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Fingerbruch – so gefährlich ist ein gebrochener Finger!

Auf einen Blick – Fingerbruch

Was ist ein Fingerbruch?

  • Trennung des Fingerknochens durch Krafteinwirkung oder falsche Bewegung
  • zwei oder mehr Knochenteilstücke
  • in schlimmen Fällen Verschiebung der Knochen gegeneinander

Wie erleidet man einen Fingerbruch?

  • Überdehnung
  • Krafteinwirkung von außen (in der Tür klemmen, Sportverletzung)
  • Überbelastung

Symptome (Auszug)

  • Schmerzen
  • Schwellung
  • Bluterguss
  • keine Bewegung mehr möglich
  • Knochen sichtbar aus der Haut ausgetreten, Fehlstellung
  • Reibegeräusche der Knochen

Behandlung (Auszug)

  • Tape-Verband
  • Gips oder Schienenverband
  • komplizierte Brüche müssen erst mit einer Operation gerichtet werden, danach ebenfalls Gips oder Tape

Tipps

  • Bei dem Verdacht auf einen Fingerbruch sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen
  • Sprechen Sie Ihren Arzt darauf an, ob ein Tape-Verband ausreicht
  • üben Sie sich in Geduld, Sie können das Ausheilen nicht beschleunigen, Ungeduld kann die Heilung verzögern

Von Medizinern geprüft und nach besten wissenschaftlichen Standards verfasst

Dieser Text wurde gemäß medizinischer Fachliteratur, aktuellen Leitlinien und Studien erstellt und von einem Mediziner vor Veröffentlichung geprüft.

Quellen ansehen

40 % aller erlittenen Verletzungen sind Handverletzungen. Insbesondere die Finger sind sehr anfällig, weil sie so beweglich, aber gleichzeitig zart und fragil sind. Wir nehmen die Funktionen unsere Finger als selbstverständlich an – problematisch wird es aber, wenn uns diesbezüglich Verletzungen einschränken. Der Fingerbruch ist eine häufige Unfallverletzung und obwohl bei richtiger Behandlung alles ohne Langzeitfolgen verheilt, kann ein ungünstiger Behandlungsverlauf zu langanhaltenden Beschwerden führen. Es existieren viele verschiedene Behandlungsmethoden, in wenigen Fällen sind sogar Operationen nötig.

Gefährlich wird es, wenn ein Fingerbruch unterschätzt wird. Denn in der Regel sieht die Verletzung nicht so bedrohlich aus wie großflächige oder blutige Knochenbrüche. Dadurch neigen Patienten dazu, die Behandlung hinauszuzögern und erleiden neben vermeidbaren Schmerzen manchmal dauerhafte Funktionseinschränkungen.

In diesem Artikel erfahren Sie, was einen Fingerknochen brechen lassen kann, wie sie einen Fingerbruch von einer Prellung unterscheiden und welche Behandlungsmethoden verfügbar und für Sie am sinnvollsten sind.

Vermuten Sie bei sich einen Fingerbruch? Informieren Sie sich im folgenden Artikel gerne weiter und teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns und anderen Lesern im Kommentarbereich unter dem Artikel.

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Was ist ein Bruch/eine Fraktur?

Fast jeder hat bei sich oder im Familien- oder Freundeskreis schon Erfahrungen mit Knochenbrüchen gemacht. Ob Nase, Schlüsselbein oder Handgelenk, meistens reicht schon ein Sturz mit dem Fahrrad oder eine kurze Unachtsamkeit aus und man landet unsanft auf dem Boden. Durch Abstützbemühungen mit den Händen können dabei schnell die Finger in Mitleidenschaft gezogen werden. Dabei kommt es häufig auch zu Knochenbrüchen, insbesondere der fragilen Fingerknochen.

Bei einem Bruch – auch Fraktur genannt – erleiden Sie eine Verletzung des Knochens, bei der ein zusammengehörender Knochen teilweise oder vollständig getrennt wird. Dadurch wird die Bewegung des verletzten Körperteils eingeschränkt, denn bei der Trennung entstehen zwei oder sogar mehr Bruchstücke, die durch die fehlende Verbindung der Knochen keine Funktion mehr erfüllen können.

Aus diesen Teilen besteht Ihre Hand

Die Hand besteht aus drei Teilbereichen: Dem Handgelenk, der Handfläche und den Fingern. In diesen Teilbereichen sorgt eine Vielzahl von Knochen und Bändern dafür, dass die Finger ihre feinfühligen Bewegungen ausführen können und die Hand unvergleichlich beweglich ist. Diese kleinen Knochen sind allerdings sehr anfällig für Verletzungen.

Vier der Finger an der Hand bestehen aus jeweils drei Knochen. Der ‚phalanx proximalis‘ schließt direkt an die Handfläche an, danach kommt der ‚phalanx media‘. Der ‚phalanx distalis‘ bildet die Spitze des Knochengerüsts der Hand. Der Daumen ist kürzer, dadurch besitzt er nur zwei Knochenteile, der mittlere Teil (‚phalanx media‘) entfällt. Auf Basis dieser Einteilung werden Fingerbrüche ebenfalls in proximale, mediale und distale Frakturen unterschieden.

Das passiert bei einem Fingerbruch

Wenn auf diese Knochenteile nun plötzlich Druck ausgeübt wird, beispielsweise durch die Quetschung in einer Tür, können sie brechen. Neben diesen offensichtlichen Krafteinwirkungen können aber auch andere Bewegungen einen Bruch der Fingerknochen auslösen. Überdehnung, Verdrehungen der Knochen oder plötzliche Gewalteinwirkung überlasten den Knochen bis er bricht.

Dies passiert nicht nur an den Fingern, auch die Rippen sind verletzlich und können bei einem Bruch weitreichende Beschwerden verursachen. Dr. Dr. Tobias Weigl informiert Sie im folgenden Video über seine persönlichen Erfahrungen mit seinem Rippenbruch und wie die Behandlung und Prognose bei dieser Verletzung aussieht

Rippenbruch Behandlung | Rippenprellung & Bruch erkennen & behandeln | CT & Röntgen Rippen

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Die Symptome: Welche Beschwerden verursacht ein Fingerbruch?

Die Symptome eines Bruches sind nicht immer absolut sicher zu differenzieren. Viele harmlose Verletzungen wie Prellungen oder Verstauchungen ähneln den Beschwerden eines Knochenbruchs. Das dominierende Symptom sind sicherlich die Schmerzen. Obwohl in der Knochensubstanz keine Schmerzrezeptoren vorhanden sind, wird jeder Bruch von starken, anhaltenden Schmerzen begleitet. Warum ist das so?

Häufig sind bei einem Fingerbruch mehrere Ursachen möglich

Knochen sind in der Regel von innen hohl. In diesem Hohlraum befindet sich Knochenmark, welches der Bildung von Blutzellen dient. Der Hohlraum ist mit einer Knochenhaut (‚Endost‘) ausgekleidet. Von außen sind die Knochen mit einer ähnlichen Haut umgeben, dem Periost. Diese beiden Häute sind durchzogen von Nervenfasern und lösen bei einer Verletzung die wahrgenommenen Schmerzen aus. Zusätzlich steigert sich durch einschießendes Blut die Gewebespannung und es können sich Ödeme bilden, die Druck auf die verletzte Stelle ausüben und die Schmerzen verstärken.

Das Ausmaß der Schmerzen gehört zu einer Symptomgruppe, die nicht ausreichend Informationen liefert, um einen Bruch zweifelsfrei diagnostizieren zu können. Das Schmerzempfinden ist sehr subjektiv und erlaubt deswegen wenig Rückschlüsse auf die Art der Verletzung. Diese Gruppe nennt man unsichere Frakturzeichen. Alle Symptome dieser Gruppe treten auch bei ähnlichen, weniger bedrohlichen Krankheiten auf. Die unsicheren Frakturzeichen sind:

  • Schmerzen
  • Schwellungen (Ödeme)
  • Hämatome
  • eine Bewegungseinschränkung

Dies ist vor allem für Sie als Patient problematisch, denn nach einer Verletzung entscheidet das Ausmaß dieser vier Anzeichen häufig über das weitere Vorgehen. Bei starken Schmerzen sollten Sie definitiv einen Arzt aufsuchen, neben einem Bruch kann auch ein Bänderriss diese Symptome auslösen. Beide Erkrankungen müssen dringend medizinisch behandelt werden.

Vier sichere Anzeichen für einen Bruch

Kundige Mediziner suchen allerdings nach weiteren Frakturzeichen, mit denen sicher überprüft werden kann, ob ein Bruch vorliegt. Diese sicheren Frakturzeichen sind definitive Indikatoren für einen Knochenbruch. Das erste dieser Anzeichen kann auch vom Patienten selbst überprüft werden, tritt allerdings nicht bei allen Brüchen auf. Falls Sie eine Fehlstellung des vermeintlich gebrochenen Knochens feststellen, ist dieser mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit tatsächlich gebrochen. Auch offene Brüche sind sehr leicht zu erkennen und liefern ein weiteres unverkennbares Anzeichen.

Die anderen beiden Indikatoren sind nur von Medizinern belastbar überprüfbar. Sowohl die ‚Krepitation‘, also Reibegeräusche der gebrochenen Knochenstücke, als auch die pathologische Beweglichkeit der Finger muss von einem Arzt untersucht werden. Manchmal sind die Reibegeräusche vernehmbar, dem Patienten fehlt jedoch die Erfahrung, um sie zweifelsfrei einschätzen zu können. Damit ergeben sich als sichere Frakturzeichen folgende Symptome:

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  • Fehlstellungen der Knochen (Verschiebungen)
  • offene Brüche mit sichtbaren Knochenteilen
  • Reibegeräusche der Knochen aneinander
  • Pathologische (unnormale) Beweglichkeit
Gut zu wissen!
Die Reibegeräusche gebrochener Knochen sind im Normalfall nur mit ausreichender Erfahrung hörbar. In einigen Fällen ist für Sie diese Reibung allerdings auch spürbar. Unter Umständen können Sie sich somit schon vor einem Arztbesuch absichern, ob ein Bruch vorliegt. Vorsicht: Diese Reibung ist für Laien schwer zu erspüren. Deswegen sollten Sie bei einem bloßen Verdacht auf einen Bruch trotzdem immer einen Arzt aufsuchen.

Wer ist am ehesten betroffen?

Ein normaler Alltag ist für viele Menschen ohne die Benutzung der Finger nicht möglich. Dadurch ergibt sich aber auch ein generell hohes Verletzungsrisiko dieser fragilen Knochen. Die Hände sind unsere erste Maßnahme zur Sturz- und Gefahrenabwehr, wodurch die Finger eine hohe Belastung erfahren. 50 % der Fingerfrakturen passieren bei der Arbeit. Besonders risikoreich sind dabei Handwerksberufe.

„Die Finger sind unersetzlich zum Greifen und Tasten. Brüche sollten schnellstmöglich behandelt werden, damit die Funktion langfristig nicht eingeschränkt wird.“ — Dr. Dr. Tobias Weigl Klick um zu Tweeten

Die Gefahr im Sport

Ein weiterer Großteil aller Fingerbrüche resultiert aus Sportverletzungen. Gerade in Mannschafts- und Kontaktsportarten lauern zahlreiche Gefahren. Zusammenstöße mit gegnerischen Spielern oder mit dem Finger im Trikotstoff hängen bleiben endet häufig mit einer Verletzung der Finger.

In Ballsportarten kommt der Ball als weiteres Element hinzu. Manchmal reicht schon ein zu stark geworfener Pass beim Handball oder einfach ein unglücklicher Aufprall des Fußballs, um einen Fingerknochen zu brechen. Insbesondere die Torhüter sind exponiert, durch eine unglückliche Handhaltung oder einen harten Ball einen Bruch zu erleiden.

Weitere Sportarten mit hohem Verletzungsrisiko für die Hände sind aber auch Wintersportarten. Sowohl beim Skifahren als auch beim Snowboarden kommt es sehr häufig zu Stürzen. Diese Stürze werden bevorzugt mit der Hand abgefangen, sodass neben Handgelenksverletzungen Brüche der Finger ein häufig vertretenes Verletzungsmuster sind. Fahrradunfälle enden dagegen häufig mit Verletzungen des Handgelenks und seltener mit dem Bruch einzelner Finger.

Weitere Informationen zu Schmerzen im Handgelenk und deren Ursachen vermittelt Ihnen Dr. Dr. Tobias Weigl in dem Artikel „Schmerzen im Handgelenk – So besiegen Sie die Schmerzen“. Dort erfahren Sie auch, wie Sie anschließend behandelt werden und mit welchen Mitteln Sie einer Handgelenksverletzung vorbeugen können.

Vorsicht im Haushalt

Auch im Haushalt lauern viele Gefahrenherde. Insbesondere für Kinder sind Türen stets gefährlich, da sie die Schwingbewegung des Türblattes oftmals nicht einschätzen können und sich dadurch Quetschungen oder schlimmeres zuziehen. Aber auch Schubladen, Mülleimerdeckel oder Toilettenbrillen haben genug Wucht, um einen kleinen Knochen brechen zu lassen.

Bei Autofahrer kann der Aufprall durch einem Unfall Finger brechen lassen. Selbst Kollisionen bei niedrigem Tempo können den Knochen stark strapazieren. Die Handhaltung am Lenkrad ist hierbei entscheidend, ob der Druck von der Hand absorbiert wird oder direkt auf die Finger einwirkt. Deshalb sollten Sie das Lenkrad immer mit der gesamten Hand umschließen.

Höheres Risiko für Fingerbruch im Alter

Mit steigendem Alter und nachlassendem Gleichgewichtssinn ergibt sich für viele Senioren ein erhöhtes Sturzrisiko. Im Alter verändert sich das Innenohr und das kann zu Schwindel führen. Wie schon bei den Wintersportarten erwähnt, enden Stürze überdurchschnittlich oft mit Hand- und Fingerverletzungen. Trotzdem ist eine Abfangbewegung mit der Hand dringend empfohlen, denn die Brüche an Hand und Fingern können vergleichsweise einfach behandelt werden und es kommt selten zu Komplikationen. Bei Schulter- oder Oberschenkelhalsbrüchen ist eine Behandlung langwieriger und komplizierter und schränkt Ihre Bewegung im Alltag deutlich drastischer ein.

Osteoporose

Für viele Männer und Frauen über 60 Jahren stellt die Osteoporose eine weitere Gefahr da. Bei Osteoporose verringert sich die Knochensubstanz, was die Knochen instabil macht und leichter zu Brüchen führt. Dadurch kommt es natürlich auch häufiger zu Verletzungen im Alltag. Da mit einem höheren Verletzungsrisiko oftmals auch ein großer Verlust von Lebensqualität einhergeht, ist es wichtig, sich frühzeitig mit der Behandlung dieser Krankheit auseinander zu setzen.

Im folgenden Exkurs geben wir einen Einblick in die Krankheit Osteoporose. Im Video finden Sie 7 Tipps zur Vorbeugung und Behandlung dieser Knochenkrankheit.

Exkurs: Was ist Osteoporose und wie wird sie behandelt?

Osteoporose ist eine Krankheit, die die Knochen in unserem Skelett schwächt. Schätzungsweise 8 Mio. Menschen in Deutschland sind von ihr betroffen. Sie wird auch als Knochenschwund bezeichnet und führt bei den Patienten zu einer erheblich niedrigeren Lebensqualität.

Durch den Abbau der Knochensubstanz steigt die Wahrscheinlichkeit für Knochenbrüche. Außerdem werden die Knochen bei fortschreitender Krankheit zunehmend porös, was das Problem zusätzlich verschlimmert. Die Folge sind instabile Knochen und eine steigende Unsicherheit der Patienten.

Besonders gefährdet sind Frauen, die ihre Menopause durchlebt haben. Nach dieser Phase kommt es zu hormonellen Umstellungen und daraus resultierend der Osteoporose. Mit steigendem Alter kann es aber ebenfalls automatisch zum Knochenschwund kommen, dieser betrifft dann auch beide Geschlechter gleichermaßen.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Behandlung von Osteoporose mit Medikamenten ist möglich und sollte neben einer Umstellung Ihrer Lebensweise mit Ihrem Arzt abgestimmt werden. Bisphosphonate verhindern den Abbau von Knochenmaterial, Strontiumranelat fördert die Neubildung. Präparate wir Raloxifen unterstützen ebenfalls den Ausbau von Knochensubstanz, erhöhen allerdings das Risiko einer Thrombose. Nahrungsergänzungsmittel für starke Knochen erwiesen sich in Studien nicht als wirkungsvolle Alternative.

Viele weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie in unserem folgenden Artikel „Osteoporose – Knochenbrüche, Rundrücken – was dagegen tun?“. Neben Hinweisen zur Ernährungsumstellung und Vorbeugung lesen Sie dort auch, wie Sie Osteoporose frühzeitig erkennen.

Zusätzlich präsentiert Ihnen Dr. Dr. Weigl in diesem Video 7 einfache Tipps um Osteoporose im Alltag vorzubeugen und zu behandeln.

7 Tipps 💡 Osteoporose vorzubeugen & zu behandeln | Osteoporose Tipps, Prophylaxe und Ernährung

Was tut der Arzt? Teil 1: Die Diagnose Fingerbruch

Die Diagnose eines Knochenbruchs verläuft in der Regel immer gleich. An erster Stelle steht das Gespräch mit dem Arzt. In diesem versucht er, die Unfallursache und den Verletzungshergang möglichst genau zu ergründen. Dadurch ergeben sich Hinweise auf die Art des Bruches und ob neben den Knochen auch Muskeln, Gelenke oder Bänder betroffen sein können.

Bei einer Sichtuntersuchung lässt sich feststellen, ob der Finger bei einer Rotationsbewegung gebrochen ist. Bei geschlossener Faust zeigen die vier Fingernägel in der Regel alle in Richtung des Kahnbeins. Das Kahnbein befindet sich unter Ihrem Daumenballen. Sollte einer der Finger verdreht sein, signalisiert der verdrehte Fingernagel diese Verletzung.

Die Röntgenuntersuchung gibt Aufschluss

Im Anschluss daran wird bei Verdacht auf einen Knochenbruch ein Röntgenbild aufgenommen. Dabei erstellt ein Radiologe mithilfe von Röntgenstrahlung ein Bild der Knochen. An den Stellen, an denen der Knochen gebrochen ist, kann die Röntgenstrahlung ungehindert durch ihn hindurchstrahlen. Diese Bereiche sind auf dem Röntgenbild schwarz, während Knochen die Strahlung aufhalten und weiß abgebildet werden.

Bei gebrochenen Fingern wird nur in absoluten Ausnahmefällen eine Computertomographie durchgeführt. Diese Vorgehensweise wird häufig erst bei komplizierten Mittelhandbrüchen benötigt. Da die Finger nur aus maximal drei Knochenteilen bestehen, reicht für die Darstellung dieser ein einfaches Röntgenbild aus.

Faktenbox – Fingerbruch

  • schnell passiert, da Fingerknochen sehr fragil sind
  • Quetschungen, Verdrehungen und Überdehnungen reichen aus, um einen Bruch herbeizuführen
  • Sport und Arbeit im Handwerk als Gefahrenherde, Stürze oftmals Ursache im Alltag

Mögliche Symptome

unsichere Symptome:

  • Schmerzen
  • Schwellungen
  • Blutergüsse
  • Bewegungseinschränkung

sichere Symptome:

  • offene Brüche
  • Fehlstellungen der Knochen
  • Reibegeräusche der Knochen
  • pathologische Beweglichkeit

Was tut der Arzt? Teil 2: Die Behandlung bei einem Fingerbruch

Das Wichtigste nach einem Bruch ist es, die Knochenstücke wieder so genau wie möglich zusammenzufügen. Nur so stellt der Arzt sicher, dass die Beweglichkeit vollständig zurückkehrt. Bei schlecht verwachsenen Brüchen ergeben sich häufig Schmerzen oder Probleme beim Krümmen der Finger. Schon minimale Fehlstellungen behindern ihre Funktionsweise.
Hinzu kommt, dass Probleme nicht immer sofort spürbar sind, sondern häufig erst im Laufe der Zeit auftreten und nicht direkt mit einem lange zurückliegenden Bruch in Verbindung gebracht werden. Das bedeutet für Sie als Patienten, dass Sie sich bei einem Verdacht auf einen Bruch so schnell wie möglich in ärztliche Behandlung begeben sollten. Mithilfe der Röntgenbilder kann der Knochen dort wieder zusammengefügt werden. Gleichzeitig werden Sehnen und andere Weichteile im betroffenen Gebiet untersucht, um auch dort Verletzungen zu erkennen.

Tapeverband bei einem gebrochenen Finger

Das Taping ist die einfachste Variante, um einen gebrochenen Finger zu behandeln. Leider sind es nur wirklich unkomplizierte und nicht verschobene Brüche, bei denen das Taping ausreicht. Solche Brüche sind eher selten. Für alle anderen Arten von Fingerbrüchen bietet ein Tapeverband nicht genug Stabilität, um die Knochen heilen zu lassen – es ist schlicht noch zu viel Bewegung möglich. Durch neue Materialien in den Tapes wird diese Variante jedoch immer beliebter. In dem Abschnitt „Aktuelle Forschung“ können Sie sich weitergehend informieren, wann das sogenannte ‚Buddy-Taping‘ angewendet wird. Dabei wird der gebrochene Finger durch einen gesunden benachbarten Finger „geschient“ und dadurch in Position gehalten.

Der große Vorteil aller Taping-Methoden ist, dass Sie selbst das Tape wechseln können. Nach einer ersten Einweisung durch einen Physiotherapeuten erhalten Sie also ein höheres Maß an Eigenständigkeit. Zusätzlich kann die erhöhte Bewegungsfreiheit in späteren Heilphasen dabei helfen, die Beweglichkeit der Gelenke frühzeitig wieder zu trainieren. Dies sollten Sie allerdings erst in Angriff nehmen, sobald Sie von Ihrem Arzt das Signal bekommen, dass der Bruch gut verheilt.

Gipsverband bei einem gebrochenen Finger

Ein Gipsverband ist die am häufigsten genutzte Variante bei Fingerbrüchen. Brüche, bei denen sich der Knochen nicht verschoben hat oder gerichtet wurde, können mithilfe des Gipsverbands für mindesten drei bis vier Wochen ruhiggestellt werden. Entscheidend für die Wahl des Verbands ist bei dieser Variante auch die Stelle, an der Ihr Finger gebrochen ist. Es gibt verschiedene Schienen, die Bewegungen des Fingers auf unterschiedliche Art einschränken und sich somit den Brüchen der verschiedenen Fingerglieder anpassen.

Die Stacksche Schiene beispielsweise, fixiert das Fingerendglied nur an der verletzten Stelle und erlaubt somit, dass der Finger weiter an einem Gelenk gebeugt werden kann. Damit wird eine Versteifung dieses Gelenks verhindert. Bei einem Fingerbruch, der das mittlere Fingerglied betrifft, reicht in der Regel ein reiner Gipsverband. Durch diesen wird allerdings die Beweglichkeit des gesamten Fingers langfristig reduziert, was zur Versteifung der Gelenke führen kann. Schwieriger wird es, wenn der Finger nahe der Handfläche, also am Grundglied, gebrochen ist. Lediglich glatte, nicht verschobene Brüche werden mit einem Gipsverband behandelt. Glatte Brüche sind an dieser Stelle allerdings sehr selten. Häufig ist dann eine Operation nötig, um den Knochen zu richten.

Operationen bei gebrochenem Finger

Brüche, die aus einer Verdrehung oder starken Krafteinwirkung heraus entstehen, verschieben die Knochen häufig gegeneinander. In solchen Fällen muss der Knochen zu allererst gerichtet, also wieder in seine Ausgangsposition gebracht werden. Dies geschieht dann in der Regel durch einen operativen Eingriff. In diesem werden die Knochenstücke durch Schrauben oder Draht fixiert. Ebenso wird operiert, sobald um den gebrochenen Knochen herum weiteres Gewebe beschädigt wurde. Bänder und Sehnen müssen dann in diesem Eingriff zusätzlich repariert werden. Außerdem kann es vorkommen, dass der Knochen nicht in zwei glatte Teile bricht, sondern zersplittert und sich mehrere Teilstücke lösen.

Ein offener Bruch bietet noch eine zusätzliche Gefahrenquelle, die operativ behandelt wird. Da hierbei die Haut durch den austretenden Knochen verletzt wird, entsteht eine Öffnung, an der Krankheitserreger eindringen können. Nachdem der Knochen gerichtet wurde, muss eine solche Verletzung noch zusätzlich versorgt werden, um die Eintrittsstelle zu schließen.

Im Anschluss an eine Operation wird dann häufig auf einen Gipsverband zurückgegriffen. Die Genesungszeit verlängert sich durch einen operativen Eingriff kaum. Dafür ist es bei komplizierteren Brüchen noch wichtiger, die Finger keiner Belastung auszusetzen und Bewegungen weitgehend zu vermeiden. Sobald der Knochen vollständig verheilt ist, können die Drähte oder Schrauben wieder entfernt werden. Dies ist dann ca. sechs bis acht Wochen nach der Operation der Fall. Oftmals spüren Sie die Drähte dann schon unter der Haut, da diese leichte Schmerzen verursachen oder das umliegende Gewebe irritieren können. Die Entfernung gelingt in der Regel problemlos.

Dauer der Behandlung

In der Regel heilt ein Fingerbruch in den drei bis vier Wochen, die er streng fixiert ist, nicht vollständig aus. Darum wird im Anschluss an den Gips noch ein Tapeverband genutzt. Dieser hält den Finger für weitere drei bis vier Wochen an Ort und Stelle.

Kompliziertere Brüche benötigen generell etwas länger, bis sie verheilt sind. Auch wenn Sie selbst der Meinung sind, dass der Finger schon wieder belastbar ist, sollten Sie in jedem Fall die Geduld aufbringen und Ihrem Finger die Zeit zugestehen. Schlecht verheilte Brüche plagen Sie wesentlich länger und unter Umständen muss Ihr Finger ein weiteres Mal gebrochen werden, um anschließend besser zusammen zu wachsen.

Aktuelle Forschung – Buddy Taping statt Gips

Muss ein Fingerbruch geschient und eingegipst werden?

Ein Fingerbruch wird häufig mindestens drei bis vier Wochen durch eine Schiene fixiert, um eine ungestörte Heilung zu ermöglichen. Diese lange Zeit führt allerdings auch dazu, dass die unbenutzten Gelenke im Heilungszeitraum versteifen.

Bei Untersuchungen wurde entdeckt, dass die Knochen von mehreren Profisportlern Anzeichen eines verheilten Bruchs aufzeigten, dieser Bruch jedoch nie diagnostiziert oder offiziell behandelt wurde. Die Sportler hatten eigenständig Tapeverbände angelegt, um eine lange Ausfallzeit zu umgehen. Daraufhin beschäftigt sich nun eine aktuelle Studie damit, ob neuartige Tapeverbände in absehbarer Zeit die althergebrachten Schienen- und Gipsverbände ablösen können. Hierzu wurden die Ergebnisse der Behandlung durch Tapeverbände und Schienen- bzw. Gipslösungen verglichen.

So wurde der Finger behandelt

Zu diesem Zweck wurde der gebrochene Finger durch eine flexible Schiene mit integrierter Polsterung unterstützt. Anstelle eines Gipsverbands wurde der Finger nun an den gesunden Nachbarfinger geklebt, seinen ‚Buddy’. Zwei breite Klebebänder sicherten die Fixierung, ermöglichten allerdings auch eine geringe Bewegungsfreiheit oder, im Fall der Sportler, eine weitere Teilnahme an Wettbewerben.

Die Kontrollgruppe erhielt einen Schienenverband, der in einigen Fällen durch einen Gips ergänzt wurde.

Was passiert in der Studie?

Von den 99 Kandidaten in der Studie wurden 52 mit einem Tapingverband behandelt, die übrigen 47 bekamen zum Vergleich einen herkömmlichen Gipsverband. Insgesamt mussten vier Brüche nachbehandelt werden, weil sie nicht sauber verheilten. Allerdings gab es nur einen dieser Fälle von schlecht verheilten Brüchen in der Taping-Gruppe. Somit wurde in der Studie nachgewiesen, dass das Ergebnis von Taping einem Gipsverband nicht unterlegen ist. Im Gegenteil, es ist sogar etwas überlegen. Bei den knapp 100 Brüchen handelte es sich um verschiedene Varianten, komplizierte oder verschobene Brüche wurden nach der Operation ebenso mit einem Tapeverband fixiert wie einfache, glatte Brüche. Die Komplexität des Bruches ist also nicht entscheidend für die Wahl der Behandlungsmethode.

Zusätzlich wies die Taping-Gruppe wesentlich höhere Zufriedenheitswerte auf. Bei allen Kontrolluntersuchungen lag der Patientenkomfort deutlich über dem der Schienenverband-Gruppe. Keiner der Patienten berichtete von stärkere Einschränkungen mit dem Tape, in keinem Fall musste während der Studie auf einen Schienenverband gewechselt werden, weil das Tape Probleme verursachte. Außerdem konnte kein Unterschied beim Schmerzmittelgebrauch entdeckt werden. Sowohl die Taping- als auch die Schienengruppe benutzten eine ähnliche Menge an Schmerzmitteln.

Das sind die Ergebnisse

Die Studie kommt somit zu dem Ergebnis, dass es ausschließlich Vorteile gibt, die die Benutzung von Tapeverbänden empfehlen. Zusätzlich zum Studienergebnis kommt der Preisaspekt, denn ein Schienenverband kostet ca. 160 Euro, während ein Taping lediglich 38 Euro kostet. Außerdem kann das Tape in nur 5 Minuten angebracht und auch eigenständig gewechselt werden. Ein Aspekt, der in überladenen Notfallkliniken und zunehmend überlasteten Arztpraxen nicht unbeachtet bleiben sollte.

Quelle: Daniel Weber u. a. (2019): Buddy taping versus splint immobilization for paediatric finger fractures: a randomized controlled trial. In: Journal of Hand Surgery (European Volume), Volume 44, Issue 6: S. 640-647.

Häufige Patientenfragen

Meine zweijährige Tochter hat sich heute die Hand in der Tür eingeklemmt. Wie erkenne ich, ob es sich um einen Fingerbruch handelt?

Dr. Dr. T. Weigl
Da Ihr Kind sich nicht durch Worte ausdrücken kann ist es wichtig, besonders aufmerksam auf andere Anzeichen zu achten. Wenn Ihr eigentlich lebendiges Kind nach dem ersten Schock über längere Zeit auffallend ruhig wird, könnte das ein Warnzeichen sein. Häufig wird die verletzte Hand bei Schmerzen auch von der gesunden Hand unterstützt.

Deutlich wird ein Bruch, sobald die Gliedmaßen eine unnatürliche Position einnehmen oder offene Brüche vorliegen. Bei Schwellungen oder Blutergüssen an den Fingern sollte überprüft werden, ob Ihr Kind die Finger noch frei bewegen kann. Brüche führen dazu, dass die Finger nicht mehr beweglich sind. In dem Fall sollten Sie sich zum Arzt begeben und ein Röntgenbild anfertigen lassen. Darauf erkennen Sie zweifelsfrei, ob die Finger gebrochen sind.

Wie lange dauert es, bis ich nach einem Fingerbruch wieder vollständig fit bin?

Dr. Dr. T. Weigl
Die Genesungszeit ist stark von individuellen Umständen abhängig. In jedem Fall muss der Finger mit einer Schiene oder einem Gipsverband für mindestens drei Wochen ruhiggestellt werden. Diese Zeit benötigen die Knochenteile, um wieder zusammenzuwachsen. Anschließend ist es für alle Patienten ratsam, die Finger mithilfe eines Tape-Verbands für vier weitere Wochen zu fixieren.

Auch wenn es im Alltag häufig schwerfällt, die Geduld für eine vollständige Genesung sollten Sie aufbringen. Eine misslungene Bruchheilung führt zu wesentlich langwierigeren Problemen, in manchen Fällen muss der Knochen sogar manuell wieder gebrochen und neu zusammengefügt werden.

Ich habe gehört, dass ich den Finger nie wieder so gut bewegen kann, wie vor dem Bruch. Stimmt das?

Dr. Dr. T. Weigl
Nein, in den meisten Fällen verheilt der Fingerbruch problemlos und kann danach auch genauso belastet werden, wie vor dem Bruch. Durch die lange Ruhigstellung können sich aber übergangsweise motorische Probleme einstellen, die Sie mithilfe von Physiotherapie behandeln sollten. Sobald der Fixationsverband entfernt wurde, kann damit begonnen werden. Während Sie einen Tape-Verband tragen, ist es bereits möglich, leichte Bewegungsübungen durchzuführen. Diese Übungen können Sie auch jederzeit selbständig im Alltag durchführen. Je öfter Sie die Beweglichkeit trainieren, desto schneller kehrt sie vollständig zurück. Komplizierte Brüche erfordern eventuell ein behutsameres Vorgehen und längeres Ruhigstellen des Fingers. Diese Fälle sollten aber immer individuell mit Ihrem Arzt oder Orthopäden abgestimmt werden.

Ich habe weiter oben gelesen, dass Leistungssportler ihre Brüche selbst versorgt haben. Kann ich auch einfach selbst einen Tape-Verband anbringen?

Dr. Dr. T. Weigl
Diese Beobachtung führte zu der Studie, die in der grünen Box besprochen wird. Die Sportler haben die Brüche jedoch nicht allein behandelt. Leistungssportler werden sehr gewissenhaft medizinisch versorgt. Somit fallen dort Probleme sofort auf und können behandelt werden. Auch wenn der Bruch nicht „offiziell gemacht wurde“, wurden die Tape-Verbände von Medizinern angebracht.

Im Zweifel sollten Sie immer einen Arzt zu Rate ziehen. Nur er kann ein Röntgenbild anfertigen und darauf aufbauend eine Therapie bestimmen. Die Wahrscheinlichkeit, langfristige Probleme zu entwickeln, ist bei einem eigenständig behandelten Bruch zu groß. Gerne dürfen Sie Ihren Arzt aber auf diese Studie ansprechen und ihm den Vorschlag unterbreiten, eine Behandlung mit einem Tape-Verband ins Auge zu fassen.

Typisches Patientenbeispiel

Ist das wirklich der gerechte Lohn für ihren Arbeitseifer? Leonie wollte nur schnell zu dem klingelnden Telefon in ihrem Büro eilen. Auf dem Weg dorthin stolpert sie über ihren kleinen Teppich, fängt sich aber mit der Hand am Schreibtisch ab. „Firma Fleiter, Leonie Buchmann am Apparat, au, was ist denn mit meinem Finger los?“. Erst einige Sekunden später bemerkt Leonie die stechenden Schmerzen an ihrem Ringfinger. Plötzlich spürt sie außerdem einen leichten Schwindel und Übelkeit. Tapfer beendet sie das Gespräch, kann sich allerdings kaum auf den Inhalt konzentrieren und bereitet sich mental bereits auf den Weg zum Arzt vor. Sie meint auch, einen leichten blauen Fleck erkennen zu können.

Leichter Sturz, schlimme Verletzung?

Beim Arzt berichtet sie der Sprechstundenhilfe von ihren Beschwerden und nimmt daraufhin im Wartezimmer Platz. Wenig später, im Behandlungszimmer angekommen, erzählt sie ihre Leidensgeschichte ein zweites Mal. Ihr Arzt, Dr. Finkel, betastet alle Finger, konzentriert sich jedoch schnell auf den Ringfinger. Nach einigen vorsichtigen Bewegungen schickt Dr. Finkel Leonie in den Röntgenraum. „Stellen Sie sich dort bitte vor das Gerät. Sie erhalten von meiner Assistentin noch eine Bleiweste und dann müssen Sie einfach stillhalten, bis das rote Licht erlischt.“ Gesagt, getan. Bereits 5 Minuten später sitzen die beiden wieder im Arztzimmer und begutachten die Röntgenaufnahme von Leonies linker Hand. Deutlich zeichnet sich dort weiß auf schwarz ein Knochenbruch im Ringfinger ab.

Glück im Unglück

„Tja, ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie, Frau Bachmann. Der Finger ist gebrochen. Allerdings sehen Sie ja selbst, dass Sie noch Glück im Unglück hatten. Der Knochen ist weder verschoben noch ungleichmäßig gebrochen. Damit gehören Sie zu den Wenigen, die leider keinen formschönen Gips zum Angeben bekommen.“ Leonies verwirrter Blick löst sich, als Dr. Finkel ihr erklärt, dass es in ihrem Fall möglich ist, diesen Bruch nur mithilfe eines Tape-Verbands zu fixieren. Damit bleibt ihr eine hohe Beweglichkeit, sie muss allerdings auf die gemalten Genesungswünsche auf dem Gips verzichten. Den Tausch geht sie aber sehr gerne ein.

Manchmal ist eine Engelsgeduld gefordert

Vier Wochen später hat Leonie sich schon fast an das Tape gewöhnt. Aber auch nur fast. Immerhin kann sie auf Empfehlung ihres Arztes schon wieder leichte Bewegungsübungen machen. Auch wenn es ihr sehr schwerfällt, sie wird den Tape-Verband noch einige Wochen tragen. Das ist leider nötig, um absolut sicher zu gehen, dass der Knochen sauber verheilt. Die Prognose von Dr. Finkel sieht allerdings bereits sehr gut aus und Schmerzen hat sie in dem Finger auch schon lange nicht mehr. Ihren Teppich hat sie allerdings ausgemustert. Dieser alte Vorleger wird garantiert niemanden mehr zu Fall bringen.

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Haben Sie Erfahrungen mit einem Fingerbruch? Möchten Sie sich bei uns weiter über Knochenbrüche erkundigen? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion unten, um von Ihren Erfahrungen zu berichten und sich untereinander auszutauschen!

Die hier beschriebenen Punkte (Krankheit, Beschwerden, Diagnostik, Therapie, Komplikationen etc.) erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es wird genannt, was der Autor als wichtig und erwähnenswert erachtet. Ein Arztbesuch wird durch die hier genannten Informationen keinesfalls ersetzt.

Autoren: Dr. Dr. Tobias Weigl und Timo Hülsmann
Lektorat: Clara Spottke
Veröffentlicht: 02.01.2020

Quellen

  • Frank Antwerpes, Constantin Hirrig für doccheck.com: Fraktur. Sichere und unsichere Frakturzeichen. https://flexikon.doccheck.com/de/Fraktur. 06.12.2019.
  • Martin Engelhardt (Hrsg.) (2006): Sportverletzungen: Diagnose, Management und Begleitmaßnahmen. Urban & Fisher. München.
  • Thomas Schmickal (2009): Schiene, Tape oder Osteosynthese? Manual für gebrochene Finger und Skidaumen. In: MMW Fortschritte der Medizin. Volume 151, Issue 9: S. 38–40.
  • Schünke M u. a. (Hrsg.) (2011): Bewegungsachsen des Daumensattelgelenks. In: Prometheus LernAtlas – Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. 2011.
  • Daniel Weber u. a. (2019): Buddy taping versus splint immobilization for paediatric finger fractures: a randomized controlled trial. In: Journal of Hand Surgery (European Volume), Volume 44, Issue 6: S. 640–647.
  • AWMF Leitlinien: Stützverbände, Frakturen, Verletzungen.
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1 Kommentar
  • M. Scheffler
    09.04.2020 09:23

    Vielen Dank,dass Sie Taping als gute Methode für einen gebrochenen Finger nennen. Mein Sohn hat sich in der Tür den Finger derart eingeklemmt, dass er wahrscheinlich gebrochen ist. Er musste erst kürzlich in eine Praxis für Unfallchirurgie. Ich hoffe, ihm bleibt eine OP erspart. Wir warten gerade auf die Untersuchung.

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