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Brustvergrößerung – welche Möglichkeiten gibt es? Kosten?

Auf einen Blick – Brustvergrößerung

Wofür eine Brustvergrößerung?

  • meist aus ästhetischen Gründen
  • meist mit Implantaten
  • möglich ist auch Eigenfett

Welche Risiken gibt es?

  • gilt als unkomplizierter Eingriff
  • Nachblutungen, Wundheilungsstörungen (wie bei jeder OP)
  • verhärtende Kapselbildung
  • selten: Riss des Implantats

Wie viel kostet eine Brustvergrößerung?

  • ab ca. 5.500 €
  • Krankenkassen übernehmen die Kosten meist nicht
  • mögliche Folgekosten bei Komplikationen beachten

Von Medizinern geprüft und nach besten wissenschaftlichen Standards verfasst

Dieser Text wurde gemäß medizinischer Fachliteratur, aktuellen Leitlinien und Studien erstellt und von einem Mediziner vor Veröffentlichung geprüft.

Quellen ansehen
Schönheitsoperationen sind ein Trend: allein 2019 wurden weltweit ca. 25 Millionen Schönheitsoperationen durchgeführt, Tendenz steigend. Neben der Fettabsaugung und der Lidstraffung ist die Brustvergrößerung der häufigste Eingriff – laut der „International Society of Aesthetic Plastic Surgery“ lassen sich jährlich etwa 1,6 Millionen Frauen die Brüste vergrößern. Doch welche Gründe gibt es überhaupt dafür, sich die Brüste vergrößern zu lassen? Übernimmt die Krankenkasse Kosten, welche Risiken gibt es? Das und mehr erfahren Sie im folgenden Artikel!

Was passiert bei einer Brustvergrößerung?

Bei einer Brustvergrößerung – im Fachjargon auch „Mamma-Augmentation“ genannt – wird die Brust durch Implantate oder Eigengewebe vergrößert. Unabhängig von der Methode ist es das Ziel, eine größere, aber zum Gesamtkörperbild passende Brust zu gestalten. Je nachdem, wie Ihre persönlichen Vorstellungen aussehen, werden Sie gemeinsam mit dem Chirurgen/der Chirurgin die für Sie passende Methode erörtern. Die Eingriffe werden u. a. in Kliniken für Plastische Chirurgie, z. B. der Brustvergrößerung Dortmund, vorgenommen.

Implantate zur Brustvergrößerung

Implantate sind diejenige Methode, die am häufigsten zur Brustvergrößerung verwendet werden. Implantate haben den Vorteil, dass man genauer planen kann, welchen Umfang die Vergrößerung haben soll und die Vergrößerung langfristig stabil bleibt. Je nach Körperbau, der gewünschten Formung und anderen Gesichtspunkten wird aus den vielen verschiedenen Implantaten das passende ausgewählt. In der Regel besteht die Hülle des Implantats aus Silikonkautschuk, im inneren befindet sich eine Silikongel-Füllung. Möglich ist auch eine Kochsalzlösung.

Eigenfett zur Brustvergrößerung

Wenngleich Implantate noch deutlich häufiger eingesetzt werden, hat sich die Brustvergrößerung mit Eigenfett zu einer ernsthaften Alternative entwickelt – zumindest in bestimmten Fällen. Die Methode kann u. a. dann verwendet werden, wenn die Patientin eine nicht allzu umfangreiche Brustvergrößerung wünscht oder kein Fremdmaterial in ihrer Brust tragen möchte. Voraussetzung für einen solchen Eingriff ist aber, dass die Patientin über ausreichende Fettdepots im Bereich des Bauchs, des Pos oder der Hüfte verfügt.

tägliches laufen

Welche Gründe gibt es für eine Brustvergrößerung?

Die Brustvergrößerung wird in den meisten Fällen aus ästhetischen Gründen durchgeführt und hängt teilweise auch mit unseren heutigen Schönheitsidealen zusammen. Eine zu flache oder zu kleine Brust kann das Selbstwertgefühl von Frauen mindern und das Lebensgefühl einschränken. Aber auch weniger Brustvolumen nach einer Schwangerschaft oder eine ungleiche Ausrichtung der Brüste können u. U. als störend oder belastend empfunden werden. Durchschnittlich sind die Frauen, die sich für einen solchen Eingriff entscheiden, 41,4 Jahre alt, wobei der größte Anteil auf Frauen im Alter zwischen 18–30 Jahre entfällt. Nur in eher seltenen Fällen hat eine Brustvergrößerung einen rein medizinischen Hintergrund.

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Werden die Kosten einer Brustvergrößerung übernommen?

Grundsätzlich ist es wichtig für Sie zu wissen, dass gesetzliche Krankenkassen keine Kosten übernehmen für Operationen, die aus medizinischer Sicht nicht notwendig sind. Bei einer Brustvergrößerung fallen ca. 5.500–10.000 € an, je nach Eingriff und Implantat. Wichtig ist außerdem, dass u. U. nach einer OP weitere Eingriffe nötig sind und erneut Kosten verursachen. Treten nach einer solchen OP Komplikationen auf, die behandelt werden müssen, wird Ihre gesetzliche Krankenkasse Sie an den Kosten beteiligen. Das Krankengeld, dass Ihnen sonst ausgezahlt würde, wird während der Behandlungsdauer entweder nicht oder nur teilweise ausgezahlt oder zurückgefordert. Es ist daher dringend zu empfehlen, dass Sie sich vor der Operation von Ihrer Krankenkasse hinsichtlich der Kosten beraten lassen.

Sinnvoll kann deshalb auch eine Folgekostenversicherung sein, bei der solche Kosten abgedeckt werden. Auch hier sollten Sie genauesten prüfen, welche Behandlungen von Komplikationen abgedeckt werden – wird nur die Behandlung einer schlechten Wunderheilung bezahlt oder u. U. nötige Korrekturen? Fragen Sie deshalb auch bei Ihrem Beratungsgespräch mit dem Facharzt/der Fachärztin nach, welche Kosten möglicherweise auftreten könnten. Nehmen Sie sich genug Zeit, um sich über alle Aspekte in Ruhe zu informieren.

„Nehmen Sie sich die Zeit dafür und informieren Sie sich ausführlich über mögliche Kostenpunkte, um bösen Überraschungen vorzubeugen!“
— Dr. Dr. Tobias Weigl

Wie läuft eine Brustvergrößerung ab?

Bevor es einen operativen Eingriff gibt, werden Sie in einem ausführlichen Beratungsgespräch mit einem Facharzt/einer Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie über den Eingriff, Kosten, mögliche Risiken u.v.m. im Detail aufgeklärt. Ebenso besprechen Sie gemeinsam, welche Gründe es für Ihre Brustvergrößerung gibt, ob körperliche Aspekte dagegensprechen und wie Ihre persönlichen Vorstellungen aussehen. Vielen fühlen sich dabei sicherer, wenn Sie nicht allein, sondern mit einer vertrauten Person in dieses Gespräch gehen. Scheuen Sie sich nicht davor, bei jeder noch so kleinen Unsicherheit nachzufragen! Wichtig ist außerdem, dass Sie angeben, ob und welche Medikamente Sie einnehmen, ob Allergien und Vorerkrankungen oder andere gesundheitliche Probleme vorliegen. Damit beugen Sie möglichen Komplikationen nach der OP vor.

U. U. kann es auch sein, dass noch eine Mammographie und eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt wird, um mögliche Gewebeveränderungen feststellen zu können, bevor es zur Operation kommt.

Bei Brustvergrößerungen mit Implantaten gibt es mehrere mögliche Schnitttechniken. Je nachdem erfolgt ein Zugang in die Brust über die Unterbrustfalte, die Brustwarze oder über die Achselregion. Ist dieser Zugang gewährleistet, wird Ihr Chirurg/Ihre Chirurgin eine Aushöhlung bilden, die das Implantat aufnehmen wird. Die spätere Form der Brust nach dem Eingriff kann sowohl von der Art des Implantats als auch durch die Position in der Brust selbst beeinflusst werden: Entweder wird das Implantat hinter dem großen Brustmuskel platziert oder zwischen dem Brustmuskel und der Brustdrüse. Welche Methode sinnvoll ist, wird individuell entschieden. Unabhängig von der Methode ist meist eine Narkose nötig, der Eingriff dauert rund 2 Stunden.

Wird bei einer Brustvergrößerung Eigenfett verwendet, muss zunächst körpereigenes Fett vom Bauch, Po oder der Hüfte abgesaugt werden. Dieses Fett wird entsprechend aufbereitet und unter die Brust und die Brusthaut gespritzt. Das Endergebnis der Operation kann aber erst nach einigen Monaten abschließend beurteilt werden. Das hat u. a. damit zu tun, dass Teile des eingespritzten Fettes vom Körper immer resorbiert, also aufgenommen wird. Deshalb kann u. U. ein weiterer Eingriff nötig sein. Es ist aber wahrscheinlich, dass sich diese Methode zur Brustvergrößerung in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter verbessern wird, sodass die Brustvergrößerungen kalkulierbarer werden.

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Wie sieht die Nachsorge bei einer Brustvergrößerung aus?

Nach der OP werden Sie meist noch 1–3 Tage in der Klinik bleiben. Außerdem kann es nach der Operation für einige wenige Tage zu leichten Schmerzen bekommen. Hinzukommen mehr oder weniger starke Blutergüsse und Schwellungen, die aber prinzipiell bei jeder Operation auftreten (können). Sie erhalten außerdem einen speziellen BH, durch den die behandelte Brust gestützt und die Wundheilung unterstützt werden soll. Die Empfindungen im entsprechenden Brustbereich sollten nach einigen Tagen wieder zurückkehren. Für einige Tage dürfen Sie außerdem nicht duschen, je nachdem, welche Naht- und Verbandtechnik eingesetzt wurde. Bei Problemen sollten Sie unbedingt Ihren Hausarzt/Ihre Hausärztin informieren.

Worauf muss ich nach der OP achten?

Sie sollten in den ersten Wochen nach dem Eingriff nicht auf dem Bauch schlafen und Ihre Arme etwas vorsichtiger bewegen; Vorsicht ist generell bei Sport und sonstigen körperlichen Tätigkeiten angebracht. Meist können Sie nach rund 4–6 Wochen wieder arbeiten. Raucher*innen sollten auf das Rauchen verzichten, um den Heilungsprozess nicht negativ zu beeinflussen. Wichtig ist es außerdem, dass Sie und Ihr Partner behutsam mit Ihren Brüsten umgehen und stärkere Berührungen eher vermeiden. Die Empfindsamkeit der Brust und der Brustwarzen kann sich verändern.

Zu welchen Komplikationen kann es kommen?

Wie bei jeder OP kann es auch bei Brustvergrößerung zu Problemen kommen. Grundsätzlich ist es wichtig, dass Sie sich nach der OP an die Anweisungen des Arztes/der Ärztin halten, um Komplikationen so gut wie möglich vorzubeugen. Zu Infektionen und Blutungen kommt es selten, dadurch können aber breitere Narben auftreten.

Eine v. a. mit Brustvergrößerungen verbundene Komplikation ist die verhärtende Kapselbildung, man spricht von einer „Kapselfibrose“. Normalerweise bildet unser Körper um Fremdkörper eine Hülle, die meist weich ist. Bei einigen Patientinnen kann diese Hülle aber nach einem je individuellen Zeitraum verhärten. Diese Bindegewebshülle formt sich dann in eine Art Halbkugel zusammen, wodurch es möglicherweise zu Deformierungen der Brust kommen kann; möglicherweise ist sogar ein weiterer Eingriff nötig.

Rund 20 % der Patientinnen sind davon betroffen, wobei aber nur bei rund 5 % der Betroffenen das Implantat wieder entfernt werden muss. Es ist auch möglich, dass das Implantat reißt, wofür aber großer Druck nötig ist. Dies kann z. B. bei Autounfällen der Fall sein, ist im Alltag aber ansonsten eher unwahrscheinlich. Bei der Brustvergrößerung mit Eigenfett scheint es bisher zu keinen spezifischen Komplikationen zu kommen.

Aktuelles aus der Forschung: Seltene Tumorerkrankung durch Implantate?

Seit einiger Zeit wird bei Brustvergrößerungen mit Implantaten in seltenen Fällen die Entwicklung einer speziellen Tumorerkrankung, („Anaplastic large-cell lymphoma“ (ALCL), dt. „anaplastisch-großzelliges Lymphom“) beobachtet. Möglicherweise hängt dies u. a. mit einem Bakterienbefall oder bestimmten Implantatoberflächen zusammen, die genauen Hintergründe sind bisher aber noch nicht geklärt. Bis 2018 wurden insgesamt 16 Todesfälle gemeldet. Die Autor*innen einer Review verweisen darauf, dass die Häufigkeit dieser Erkrankung sehr gering ist, weswegen es noch keine ausgereiften Diagnose- und Behandlungsempfehlungen gibt. Hier bedarf es also noch einiges an Forschung.

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Quelle: Julian Kricheldorff et al. (2018): Breast Implant-Associated Lymphoma. The diagnosis and treatment of a new disease entity, in: Deutsches Ärzteblatt International 115, S. 628–635.

Häufige Patientenfragen

Werden die Kosten der OP von meiner Krankenkasse übernommen?

Dr. Dr. T. Weigl
Nein, gesetzliche und private Krankenkassen übernehmen die Kosten einer Brustvergrößerung nicht, da es sich um einen medizinisch nicht notwendigen Eingriff handelt. Sie sollten sich daher unbedingt im Vorfeld informieren, welche Kosten z. B. bei Komplikationen übernommen werden.

Gibt es noch anderen Arten der Brustkorrektur?

Dr. Dr. T. Weigl
Ja, man unterscheidet vier Varianten der Brustkorrektur: eine Bruststraffung, eine Verkleinerung, eine Vergrößerung sowie eine Brustrekonstruktion. Gemeinsam haben alle Eingriffe, dass sie stationär unter Vollnarkose durchgeführt werden und damit einhergehende Risiken mit sich bringen.

Was passiert, wenn es zu Fehlern bei der OP gekommen ist? Was sollte ich tun?

Dr. Dr. T. Weigl
In solchen Fällen sollten Sie sich unbedingt von einem anderen Arzt/einer anderen Ärztin beraten lassen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt zudem, dass Sie keinesfalls eine Verzichterklärung o. Ä. und keine Verträge beim ersten Beratungsgespräch unterzeichnen sollten. Bei seriösen Fachärzt*innen wird dies aber auch nicht passieren. Außerdem haben Sie ein Recht darauf, Einsicht in sämtliche Dokumente, die Sie betreffen, zu erhalten. Im Zweifelsfall ist es immer besser, sich rechtlichen Beistand zu suchen.

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Die hier beschriebenen Punkte (Krankheit, Beschwerden, Diagnostik, Therapie, Komplikationen etc.) erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es wird genannt, was der Autor als wichtig und erwähnenswert erachtet. Ein Arztbesuch wird durch die hier genannten Informationen keinesfalls ersetzt.

Autor: Dr. Dr. Tobias Weigl

Veröffentlicht: 30.08.2022

Quellen

  • Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (Hg.) (2015): Brustvergrößerung, in: dgaepc.de.
  • dpa/aerzteblatt.de (2018): Zahl der Schönheits¬operationen weiter gestiegen, In: aerzteblatt.de.
  • International Society of Aesthetic Plastic Surgery (Hg.): Breast Augmentation, in: isaps.org.
  • Julian Kricheldorff et al. (2018): Breast Implant-Associated Lymphoma. The diagnosis and treatment of a new disease entity, in: Deutsches Ärzteblatt International 115, S. 628–635.
  • Alia Kaderbhai et al. (2021): Breast implants: A guide for general practice, in: Australian Journal of General Practice 50/7, S. 484–490.
  • Rainer Radtke (2022): Statistiken zu Schönheitsoperationen, in: statista.com.
  • Verbraucherzentrale (Hg.) (2021): Schönheitsoperationen und ihre Folgen: Wann sich eine Versicherung lohnt, in: verbraucherzentrale.de.
  • Verbraucherzentrale (Hg.) (2021): Schönheitsoperationen: Krankenkassen übernehmen nur selten die Kosten, in: verbraucherzentrale.de.
  • Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (Hg.): Brustvergrößerung, in: vdaepc.de.
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2 Antworten
  • Kira N.
    12.09.2022 17:38

    Vielen Dank für diesen Beitrag über die Brustvergrößerung. Ich möchte mir schon seit meiner Jugend die Brüste vergrößern lassen und wollte diesen Wunsch nun umsetzen. Gut zu wissen, dass der Eingriff als ungefährlich gilt.

  • Dennis Becker
    07.10.2022 10:50

    Mein Onkel ist derzeit auf der Suche nach einem Zahnarzt für Implantate. Dabei ist es gut zu wissen, dass es auch Brustimplantate gibt. Ich hoffe, dass er einen passenden Anbieter finden wird.

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