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Klartext – Nahrungsergänzungsmittel präventiv gegen Vitamin-D-Mangel einnehmen?

Jährlich stieg der mit Nahrungsergänzungsmitteln erzielte Umsatz in den letzten 5 Jahren um durchschnittlich 6 Prozent. Im Jahr 2018 wurden 2,1 Milliarden Euro mit derlei Präparaten umgesetzt. Vitamine, Mineralstoffe, Produkte für die Herzgesundheit und für schönere Haut – all das gibt es rezeptfrei. Aber ist das Ganze auf Dauer auch nebenwirkungsarm und muss man etwa bei einem Vitamin-D-Mangel gleich Pillen schlucken? Auf die Mineralstoffe und Vitamine entfallen etwa 50 % des Umsatzvolumens. Mit Präparaten, die Magnesium enthalten, wurden 202 Millionen Euro erwirtschaftet, Vitamin A und D machen zusammen immerhin noch 94 Millionen Euro aus.

Letzteres wollen wir uns in diesem Artikel mal etwas genauer zur Brust nehmen. Denn es gibt zum einen Experten, die vor einem gefährlichen Vitamin-D-Mangel – vor allem in den Wintermonaten – warnen und zum anderen ebenso Experten, die derlei Panikmache für eine offensichtliche Masche der Vitaminindustrie halten.

„Knapp 2 Millionen Deutsche nehmen regelmäßig Vitamin-D-Präparate ein – viele davon aus Angst vor einem Mangel, der Krankheiten wie Osteoporose begünstigt. Doch müssen wir deswegen gleich Vitamin-D-Pillen schlucken?“ — Dr. Dr. Tobias… Klick um zu Tweeten

Was ist Vitamin D eigentlich?

Gehört haben wir sicher alle schon einmal von dem Vitamin, das so oft in aller Munde ist. Tatsächlich gelangt es aber nur zu einem geringen Anteil über selbigen in unseren Körper. Vielmehr ist es der Körper selbst, der das wichtige Vitamin zum Großteil produziert – und zwar mithilfe der Sonne.

Vitamin D ist eigentlich ein Sammelbegriff für die sogenannten Calciferole. Das sind fettlösliche Vitamine. Die wichtigsten Vertreter sind Vitamin D3 und Vitamin D2. Der Einfachheit halber belassen wir es in diesem Artikel bei dem übergeordneten Begriff und gehen bei Bedarf ins Detail.

Das Vitamin D ist uns am ehesten bekannt im Zusammenhang mit unserem Knochenstoffwechsel. Es hilft dabei, dass unser Körper wichtige Mineralstoffe wie Calcium und Phosphat aus dem Darm aufnehmen und letztlich in den Knochen einbauen kann.

Es ist aber noch an weiteren Stoffwechselvorgängen beteiligt, bspw. der Proteinbildung und der Gensteuerung. Dieser Umstand führte dazu, dass Vermutungen über Zusammenhänge zwischen der Versorgung mit Vitamin D und chronischen Krankheiten aufkamen. Diesbezüglich wurden dann auch verschiedene möglicherweise vorbeugende Ansätze diskutiert. Wir können an dieser Stelle schon einmal festhalten: Es wurden Zusammenhänge zwischen bspw. Diabetes, Bluthochdruck, anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Krebs und Vitamin D beobachtet. Allerdings konnten diese noch nicht endgültig in Verbindung gebracht werden, sodass sie aus wissenschaftlicher Perspektive als nicht belastbar gelten.

Mehr Informationen zum Nutzen von Vitamin D können Sie unserem Artikel „Vitamin-D-Mangel – Evidenz & Wirkung – Kein Wundermittel gegen Krebs und Co.“ entnehmen. Wir erleiden hierzulande einen Vitamin-D-Mangel, weil wir nicht ausreichend davon selbst bilden. Mehr über die Risikogruppen und die Gefahren eines Vitamin-D-Mangels erfahren Sie im folgenden Video von Dr. Dr. Tobias Weigl.

Vitamin D: Diese Menschen leiden unter Vitamin D Mangel – Funktion, Symptome & Unterversorgung

Wie kommt es zu einem Vitamin-D-Mangel und was passiert dann mit dem Körper?

Wir erleiden hierzulande einen Vitamin-D-Mangel, weil wir nicht ausreichend davon selbst bilden. Denn dafür benötigen wir eine bestimmte Wellenlänge an UV-B-Strahlung. Diese sollte zwischen 290 und 315 nm liegen. Ganzjährig ist dies aber nur in Regionen möglich, die unterhalb des 35. Breitengrads liegen, Deutschland liegt zwischen dem 47. und 55. Bei uns ist die Sonneneinstrahlung demnach nicht das ganze Jahr über, sondern nur von etwa März bis Oktober ausreichend. Unser Körper ist aber dazu in der Lage, in genau dieser Zeit nicht nur den eigenen Bedarf an Vitamin D zu decken, sondern auch noch Reserven für den Winter anzulegen.

Viele verschiedene Faktoren beeinflussen, wie gut wir ebensolche Reserven anlegen können. Bei den externen Faktoren ist das unter anderem das Klima, bspw. eine starke Bewölkung, aufgrund derer die Sonneneinstrahlung auch im Sommer ggf. nicht ausreichen kann. Hinzu kommen Faktoren wie Höhenlage, Dauer des Sonnenscheins, Luft-Ozongehalt und Luftverschmutzung.

Demgegenüber stehen noch die individuellen Faktoren, die einen Vitamin-D-Mangel begünstigen können. Dazu gehören u. a.:

  • Alter
  • Hautfarbe
  • Körpergewicht
  • moderner Lebenswandel (weniger Aufenthalt im Freien)
  • Sonnenschutzverhalten
  • Kleidungsgewohnheiten (bspw. bedeckter Körper aus religiösen Gründen)

Hinzukommt, dass nur wenige Lebensmittel wirklich einflussreiche Mengen an Vitamin D enthalten. Des Weiteren existieren mehrere chronische Erkrankungen, die einen verringerten Vitamin-D-Spiegel zur Folge haben, bspw. in Bezug auf Magen, Darm, Leber oder Nieren. Es gibt sogar Medikamente, die unseren Vitamin-D-Stoffwechsel beeinträchtigen, bspw. Antiepileptika gegen Epilepsie oder Zytostatika, die bei der Behandlung von Krebs zum Einsatz kommen.

Ein solcher Mangel zeigt sich im Kindesalter vor allem in Form einer sogenannten Rachitis, bei der das Knochenwachstum gestört ist. Erwachsene hingen erleiden bei Vitamin-D-Mangel ggf. eine sogenannte Osteomalazie, bei der Knochen aufweichen, sich leichter deformieren lassen und es auch vermehrt zu Brüchen kommen kann. Mit steigendem Alter erhöht sich dann auch die Wahrscheinlichkeit für eine Osteoporose, vielleicht besser bekannt als „Knochenschwund“.

Vitamin D zwischen Nahrungsmittelergänzung und Wissenschaft

„Superhormon Vitamin D – So aktivieren Sie Ihren Schutzschild gegen chronische Erkrankungen“ titelt ein Buch von Jörg Spitz, der mitunter als Vitamin-D-Papst bekannt ist. Doch was ist tatsächlich dran an dem Versprechen, mit Vitamin D chronischen Erkrankungen vorbeugen zu können? Wir werfen einen Blick auf die wissenschaftliche Perspektive.

Erst jüngst, im September 2019, haben sich die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (kurz: DGVS) sowie die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (kurz: DGAV) zum Thema Nahrungsergänzungsmittel geäußert. Diese werden angesichts der immer größeren Mengen Geld, die für Nahrungsergänzungsmittel ausgegeben werden, im Deutschen Ärzteblatt mit den folgenden Worten zitiert:

„Der Trend steht in deutlichem Gegensatz zu aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Hochrangig publizierte Studien legen nahe: Nahrungsergänzungsmittel sind ohne Nutzen für die Primärprävention, also die Gesunderhaltung und Vorbeugung von Krankheiten.“

Im gleichen Zusammenhang betonen sie, dass eine langfristige Einnahme solcher Mittel sogar mit Risiken verbunden sein könnte, weshalb potenzielle Konsumenten auf jeden Fall davon absehen sollten, diese Präparate einzunehmen, ohne vorher mit ihrem Arzt gesprochen zu haben.

Aber fangen wir erstmal vorne an.

Haben wir alle einen Vitamin-D-Mangel?

Laut dem Robert Koch-Institut gilt eine Vitamin-D-Versorgung von 50 nmol/l bei Erwachsenen als ausreichend. In einer jüngst (2016) durchgeführten Untersuchung zum „Vitamin-D-Status in Deutschland“ veröffentlichte das Institut die Zahlen für Deutschland. Das Ergebnis: 38,4 % aller erwachsenen Frauen und Männer sind ausreichend mit Vitamin D versorgt. 31,3 % weisen eine suboptimale Versorgung (30–50 nmol/l) auf und 30,2 % sind mangelhaft versorgt (<30 nmol/l). Die Unterversorgung mit Vitamin D nimmt bei Frauen mit dem Alter zu, bei Männern tun sich abhängig vom Alter kaum Unterschiede auf.

Der Vitamin-D-Status unterliegt aber starken saisonalen Schwankungen. Im Sommer haben nur 8,3 % einen Mangel vorzuweisen, im Herbst sind es dann schon 19,3 %. Im Winter erreicht der Mangel seine Spitze bei 52 % und im Frühling beträgt er dann 38,4 %.

Diese starken Schwankungen treffen aber auch auf eine ausreichende Versorgung zu. Im Sommer sind 65,8 % der Erwachsenen ausreichend versorgt, im Herbst sind es dann noch 47,9 %, im Winter 17,6 % und im Frühling schließlich 27,3 %.

Neben den Jahreszeiten haben aber, wie eingangs erwähnt, noch weitere Faktoren Einfluss auf den Vitamin-D-Status, bspw. die Dauer der Sonneneinstrahlung, der Gebrauch von Sonnenschutzmitteln oder Körperbedeckungen, der Aufenthalt an schattigen Plätzen, das Lebensalter oder die Hautfarbe.

Im Vergleich zu anderen Ländern schneidet Deutschland hinsichtlich des Vitamin-D-Status nicht gut ab, der Status Erwachsener in Deutschland sei dem Robert Koch-Institut zufolge „nicht optimal“.

Mögliche Folgen haben wir im vorherigen Kapitel bereits erörtert. Aber was ist denn jetzt mit den Nahrungsergänzungsmitteln? Sollte man schon vorbeugend Vitamin-D-Präparate nehmen?

Vitamin-D-Mangel vorbeugen?

Zunächst einmal sollte festgehalten werden, dass sich die oben angegebenen Werte auf festgelegte Referenzwerte beziehen. Das heißt, dass zwar festgelegt wurde, wann wir einen Vitamin-D-Mangel haben. Allerdings muss dieser dann nicht klinisch relevant sein und verursacht womöglich auch gar keine Beschwerden. Es besteht deutschlandweit also zwar eine nicht optimale Versorgung mit dem Vitamin, gefährlich ist sie daher aber noch nicht.

Gut zu wissen!
Werte von 30 nmol/l entsprechen umgerechnet 12 ng/ml. Der Mediziner spricht erst bei einer Unterschreitung von 10 ng/ml von einem moderaten Vitamin-D-Mangel, bei weniger als 5 ng/ml von einem schweren Vitamin-D-Mangel.

Sorgen bereiten eher die Versprechen der Industrie von allen Seiten, dass man am besten frühzeitig seinen Körper mit Vitamin D vollpumpen soll, da es vor so vielen Krankheiten schützt. Befürworter sagen, dass Vitamin-D-Supplemente das Risiko für die Entstehung von Diabetes und bösartigen Tumoren senken, vor Osteoporose bewahren und vor viralen Infekten schützen.

Leider ist davon wissenschaftlich kaum etwas ausreichend belegt, sodass auch entsprechende Hersteller nicht damit werben dürfen, dass ihre Vitamin-D-Präparate bspw. vor Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Infekten oder Erkrankungen des Nervensystems schützen.

Mit Vitamin D Diabetes vorbeugen?

So konnte in einer jüngst durchgeführten Studie bspw. nicht belegt werden, dass Vitamin-D-Supplemente bei Prädiabetes helfen, die Entstehung eines Typ-2-Diabetes abzuwenden. Von Prädiabetes spricht man dann, wenn die Zuckerwerte oberhalb des Normalbereichs liegen, aber noch nicht so hoch, dass man von Diabetes sprechen kann. Die Forscher kontrollierten in der Studie potenzielle Prädiabetiker und gaben ihnen entweder ein Placebo oder Vitamin D, und zwar täglich 4000 i. E. (kurz für: internationale Einheiten). Ganz nebenbei bemerkt liegt das schon weit über dem hierzulande vom Bundesamt für Risikobewertung maximal empfohlenen Wert von 800 i. E. pro Tag.

Die Personen in der Vitamin-D-Gruppe hatten anfangs einen durchschnittlichen Vitamin-D-Spiegel von 27,7 ng/ml, die Placebo-Gruppe 28,2 ng/ml. Am Ende der Untersuchungen ergab sich für Personen mit Vitamin D ein entsprechender Spiegel von 54,3 ng/ml, die Personen mit Placebo kamen auf 28,8 ng/ml.

Von den insgesamt 2.423 untersuchten Personen (1.211 in der Vitamin-D-Gruppe, 1.212 in der Placebo-Gruppe) entwickelten nach 2 ½ Jahren 293 Personen mit Vitamin D einen Typ-2-Diabetes, in der Placebo-Gruppe waren es 323 Personen. Die Unterschiede wurden somit als nicht signifikant eingestuft.

Fraglich bleibt, inwiefern Personen mit einem tatsächlichen Vitamin-D-Mangel (unter 12 ng/ml) von der Supplementierung hätten profitieren können.

Durch Vitamin-D-Supplemente Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen?

Anfang des Jahres unternahmen Forscher um JoAnn E. Manson eine umfassende Untersuchung, in der es darum gehen sollte, den Nutzen von Vitamin D bei der Vorsorge von Krebs- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu untersuchen.

Hintergrund seien vor allem die zunehmenden routinemäßigen Erhebungen der Vitamin-D-Werte im klinischen Alltag sowie die zunehmende Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln mit Vitamin D gewesen. Ebenso haben vorherige Studien gezeigt, dass sich in Gebieten mit hoher Sonneneinwirkung weniger Todesfälle aufgrund von Krebs oder kardiovaskulären Erkrankungen ereignen. Außerdem seien in einigen Studien bereits Zusammenhänge zwischen geringen Vitamin-D-Spiegeln und den Erkrankungen beobachtet worden. Nichtsdestoweniger sei dies kein ausreichender Beleg dafür, dass man mit der Supplementierung von Vitamin D, genauer der prophylaktischen Einnahme des Hormons, ebenjenen Erkrankungen vorbeugen könne. Denn gerade Beobachtungsstudien sind Störeinflüssen ausgesetzt, bspw. einem möglicherweise erhöhten Aufenthalt an der Sonne, Übergewicht, Ernährungsgewohnheiten usw.

Landesweite Untersuchung über längeren Zeitraum

Manson und ihre Kollegen unternahmen in den USA vor diesem Hintergrund eine landesweite Studie mit 25.871 Männern und Frauen. Die Männer waren alle über 50 Jahre alt, die Frauen über 55. Als Endpunkte haben sich die Forscher die Entwicklung einer Krebserkrankung bzw. das Auftreten schwerer Herz-Kreislauf-Ereignisse gesetzt (dazu zählten der Herzinfarkt, der Schlaganfall oder Tod durch Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System). Zufällig wurde bestimmt, wer ein Placebo erhielt und wer 2.000 i. E. Vitamin D pro Tag. Die Untersuchungen wurden an anfangs gesunden Erwachsenen über einen Zeitraum von 5 Jahren durchgeführt.

Auch hier ist das Ergebnis ernüchternd. Die Kurzform: Die Gabe von Vitamin-D-Supplementen stand nicht im Zusammenhang mit einem geringeren Risiko für Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Ergebnisse wurden im Schnitt nach 5,3 Jahren erhoben.

In Zahlen ausgedrückt bedeutet das: Insgesamt wurde unter den Teilnehmern 1.617 Mal Krebs diagnostiziert. In der Vitamin-D-Gruppe ereigneten sich 793 entsprechende Fälle, in der Placebo-Gruppe 824. Bei schweren Herz-Kreislauf-Ereignissen verhält es sich ähnlich: In der Vitamin-D-Gruppe waren es 396 Fälle und in der Placebo-Gruppe 409.

Angesichts ihrer Ergebnisse ziehen die Forscher den Schluss, dass Vitamin-D-Supplementierung nicht mit einem geringeren Risiko für Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen einhergeht.

Weiteres zum Thema Vitamin D und Krebs

Auch in zwei weiteren Studien aus diesem Jahr konnte der Einfluss von Vitamin D auf Krebs nicht nachgewiesen werden. Natürlich muss vorab aber gesagt werden, dass die Erkrankung hier bereits bestand und sich in einem Stadium befand, das keine operative Entfernung des Tumors mehr zuließ. Es zeigte sich letztlich kein Einfluss auf die Gesamtüberlebenszeit der Patienten, sodass die Forscher in sowohl der ersten als auch der zweiten Studie zwar zu dem Schluss kommen, dass Vitamin D keinen Einfluss auf Krebserkrankungen im Verdauungstrakt hat. Allerdings räumen sie ein, aufgrund einiger Hinweise, die sich während der Studie auftaten, noch weitere Untersuchungen vornehmen zu müssen.

Dr. Dr. Tobias Weigl ist dem Zusammenhang zwischen Vitamin D und Krebs in einem Beitrag einmal genauer auf den Grund gegangen. Er hat dazu 13 Studien analysiert und stellt seine Schlussfolgerung im nachfolgenden Video vor.

Schützt & heilt Vitamin D Krankheiten wie Krebs?⏩ Würdigung von Prof. Jörg Spitz & aktuelle Studien

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Vorsorglich Vitamin D nehmen, um Atemwegserkrankungen vorzubeugen?

Tatsächlich ist die Frage, ob vorsorglich eingenommenes Vitamin D Atemwegsinfektionen wie bspw. einer Lungenentzündung vorbeugen kann, nicht abschließend zu beantworten. Dafür existieren nämlich zum Teil widersprüchliche Studienergebnisse.

Schauen wir uns z. B. drei verschiedene Studien an, die sich mit dem Effekt von Vitamin D in diesem Zusammenhang befasst haben.
In der ersten Studie aus dem Jahr 2017 haben australische Forscher den Effekt einer monatlichen Dosis von 100.000 i. E. Vitamin D untersucht. Die insgesamt 5.110 Teilnehmer waren zwischen 50 und 84 Jahren alt und wurden in eine Vitamin-D-Gruppe mit 2.558 Teilnehmern und eine Placebo-Gruppe mit 2.552 Teilnehmern aufgeteilt. Der Untersuchungszeitraum belief sich auf im Schnitt 1,6 Jahre. Die Teilnehmer mussten monatlich einen Fragebogen zum Thema Atemwegserkrankungen ausfüllen.

In der Vitamin-D-Gruppe berichteten 74,1 % von Atemwegserkrankungen im Untersuchungszeitraum, in der Placebo-Gruppe waren es 73,7 %. Diese Ergebnisse veranlassten die Forscher zu der Schlussfolgerung, dass hochdosiertes Vitamin D keinen Einfluss auf Atemwegserkrankungen bei älteren Erwachsenen hat, bei denen zu Untersuchungsbeginn kein Mangel des Hormons nachgewiesen wurde. Die Studie lässt keine Aussage bzgl. einer täglichen oder wöchentlichen Dosis zu.

Atemwegsinfekte bei Kindern

In einer Studie aus dem Jahr 2016 setzten sich Forscher zum Ziel, den Effekt einer prophylaktischen Vitamin-D-Gabe bei Kindern unter fünf Jahren zu untersuchen, und zwar hinsichtlich der Infektionskrankheiten Lungenentzündung, Tuberkulose, Durchfall sowie Malaria.
Die Forscher erstellten zu diesem Zweck Kriterien und konnten für ihr Review letztlich vier passende Studien mit insgesamt 3.198 Kindern unter fünf Jahren ausmachen.

Sie kommen am Ende ihrer Arbeit zu dem Schluss, dass eine vorsorgliche Vitamin-D-Gabe weder einen Einfluss auf die Sterblichkeitsrate noch auf das Auftreten von Atemwegsinfektionen bei Kindern unter fünf Jahren hat. Allerdings räumen die Forscher auch ein, dass sie keine Studien ausfindig machen konnten, die sich mit den Infektionskrankheiten Tuberkulose und Malaria ausfindig machen konnten, sodass sich diesbezüglich keine Aussage treffen lässt.

Schutz durch Vitamin D nachgewiesen?

In der dritten Studie, die an dieser Stelle Erwähnung finden soll, wollten Forscher allgemein den Einfluss von Vitamin-D-Supplementierung auf das Risiko für akute Atemwegserkrankungen untersuchen.

Sie wählten als Forschungsgegenstand daher individuelle Patientendaten, die im Rahmen anderer Studien erhoben worden waren. Als Kriterien für die ausgewählten Studien legten die Forscher fest, dass die Studienteilnehmer über einen unbestimmten Zeitraum mit Vitamin D3 oder D2 supplementiert worden sein müssen, zufällig auf eine Versuchsgruppe aufgeteilt waren, es eine Placebo-Gruppe zum Vergleich gab und weder Teilnehmer noch Forscher wussten, welcher Gruppe die Teilnehmer zugeordnet waren (sog. ‚doppel-blind‘). Letztlich konnten sie so 25 passende Studien ermitteln.

Ihre Arbeit ergab, dass Vitamin-D-Supplementierung das Risiko akuter Atemwegsinfektionen unter allen Teilnehmern gesenkt hat. Am meisten profitieren konnten von den Vitamin-D-Gaben aber diejenigen Teilnehmer, die zu Beginn der Untersuchungen bereits eine mangelhafte Versorgung mit Vitamin D (<25 nmol/l) aufwiesen. Hier lautet die Schlussfolgerung der Forscher: Die Supplementierung von Vitamin D ist sicher und schützt vor akuten Atemwegsinfektionen.

Hilft Vitamin D denn jetzt bei Atemwegsinfekten oder nicht?

Diese Frage lässt sich aufgrund der widersprüchlichen Ergebnisse nicht abschließend beantworten. Auch die Weltgesundheitsorganisation äußert sich noch zurückhaltend zum Thema Vitamin D und verweist darauf, dass noch weitere Untersuchungen nötig seien, um eine klare Empfehlung geben zu können.

Sturzprävention durch Vitamin D?

Zu guter Letzt soll an dieser Stelle noch ein Thema angesprochen werden, das oft mit der prophylaktischen Einnahme von Vitamin D in Verbindung gebracht wird. Nicht zuletzt auch dadurch, dass es für Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D erlaubt ist, damit zu werben, dass entsprechende Präparate die Sturzgefahr bei Männern und Frauen ab einem Alter von 60 Jahren verringert und so das Risiko für Knochenbrüche senkt.

Diesbezüglich haben Forscher 2018 eine Meta-Analyse durchgeführt und versucht, den Effekt von Vitamin-D-Supplementierung auf die Gesundheit des Bewegungsapparats zu ergründen. Auf der Grundlage von Daten von 53.537 Teilnehmern konnten die Forscher letzten Endes ermitteln: Die prophylaktische Versorgung mit Vitamin D kann Brüchen oder Stürzen nicht vorbeugen und hat auch keinen bedeutenden Effekt auf die Knochendichte. Sie konnten ebenso keine Unterschiede zwischen niedrig- und hochdosierten Vitamin-D-Dosen ausmachen. Angesichts ihrer Ergebnisse gebe es keinen Grund, Vitamin D zu supplementieren, um die Gesundheit des Bewegungsapparats aufrecht zu erhalten oder zu verbessern.

In diesem Kontext ist auch interessant, dass Forscher herausgefunden haben, wie sich Vitamin D prophylaktisch auf eine verbesserte Knochendichte auswirkt – nämlich gar nicht. Zwar ließ sich in der Studie mit hochdosiertem Vitamin D der entsprechende Mangel bei älteren Menschen ausgleichen. Ein Einfluss auf die Knochendichte konnte sich allerdings nicht ableiten lassen. Ebenso blieb die Häufigkeit für Stürze gleich.

An dieser Forschung wird allerdings bemängelt, dass nicht zeitgleich Calcium zugeführt wurde, auch wenn einige Experten dies ursprünglich gefordert hatten.

Unser Fazit

Lassen Sie Vorsicht walten im Umgang mit Nahrungsergänzungsmitteln, die Vitamin D enthalten. Denn Vergiftungen mit dem Vitamin sind möglich – allerdings nur, wenn Sie es oral einnehmen. Ein Zuviel an Sonne kann den Vitamin-D-Spiegel nicht so sehr in die Höhe treiben.

Sprechen Sie unbedingt vorher mit Ihrem behandelnden Arzt, ob und wieso eine Gabe von Vitamin D bei Ihnen nötig ist. Richten Sie sich dann auch streng nach der von ihm vorgegebenen Menge. Generell empfiehlt das Bundesamt für Risikobewertung, eine Tageshöchstmenge von 800 i. E. nicht zu überschreiten. Wenn Sie mehr nehmen wollen oder sollen, achten Sie darauf, auf keinen Fall eine Gesamtmenge von 4.000 i. E. zu überschreiten, da dies mit entsprechenden Nebenwirkungen einhergehen könnte, bspw. Übelkeit, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit oder sogar Problemen mit den Nieren.

Nicht zuletzt sollten Sie auch vorsichtig sein, wenn Sie Herzglykoside einnehmen. Das sind Wirkstoffe, die bei der Behandlung von bspw. Herzschwäche oder Vorhofflimmern zum Einsatz kommen. Wenn Sie zeitgleich mit Vitamin D eingenommen werden, kann es zu sogenannten Wechselwirkungen kommen. Damit beschreibt man den Umstand, dass sich Medikamente gegenseitig beeinflussen. Die Kombination von Vitamin D und Herzglykosiden kann durch das Vitamin D möglicherweise zu einem erhöhten Calciumspiegel führen, wodurch die Herzglykoside stärker wirken und ggf. Herzrhythmusstörungen verursachen können.

Aufgrund der aktuellen wissenschaftlich erhobenen Datenlage existieren für Vitamin D keine nennenswerten Vorteile in Bezug auf die Vorsorge. Anders sieht das womöglich bei Erkrankungen aus, die einen Vitamin-D-Mangel zur Folge haben. Dazu können Sie aber alles Wichtige nachlesen in unserem Artikel „Vitamin-D-Mangel – Evidenz & Wirkung – Kein Wundermittel gegen Krebs und Co.“.

Hochrisikogruppen für Vitamin-D-Mangel

Wie wir bereits festgehalten haben, sollte Ihr Arzt also einen Mangel an Vitamin D nachgewiesen haben, bevor Sie zu entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln greifen. Bei einigen Menschen ist es wahrscheinlicher, dass ein Vitamin-D-Mangel besteht, der ausgeglichen werden muss. Ein wichtiger Faktor ist hier vor allem das Alter. Denn je älter Sie sind, desto geringer ist die Eigenproduktion von Vitamin D – und das betrifft Frauen noch mehr als Männer. Mit dem Alter sinkt ggf. auch die Mobilität, wodurch sich ein verringerter Aufenthalt an der Sonne und dann auch weniger Vitamin-D-Produktion ergibt. Ebenso gefährdet für einen Vitamin-D-Mangel sind Menschen mit dunkler Haut, da diese einen höheren Melanin-Gehalt aufweist und die für die Vitamin-D-Produktion wichtigen UV-B-Strahlen somit letztlich weniger Effekt erzielen.

Einen Sonderfall stellen in diesem Zusammenhang auch Säuglinge dar. Sie können Opfer eines Vitamin-D-Mangels werden, da sie zum einen wenig Vitamin D über die Muttermilch erhalten und zum anderen keinen ausreichenden Schutzmechanismus aufgebaut haben, der es ihrer Haut erlauben würde, der Sonne lange genug ausgesetzt zu sein. Um einer potenziellen Rachitis mit gestörtem Knochenwachstum vorzubeugen, kann der Arzt sich dann dazu entschließen, Vitamin D über eine Spritze zu geben. Allerdings handelt es sich dann um ein Arzneimittel. Von Nahrungsergänzung sollte in diesem Fall abgesehen werden.

Häufige Patientenfragen

Wenn ich durch Sonnenbaden Vitamin D herstellen kann, welchen Einfluss hat dann Sonnencreme?

Dr. Dr. T. Weigl
Genaue Zahlen gibt es dafür nicht, aber es lässt sich auf jeden Fall festhalten, dass Sonnencreme die Vitamin-D-Produktion reduziert. Dabei spielen aber viele verschiedene Faktoren eine Rolle, bspw. die Zusammensetzung des Sonnenschutzmittels, die verwendete Menge, die Tageszeit, das Alter, der Hauttyp und natürlich auch der Lichtschutzfaktor. Liegt dieser bei 20, so werden etwa 95 Prozent der UV-Strahlung blockiert.

Man kann Vitamin D doch auch über die Nahrung aufnehmen, oder?

Dr. Dr. T. Weigl
Das ist möglich, ja. Aber nicht in dem Umfang, dass es ausreichen würde. Denn 80–90 Prozent unseres Bedarfs an Vitamin D decken wir über die Produktion durch Sonneneinwirkung. Maximal 20 Prozent lassen sich über die Nahrung zuführen. Lebensmittel, die einen nennenswerten Anteil an Vitamin D haben, sind bspw. fettiger Fisch (Hering, Lachs), Leber, Eigelb oder auch einige Wildpilze.

Wie macht sich ein Vitamin-D-Mangel bemerkbar?

Dr. Dr. T. Weigl
Das hängt zunächst einmal vom Alter ab. Bei Kindern ist z. B. eine Rachitis möglich, bei der die Knochen in Ihrem Wachstum gestört sind und es zu Verformungen des Skeletts kommen kann. Erwachsene hingegen können eine sogenannte Osteomalazie erleiden, bei der die Knochen aufweichen, was ebenso eine Deformierung zur Folge haben kann. Andere mögliche Beschwerden bei Vitamin-D-Mangel sind Müdigkeit, schlechte Stimmung, Schlafstörungen sowie Muskel- und Gelenkschmerzen.

Was kann passieren, wenn ich zu viel Vitamin D zu mir nehme?

Dr. Dr. T. Weigl
Zunächst einmal ist das nur möglich, wenn Sie Nahrungsergänzungsmittel nehmen und nicht auf die Dosierungsvorschriften achten. Weder die Sonne noch die normale Ernährung können eine Überdosis herbeiführen. Vor allem die Niere kann durch ein Zuviel an Vitamin D in Mitleidenschaft gezogen werden. Es kann dann zu Calcium-Ablagerungen in der Nierenrinde bzw. im Nierenmark kommen, auch bekannt als Nierenverkalkung. Außerdem können sich die berüchtigten Nierensteine bilden, die abhängig von ihrer Größe Schmerzen in den Nieren verursachen können.

Kann ich meinen Vitamin-D-Status beim Arzt bestimmen lassen?

Dr. Dr. T. Weigl
Ja, das ist möglich. Allerdings müssen Sie die Kosten dafür selbst übernehmen, wenn der Arzt nicht der Ansicht ist, dass bei Ihnen eine Bestimmung des Wertes notwendig ist. Ihnen wird dann Blut abgenommen. Im Labor wird dann der im Blutserum enthaltene Vitamin-D-Vorläufer 25-Hydroxyvitamin-D bestimmt. Dieser wird in den Einheiten nmol/l oder ng/ml angegeben. Wenn Sie die Werte umrechnen wollen, müssen Sie – um von nmol/l auf ng/ml zu kommen – durch 2,5 teilen.

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Die hier beschriebenen Punkte (Krankheit, Beschwerden, Diagnostik, Therapie, Komplikationen etc.) erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es wird genannt, was der Autor als wichtig und erwähnenswert erachtet. Ein Arztbesuch wird durch die hier genannten Informationen keinesfalls ersetzt.

Autoren: Dr. Dr. Tobias Weigl und Tobias Möller
Lektorat: Sebastian Mittelberg
Veröffentlicht: 15.11.2019

Quellen

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  • hil/aerzteblatt.de (2018): Nahrungsergänzung mit Vitamin D hilft nicht gegen Osteoporose. In: aerzteblatt.de.
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  • Jörg Spitz (2011): Superhormon Vitamin D – So aktivieren Sie Ihren Schutzschild gegen chronische Erkrankungen. Gräfe Und Unzer, München.
  • Stiftung Warentest (2019): FAQ Vitamin D – Schützt Sonne genug vor Vitamin-D-Mangel? In: test.de.
  • Mitsuyoshi Urashima u. a. (2019): Effect of Vitamin D Supplementation on Relapse-Free Survival Among Patients With Digestive Tract Cancers. The AMATERASU Randomized Clinical Trial. In: Journal of the American Medical Association 321/14, S. 1361–1369.
  • Verbraucherzentrale (2019): Vitamin D-Produkte – Wann sind Sie sinnvoll? In: verbraucherzentrale.de.
  • World Health Organization (2019): Vitamin D supplementation and respiratory infections in children. In: who.int.
  • Mohammad Y. Yakoob (2016): Vitamin D Supplementation for preventing infections in children under five years of age. In: Cochrane Database of Systematic Reviews 2016/11.
[Gesamt:4    Durchschnitt: 5/5]

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