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Was macht ein Orthopäde?

Auf einen Blick: Der Orthopäde

Was ist ein Orthopäde?

  • ein Facharzt, der sich auf Diagnose und Therapie rund um den Bewegungs- und Stützapparat des menschlichen Körper spezialisiert hat

Welche Methoden kommen dabei typischerweise zum Einsatz?

  • Sonographie (Ultraschall)
  • Magnetresonanztomographie (MRT)
  • Computertomographie (CT)
  • Röntgen

Wann wird er typischerweise benötigt?

Von Medizinern geprüft und nach besten wissenschaftlichen Standards verfasst

Dieser Text wurde gemäß medizinischer Fachliteratur, aktuellen Leitlinien und Studien erstellt und von einem Mediziner vor Veröffentlichung geprüft.

Quellen ansehen
Ein Orthopäde ist ein Facharzt für die Diagnose und Behandlung von Beschwerden und Fehlbildungen des Stütz- und Bewegungsapparates. Dazu zählen beispielsweise Erkrankungen wie Arthrose, aber auch Verstauchungen, Verrenkungen und Knochenbrüche. Internisten können als niedergelassene Fachärzte, aber auch in Kliniken oder der Forschung tätig sein. Mehr zum Beruf des Orthopäden, Beschwerden aus dem Fachbereich der Orthopädie sowie deren Diagnostik erfahren Sie im folgenden Artikel.

Was ist Orthopädie?

Die Orthopädie als medizinisches Fachgebiet befasst sich mit dem Bewegungs- und Stützapparat, genauer gesagt mit dessen Aufbau und Funktion. Außerdem mit der Vorbeugung, Diagnose und Behandlung von Verletzungen und chronischen Erkrankungen der besagten Apparate. Dazu gehört auch die Rehabilitation nach entsprechenden Erkrankungen. Auch die Behandlung angeborene Fehlbildungen des Bewegungs- und Stützapparates gehört zum Fachgebiet der Orthopädie.
Zum Stütz- und Bewegungsapparat gehören:

  • Knochen
  • Sehnen
  • Muskeln
  • Gelenke
  • Nerven
  • Bänder
  • Gefäße

Fachgebiete, die an die Orthopädie angrenzen sind die Sportmedizin und die Unfallchirurgie. Der Fachbereich der Unfallchirurgie liegt der Orthopädie so nahe, dass Fachärzte für Orthopädie zugleich Fachärzte für Unfallchirurgie sind, die beiden Fachgebiete wurden 2005 zusammengelegt.

Gut zu wissen!
Der Begriff ‚Orthopädie‘ stammt aus dem Jahr 1741, geprägt wurde er von dem französischen Arzt Nicolas Andry. Das Wort lässt sich vom Altgriechischen für „aufrecht, richtig“ und „Kindererziehung“ ableiten. Seit seiner Einführung hat es jedoch einen starken Bedeutungswandel durchgemacht.

Was ist ein Orthopäde?

Ein Orthopäde ist ein Facharzt, der sich auf Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates spezialisiert hat, auf ihre Vorbeugung, Diagnose und Behandlung. Zu seinem Fachgebiet gehört auch die Rehabilitation dieser Erkrankungen.

Wie für jede ärztliche Disziplin muss auch für den Beruf des Orthopäden zunächst das 6-jährige Medizinstudium absolviert werden. Nach dem Grundstudium dauert das Facharztstudium zum Orthopäden weitere sechs Jahre, die als Assistenzarzt verbracht werden. Diese teilen sich auf in zwei Jahre, in denen er zunächst zum Chirurg ausgebildet wird. Davon fällt ein halbes Jahr auf die Ausbildung in der Notaufnahme, ein halbes Jahr auf Intensivmedizin und ein Jahr auf Chirurgie). Im Anschluss folgt die Facharztausbildung zum Orthopäden und Unfallchirurgen.

Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie können in Krankenhäusern und Hochschulkliniken sowie in Facharztpraxen oder der medizinischen Forschung und Lehre tätig sein.

Welche Krankheiten fallen in den Bereich eines Orthopäden?

Der Stütz- und Bewegungsapparat umfasst eine Vielzahl von Strukturen im menschlichen Körper. Entsprechend weitreichend ist auch die Bandbreite der Erkrankungen, die in den Fachbereich eines Orthopäden fallen. Dazu zählen sowohl akute Erkrankungen und Verletzungen, wie auch chronische Leiden. Beispielsweise diese:

  • Arthrose: Eine auf Abnutzung beruhende, chronische und degenerative Erkrankung der Gelenke
  • Verstauchungen: So nennt man Verletzung oder sog. ‚Distorsion‘ (Verdrehung) eines Gelenkes, die durch einen Riss, eine Überdehnung oder eine Zerrung der Bänder hervorgerufen wird.
  • Bänder-, Sehnen- und Muskelrisse: Vollständige oder teilweise Risse der jeweiligen Gewebsstruktur
  • Hüftdysplasien: Dies bezeichnet eine angeborene oder erworbene Fehlstellung oder Fehlbildung der Hüftgelenkpfanne
  • Osteoporose: Eine Erkrankung der Knochen, die stoffwechselbedingt ist und mit dem Abbau von Knochensubstanz einhergeht
  • Fußdeformitäten: z.B. der Spitz- und Spreizfuß
  • Fersensporn: Hiervon spricht man bei einem knöchernen, meist sehr schmerzhaften Sporn am Fersenbein (der kurze Knochen der Fußwurzel)
  • Skoliose: Eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule
  • Frakturen: Dies sind Knochenbrüche, wie der Schlüsselbeinbruch
  • Allgemeine Problematiken und Erkrankungen des Rückens
  • wie etwa Bandscheibenvorfall oder Hexenschuss

„Bekanntestes Krankheitsbild, mit dem Patienten einen Orthopäden aufsuchen, sind die Rückenbeschwerden. Doch der Orthopäde kümmert sich um alle Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats, sein Fachgebiet umfasst also noch viel mehr.“ — Dr. Dr. Tobias Weigl

Neues aus der Forschung

Bei Erwachsenen sind Rückenschmerzen die zweithäufigste Ursache für Krankschreibungen, so ein Bericht der Techniker Krankenkasse. Doch nicht nur Erwachsene sind von Rückenschmerzen betroffen. Sondern auch Kinder und Jugendliche leiden immer mehr darunter. Laut einer Studie des Robert-Koch-Institutes haben 1/3 der 11 bis 17-Jährigen angegeben, in den letzten Monaten an Rückenschmerzen gelitten zu haben. Dies betonte die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) zum Tag der Rückengesundheit am 15. März 2019.

Warum leiden so viele Jugendliche an Rückenschmerzen?

Die Gründe für die auffallend häufigen Rückenschmerzen bei Kindern und Jugendlichen vermuten Ärzte in einer simplen Ursache: Zu wenig Bewegung. Kinder in Deutschland bewegen sich deutlich weniger als Gleichaltrige in vielen anderen Ländern, wie eine weltweite Studie der Active Healthy Kids Global Alliance schon 2018 feststellte. Durch die nicht ausreichende Bewegung kommt es bei Kindern und Jugendlichen zu einer zu schwachen Ausbildung der Muskeln, die für die korrekte Haltung wichtig sind. Daraus resultieren Fehlhaltungen und Schmerzen. Ärzte fordern hier die Eltern auf, den Kindern in puncto Bewegung ein Vorbild zu sein und im Alltag Raum für Bewegung zu schaffen, sei es durch den Weg zu Fuß oder mit dem Rad zu Schule oder Kindergarten oder der Zeit für aktives Spiel oder Sport.
Quelle: rme/aerzteblatt.de (2019): Rückenschmerzen auch bei Jugendlichen weit verbreitet. Bundesärztekammer und Kassenärztliche Bundesvereinigung.

Haben Sie auch schon einmal einen Orthopäden aufgesucht? Welche Art von Erkrankung wurde behandelt (Mehrfachnennungen möglich)? Damit helfen Sie anderen Lesern, ihre Beschwerden besser einzuschätzen.

Exkurs: Arthrose

Unter Arthrose versteht man eine degenerative Erkrankung eines Gelenks. Diese Erkrankung ist nicht entzündlich. Nach der Zerstörung der Knorpelschicht eines Gelenks und den damit einhergehenden Veränderungen am Knochen bezeichnet man den Zustand als Arthrose. Daraus resultiert ein starker Gelenkverschleiß, welcher die Bewegungsfreiheit der Betroffenen stark einschränkt. Die Arthrose ist die häufigste Erkrankung der Gelenke.
Die am häufigsten von einer Arthrose betroffenen Gelenke sind die Hüfte, das Knie, das Schultergelenk, die Wirbelsäule, das Daumensattelgelenk und das Ellbogengelenk.

Ursachen der Arthrose

Ursachen für Arthrose sind:

  • hohes Alter
  • familiäre Veranlagung
  • Überbelastung (bspw. durch Übergewicht, eine Gelenkfehlstellung oder einen schlechten Gelenkzustand in Folge eines Bruches)

Betroffen von Beschwerden im Zusammenhang mit Arthrose sind deutschlandweit ca. 5 Millionen Menschen. Da Arthrose eine typische Alterserkrankung ist, nimmt das Risiko einer Arthrose mit dem Alter zu. Frauen sind dabei häufiger betroffen als Männer, insbesondere Frauen über 50, bzw. 60 Jahren. Die Hüftgelenkarthrose allerdings betrifft beide Geschlechter im gleichen Maß.

Welche Symptome sind typisch für eine Arthrose?

Die Symptome einer Arthrose bauen sich teilweise über Jahre auf:

  • Im Anfangsstadium Ermüdungs- oder Steifigkeitsgefühle (Spontan oder im Anschluss an die bewusste Schonung des Gelenkes)
  • Anlaufschmerz (also Schmerzen nach einer Ruhephase)
  • Belastungs- oder Ermüdungsschmerz
  • Akut-schmerzhafte Phasen
  • Schwellung
  • Überwärmung
  • Rötung
  • Spannungsgefühle
  • Wetterfühligkeit und erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Kälte und Nässe
  • Dauerhafte Schmerzen
  • Gelenkgeräusche
  • Chronische Steifheit und Instabilität, was zur Unbeweglichkeit führt

Zur Diagnose einer Arthrose werden sowohl Anamnese, als auch klinische Untersuchung und bildgebende Verfahren eingesetzt. Zur Feststellung des Krankheitsgrades sind insbesondere Röntgenbilder wichtig. Auch Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) können zu Rate gezogen werden.

Arthrose ist bislang nicht heilbar, die Therapie setzt daher vor allem auf die Schmerzlinderung. Weiteres Ziel der Therapie ist es, die Gelenke so lange wie möglich funktionstüchtig zu erhalten.

Mehr Informationen zu Arthrose finden Sie in diesem Video

Was genau ist eigentlich Arthrose und wie entsteht sie? Viele Informationen über Arthrose liefert Dr. Dr. Tobias Weigl in diesem Video.

Die Arthrose-Lüge – Kann man Arthrose heilen? Entstehung Knorpelschaden, Arthrose Therapie verstehen

Weitere Informationen zum Thema Arthrose, Symptomen, Diagnose und Behandlung lesen Sie in diesem Artikel.

Fakten-Box

Orthopädie

  • Das Fachgebiet der Vorbeugung, Diagnose und Behandlungen von Erkrankungen und Fehlstellungen des Stütz- und Bewegungsapparates
  • Fällt zusammen mit dem Fachgebiet der Unfallchirurgie, nahe verwandt mit der Sportmedizin
  • Breites Gebiet an Erkrankungen

Körperstrukturen, die zum Stütz- und Bewegungsapparat gehören und deren Erkrankungen somit in das Fachgebiet eines Orthopäden fallen, sind:

  • Bänder
  • Gefäße
  • Nerven
  • Sehnen
  • Knochen
  • Muskeln
  • Gelenke

Was tut der Orthopäde? Teil 1: Die Diagnose

Zum Beginn der orthopädischen Diagnostik steht die Anamnese, also das Gespräch zwischen Arzt und Patient. Darin werden wichtige Informationen erfragt, indem Fragen gestellt werden, wie etwa:

  • Welche Beschwerden haben Sie?
  • Seit wann leiden Sie an diesen Beschwerden? Gab es, bei Rückenschmerzen beispielsweise, eine bestimmte Situation, eine Bewegung oder Ähnliches, nach der diese auftraten?
  • Hatten Sie schon einmal ähnliche Beschwerden? (Sind diese also wiederkehrend?)
  • Gibt es Vorerkrankungen?
  • Gibt es ähnliche Erkrankungen oder Fehlstellungen in Ihrer Familie?
  • Nehmen Sie Medikamente ein? Beispielsweise Schmerzmittel oder Blutverdünner?

körperliche Untersuchungen

Im Anschluss erfolgt eine körperliche Untersuchung. Bei dieser achtet der Orthopäde auf:

  • Die Beweglichkeit: Sind Sie in Ihrer Beweglichkeit eingeschränkt? Können Sie beispielsweise den Kopf nicht nach links drehen?
  • Die Haltung: Stehen Sie beispielsweise gerade oder ziehen Sie die Schultern in eine Schutzhaltung nach vorne oder oben?
  • Prüfung des Gangbildes: Diese ähnelt der Prüfung der Haltung, Sie laufen einige Schritte durch das Behandlungszimmer und der Orthopäde achtet dabei darauf, ob Sie beim Laufen eine Schonhaltung einnehmen. Er guckt sich aber auch an, wie Sie die Füße abrollen etc.
  • Die Form: Dazu zählt beispielsweise die Form der Wirbelsäule: ist die Taille symmetrisch, steht das Becken gerade, usw. All das kann Aufschluss über den korrekten oder fehlerhaften Stand der Wirbelsäule geben.
    Zu der körperlichen Untersuchung gehört auch eine Tastuntersuchung. Diese besteht beispielsweise darin, dass der Orthopäde die Dornfortsatzreihe (der Dornfortsatz ist der nach hinten gerichtete Fortsatzteil eines Wirbels) abtastet. Damit kann er Abweichungen der Wirbel feststellen. Auch die Muskulatur wird einer Prüfung unterzogen. Dadurch werden beispielsweise Verspannungen oder Schmerzen der Muskeln festgestellt.

Zur Prüfung der Beweglichkeit und der Nerven gibt es unterschiedliche Testmethoden, je nach vermutetem Krankheitsbild. Dabei liegen Sie entweder auf einer Liege auf dem Rücken oder stehen im Raum. Der Orthopäde wird dann Teile Ihres Körpers bewegen: Beispielsweise im Liegen Ihr Bein anheben oder im Stehen Ihren Rücken vorbeugen oder schwingende Bewegungen mit Ihrem Oberkörper anleiten. Dadurch wird die Beweglichkeit und zudem die Dehnung von Nerven getestet. Dies gibt Aufschluss über Ihre Erkrankung.

Bildgebende Verfahren

Zur Weiteren Abklärung Ihrer Beschwerden kann der Orthopäde auch auf bildgebende Verfahren zurückgreifen. Diese können damit beispielsweise ein konkretes Bild Ihrer Wirbelsäule geben, sodass Fehlstellungen oder Verletzungen sicher festgestellt werden können. Dies bildet die Grundlage einer optimalen Behandlung. Bildgebende Verfahren, die der Orthopäde einsetzt, sind:

  • Sonographie (Ultraschall)
  • Röntgen
  • Computertomographie (CT)
  • Magnetresonanztomographie (MRT)

Unter Umständen kann der Orthopäde Sie zur Durchführung eines bildgebenden Diagnostikverfahrens auch an einen Radiologen überweisen. Der Radiologe als Facharzt ist auf die Durchführung solcher Diagnostikmittel spezialisiert und wird die Befunde im Anschluss an die Untersuchung direkt an Ihren Orthopäden übermitteln. Mehr über die Aufgaben eines Radiologen erfahren Sie in folgendem Artikel.

Mehr Informationen zu dem bildgebenden Verfahren Magnetresonanztomographie im Zusammenhang zum Bandscheibenvorfall finden Sie in diesem Video

In diesem Beitrag erörtert Dr. Tobias Weigl gemeinsam mit Radiologe Dr. Schlolaut die Befundung eines Bandscheibenvorfalls. Zudem erläutern sie an Hand von MRT-Aufnahmen, wie der Befund eines Bandscheibenvorfalls mit Hilfe der Bildgebung ausgeschlossen werden kann.

Eigenen Bandscheibenvorfall im MRT (Röhre) erkennen & Merkmale wissen – Hilfe bei d Selbstbefundung

Was tut der Orthopäde? Teil 2: Die Behandlung

Die Behandlungsstrategien des Orthopäden richten sich selbstverständlich nach der jeweiligen Grunderkrankung. Da diese eine weite Bandbreite abdecken, ist es schwer, generalisierte Behandlungsmethoden darzustellen. Allgemein kann man jedoch sagen, dass der Orthopäde zwei Möglichkeiten hat:

  • Konservative Behandlungen
  • Operative Verfahren

Zu den operativen Maßnahmen wird der Orthopäde nur greifen, wenn sie zwingend erforderlich sind. Etwa wenn konservative Behandlungsmethoden keine Wirkung zeigen oder ein akuter Notfall vorliegt.

Zu den konservativen Behandlungen zähen sowohl die Gabe von Salben und anderen Medikamenten als auch physikalische und physiotherapeutische Verfahren. Diese können zum einen Beschwerden lindern, zum anderen aber auch eine Schonhaltung abtrainieren und sowie (Folge-)Krankheiten vorbeugen.

Exkurs: Physiotherapie

Physiotherapie war früher vor allem unter dem Namen ‚Krankengymnastik‘ bekannt. Sie ist ein ärztlich verordnetes Heilmittel, das Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit behandeln soll. Eine Physiotherapie kann vom Arzt verordnet werden, wenn Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, des Nervensystems oder der inneren Organe (also etwa Asthma, oder auch Morbus Crohn) vorliegen. Zum Bereich der Physiotherapie gehören jedoch nicht nur Massagen, sondern beispielsweise auch manuelle Lymphdrainagen zur Behandlung von Ödemen. Hauptinhalt der Physiotherapie bleiben jedoch krankengymnastische Übungen und physikalische Maßnahmen.

Mehr Informationen zur physiotherapeutischen Perspektive der Therapie einer Hüftarthrose finden Sie in diesem Video

Was ist eine Hüftarthrose genau? Wie verläuft die Therapie und welche Übungen können Betroffene durchführen? Diese und andere Fragen erörtert Schmerzexperte Dr. Dr. Tobias Weigl gemeinsam mit Physiotherapeut Jerry Panten in diesem Video.

Hüftschmerzen ⚡ Was tun bei Hüftarthrose? Therapie & Übungen bei Coxarthrose ✔ Schmerz lösen #4

Eine Physiotherapie kann nach akuter Schädigung im Krankenhaus durchgeführt werden, oder ebenfalls stationär in einem Reha-Zentrum. Eine ambulante Physiotherapie kann in einer Praxis für Physiotherapie absolviert werden. Für Patienten, die in ihrer Mobilität stark eingeschränkt sind, gibt es die Möglichkeit, Hausbesuche eines Physiotherapeuten in Anspruch zu nehmen.
Mehr zu genetischen Ursachen von Brustkrebs, seiner Diagnose und Therapie lesen Sie in diesem Artikel.

Häufige Patientenfragen

Brauche ich eine Überweisung, wenn ich einen Orthopäden aufsuche?

Dr. Dr. T. Weigl
Nein, Sie brauchen nicht zwingend eine Überweisung. Wenn sie zuvor Ihren Hausarzt aufsuchen, können Sie sich durchaus eine ausstellen lassen. Vielleicht hat Ihr Hausarzt auch gleich eine Empfehlung parat, zu welchem Orthopäden Sie gehen können. Das ist insbesondere dann hilfreich, wenn Sie zuvor noch nie bei einem Orthopäden waren. Doch wenn Sie unter akuten Beschwerden leiden können Sie auch ohne eine Überweisung gleich zum Orthopäden gehen. Viele Orthopäden sind jedoch sehr ausgebucht. Allerdings bieten viele zu gewissen Zeiten eine Notfallsprechstunde für akute Fälle an. Erkundigen Sie sich am besten danach.

Ist ein Orthopäde dasselbe wie ein Radiologe?

Dr. Dr. T. Weigl
Nein. Ein Orthopäde beschäftigt sich spezialisiert mit Erkrankungen, Fehlstellungen und Fehlbildungen des Stütz- und Bewegungsapparates. Das bedeutet, er diagnostiziert solche Erkrankung wie Arthrose, Fehlstellungen der Wirbelsäule, Verrenkungen, Bänder- und Sehnenrisse, Hexenschuss, und vieles mehr. Auch die anschließende Behandlung dieser Erkrankungen gehört zu seinem Aufgabengebiet. Der Radiologe dagegen ist auf bildgebende Verfahren spezialisiert. Er fertigt auf Überweisung eines Facharztes beispielsweise Röntgenbilder oder Computertomographiebilder an. Außerdem stellt er aufgrund der Bildgebung auch eine Diagnose, die er als Expertenmeinung dann an den entsprechenden Facharzt übermittelt. Es kann also gut sein, dass Ihr Orthopäde Sie zur Abklärung eines Befundes an einen Radiologen überweist. Dieser führt dann das vom Orthopäden vorgeschlagene bildgebende Verfahren durch und übermittelt seinen Befund dann an Ihren Orthopäden. Der wird dann Ihre Diagnose mit Ihnen besprechen und die weitere Behandlung besprechen und veranlassen.

Typisches Patientenbeispiel

Eugen ist auf dem Weg zum Arzt. Seit einigen Tagen leidet er unter so starken Rückenschmerzen, dass er kaum weiß wie er sitzen oder nachts liegen soll. Selbst mit Schmerzmitteln kann er sich kaum auf seine Arbeit konzentrieren. Seine Frau Marina hat ihm schon längst empfohlen, einen Arzt aufzusuchen, doch Eugen will nicht wegen jedem Zipperlein zum Doktor rennen. Vielleicht hat er sich im Schlaf nur ein wenig verlegen. Doch die Schmerzen gingen nicht weg, sodass es den Arzt nun doch ausucht. Also hat er heute Morgen zähneknirschend auf der Arbeit angerufen. „Aber zu welchem Arzt soll ich denn gehen? Macht sowas der Hausarzt?“, hat er ratlos Marina gefragt. „Nein nein, damit gehst du direkt zum Orthopäden“, meinte sie. Also hat sich Eugen die Adresse ihres Orthopäden geben lassen und sich auf den Weg gemacht, auch wenn er gar nicht so genau weiß, was ein Orthopäde eigentlich ist und tut…

Eugen kommt gerade wieder zu Hause an. Der Besuch beim Orthopäden hat ihm einiges gebracht. Der Arzt hat an ihm eine Blockade der Brustwirbel festgestellt. Die kommt vermutlich tatsächlich daher, dass er sich im Schlaf irgendwie verlegen hat. Außerdem hat der Arzt Eugen darauf aufmerksam gemacht, dass es gut wäre, stärkende Übungen für seine Rückenmuskeln zu tun. Sein Job am Schreibtisch ist da wenig hilfreich. Eugen hat es zwar nicht gerne gehört hat, dass der Arzt seine Rückenmuskulatur bemängelt hat. Aber er muss doch zugeben, dass er viel weniger Sport macht, als er eigentlich gerne würde. Der Arzt hat Eugen daher zu Physiotherapie geraten, um genau diese belasteten Muskeln zu stärken.

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Haben auch Sie Erfahrungen mit Orthopäden? Haben Sie noch Fragen dazu, was ein Orthopäde macht? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion unten für den Austausch untereinander und mit uns!

Die hier beschriebenen Punkte (Krankheit, Beschwerden, Diagnostik, Therapie, Komplikationen etc.) erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es wird genannt, was der Autor als wichtig und erwähnenswert erachtet. Ein Arztbesuch wird durch die hier genannten Informationen keinesfalls ersetzt.

Autoren: Dr. Tobias Weigl und Sarah Sodke
Lektorat: Christopher Keck
Veröffentlicht: 24.08.2019

Quellen

  • Banaure et al. (2007): Innere Medizin. Springer-Verlag, Heidelberg.
  • Jean-Louis Dumas (2015): Physiotherapie – nicht-medikamentös gegen Arthrose.
  • Herold et al. (2012): Innere Medizin. Eigenverlag.
  • Jackson (2005): CT, MRT, Ultraschall auf einen Blick. Urban & Fischer.
  • M. A. Rauschmann, K. D. Thomann (2000): 200 Jahre Orthopädie. Bilder aus der Vergangenheit. In: Der Orthopäde. Springer-Verlag. Berlin Heidelberg.
  • rme/aerzteblatt.de (2019): Rückenschmerzen auch bei Jugendlichen weit verbreitet.
  • rme/aerzteblatt.de (2018): Kinder in Deutschland bewegen sich weniger als Gleichaltrige in anderen Ländern.
  • Ruchholtz und Wirtz (2013), Orthopädie und Unfallchirurgie, 2., Auflage.
[Gesamt:2    Durchschnitt: 5/5]
1 Kommentar
  • Ulrike Bertrand
    05.09.2019 16:29

    Interessant zu erfahren, was genau im Aufgabenbereich eines Orthopäden liegt. Ich hatte neulich einen Freund, der nach einem kleineren Unfall Probleme mit der Beweglichkeit seiner rechten Hand hatte. Nachdem er eine Weile beim Orthopäden war und sich von diesem behandeln lassen hat, kam er wieder zurück auf den Damm und steht seither wieder mit beiden Beinen im Leben!

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