Sign up with your email address to be the first to know about new products, VIP offers, blog features & more.

Histamin & Histaminintoleranz – Ursachen | Symptome | Therapie

Auf einen Blick – Histamin und Histaminintoleranz

Was ist Histamin?

  • Histamin ist ein sog. biogenes Amin (ein Eiweißstoff) und gehört zu den Botenstoffen
  • kann als Gewebshormon und als Neurotransmitter wirken
  • kommt im Körper, aber auch in vielen Lebensmittel vor

Wie wirkt Histamin im Körper? (Auswahl)

  • ist an Reaktionen unseres Immunsystems beteiligt
  • reguliert im Magen die Säureproduktion
  • reguliert den Schlaf-Wach-Rhythmus

Wie kommt es zu einer Histaminintoleranz?

  • Störung des Histaminhaushalts
  • ursächlich kann z. B. ein reduzierter Histaminabbau im Körper sein
  • der Histaminhaushalt kann u. a. von Lebensmitteln beeinflusst werden

Welche Symptome verursacht eine Histaminintoleranz? (Auswahl)

  • Übelkeit, Durchfall
  • Kreislaufprobleme
  • Kopfschmerzen
  • Asthma

Wie wird eine Histaminintoleranz behandelt? (Auswahl)

  • Antihistaminika, die die Histamin-Rezeptoren blockieren
  • Diaminooxidase
  • angepasste Ernährung

Von Medizinern geprüft und nach besten wissenschaftlichen Standards verfasst

Dieser Text wurde gemäß medizinischer Fachliteratur, aktuellen Leitlinien und Studien erstellt und von einem Mediziner vor Veröffentlichung geprüft.

Quellen ansehen
Histamin ist ein sog. biogenes Amin und übernimmt im Körper einige wichtige Funktionen. Histamin wird mit der Nahrung aufgenommen oder im Körper aus der Aminosäure Histidin gebildet. Ist der Histaminhaushalt gestört, wenn Histamin etwa nicht mehr in ausreichendem Maße vom Körper abgebaut wird, kann es zu Symptomen einer Histaminintoleranz kommen. Diese Beschwerden können den Alltag von Betroffen unter Umständen erheblich beeinträchtigen. Was die Ursachen einer Histaminintoleranz sind, welche Funktionen Histamin im Körper übernimmt und wie eine Histaminintoleranz behandelt wird, erfahren Sie im nachfolgenden Artikel.

Was ist Histamin?

Für das Immunsystem nimmt Histamin eine zentrale Rolle ein. Das biogene Amin der Aminosäure Histidin ist bei Reaktionen allergischer Natur, bei der Säureproduktion und bei Bewegungsabläufen des Magen-Darm-Traktes mitbeteiligt. Des Weiteren hat Histamin Einfluss auf die Appetitkontrolle und den Schlaf-Wach-Rhythmus.

Histamin ist sowohl ein wichtiges Hormon als auch ein bedeutender Neurotransmitter – und kann sowohl Krankheiten verursachen als auch wichtige Therapiemöglichkeiten eröffnen.
– Dr. Dr. Tobias Weigl


Histamin kommt v. a. in Immunzellen (sog. ‚Mastzellen, basophile Granuzolyten‘), Epithelzellen des Magen-Darm-Traktes (sog. ‚enterochromaffine Zellen‘) und in Nervenzellen (sog. ‚Neuronen‘) des Zentralnervensystems vor.
Im menschlichen Körper sorgen Botenstoffe für die Weiterleitung von Informationen und die Regulierung von spezifischen Vorgängen. Histamin gehört zu diesen Botenstoffe und wirkt dabei auf zwei Weisen. Zum einen als ein Gewebshormon und zum anderen als Neurotransmitter (andere Neurotransmitter sind z. B. Serotonin, Dopamin).

Was sind Hormone und Neurotransmitter?

Generell kann gesagt werden, dass es sich um chemische Botenstoffe handelt, welche bestimmte Wirkungen im menschlichen Körper erzielen können. Vom chemischen Aufbau können sie sich ähnlich sein, erfüllen jedoch unterschiedliche Aufgaben, wenn sie freigesetzt werden.

  • Der Neurotransmitter: Beim Neurotransmitter handelt es sich um einen Botenstoff, der bei der elektrischen Übertragung von Signalen in Nervenzellen eine Rolle spielt. Dabei wird der Neurotransmitter über einem „Raum“ zwischen den Nervenzellen (sog. ‚synaptischer Spalt‘) hinweg weitergeleitet. Dadurch kann er seine Wirkung an anderen Nervenzellen entfalten. Der Mechanismus dazu wird in der Biochemie auch elektrischer Impuls oder Aktionspotential genannt.
    Zu den Wirkorten zählen hier das zentrale Nervensystem (Rückenmark & Gehirn) und das periphere Nervensystem, also Nervenfasern, die mit dem Rest des Körpers verbunden sind.
    Kennzeichnend für die Neurotransmitter ist deren schnelle Übertragung der Weiterleitung von Signalen. Dadurch wird sichergestellt, dass Impulse vom Gehirn rasch wahrgenommen und weitergeleitet werden.
  • Das Gewebshormon: Ein Hormon ist ebenfalls ein Botenstoff. Dieser wird von spezifischen Zellen (z. B. Drüsen) produziert und im Blutkreislauf freigesetzt. Zur Entfaltung seiner Wirkung muss das Hormon an einem Proteinkomplex der Zelle, welcher Rezeptor genannt wird, „andocken“ bzw. binden. Nach erfolgreicher Bindung muss jedoch nicht direkt eine Wirkung stattfinden. Oft ist es so, dass durch den komplizierten Aufbau des Rezeptors verschiedene Kaskaden ablaufen, bis die eigentliche Wirkung erzielt wird. So werden ebenfalls viele regulatorische Prozesse im menschlichen Körper gesteuert. Im Vergleich zu den Neurotransmittern laufen die Prozesse von Hormonen langsamer ab.

Was bewirkt Histamin im Körper?

Wie oben bereits erwähnt bindet Histamin als Neurotransmitter oder Gewebshormon an spezifische Rezeptoren von Zellen. Dort kann es bestimmte Funktionen auslösen oder Signale weiterleiten und somit verschiedene Vorgänge aktivieren. Im Folgenden soll Ihnen eine Übersicht vorgestellt werden, in der die Wirkweisen von Histamin in verschiedenen Bereichen des Körpers erläutert werden.

  • Immunantwort und Abwehrreaktion: Histamin spielt bei der Abwehr und beim Schutz körperfremder Stoffe eine wichtige Rolle. So beeinflusst es Zellen, welche bei einer Immunantwort gegen körperfremde Stoffe mitbeteiligt sind. Bei diesen Zellen handelt es sich um T-Zellen und eosinophile Granulozyten. Dadurch ist Histamin bei der Immunreaktion von Allergien und Asthma mitbeteiligt. Der Juckreiz, welcher als Folge einer Verbrennung oder Entzündung entsteht, wird ebenfalls der Wirkung von Histamin als Mediatorsubstanz zugeschrieben.
  • Gastrointestinaltrakt (Magen-Darm-Trakt): Die Hauptwirkung von Histamin im Magen ist die Regulation der Säureproduktion. Durch die Aktivierung bestimmter Rezeptoren der Zellen (sog. ‚H2-Rezeptoren‘) wird eine Steigerung der Säureproduktion des Magens bewirkt. Außerdem beeinflusst es die Bewegungsabläufe in Magen und Darm (sog. ‚Motilität‘). Die Motilität ist auf die erregende Wirkung des Histamins auf die glatte Muskulatur zurückzuführen.
  • Herz-Kreislaufsystem: Im Zuge der Abwehrreaktion wirkt Histamin auf die Blutgefäße. So führt seine Wirkung zur Erweiterung von kleinen Blutgefäßen und damit verbunden der optisch sichtbaren Hautrötung. Des Weiteren bewirkt Histamin am Herzen eine Steigerung der Schlagkraft (sog. ‚positiv ionotrope Wirkung‘) und eine Steigerung der Schlagfrequenz (sog. ‚positiv chronotrope Wirkung‘)
  • Zentrales Nervensystem: Im zentralen Nervensystem beeinflusst Histamin die Schlaf-Wach-Rhythmus Regulation und die Auslösung des Erbrechens (sog. ‚Emesis‘)

Des Weiteren können dem Histamin die folgenden Wirkungen zugeschrieben werden:

  • antidepressiv
  • Krampfanfall senkend
  • appetitzügelnd
  • blutdruckregulierend
  • körpertemperaturregulierend
  • Regulatorischer Einfluss auf Neurotransmitter (Noradrenalin, Serotonin, Cholin, Dopamin und Glutamin)

Welche Rolle spielt Histamin bei Krankheiten?

Die oben genannten Punkte zeigen, dass Histamin ein wichtiger Botenstoff des menschlichen Körpers darstellt. Die richtige bzw. optimale Regulierung von Histamin ist von großer Bedeutung. Ursache einer erhöhten Histamin-Konzentration im Körper ist beispielsweise ein verminderter Abbau von Histamin. Grund dafür kann etwa die eingeschränkte Aktivität von Histamin-abbauenden Enzymen sein.

Eine Störung des Histamin-Haushalts drückt sich in Form einer Histamin-Intoleranz (sog. ‚Histaminose‘) aus. Das heißt, der Körper entwickelt eine Unverträglichkeit gegenüber Nahrung, die Histamin enthält.

Einige Nahrungsmittel und Medikamente zeigen zwar einen niedrigen Histamin-Gehalt, begünstigen jedoch die Histamin-Freisetzung im Körper (sog. ‚Histaminliberatoren‘) bzw. verzögern die Aktivität Histamin-abbauender Enzyme.

NahrungsmittelArzneimittel
Fisch und Fleischentzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente mit dem Wirkstoff:
Käsesorten mit hohem ReifegradAcetylsalicylsäure (z. B. Aspirin)
Alkohol: Bier, Wein, Sekt und ChampagnerMefenaminsäure (z. B. Parkemed)
EssigDiclofenac (z. B. Diclovit)
Gemüse: Sauerkraut und SpinatIndometacin (z. B. Indocid)
Lebensmittel, die Histamin freisetzen
Schokolade
Erdbeeren, Orangen, Bananen, Birnen, Ananas, Kiwi
Meeresfrüchte
Tomaten
Walnüsse und Cashewnüsse

Welche Symptome verursacht ein gestörter Histaminspiegel?

Die Einnahme der oben genannten Nahrungsmittel und Medikamente kann folgende Beschwerden verursachen:

Leiden Sie unter einer Histaminintoleranz? Welche Symptome sind bei Ihnen aufgetreten? (Mehrfachnennungen möglich)
Abstimmen
Eine weitere Folge des gestörten Histaminhaushalts ist die Nesselsucht (auch Nesselfieber genannt). Grund dafür ist die durch Histamin wirkende Erhöhung der Durchlässigkeit (sog. ‚Permeabilität‘) von Blutgefäßwänden. Diese Krankheit zeigt sich durch Reaktionen der Haut gegenüber

  • Arzneimitteln
  • Nahrungsmitteln
  • Wärme bzw. Kälte
  • Licht
  • Stress psychischer Natur und
  • Autoimmunerkrankungen.

Optisch äußert sich diese Krankheit in Form von Erytheme (entzündliche Hautrötungen) und Quaddeln aus.

Histamin und Histaminintoleranz auf einen Blick
Histamin ist ein sog. biogenes Amin (ein Eiweißstoff) und gehört zu den Botenstoffen. Es kann als Gewebshormon oder als Neurotransmitter wirken.

Wirkung von Histamin im Körper

  • beteiligt an Immunreaktionen
  • Regulation der Säureproduktion im Magen
  • Regulation des Schlaf-Wach-Rhythmus im zentralen Nervensystem
  • steigert Schlagkraft und Schlagfrequenz des Herzens
  • erweitert bei einer Immunreaktion die Blutgefäße

Ursachen für eine Histamintoleranz

  • Störung des Histaminhaushalts
  • ursächlich kann z. B. ein reduzierter Histaminabbau im Körper sein
  • die Histamin-Konzentration kann u. a. von Lebensmitteln beeinflusst werden

Wichtige Symptome einer Histaminintoleranz

Was tut der Arzt? Teil 1: Diagnose

Das Problem bei der Diagnose einer Histaminintoleranz ist, dass die Beschwerden oft unspezifisch sind und nicht unbedingt mit einer Intoleranz zusammenhängen müssen. Dieser Umstand erschwert eine frühe und eindeutige Diagnose, da andere Erkrankungen die Beschwerden verursachen können. Bisher gibt es keine einzelnen Labortests, die mit wenig Aufwand eindeutig eine Intoleranz von Histamin bestätigen, wenn Histamin von außen zugeführt wurde (etwa durch Lebensmittel). Deshalb ist Ihre intensive Mitarbeit als Patient unabdingbar, damit der Arzt eine Diagnose stellen kann! Ein Ernährungstagebuch kann hilfreich sein.

Der allererste Schritt ist eine ausführliche Anamnese, in der der Arzt Sie u. a. zu den unten aufgeführten Punkten befragt. Im Vorfeld einer Untersuchungen sollten Sie sich deshalb Gedanken etwa zu folgenden Fragen machen:

  • Welche Beschwerden treten bei Ihnen genau auf?
  • Seit wann treten diese Beschwerden auf?
  • Klingen die Beschwerden nach einer Weile wieder ab oder bleiben sie länger bestehen?
  • Treten die Beschwerden auf, wenn Sie bestimmte Lebensmittel oder Medikamente zu sich nehmen?
  • Sind die beschwerdefrei, wenn Sie auf bestimmte Lebensmittel o. Ä. verzichten? Wenn ja, um welche Lebensmittel handelt es sich?
  • Nehmen Sie Medikamente? Wenn ja, welche?
  • Leiden Sie noch unter anderen Erkrankungen (z. B. Bluthochdruck, Diabetes mellitus)?

Provokationstest und Histamin-Diät

Diese Fragen lassen noch keine zuverlässige Diagnose zu, können aber im weiteren Verlauf der Untersuchung hilfreich sein. Die derzeit einzige Methode, um relativ zuverlässig eine Histaminintoleranz festzustellen, ist ein Provokationstest mit Histamin. Eine bewährte Routineanwendung dieses Verfahrens gibt es allerdings bisher noch nicht. In der aktuellen Leitlinie wird folgendes Vorgehen vorgeschlagen, um eine Histamintoleranz zu diagnostizieren:

  • andere Krankheiten ausschließen, die Ursache der Beschwerden sein können
  • Auswertung eines Ernährungs- und Symptomtagebuches
  • histaminhaltige Nahrungsmittel durch eine entsprechende Diät beschränken
  • nach rund 2 Wochen sollen verdächtige Lebensmittel testweise wieder verzehrt werden
  • im gleichen Zuge soll geprüft werden, wie es um die individuelle Histaminverträglichkeit bestellt ist
  • abschließend soll eine konkrete Ernährungsempfehlung erarbeitet werden

Bessern sich die Probleme des Patienten nicht, muss nach anderen Ursachen gesucht werden. Beispiele hierfür sind etwa Tumoren oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn.

Was tut der Arzt? Teil 2:Therapie

Konnte sichergestellt werden, dass es sich um eine Histaminintoleranz handelt, ist einer der wichtigsten Schritte eine konsequente Ernährungsumstellung. Wie harsch diese ausfällt, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Einige müssen fast vollständig auf histaminhaltige Lebensmittel verzichten, andere müssen lediglich die Menge der jeweiligen Nahrungsmittel einschränken. Lassen Sie sich auf jeden Fall beraten, wie Sie ihre Ernährung entsprechend gestalten können und trotzdem nicht zu viele Einschränkungen in Kauf nehmen müssen.

Medikamente bei einer Histamintoleranz

Zur Regulation eines gestörten Histamin-Haushalts kann sich auch eine medikamentöse Behandlung eignen. Dabei können verschiedene Arzneimittel verwendet werden, die im Folgenden aufgelistet sind und erklärt werden. Beachten Sie aber, dass diese Medikamente die Symptome lindern, nicht aber die Intoleranz selbst heilen.

Antihistaminika

Bei Antihistaminika handelt es sich um Wirkstoffe, die die Wirkung vom Botenstoff Histamin mindern bzw. komplett aufheben. Dies erfolgt durch eine Blockierung der Histamin-Rezeptoren. Ganz wichtig ist hier, dass der Mensch über 4 verschiedene Histamin-Rezeptoren verfügt. Diese unterscheiden sich sowohl in ihrer Lokalisation, als auch in ihrer Funktion. Dadurch entsteht folgende Gruppierung:

  • H1-Antihistaminika: Eignet sich zur Behandlung von allergischen Beschwerden (z. B. Medikament mit dem Wirkstoff Cetrizin). Dazu gehören vor allem Juckreiz, Rötung der Haut, Bindehautentzündungen (sog. ‚Konjunktivitis‘) und Schleimhautentzündungen (sog. ‚Rhinitis‘). Je nach Medikament beeinflussen H1-Antihistaminika ebenfalls die H1 Rezeptoren im Zentralnervensystem und wirken antiemetisch (z. B. Medikament mit dem Wirkstoff Meclozin). Das heißt, sie wirken gegen Erbrechen und werden deshalb bei der Reisekrankheit angewendet. Des Weiteren beeinflussen sie den Schlaf-Wach-Rhythmus und finden daher Anwendung als Schlafmittel (z. B. Medikament mit dem Wirkstoff Mepyramin).
  • H2-Antihistaminika: Diese werden überwiegend zur Behandlung von Magen- (sog. ‚Ulcus ventriculi‘) und Zwölffingerdarmgeschwüren (sog. ‚Ulcus duodeni‘) angewendet (z.B. Medikament mit dem Wirkstoff Cimetidin). Sie hemmen die Histaminwirkung an H2-Rezeptoren. Diese sind in der Magenschleimhaut lokalisiert und an der Magensäureproduktion mitbeteiligt. Wichtig zu wissen ist, dass Medikamente aus der Klasse der Protonenpumpenhemmer sich besser für die Behandlung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre eignen.
  • H3-Antihistaminika: H3-Antihistaminika werden bei Schwindelanfälle eingesetzt (z. B. ‚Betahistin‘). Des Weiteren können sie zur Behandlung von Narkolepsie verwendet werden (z. B. ‚Pitolisant‘)
  • H4-Antihistaminika: Da der H4-Rezeptor vor nicht allzu langer Zeit entdeckt wurde, bedarf die Behandlung mit H4-Antihistiaminika noch mehr Zeit. Zur Diskussion steht aber eine potentiell entzündungshemmende Wirkung.

 
Dimenhydrinat ist ein Beispiel für ein Antihistaminikum. Es blockiert die Rezeptoren im Körper für den Stoff Histamin. Im folgenden Videobeitrag klärt Sie Dr. Dr. Tobias Weigl über dieses Medikament auf und erläutert, wie dieses Medikament wirkt und welche Nebenwirkungen es verursachen kann.

Weniger Übelkeit mit Vomex (Dimenhydrinat)🤔❓ Antiemetikum & Antihistaminikum: Nebenwirkungen

Cromoglicinsäure

Dieser Wirkstoff eignet sich gut zur prophylaktischen Behandlung von allergischen Reaktionen wie Heuschnupfen (sog. ‚allergische Rhinitis‘), Bindehautentzündungen (sog. ‚allergische Konjunktivitis‘) und allergischem Asthma. Dabei hemmt Cromoglicinsäure die Freisetzung von Entzündungsmediatoren (in diesem Fall Histidin) in aktivierten Mastzellen. Durch die kurze Halbwertzeit kann es vorkommen, dass die Einnahme des Medikaments mehrere Male am selben Tag erfolgen muss.

Es gibt verschiedene Darreichungsformen wie Augen- und Nasentropfen oder Nasensprays, Inhalationssprays und Kapseln und Granulate zur oralen Einnahme. Mögliche Nebenwirkungen können Reizerscheinungen wie Heiserkeit und Reizhusten sein.

Diaminooxidase (DAO)

Das Enzym Diaminooxidase wird in den Nieren, im Darm und in der Plazenta produziert und ist für den Abbau von Histidin verantwortlich. Der Mangel des Enzyms führt ebenfalls zur Histaminintoleranz. Die Zugabe von DAO in Form von Kapseln zu den Mahlzeiten eignet sich ebenfalls zur Minderung der Histamin-Intoleranz-Symptome.

Aktuelles aus der Forschung: Antihistaminika bei Atemwegsinfekten keine Lösung

2008 hat die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA davon abgeraten, codeinhaltige Husten- und Erkältungsmittel bei Kleinkindern zu verschreiben. Infolgedessen haben Kinderärzte in den USA immer häufiger Antihistamine bei Atemwegsinfekten verschrieben. Eine im Fachjournal JAMA Pediatrics veröffentlichte Studie legt nun nahe, dass dieses Vorgehen problematisch sein kann.

Die Studienautoren haben für ihre Untersuchung mehr als drei Milliarden Patientenkontakte zwischen Kliniken und Notaufnahmen in den USA zwischen 2002–2005 analysiert. Die Verordnungen von codeinhaltigen Husten- und Erkältungsmitteln bei Kindern unter sechs Jahren nahmen nach dem Hinweis des FDA um fast 70 Prozent ab. Die Verordnungen von Antihistaminika bei Atemwegsinfekten bei Kindern unter 12 Jahren stieg im gleichen Zeitraum dagegen um 25 Prozent.

Die Autoren betonen, dass es kaum Belege dafür gibt, dass Anthistaminika bei Erkältungen o. Ä. eine Wirkung entfalten. Für einige Antihistamine gebe es zwar bei Erwachsenen Nachweise dafür, dass die Medikamente Erkältungssymptome lindern. Für Kinder dagegen würden solche Nachweise nicht existieren. Einige Medikamenten würden die Kinder lediglich schläfrig oder im Gegenteil aufgedreht machen. Weitere Untersuchungen stehen noch aus.

Quelle: Daniel B. Horton et al. (2019): Trends in Cough and Cold Medicine Recommendations for Children in the United States, 2002-2015. In: JAMA Pediatrics Online.

Häufige Patientenfragen

Wie sollte ich mich bei einer Histaminintoleranz ernähren?

Dr. Dr. T. Weigl
Sie sollten auf jeden Fall ein Ernährungstagebuch führen, um zu überprüfen, welche Lebensmittel Sie trotz Histamin halbwegs vertragen und welche nicht. Grundsätzlich empfiehlt sich eine histaminarme Ernährung. Sie sollten u. a. auf folgende Lebensmittel verzichten oder den Konsum zumindest deutlich einschränken:

  • Fischsorten wie z. B. Makrele oder Thunfisch
  • Sauerkraut
  • Bananen, Ananas, Papaya
  • Nüsse, Kakao, Schokolade
  • Alkohol – geringe Mengen von bspw. Sekt oder Weißwein sind besser verträglich als z. B. Rotwein oder Weißbier
  • Tomaten, Zitrusfrüchte, Erdbeeren – sie setzen das gespeicherte Histamin im Körper frei und sollten deshalb eher gemieden werden.

Außerdem sollten Sie auf Geschmacksverstärker verzichten. Diese können u. U. den Abbau von Histamin beeinträchtigen.

Ich möchte ein bestimmtes Medikament einnehmen – wie prüfe ich, ob das Präparat Histamin enthält?

Dr. Dr. T. Weigl
Bevor ein Arzt Ihnen ein Medikament verschreibt und bekannt ist, dass Sie unter einer Histaminintoleranz leiden, wird er ggf. auf ein anderes Präparat umsteigen. Sie können ihren Arzt auch darauf ansprechen, welche Inhaltsstoffe ein Medikament hat, um Komplikationen zu vermeiden. Es ist ebenfalls möglich, dass Sie die Website des Herstellers Ihres Präparats aufsuchen, da dort im Normalfall die Inhaltsstoffe aufgelistet sind.

Wie finde ich heraus, welchen Histamingehalt ein Lebensmittel hat?

Dr. Dr. T. Weigl
Bis vor Kurzem konnte nur im Labor genau geprüft werden, wie viel Histamin ein Nahrungsmittel enthält. 2017 haben aber Tübinger Forscher einen Schnelltest zur Bestimmung des Histamingehalts entwickelt, der mittlerweile auch käuflich erworben werden kann. Mit diesem Schnelltest können Betroffene vor Ort zuverlässig ermitteln, welchen Histamin-Gehalt bestimmte Lebensmittel haben. Die Testvorrichtung enthält eine kleine Stanzapparatur, mit der man von Lebensmitteln kleine Proben entnehmen kann. Eine spezielle Flüssigkeit löst das Histamin aus der gegebenen Probe heraus. Das herausgelöste Histamin wird auf einen ebenfalls enthaltenen Teststreifen gegeben. Dieser Streifen zeigt nun an, ob das jeweilige Nahrungsmittel kein, viel oder nur wenig Histamin enthält. Dadurch können Histamintolerante abschätzen, was sie essen können oder worauf sie besser verzichten sollten.

Wie viel Histamin darf ich bei einer Intoleranz zu mir nehmen, bevor es zu Beschwerden kommt?

Dr. Dr. T. Weigl
Eine Histaminintoleranz kann natürlich den Alltag stark beeinträchtigen, wenn man nicht ohne Weiteres einfach ein Restaurant o. Ä. aufsuchen kann. Eine eindeutige Empfehlung, wie viel Histamin Sie zu sich nehmen dürfen, bevor gesundheitliche Beschwerden auftreten, kann Ihnen niemand geben. Der verträgliche Histamin-Gehalt ist bei jedem Menschen anders. Sie müssen daher bspw. ein Ernährungstagebuch führen und aufgrund eigener Erfahrungen abschätzen, was Sie vertragen können und was nicht.

Welche Rolle spielt Histamin bei Arzneimitteln?

Dr. Dr. T. Weigl
Medizinisch wird Histamin selbst bei der Diagnostik zur Provokation atopischer und allergischer Reaktionen eingesetzt. Des Weiteren findet Histamin Verwendung bei der Positivkontrolle von Intrakutantests.

Der Einsatz als Arzneimittel spielt im Bereich der Krebsimmuntherapie eine Rolle. Hierbei wird Histamin als Injektionslösung in Kombination mit dem Hormon Interleukin-2 dem betroffenen Patienten verabreicht. Indiziert wird dieser Arzneistoff bei „akuter myeloischer Leukämie (AML)“. Bei dieser Krankheit handelt es sich um eine bösartige Erkrankung des blutbildenden Systems (sog. ‚Blutkrebs‘). Diese betrifft die roten Blutkörperchen (sog. ‚Erythrozyten‘), zum Teil die weißen Blutkörperchen (sog. ‚Leukozyten‘) und die Blutplättchen (sog. ‚Thrombozyten‘).

Doch bei solchen Medikamenten ist immer Vorsicht geboten, denn falsche Dosierungen können über den Ausgleich hinausgehen und für starke bzw. gefährliche Nebenwirkungen sorgen. Bei Histamin können Mengenvon mehr als 10 mg zu einer Vergiftung führen. Dabei kann es zu folgenden Vergiftungserscheinungen kommen:

Weiterhin kann die gleichzeitige Einnahme von Histamin mit Arzneistoffen, welche gegen Depressionen eingesetzt werden (sog. ‚MAO-Hemmer‘, z.B. Moclobemid), zu Vergiftungssymptomen führen. Weitere Kontraindikationen sind Überempfindlichkeitsreaktionen und eine Herzinsuffizienz.

Typisches Patientenbeispiel

Silvia weiß nicht mehr, was Sie machen soll. Seit einigen Wochen hat Sie neben ihrer Migräne immer Probleme mit der Verdauung. „Ich habe oft Blähungen und Durchfall, gerade kurz nach dem Essen. Es ist einfach ätzend, ich kann nicht mal meinen Rotwein trinken…“, lässt sie sich bei ihrer Freundin Annett aus, während diese gerade einen Schluck Rotwein trinkt. Nach einigen Momenten des Schweigens guckt Annett Silvia nachdenklich an. „Also ich habe eine Arbeitskollegin, die hatte mal ähnliche Probleme. Die hatte irgendwas mit Histamin… vielleicht kannst du da mal im Internet schauen? Schaden kann es ja nicht…“.

Und tatsächlich: Silvia informiert sich nach diesem Hinweis im Internet und spricht mit ihrem Arzt. Die Beschwerden, die sie hat, passen zu einer Histaminintoleranz. Auf Raten ihres Arztes führt sie deshalb für einige Zeit ein Ernährungstagebuch und findet nach und nach heraus, bei welchen Lebensmitteln sie Probleme bekommt und bei welchen weniger. Und auch der Provokationstest beim Arzt deutet auf eine Histaminintoleranz hin. Als Silvia sich das nächste Mal mit Annett trifft, ist sie schon wesentlich besser gelaunt und wirkt frischer. „Und das mit deiner Ernährungsumstellung klappt alles soweit?“, erkundigt sich Annett. „Auf jeden Fall. Es ist nicht immer toll, gerade, wenn man mal etwas Trinken will oder so, aber besser, als wenn ich dauernd diese Probleme habe“, antwortet Silvia und trinkt einen Schluck Wasser.

Verwandte Themen

 
Haben auch Sie Erfahrungen mit Histamin bzw. assoziierten Erkrankungen? Nehmen Sie womöglich Antihistaminika ein? Haben Sie Fragen zum Thema? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion unten für den Austausch untereinander und mit uns!

Autor: Dr. Dr. Tobias Weigl, Schajan Salahijekta, Sebastian Mittelberg
Redaktion: Dr. Dr. Tobias Weigl
Veröffentlicht am: 02.04.2018, zuletzt aktualisiert: 02.08.2019

Die hier beschriebenen Punkte (Krankheit, Beschwerden, Diagnostik, Therapie, Komplikationen etc.) erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es wird genannt, was der Autor als wichtig und erwähnenswert erachtet. Ein Arztbesuch wird durch die hier genannten Informationen keinesfalls ersetzt.

Quellen

  • allergieinformationsdienst.de (Hg.) (2017): Histamin-Intoleranz-Syndrom.
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (2017): Testen statt Verzichten – Schnelle Hilfe bei Histamin-Intoleranz.
  • Heinz Bönisch et al. (2011) Kurzlehrbuch der Parmakologie und Toxikologie, 3. Auflage. Georg-Thieme-Verlag, Stuttgart.
  • N. J. Brown, L. J. Roberts (2001): Histamine, bradykinin, and their antagonists. In: J. G. Hardman, L. E. Limbird: Goodman & Gilman’s – The pharmacological basis of therapeutics. McGraw-Hill, New York.
  • H. H. Pertz, S. Elz, W. Schunack (2004): Structure-activity relationship of histamine H1-receptor agonists. In: Mini-Rev Med Chem. 4, S. 935-940.
  • J. E. Rubnitz, H. Inaba (2012): Childhood acute myeloid leukaemia. In: British Journal of Haematology 159/3, S. 259–276.
  • Marcus Maurer, Jürgen Grabbe (2008): Urtikaria – gezielte Anamnese und ursachenorientierte Therapie. In: Deutsches Ärzteblatt 105, S. 458-465.
  • Jeremy M. Berg, John L. Tymoczko, Lubert Stryer (2007): Biochemie. 6 Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg.
  • J. Lüthy, C. Schlatter (1983): Biogene Amine in Lebensmitteln. In: Z Lebensm Unters Forsch.
  • Nadja Schäfers (2009): Histaminarm kochen – vegetarisch. pala-Verlag, Darmstadt.
  • Reinhart Jarisch (2004): Histamin-Intoleranz, Histamin und Seekrankheit. Georg-Thieme-Verlag, Stuttgart.
  • Ernst Mutschler (2013): Mutschler Arzneimittelwirkungen. Pharmakologie, klinische Pharmakologie, Toxikologie. 10. Auflage. Stuttgart.
  • Mike E. Parsons und C. Robin Ganellin (2016): Histamine and its receptors. In: British Journal of Pharmacology 147, Supplement 1, S. 127-135.
  • Institut für Ernährungsmedizin (2016): Ernährung bei Histaminintoleranz.
  • Eintrag zu Cromoglicinsäure. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 25. Dezember 2014
  • Claus Bachert, Bernd Lange, Johann Christian Virchow (2015): Asthma und allergische Rhinitis. Georg-Thieme-Verlag, Stuttgart.
  • Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie et al. (2017): Leitlinie zum Vorgehen bei Verdacht auf Unverträglichkeit gegenüber oral aufgenommenem Histamin. In: Allergo Journal International 26, S. 72–79.
  • Daniel B. Horton et al. (2019): Trends in Cough and Cold Medicine Recommendations for Children in the United States, 2002-2015. In: JAMA Pediatrics Online.
  • rme/aerzteblatt.de (2019): Antihistaminika statt Hustensaft sind bei erkälteten Kindern auch keine Lösung.
[Gesamt:8    Durchschnitt: 5/5]
3.000000e+0 Antworten
  • Susi
    29.12.2018 07:56

    Hallo,
    Dieser Artikel und auch andere auf dieser Seite sind super informativ !
    Ich bin histaminintolerant und habe mich bereits viel belesen, aber dies ist mit Abstand der beste Artikel!
    Aktuell habe ich Ranitidin (fast 600mg/Tag), weil ich eine ausgeprägte Refluxösophagitis habe (non stop Sodbrennen) und dieses als H2-Hemmer wirken soll. Zusätzlich Desloratadin als H1-Hemmer. Bis dato hatte ich Pantoprazol (20-40mg /Tag). Vor längerem hatte ich schon ein mal Ranitidin und dies sehr gut vertragen. Jetzt scheinbar gar nicht mehr. Ich habe unter der Einnahme von Ranitidin wirklich extrem Magenschmerzen. Diese gab es unter PPI-Einnahme gar nicht. Meine Ärzte meinen jedoch, dass Ranitidin auf Langzeit (Einnahme geht ja sowieso nur bis Gewöhnung Eintritt) besser wäre wegen der NW als PPI. Diese sind wohl nicht so “gesund”. Ich weiß auch nicht was ich tun soll, da diese nur einer meiner vielen Baustellen ist. Meine Histamin Intoleranz wurde erst vor Kurzem festgestellt. Meine Ärztin war erschrocken, weil mein DAO nahezu bei 0 lag.
    Ich leide zusätzlich noch an ME/CFS und habe non stop extreme Nervenschmerzen (aktuell im Gesicht) sowie Schmerzen des Muskuloskelettalbereichs. Ich habe seit 2 Wochen Gabapentin, in der Hoffnung dass das irgendwann mal hilft.

  • Klausi
    09.03.2019 04:51

    Klasse Artikel. Ich selbst habe über Jahre weiche Stuhlgänge und Schlafstörungen. Die Schlafstörungen konnte ich überhaupt nicht zuordnen. Und bzgl. des weichen Stuhlgangs habe ich mit verschiedenen Lebnsmitteln bzgl. Intoleranzen experimentiert.
    Letztendlich bin ich zum Schluss gekommen, dass bei mir die Konsistenz des Stuhlgangs und das Schlafverhalten zusammenhängen.
    Die schlecht vertragenen Lebensmittel passten in die Liste der Lebensmittel, die Probleme mit Histamin machen.
    Ich verwende jetzt selbt DAO Kapseln und es geht mir besser.
    Leider probiere ich das alles selbst aus, da ich bislang keinen Arzt finden konnte, der mich ernst nimmt und mich einmal auf Histaminintoleranz testet. Ich bin es einfach leid.
    Kennt jemand einen Arzt im Grossraum Köln/ Düsseldorf der sich bzgl. dieses Themas auskennt? Danke für die Tipps.

    • Felix
      23.06.2019 20:34

      Hallo Klaus, danke für deine Erfahrungen. Ja, es ist eine Katastrophe in Deutschland einen vernünftigen Arzt zu finden. Geht mir ganz genauso. Seit 2 Jahren Arztrennereien und sämtliche falsche Diagnosen schon hinter mir. Jetzt bin ich durchs Internet darauf gekommen und behandele mich auch selbst. Das System Deutschland ist krank und armselig, aber gewaltig! Einige Mediziner (ganzheitlich) behandeln nur privat und gegen Kohle cash. Die Schulmedizin kann man total in die Tonne treten. Da wird man belächelt oder mit krassen Medikamenten abgespeist! Was man mir alles verschrieben hat, unglaublich! Von Tilidin, opiathaltiges, starkes Schmerzmittel bis Immunsupressiva alles dabei! Vor allem sind opiathaltige Schmerzmittel Histaminliberatoren!!! Ich bin von deutschen Ärzten und dem Gesundheitssytem Deutschland absolut enttäuscht. Es geht meiner Meinung nach nur noch um knallhart um Kohle und nicht mehr um Heilung am Patienten!

Was denkst Du?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.