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Strahlentherapie & Brustkrebs – Risiko für koronare Herzkrankheit?

Brustkrebs ist mit großem Abstand die häufigste Krebserkrankung bei Frauen, rund 30,5 % der auftretenden Krebsarten sind Brustkrebs. Eine häufige und gute Behandlungsmethode ist die Strahlentherapie. Allerdings hat jetzt eine Studie nahegelegt, dass eine Bestrahlung eines linksseitigen Brustkrebses Folgen für das Herz haben kann. Ein Nachteil der Strahlentherapie ist, dass durch die Bestrahlung strahlensensibles Gewebe geschädigt wird, wozu auch die Koronararterien des Herzens gehören. Dementsprechend könne eine Bestrahlung das Risiko für eine koronare Herzkrankheit erhöhen.

Im Rahmen der „Women’s Environmental Cancer and Radiation Epidemiology Study“ wurden 972 Frauen befragt, die bei der Brustkrebsbehandlung und -diagnose zwischen 1985 und 2008 jünger als 55 Jahre waren. Die Behandlung hatte bei diesen Patientinnen Erfolg, wodurch zum einen ihre Lebenswartung höher war, zum anderen dadurch aber auch Langzeitfolgen der Strahlentherapie eher zu beobachten waren.

Linksseitige Strahlentherapie führt eher zur koronaren Herzkrankheit

Von den 506 Frauen, die einen herzseitigen Brustkrebs hatten, erkrankten bei einer durchschnittlichen Beobachtungszeit von 14 Jahren 32 Frauen an einer koronaren Herzkrankheit, bei den 466 Frauen mit rechtsseitigem Brustkrebs hingegen nur 14. Dasselbe Bild zeigt sich bei Frauen, die bereits zwischen 25 und 39 Jahren die Brustkrebsdiagnose bekamen: bei linksseitigem Krebs erkrankten nach der Bestrahlungstherapie 5,9 %, während es keinen Fall bei rechtsseitigem Brustkrebs gab. Dieser „Trend“ zeigt sich auch im höheren Alter, zwischen 40–54 Jahren betrug die Inzidenz der koronaren Herzkrankheit 18,7 % für die linke Seite, während die Inzidenz für die rechte Seite lediglich 6,8 % betrug.

Die Forscher*innen verweisen nochmals auf dieses Risiko, zeigen aber auch, dass die Strahlen mittlerweile immer besser auf den Tumor fokussiert werden können, wodurch weniger anderes Gewebe betroffen ist. Dadurch würde die Bestrahlungstherapie immer sicherer.

Quelle: Lauren E. Carlson u. a. (2021): Coronary Artery Disease in Young Women After Radiation Therapy for Breast Cancer: The WECARE Study. In: JACC: CardioOncology 3/3, S. 381–392.

Forschungsübersicht zu koronaren Herzkrankheit

Stand unserer Recherchen 2021

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In dieser Forschungstabelle möchten wir Ihnen einen Überblick über die aktuelle Studienlage zum Thema KHK geben, damit Sie sich selbst einen Eindruck über die derzeitige Forschungssituation machen können. Selbstverständlich erheben wir aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern können hier nur einen kleinen Einblick geben. Die Tabelle zeigt, welche Supplemente möglicherweise Einfluss auf die KHK haben können.

Supplemente koronare Herzkrankheit KHK Strahlentherapie Forschung Studien

Studienauswahl


In der linken Spalte finden Sie den Evidenzgrad. Der Evidenzgrad zeigt an, welche Qualität die analysierten Studien haben. Man könnte sagen: Je höher der Evidenzgrad desto aussagekräftiger ist auch das Studienergebnis. In der zweiten Spalte finden Sie das Organ, das Körperteil, den Vorgang im Körper usw., für den die jeweilige Stoffwirkung untersucht wurde. Möglich ist auch der umgekehrte Fall, dass in der zweiten Spalte ein Supplement aufgelistet wird. Wie stark die Wirkung dieses Stoffes von der Forschung eingeschätzt wird, zeigt die dritte Spalte. In der vierten Spalte zeigen wir Ihnen, wie viele Studien wir uns für Sie angeschaut haben. In der letzten Spalte geben wir Ihnen noch kurze Anmerkungen mit auf dem Weg, damit Sie die Studienlage etwas besser einschätzen können.

Abschließend möchten wir noch darauf aufmerksam machen, dass Wissenschaft und Forschung ständigem Wandel unterliegen. Neue Erkenntnisse können bspw. eine Überarbeitung bestehender Leitlinien erfordern und medizinische Behandlungsmaßnahmen verändern. Wir versuchen mit unseren Artikeln, Sie auf dem neuesten Stand der Forschung zu halten und geben die wichtigsten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen wertungsfrei wider. Im Folgenden finden Sie außerdem noch eine Auswahl der Studien, die wir für Sie analysiert haben. Gerne können Sie sich diese Studien selbst ansehen.

Jasleen K. Duggal u. a. (2010): Effect of Niacin Therapy on Cardiovascular Outcomes in Patients With Coronary Artery Disease. In: Journal of Cardiovascular Pharmacology and Therapeutics 15/2, S. 158–166.

Michael Bebenek u. a. (2010): Effect of exercise and Cimicifuga racemosa (CR BNO 1055) on bone mineral density, 10-year coronary heart disease risk, and menopausal complaints: the randomized controlled Training and Cimicifuga racemosa Erlangen (TRACE) study. In: Menopause 17/4, S. 791–800.

Vijay Kunadian u. a. (2014): Vitamin D deficiency and coronary artery disease: a review of the evidence. In: American Heart Journal 167/3, S. 283–291.

S. Saboori u. a. (2016): Beneficial effects of omega-3 and vitamin E coadministration on gene expression of SIRT1 and PGC1α and serum antioxidant enzymes in patients with coronary artery disease. In: Nutrition, Metabolism, and Cardiovascular Diseases 26/6, S. 489–494.

Tawar Qaradakhi u. a. (2020): The Anti-Inflammatory Effect of Taurine on Cardiovascular Disease. In: Nutrients 12/9, S. 2847.
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