein, Schwindel und Zusammenklappen uvm bis zu Herz-Kreislauf-Störungen oder anderen Problemen aufgrund mangelnden Sauerstoffes (sog. Hypoxie). Warten Sie jetzt erst einmal den Termin ab und nachdem dort Alles abgeklärt wurde, können Sie wieder normal Joggen etc.
      Viele Grüße
      Dr. T. Weigl

  • Thomas
    10.07.2018 20:11

    Was sind denn typischerweise immer die ersten Symptome einer Bradykardie? Wenn als einziges Symptom dauernde Müdigkeit vorliegt, ist dies dann der Bradykardie geschuldet oder sollte man eher woanders suchen? Ich habe tagsüber Spitzentiefs von 42 Schlägen (FitBit), bin 34 Jahre alt, wiege 70 KG und bin recht unsportlich. Im Schlaf wurden schon mal 35 Schläge gemessen. Der Kardiologe meint ich wäre „weit davon entfernt“ behandelt zu werden. Wie kann das zusammenpassen?

  • Ina Bauer
    25.10.2018 17:05

    Guten Tag,

    vielen Dank zuerst für Ihre vielfältigen hilfreichen Informationen und dass man Ihnen Fragen stellen kann!

    Meine Frage ist, ob und wenn ja, was ich gegen niedrigen Puls machen kann, denn einen Schrittmacher möchte ich nicht so schnell eingesetzt bekommen.
    Gibt es vielleicht zu empfehlende Nahrungsmittel?
    Im Internet ist von Käse, Salzbrezeln, Rosmarin und Kakao zu lesen.
    Ist da was dran? Zu viel Salz ist doch auch ungesund…
    Ist grüner Tee (kurz aufgebrüht) oder Guarana zu empfehlen?

    Hintergrund:
    Ich bin 50 Jahre alt. Mein Puls ist seit jeher niedrig, 50 bis 53.
    Ich bin zwar keine Sportlerin, fahre aber regelmäßig Fahrrad, deshalb wurden mein niedriger Puls=mein gutes Herz darauf zurückgeführt.
    Mein Blutdruck ist auch stets 100-120 zu 80 oder weniger.
    Im Krankenhaus wurde ich vor einer Woche bzgl. Herz durchgecheckt (Blutwerte, Röntgen und Echokardiogramm)
    Neulich war mein Puls jedoch nur 39 (ich lag), und ich fühle mich oft schwindelig (ohne, dass mir schwarz vor den Augen geworden oder ich umgefallen wäre).
    Nun interessiert mich, was ich tun kann, um den Einsatz eines Herzschrittmachers so weit wie möglich hinauszuzögern.

    Auf Ihre Antwort freue ich mich,

    Freundliche Grüße,

    Ina B

  • Ralf S.
    06.11.2018 08:07

    Hallo,

    erst einmal vielen Dank für das Pflegen einer solchen Seite, die sich um die Belange der Patienten kümmert und dabei komplexe Sachverhalte leicht verständlich darstellt !!!

    Ich bin seid circa 2 Jahren Träger einer Smartwatch (iWatch 2), die ich mir seinerzeit hauptsächlich zur Überwachung meines Schlafes angeschafft habe. Dabei habe ich festgestellt das meine angeblichen Wachzeiten doch kürzer sind als ‚gefühlt‘.
    Seid ca. 12-18 Monaten habe ich nun immer wieder Phasen in der Nacht, in der der Puls auf Werte zwischen 40 – 48 fällt. Das kann kurzfristig sein ca. 5 Min oder bis zu 45 Min dauern und ein- bis dreimal pro Nacht auftauchen. Dieses Verhalten zeigt sich inzwischen jede 3. – 4. Nacht und ich kann bisher kein Muster erkennen. In dieser Zeit zeigt der Bewegungsmesser der Smartwatch meistens wenig bis keine Bewegungen an. Anfangs dachte ich noch an Fehlmessungen der Smartwatch, da ich tagsüber keine derartigen Werte habe. Allerdings ist seid ca. 6 Monaten immer mal wieder mal ein Wert unter 50 während des Tages dabei, aber eher selten.
    Aber ungefähr zeitgleich sind bei mir auch Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen aufgetreten (vergesse Namen, weiß Abends des öfteren nicht mehr was die Themen der Meetings am Morgen waren, komplexe Zusammenhänge kann ich schlechter folgen). Ein 24 Std. EKG und Blutdruckmessung sowie eine Schlafapnoe Überprüfung beim Hausarzt haben keine auffälligen Resultate gezeigt.

    Background zu meiner Person:
    Ich bin nicht der große Sportler sondern mit 55 Jahren und 96kg und ca. 40-90min Sport/Woche eher jemand der Versucht eine „Mindestfitness“ zu erhalten. Ich nehme seit ca. 3 Jahren Candesartan 8mg um meinen Blutdruck in Schach zu halten.

    Kann es sein, dass die Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen mit der gelegentlichen Verlangsamung des Herzschlages im Schlaf zusammenhängen? Und inwieweit würde ein Arzt Daten einer Smartwatch in Betracht ziehen, da ja während der 24 Std Messung alles OK war?

    Ich bin da momentan ein wenig hilflos da meine Hausärztin, der ich eigentlich vertraue, keine weiteren Untersuchungen für nötig hält.

    Schon mal vielen herzlichen Dank im Voraus für eine Stellungnahmen.

    Mit besten Grüßen,

    Ralf S.

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