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Kalium in Nahrungsergänzungsmitteln – Sinnvoll für Muskeln & Nerven? Was passiert bei einer Überdosierung?

Kalium, oder auch K+, ist ein sehr wichtiges, elektrisch geladenes Molekül. Wir brauchen es dringend, um zum Beispiel unseren Blutdruck zu regulieren. Kalium ist zudem wesentlich für unsere Muskeln und Nerven – ohne Kalium gibt es keine Reizweiterleitung!
— Dr. Tobias Weigl


Von Medizinern geprüft und nach besten wissenschaftlichen Standards verfasst

Dieser Text wurde gemäß medizinischer Fachliteratur, aktuellen Leitlinien und Studien erstellt und von einem Mediziner vor Veröffentlichung geprüft.

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In der langen Liste der Nahrungsergänzungsmittel erfreuen sich Kalium-Präparate großer Beliebtheit. Kaliummoleküle sind elektrisch aufgeladene Teilchen, sog. Ionen, die wesentlich für den Wasser- und Elektrolythaushalt sind. Konkret bedeutet das: Wir alle benötigen Kalium, beispielsweise für die Aufrechterhaltung des Blutdrucks, für die Weiterleitung von Reizen für Nerven und Muskeln oder auch die Herstellung von Stoffen wie Eiweiß oder Glykogen. Eine Muskelfunktion ohne Kalium ist nicht möglich!
Kalium oder auch K+ können Sie leicht über Ihre Ernährung aufnehmen: Sowohl in tierischen wie auch pflanzlichen Produkten kommt Kalium auf natürliche Weise vor. Sie können auch als Nahrungsergänzungsmittel erworben werden, allerdings brauchen Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit keine weiteren Präparate, da die erforderliche Tagesdosis gut über Ihre Ernährung erreicht werden kann.
Es kann allerdings aufgrund bestimmter Erkrankungen sowohl zu einem Kaliummangel als auch zu einer Überdosis an Kalium kommen. Beide Zustände gehen mit schwerwiegenden Symptomen und Folgen einher. Immer gilt: Beziehen Sie Ihren behandelnden Arzt mit ein!

Lena hat ihrer Schwester einen Kochkurs geschenkt. Dessen Inhalt sieht auch die Besprechung wichtiger Inhaltsstoffe in der täglichen Nahrung vor, ein Themenfeld, auf das sich auch Lena freut. Außer, dass Zucker nicht so gut ist, weiß sie eigentlich nicht so viel darüber, was sie mit ihren Lebensmitteln zu sich nimmt. In der ersten Sitzung stellt die Leiterin ein mediterranes Rezept mit Tomaten und Hühnerfleisch vor. „… nehmen Sie das Olivenöl! Sie müssen wissen, die Zutaten enthalten alle sehr viel Kalium!“ Strahlend sieht sie sich in der Runde um. Einige Teilnehmer nicken eifrig, Lena und ihre Schwester sind verwirrt. Lena wispert leise: „Ist Kalium dasselbe wie Calcium?“ Ihre Schwester ist sich nicht sicher. Irgendwo hat sie das schon mal gehört …

Die Grundlage: Was ist Kalium?

Kalium ist ein positiv geladenes Ion (sog. ‚Kation’). Ione sind nichts anderes als Atome, die entweder durch den Entzug oder durch die Gabe von negativ geladenen Teilchen (sog. ‚Elektronen’) eine elektrische Ladung aufweisen. Kalium ist ein für den Elektrolythaushalt des Körpers wichtiges Kation, da es für viele lebenswichtige Prozesse gebraucht wird, unter anderem für:

  • Weiterleitung von Nerven- und Muskelreizen
  • Regulation des pH-Wertes
  • Bildung von Eiweiß
  • Bildung von Glykogen, einer Speicherform der Kohlenhydrate
  • Unterstützung der Herz- und Muskelfunktion

Vor allem Muskel-, Leber- und Nervenzellen sowie rote Blutkörperchen (sog. ‚Erythrozyten’) weisen Kalium auf.

Exkurs: Der Wasser- und Elektrolythaushalt

Der sog. Wasser- und Elektrolythaushalt ist ein wichtiges Instrument zur Regulation verschiedener Prozesse und Mechanismen in unserem Körper. Maßgeblich beteiligt sind daran die Nieren, die diesen Haushalt steuern. Diese regulieren nämlich

  • die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten oder Medikamenten und
  • die Produktion von Hormonen.

Letzteres ist wichtig, da die in den Nieren hergestellten Hormone einen entscheidenden Einfluss auf den Blutdruck, den Elektrolythaushalt selbst und die Blutbildung haben. Daneben koordinieren unsere Nieren auch den Wasserstand des Körpers. Der Mensch besteht zu ca. 73 Prozent aus Wasser, wobei der Wasseranteil bei Frauen etwas geringer ist als bei Männern. Grund hierfür ist die größere Masse wasserarmen Fettgewebes. Dieses Wasser finden wir in vier Räumen: Wasser in den Zellen (sog. ‚intrazelluläre Flüssigkeit’), Wasser zwischen den Zellen (sog. ‚interstitielle Flüssigkeit’), Wasser in den Blutgefäßen (sog. ‚Plasma’) und Wasser in Liquor, der Gallenblasse, der Augenkammer und den Nieren (sog. ‚transzelluläre Flüssigkeit’).
Die Regulation der Körperflüssigkeiten erfolgt über den Elektrolythaushalt. Es existiert eine Reihe von Ionen, die verschiedene Aufgaben übernehmen, darunter:

Es ist sehr wichtig, dass der Elektrolythaushalt in dem vorgesehenen Gleichgewicht verbleibt. Denn kommt es zu einer Verschiebung im Haushalt, kann dies lebensbedrohliche Folgen haben.

Kalium im Körper

Kalium, in der Chemie auch als K+ abgekürzt, befindet sich in der Flüssigkeit innerhalb unseres Zellgewebes mit einem Gesamtgehalt von 140 g im Körper. Kalium befindet sich zudem im extrazellulären Serum, wo die Konzentration zwischen 3,5 und 4 mmol/L beträgt. Der Großteil an Kalium befindet sich allerdings innerhalb des Zellgewebes und weist eine Menge von 140 bis 160 mmol/L auf. Damit liegt das Kaliumverhältnis von außer- zu innerhalb der Zellen bei etwa 1:30.

Achtung!
Sie haben einen Kaliummangel? Dann liegt die Kaliumkonzentration außerhalb der Zellen bei Ihnen unter dem Minimalwert von 3,5 mmol/L. Dies nennt man Hypokaliämie. Eine Hyperkaliämie – also ein Zuviel an Kalium – übersteigt 5 mmol/L außerhalb der Zellen deutlich.

Wie funktioniert die Kaliumverteilung im Körper?

Wie sorgt unser Körper dafür, dass der Kaliumgehalt inner- und außerhalb der Zellen konstant bei den genannten Werten bleibt? Dies hängt mit einem chemischen Prozess zusammen, der sogenannten Na+-K+-ATPase. Dahinter verbirgt sich sozusagen ein körperinternes Tauschgeschäft. Im Rahmen der Na+-K+-ATPase wandern zwei Kaliumionen außerhalb der Zellen. Der Grund für diese Wanderbewegung ist das Konzentrationsgefälle. Durch den Einbezug von ATP (sog. ‚Adenosintriphosphat’) werden die Kaliumionen gegen drei Natriumionen ausgetauscht. Durch den Energieaufwand wird der Kaliumgehalt also im Gleichgewicht gehalten.
Den Impuls zur Regulation des Kaliumwertes gibt das RAAS, was für Renin-Angiotensin-Aldosteron-System steht und den Elektrolythaushalt und somit entscheidend den Blutdruck reguliert.

Gut zu wissen!
ATP ist ein Molekül, das unter anderem aus energiereichen Phosphatresten besteht. Über ATP-Moleküle wird Energie innerhalb der Zellen gespeichert. Die darin gebundene Energie wendet der Körper für Stoffwechselprozesse auf. ATP dient beispielsweise dem Transport von Ionen und anderen molekularen Bewegungen.

Wir scheiden täglich eine kleine Menge von Substanzen aus, darunter auch Kalium. Diese 25 mmol pro Tag verlieren wir über Schweiß, Stuhl und Urin. Während nur ein kleiner Teil (10 Prozent) über den Darm (sog. ‚enteral’) ausgeschieden wird, verliert der Körper 90 Prozent über die Niere (sog. ‚renal’).

In welchen Nahrungsmitteln ist Kalium enthalten?

Kalium können wir über verschiedene Lebensmittel aufnehmen, unter anderem:

  • Frisches Obst wie Orangen, Bananen, Aprikosen
  • getrocknete Früchte
  • Fleischwaren
  • Kartoffeln
  • Nusssorten wie Erdnüsse, Mandeln und Cashews
  • Roggen- und Dinkelmehl
  • Kakao
  • Olivenöl

Studien beweisen, dass unverarbeitetes Fleisch einen besonders hohen Kaliumgehalt hat. Der Grund dafür besteht darin, dass beim Kochen wasserlösliche Kaliumverbindungen verschwinden. Bis zu 50 Prozent Kalium können bei der Verarbeitung verloren gehen!
Im Durchschnitt nehmen wir zwischen zwei bis sechs Gramm Kalium pro Tag auf; das entspricht einer Menge von 50 bis 160 mmol. Die konkrete Zufuhr ist von den einzelnen Nahrungsmitteln abhängig. Sie sollte allerdings nicht weniger als 25 mmol pro Tag betragen.

Kalium in Nahrungsergänzungsmitteln

Kalium ist – wie viele andere Stoffe auch – als konzentriertes Nahrungsergänzungsmittel erhältlich. Die verschiedenen Angebote richten sich an unterschiedliche Zielgruppen, beispielsweise direkt an Sportler, denen nachgesagt wird, dass sie durch Schwitzen besonders viel Kalium verlieren. Laut der Europäischen Kommission, die für die Freigabe von Nahrungsergänzungsmitteln zuständig ist, kann ein Kaliumsupplement tatsächlich auf drei Arten helfen, nämlich:

  • Unterstützung der Funktionsweise des Nervensystems
  • Unterstützung der Muskelfunktion
  • Unterstützung des Blutdrucks

Kalium ist in der Regel auf zwei Weisen erhältlich, entweder als reines Monopräparat oder als Mischpräparat mit anderen Stoffen.
Wie bei allen anderen Supplementen auch, sollten Sie sich allerdings darüber im Klaren sein, dass Sie bei einer ausgewogenen und gesunden Ernährung bereits eine ausreichende Menge an Kalium aufnehmen. Die Mehrheit der Menschen benötigt demnach gar keine Ergänzung zu ihrer Ernährung.

Exkurs: Nahrungsergänzungsmittel

Als Nahrungsergänzungsmittel werden alle Präparate bezeichnet, die bestimmte Nährstoffe neben der normalen Ernährung supplementieren, also ergänzen. Solche Mittel sind in Form von Kapseln, Pulver und Tabletten erhältlich. Zu den gängigen Substanzen gehören:

Grundsätzlich benötigen Sie keinerlei Zusatzpräparate, wenn Sie sich gesund ernähren. Allerdings gibt es je nach Präparat Ausnahmegruppen wie beispielsweise schwangere oder stillende Frauen und Ältere, die tatsächlich einen gewissen Bedarf aufweisen. Anders als so manche Werbung suggeriert, dienen Nahrungsergänzungsmittel grundsätzlich nicht der Heilung. Deswegen sind sie auch keine Medikamente. Juristisch fallen sie unter die Kategorie Lebensmittel. In Deutschland ist das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittel (BVL) für die Überprüfung der einzelnen Präparate zuständig. Freigaben orientieren sich an den Richtlinien der EU.
Die Nachfrage nach Nahrungsergänzungsmitteln ist groß und steigt in Europa und den USA jährlich. So wurden allein in Deutschland im Jahr 2017 172 Millionen Packungen verkauft. Die beliebtesten Sorten waren Magnesium, Calcium und Vitamin D.

Worauf sollte ich achten?

Gerade eine mit dem Arzt nicht abgesprochene Verwendung von Kalium-Ergänzungsmitteln kann schnell zu einer Überdosierung und somit zu gefährlichen Folgen führen, u. a.:

Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, dass die Tagesdosis an Nahrungsergänzungsmitteln 500 mg nicht überschreiten darf.

Nehmen Sie Nahrungsergänzungsmittel, die Kalium beinhalten? Haben Sie das mit Ihrem behandelnden Arzt besprochen?

Neues aus der Forschung

Stehen Kalium und die Gewöhnung an neue Informationen in einem Zusammenhang? Eine Studie einer Arbeitsgruppe der Western’s Schulich School of Medicine and Dentistry an der University of Western Ontario aus dem Jahr 2017 hat sich mit genau diesem Thema beschäftigt. Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Sie hören ein unbekanntes Geräusch; im ersten Moment sind Sie irritiert, erschrecken sich und suchen vielleicht nach dem Ursprung des Geräuschs. Erkennt Ihr Gehirn, dass die Ursache ungefährlich ist, erfolgt beim nächsten Mal, bei dem Sie dieses Geräusch hören, eine Gewöhnung. Der Mediziner nennt dies Habituation. Lange war unklar, wie dieser Gewöhnungseffekt tatsächlich funktioniert. Die Studie von 2017 hat nun ergeben, dass Kaliumkanäle im Gehirn maßgeblich daran mitwirken. Diese Erkenntnis ist vor allem in Bezug auf den Umgang mit psychischen Erkrankungen wichtig. Betroffenen der Schizophrenie oder einer Spielart von Autismus fällt es schwer, Sinnenswahrnehmungen richtig einzuordnen. Die Habituation ist gestört. Die kanadischen Forscher hoffen nun, dass sie die Versuchsergebnisse auf konkrete klinische Anwendungen übertragen können.

Quelle: Susanne Schmid u. a. (2017): BK Channels Mediate Synaptic Plasticity Underlying Habituation in Rats. In: Journal of Neuroscience 37/17, S. 4540–4551.

Was ist der Tagesbedarf an Kalium?

Wir können Kalium täglich sehr gut über eine große Bandbreite von Lebensmitteln zu uns nehmen. Im Durchschnitt liegt der Wert zwischen 50 und 160 mmol pro Tag. Allerdings kann es aufgrund verschiedener Faktoren, bspw. Fehlernährung oder Erkrankungen, zu einer Überdosis oder zu einem Mangel kommen. Beides ist gefährlich für uns. Im Folgenden gehen wir auf diese beiden Fälle ein.

Kaliummangel

Ein Kaliummangel wird in der Fachwelt auch als Hypokaliämie bezeichnet. Konkret fällt der extrazelluläre Kaliumwert dabei auf unter 3,5 mmol/L. Wir verlieren immer dann viel Kalium, wenn wir überdurchschnittlich viel Flüssigkeit ausscheiden. Dies kann in folgenden Situationen passieren:

Achtung!
Auch manche Erkrankungen greifen in unseren Kaliumhaushalt ein und verursachen so einen Abfall des Kalium-Wertes. Beispiele für solche Krankheiten sind Diabetes, Leukämie oder Morbus Cushing.

Mehr Informationen zu Kaliummangel in diesem Video

Sie möchten alles zum Thema Kalium wissen – und das auf kompakte Weise? Wichtige Grundlagen und Wissenswertes zum Thema Kalium und Kaliummangel erklärt Dr. Tobias Weigl in folgendem Videobeitrag.

Kalium-Überdosis

Auch eine Überdosis (sog. ‚Hyperkaliämie’) des Ions ist möglich und nicht minder gefährlich. Neben einer Überdosis durch Nahrungsergänzungsmittel sind auch hier vor allem Krankheiten verantwortlich. Besonders Nierenfunktionsstörungen und Tumorerkrankungen stören die Mechanismen des Elektrolythaushaltes. Doch auch eine ganze Reihe Medikamente hat einen Kaliumanstieg als Nebenwirkung, bspw.:

Eine Überdosis liegt dann vor, wenn Sie außerhalb Ihrer Zellen mehr als 5 mmol/L an Kalium aufweisen.

Fakten-Box

Kalium

  • Wichtiges Ion im Elektrolythaushalt
  • Aufnahme über Nahrung gut möglich
  • Überdosis und Mangel gefährlich für den Körper

Supplemente unterstützen

  • die Funktionsweise des Nervensystems,
  • die Muskelfunktion sowie
  • die Regulation des Blutdrucks.

Unser Tipp

Kalium kann sehr gut über die Ernährung aufgenommen werden. Probieren Sie doch beispielsweise mediterrane Rezepte wie Lena aus unserem Beispiel aus. Kaliumreiche Produkte wie Kartoffeln oder Tomaten werden dort in vielen Gerichten zubereitet! Eine weitere, nahrhafte Quelle stellen Nüsse dar. Besonders viel Kalium befindet sich zudem in konzentriertem Obst. Sie haben im Laufe des Tages Hunger? Wie wäre es mit getrockneten Äpfeln, Aprikosen oder Feigen? Eine ausgewogene, bewusste Ernährung stellt den Tagesbedarf von 5 bis 6 g pro Tag sicher!
Da es, wenn Sie Supplemente verwenden, schnell zu einer Überdosierung und somit zu einer Hyperkaliämie kommen kann, sollten Sie derartige Einnahmen unbedingt mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen, um schwerwiegende gesundheitliche Folgen zu vermeiden!

Häufige Patientenfragen

Ist Kalium dasselbe wie Calcium?

Dr. T. Weigl
Nein! Kalium und Calcium sind – auch wenn sie ähnlich klingen – zwei unterschiedliche Ionen. Beide sind jedoch Teil des Elektrolythaushalts. Calcium, das meist als Ca2+ mit zweifach positiver Ladung auftaucht, findet sich vor allem in Zähnen und Knochen. Es ist darüber hinaus für die Funktionsfähigkeit von Muskeln und Nerven wichtig.

Mehr Informationen zum Thema finden Sie in unserem Artikel zum Thema „Calcium und Calciummangel“.

Oder Sie sehen sich mein Video zum Thema Knochen und Calcium an. Welche Mechanismen wirken da? Warum ist Calcium für den Bewegungsablauf entscheidend?

Woher bekomme ich Kalium?

Dr. T. Weigl
Kalium wird für viele Prozesse innerhalb unseres Körpers benötigt. Daher ist es wichtig, auf eine stringente Einnahme zu achten. Zum Glück findet sich Kalium in einer ganzen Reihe von Nahrungsmitteln. Dabei können Sie zwischen fleischlichen und pflanzlichen Produkten wählen – auch Vegetarier und Veganer haben somit keinerlei Probleme, ihren Kaliumhaushalt stabil zu halten.

Sind Kalium-Ergänzungsmittel sinnvoll?

Dr. T. Weigl
Kalium können Sie in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu sich nehmen. An dieser Stelle weise ich Sie aber darauf hin, dass Sie – wenn Sie sich ausgewogen und gesund ernähren – keinerlei Zusatzpräparate benötigen. Entscheiden Sie sich dazu, entsprechende Supplemente zu nehmen, sollten Sie das unbedingt mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen, da es zu Wechsel- und Nebenwirkungen kommen kann.

Was sind die Symptome eines Kaliummangels?

Dr. T. Weigl
Das Problem hierbei ist, dass die Symptome zunächst nicht sehr spezifisch sind. Wichtig ist es deswegen, diese von anderen möglichen ursächlichen Krankheiten abzugrenzen. Wenn Sie zu wenig Kalium in sich haben, werden Sie zunächst unter

leiden. Darüber hinaus kommen weitere Beschwerden in Frage. Diese sind dann schon Hinweise darauf, dass der Mangel bereits organische Folgen hat. Zu den Begleiterscheinungen zählen die Folgenden:

Was sind die Symptome für eine Hyperkaliämie, also einen Überschuss an Kalium?

Dr. T. Weigl
Nehmen Sie deutlich zu viel Kalium zu sich oder kommt es zu Funktionsstörungen der Niere, kann es zu einer Überdosis des Ions kommen. Die Symptome solch einer Hyperkaliämie sind Darmverschluss, Muskelschwäche bis hin zu einer Lähmung und schlimmstenfalls einem Lungenversagen.

Einige Wochen später: Der Kochkurs ist längst vorbei, aber Lena hat das Gefühl, viel über Inhaltsstoffe in Lebensmitteln gelernt zu haben. Sie versucht nun, bewusster zu kochen. So hat sie sich zum Beispiel angewöhnt, Cashewkerne und getrocknete Aprikosen zu snacken, wenn sie auf der Arbeit ist. Das ist nicht nur gesünder als so mancher Riegel, sondern liefert auch noch Kalium!

Verwandte Themen

Haben auch Sie Erfahrungen mit Kalium? Haben Sie Fragen zum Thema? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion unten für den Austausch untereinander und mit uns!

Die hier beschriebenen Punkte (Krankheit, Beschwerden, Diagnostik, Therapie, Komplikationen etc.) erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es wird genannt, was der Autor als wichtig und erwähnenswert erachtet. Ein Arztbesuch wird durch die hier genannten Informationen keinesfalls ersetzt.

 

Autoren: Dr. Tobias Weigl, Andrea Lorenz
Lektorat: Tobias Möller
Veröffentlicht: 07.02.2019

Quellen

  • Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (2018): Nahrungsergänzungsmittel.
  • gie/aerzteblatt.de (2017): Nahrungsergänzungsmittel: Deutsche setzten vor allem auf Magnesium. In: Deutsches Ärzteblatt Online.
  • gie/aerzteblatt.de (2017): Kaliumkanäle im Gehirn regulieren Gewöhnungseffekt. In: Deutsches Ärzteblatt Online.
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (2016): Ausgewählte Fragen und Antworten zu Kalium.
  • Astrid Hick und Christian Hick (2013): mediscript Kurzlehrbuch Physiologie. 7. Auflage. Urban & Fischer Verlag, München.
  • Susanne Schmid u. a. (2017): BK Channels Mediate Synaptic Plasticity Underlying Habituation in Rats. In: Journal of Neuroscience 37/17, S. 4540–4551.
  • Springer Lexikon Pflege (1998). Springer Verlag, Heidelberg.
[Gesamt:4    Durchschnitt: 4.5/5]

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