Sign up with your email address to be the first to know about new products, VIP offers, blog features & more.

Was ist Intervallfasten? Wirksamkeit und Risiken

Jeder Mensch verfügt über die Fähigkeit, eine bestimmte Zeit von seinen Energiereserven und der im Körper gespeicherten Nahrung zu leben. In unserer heutigen Zeit, in der es kaum Nahrungsknappheit gibt, will Fasten jedoch gelernt sein.
— Dr. Tobias Weigl

Von Medizinern geprüft und nach besten wissenschaftlichen Standards verfasst

Dieser Text wurde gemäß medizinischer Fachliteratur, aktuellen Leitlinien und Studien erstellt und von einem Mediziner vor Veröffentlichung geprüft.

Quellen ansehen

Fasten beschreibt allgemein den bewussten Verzicht auf Nahrung und Genussmittel für einen bestimmten Zeitraum. Das Intervallfasten zählt dabei zu einer von vielen verschiedenen Arten von Fasten und ist aktuell in Medien und Gesellschaft ein Hype. Beim Intervallfasten (auch intermittierendes Fasten genannt) verzichtet man in der Regel regelmäßig für eine bestimmte Anzahl von Stunden pro Tag auf Nahrung. Dadurch wird der Körper dazu angeregt, seine eigenen Energiereserven zu nutzen. Häufig wird diese Fastenart – wie auch jede andere – als „hungern“ missverstanden. Fasten ist allerdings nicht mit Hunger gleichzusetzen.
Ganz im Gegenteil: Gerade das Intervallfasten bietet eine Möglichkeit, seine täglichen Essens- und Konsumgewohnheiten zu überdenken und nachhaltig zu ändern und wieder ein Gefühl dafür zu bekommen, wann der Körper wirklich Hunger hat und wann nicht. Neben diesem Ändern von Lebensgewohnheiten bietet Intervallfasten eine Möglichkeit zur Gewichtsreduzierung bei Übergewicht. Intervallfasten kann aber auch bei bestimmten Vorerkrankungen zu Risiken führen.

Frank und Sabine hatten es satt: Nach den trägen Wintermonaten, den ausgedehnten Weihnachtsmarktbesuchen mit Glühwein, dem leckeren Essen zu Heiligabend, den Sofa-Abenden mit Keksen und Kakao hatten sie beide deutlich zugenommen. Damit sollte jetzt Schluss sein! Denn das Gefühl von Trägheit und Müdigkeit und fehlender Fitness hielt sich auch im neuen Jahr hartnäckig. Sabine hatte erst vor Kurzem davon gehört, dass Intervallfasten eine vielversprechende Methode sei, um nachhaltig und ohne Verlust von Muskelmasse Gewicht zu verlieren. Auch Frank fand das verlockend. Frank trainierte gerne im Fitnessstudio und ein dauerhafter Verzicht auf Nahrung kam daher für ihn nicht in Frage – außerdem kochten beide auch viel zu gerne, um ganz darauf verzichten zu wollen. Aber wie funktioniert Intervallfasten genau und gibt es Risiken, die sie zu beachten hätten? Bevor sie damit anfingen, wollte Sabine sich erst noch gründlich informieren.

Was ist Intervallfasten?

Unser gewohntes Essverhalten gestaltet sich so, dass wir über den Tag drei Hauptmahlzeiten – Frühstück, Mittag- und Abendessen – sowie vielleicht zwei Zwischenmahlzeiten zu uns nehmen. Beim Intervallfasten, auch intermittierendes Fasten genannt, wird dieses Essverhalten durch Fastenphasen unterbrochen. Es ist also ein vollständiger Verzicht auf Nahrung für eine bestimmte Zeit. Diese Phasen können unterschiedlich gestaltet werden, durch mehrere Tage pro Woche an denen ganztägig gefastet wird, oder aber auch durch eine bestimmte Anzahl an Stunden pro Tag, in denen nicht gegessen wird. Eine ausführliche Erklärung der unterschiedlichen Fastenmodelle finden Sie im nächsten Abschnitt: Welche Arten von Intervallfasten gibt es?
Wichtig ist, dass sich das intermittierende Fasten weniger mit einer bestimmten Menge an zugeführten Kalorien beschäftigt, sondern mehr darauf achtet, wann gegessen wird. Auch wenn der Forschungsstand zur Wirksamkeit von Intervallfasten gering ist, kann jedoch folgendes festgehalten werden: Aktuelle Studien bestätigen einen Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme und einer Gewichtsreduktion sowie eine grundlegende Verbesserung des Gesundheitszustandes. Grundsätzlich sollte beim Intervallfasten wie auch bei jeder anderen Fastenform die Gewichtsabnahme jedoch eigentlich nur eine untergeordnete Rolle spielen bzw. eher als ein positiver Nebeneffekt gesehen werden. Vielmehr geht es um eine ganzheitliche Gesunderhaltung.
 

Welche Arten von Intervallfasten gibt es?

Allen Modellen des intermittierenden Fastens ist gemeinsam, dass sich Fasten- und Essensphasen regelmäßig abwechseln und dass während der Fastenphase ausreichend (ungesüßte) Flüssigkeit zugeführt wird, während in der Essensphase auch darauf geachtet werden soll, was gegessen wird: wenig Kohlenhydrate, viel Proteine. Fasten bei gleichzeitiger falscher Ernährung (Fast food, stark zuckerhaltige Limonaden, Chips oder Schokolade im Übermaß) wird nicht den gewünschten Effekt erzielen und widerspricht dem Grundprinzip des Fastens, bei dem es ja gerade um ein Überdenken und Ändern schlechter Essgewohnheiten sowie um eine ganzheitliche Therapie handelt.

Die 16/8-Methode = Intervallfasten 16/8

Bei der 16/8-Methode spricht man auch von Vormittagsfasten oder Nachmittagsfasten – je nachdem wie die Fastenphase (16 Stunden) und die Essensphase (8 Stunden) liegen. Der Vorteil dieser Methode ist, dass es eben zwei Möglichkeiten gibt, je nachdem auf welche Mahlzeit man am ehesten verzichten kann bzw. möchte. Das Vormittagsfasten, bei dem also das Frühstück ausgelassen wird, soll vor allem dazu dienen, dem Körper genügend Zeit zu geben, die nächtlichen Stoffwechselprozesse abschließen zu können.
Wichtig ist zudem, dass die 16 Stunden hier die minimale Fastendauer darstellen, die eingehalten werden müssen, um einen gesundheitlichen Effekt zu erzielen. Während dieser 16 Stunden sollten keine Kalorien zugeführt werden. Eine regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme ist unerlässlich – ausreichend Wasser oder ungesüßter Tee empfehlen sich hier.

Die 18/6-Methode = Intervallfasten 18/6

Diese Methode funktioniert ähnlich wie die 16/8-Methode: 18 Stunden wird gefastet, in einem Zeitfenster von 6 Stunden darf gegessen werden. Die Fastenphase ist hier etwas länger und somit intensiver, was auch die positiven Effekte auf den Körper verstärken soll. Beiden Methoden (16/8 und 18/6) werden grundsätzlich und gerade für „Anfänger“ oft empfohlen, da sie im Alltag leichter zu integrieren und umzusetzen sind als komplette Fastentage.

Die 20/4-Methode = Intervallfasten 20/4

Bei diesem Modell spricht man auch von der Warrior-Diät, die an die Essgewohnheiten unserer Vorfahren aus der Steinzeit angelehnt ist, bei der der Großteil des Tages mit Nahrungssuche verbunden war. Die Zeit für Nahrungsaufnahme war hingegen gering. Das Zeitfenster von 4 Stunden, in dem gegessen wird, wird in der Regel auf den Abend gelegt. In den 20 Stunden in denen gefastet wird, sollten möglichst keine Kalorien aufgenommen werden, etwas Gemüse oder Nüsse sind allerdings erlaubt. Bei der anschließenden Essensphase spricht man auch von der Overeating-Phase, da hier mehr als sonst üblich auf einmal gegessen wird, wohingegen eben in der Fastenphase (Undereating-Phase) unterdurchschnittlich wenig gegessen wird.

Die 5/2-Methode = Intervallfasten 5/2

Zuletzt sei noch die 5/2-Methode genannt, bei der an zwei Tagen pro Woche gefastet wird, während an den verbleibenden 5 Tagen normal gegessen werden kann. Die 2 Fastentage können je nach Wunsch und Bedürfnis selbst gewählt werden, sollten dann aber beibehalten und nicht gewechselt werden. An den Fastentagen sollten Männer nicht mehr als 600 kcal, Frauen nicht mehr als 500 kcal in Form von Proteinen und Gemüse zu sich nehmen. Auf Kohlenhydrate sollte gänzlich verzichtet werden. Das ist wichtig, da Proteine sättigen aber gleichzeitig den Insulinspiegel kaum beeinflussen.
 

Warum Intervallfasten?

Die 5 häufigsten Gründe, warum Intervallfasten gut für die Gesundheit sein kann:
1. Konfrontation mit dem eigenen Ess- und Konsumverhalten
2. Veränderung dieser Gewohnheiten
3. Impuls zur Ernährungsveränderung oder -umstellung
4. Entschlackung des Körpers
5. Gewichtsreduktion bei Übergewicht

Studien zeigen, dass intermittierendes Fasten eine lebensverlängernde Wirkung haben könnte, sowie Allergien, Pilzinfektionen, Herzerkrankungen oder auch Autoimmunerkrankungen entgegenwirken kann. In Ratgebern finden sich darüber hinaus Bezüge zu einer positiven Wirkung bei Asthma, Migräne, Diabetes Mellitus Typ II, Krebserkrankungen sowie chronischen Schmerzen oder Fibromyalgie. Trotz der verlockend gut klingenden Effekte von Intervallfasten muss abschließend jedoch nochmals festgehalten werden, dass die Ergebnisse der bisherigen Studien noch nicht ausreichen, um von einer medizinisch anerkannten, präventiven und gesundheitsfördernden Wirkung sprechen zu können.

In diesem Video geht Dr. T. Weigl auf die Bedeutung von Intervallfasten bei Migräne ein. Ist Intervallfasten bei Migräne überhaupt sinnvoll? Genau dies diskutiert Dr. T. Weigl in dem Video.

 

Was sagt die Forschung zum Intervallfasten?

Zum Intervallfasten beim Menschen gibt es bisher nur wenige Studien. Einige Studien an Tieren zeigen jedoch positive bis teils beeindruckende Ergebnisse: Die Methode an einem Tag essen, am nächsten Tag fasten“ (Alternate Day Fasting) verlängerte nachweislich das Leben der Tiere. Laut Studien und den Autoren liegt der Grund in einem Zellreinigungsprozess, der sog. ‚Autophagie‘, den das Fasten auslöst. Dieser Effekt ist allgemein das Resultat vom Fasten, also nicht speziell nur vom Intervallfasten. Das Fasten reinigt und entgiftet den Körper. Im Unterschied jedoch zum „normalen Fasten“ trainiert, gemäß der Studien, das Intervallfasten den Stoffwechsel der Mäuse so effektiv, dass ein beginnender Typ-2-Diabetes verhindert werden kann: Scheinbar sammelte sich in den Mäuselebern weniger Gifte, weshalb die Mäuse das Insulin wieder besser verarbeiten konnten. Es gibt aber auch kritische Studien zum Nutzen von Intervallfasten bei Diabetes. Dieser Artikel fasst einmal die Sichtweisen zum Nutzen von Intervallfasten bei Diabetes Mellitus zusammen.
Die aktuelle Forschung geht davon aus, dass einige Erkenntnisse aus den Tierversuchen auch auf den Menschen übertragbar sind, jedoch kann man nichts über Wirkstärke und spürbare Beeinflussung sagen. Aktuelle Studien zum Intervallfasten behandeln die Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall sowie neurologischen Krankheiten wie zum Beispiel Multiple Sklerose, Morbus Parkinson oder Demenz. In den nächsten 1-2 Jahren sind weitere Studienergebnisse und dann auch eine realistischere Einschätzung vom Nutzen des Intervallfastens zu erwarten.

Wer profitiert vom Intervallfasten?

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Fasten, die beide für unterschiedliche Zielgruppen geeignet sind: Fasten für Gesunde und Heilfasten bzw. Therapeutisches Fasten. Fasten für Gesunde ist wie der Name schon sagt in erster Linie gesunden Menschen und dient der Prävention und Vermeidung von Erkrankungen. Weiter wird hier meist nur für einen kurzen Zeitraum gefastet, ohne ärztliche Betreuung und das meist zu Hause, im Urlaub oder zu einem anderen Zeitpunkt, den sich jemand gezielt sucht, um zu fasten.
Das Heilfasten oder therapeutische Fasten hingegen wird gezielt zur Behandlung von bestimmten Krankheiten eingesetzt. Hier handelt es sich in der Regel um ein Langzeitfasten unter ärztlicher Aufsicht, oft auch verbunden mit einem stationären Aufenthalt in einer Fastenklinik. Diese Form des Fastens ist eine medizinische Methode, die der gezielten Behandlung von Erkrankungen dient.
Das Intervallfasten ist eher dem ersten Typus, dem Fasten für Gesunde, zuzuordnen. Profitieren tun davon also in erster Linie gesunde Menschen, die gesund bleiben möchten, da – wie schon gesagt – Fasten hier eine Prävention bestimmter Krankheiten darstellen kann.

Gut zu wissen!
Fasten ist so alt wie die Menschheit selbst. Immer wieder waren und sind Menschen auch heute noch Perioden ausgesetzt, in denen es an Nahrung mangelt und sie von ihren im Körper gespeicherten Reserven leben müssen – wenngleich das in unserer westlichen Welt heute kaum noch der Fall ist. Im Gegenteil – wir befinden uns in einer Überflussgesellschaft, in der Nahrung jederzeit verfügbar ist und auch aufgenommen wird. Aber gerade dann kann bewusstes und freiwilliges Fasten von Vorteil sein.
Heutzutage erfreut sich Fasten einer wieder verstärkten Beliebtheit. In Deutschland fasten jährlich ca. 2-3 Millionen Menschen für einen kurzen Zeitraum von 5 bis 7 Tagen. Das Intervallfasten stellt unter all den Fastenformen allerdings eine relativ neue Methode dar, die erst in der letzten Zeit zunehmend an Bekanntheit gewonnen hat.

 

Mögliche Risiken von Intervallfasten

Vom Fasten allgemein ist abzuraten, wenn einer oder mehrere der folgenden Punkte zutreffen: Psychosen, Schwangerschaft oder Stillzeit, Erschöpfungszustände, Anorexie, HIV, Untergewicht, Depressionen, Herzkrankheiten, Kortison-Therapie. Als Angehöriger einer dieser Risikogruppen ist eine konstante Nahrungsaufnahme häufig unerlässlich. Der Verzicht auf Nahrung – wenn auch nur für einen begrenzten Zeitraum – ist hier eher schädlich als förderlich.

Welche konkreten Probleme durch Intervallfasten können auftreten?

Auch wenn das Intervallfasten normalerweise keine großen Gefahren birgt, da der Körper trotzdem regelmäßig mit Nährstoffen versorgt wird, sollten dennoch folgende Risiken und Nebenwirkungen berücksichtigt werden:
Gerade zu Beginn des Fastens, wenn der Körper sich noch umstellen muss, kommt es häufig zu Müdigkeitserscheinungen, Abgeschlagenheit und auch Mundgeruch. Während der Fastenphase schüttet der Körper zudem vermehrt Stresshormone aus – was an sich Entzündungen hemmen kann – aber zum Nachteil wird, wenn Körper und Geist sich bereits in einem gestressten Zustand befinden.

Intervallfasten mit einem Arzt abklären oder ohne ärztliche Begleitung?

Auch wenn Intervallfasten in der Regel in Eigenregie, ohne Beratung eines Fastenarztes oder durch Besuch einer Fastenklinik vollzogen wird, empfiehlt es sich in bestimmten Fällen, einen Arzt zu konsultieren und den Fastenwunsch abzuklären. Als Fastenanfänger empfiehlt sich dies grundsätzlich, um eine Fehlernährung oder unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden. Zudem beeinträchtigt Fasten die Wirksamkeit von Arzneimitteln. Wer also regelmäßig Medikamente nimmt, sollte mit einem Arzt sprechen. Gleiches gilt für Herz-Kreislauf-Patienten oder Krebskranke. Auch wenn es einige Belege dafür gibt, dass Fasten positive Wirkung auf Herz und Kreislauf hat und auch Teil von Krebstherapie sein kann, sollte dies niemals ohne eine ärztliche Beobachtung und Anleitung geschehen!
 

Häufige Patientenfragen

Kann ich durch Intervallfasten abnehmen?

Dr. T. Weigl
Ja, Intervallfasten ist wie jede andere Form des Fastens dazu geeignet Gewicht zu verlieren. Allerdings ist eine ausgewogene, gesunde Ernährung, sowie ausreichend aktive und Ruhephasen unerlässlich, um einen ganzheitlichen positiven Effekt auf Gewicht und Gesundheit zu erzielen.

Muss ich Intervallfasten mit einem Arzt absprechen?

Dr. T. Weigl
In der Regel geschieht Kurzzeitfasten, wozu auch Intervallfasten zählt, ohne ärztliche Anleitung. Bei bestimmten Vorerkrankungen wie Psychosen, bei Untergewicht, Schwangerschaft, Herz-Kreislauf-Erkrankungen etc. sollte jedoch ein Arzt hinzugezogen werden. Als Fastenanfänger empfiehlt es sich zudem grundsätzlich mit einem Arzt zu sprechen.

Kann es beim Intervallfasten zu Risiken und Nebenwirkungen kommen?

Dr. T. Weigl
Bei Vorerkrankungen wie Depressionen, einem erhöhten Stresslevel oder auch in der Schwangerschaft ist Fasten eher schädlich als förderlich, da der Körper nicht konstant mit Nährstoffen versorgt wird. Grundsätzlich kommt es oft gerade zu Beginn des Fastens zu einer allgemeinen Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen oder auch Mundgeruch. Diese Symptome sind jedoch in der Regel harmlos und vergehen mit der Zeit.

 

Sabine entschied sich letztlich dazu, erst einmal mit ihrem Hausarzt zu sprechen. Da keine besonderen Vorerkrankungen vorlagen ebenso wenig wie bei Frank, sah der Arzt keine Bedenken, wenn beide mit dem Intervallfasten beginnen. Er wies sie jedoch darauf hin, dass es hierbei nicht um ein Aushungern des Körpers geht, sondern darum, seine Essgewohnheiten nachhaltig zu ändern. Eine ausgewogene, kohlenhydratarme Ernährung, ausreichend Schlaf und Bewegung seien ebenso wichtig, wie ein striktes Einhalten der Fastenphasen.

 

Verwandte Themen

 
Haben auch Sie Erfahrungen mit Intervallfasten? Haben Sie Fragen zum Thema? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion unten für den Austausch untereinander und mit uns!
 
Autoren: Dr. Tobias Weigl, Katharina Mraz
Redaktion: Anna-Alice Ortner
Veröffentlicht: 30.03.2018, zuletzt aktualisiert: 28.07.2018
 
In diesem Artikel ist zusammengefasst, was der Autor für wichtig und beachtenswert hält. Er erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt nicht den Arztbesuch!
 

Quellen

  • Baumeister, C. et al.: Schutz vor Typ-2-Diabetes durch Kalorienrestriktion und Intervall-Fasten – Die Rolle von Diacylglycerinen und Lipidtropfen-assoziierten Proteinen. Freier Vortrag 17: DDG-Symposium. Adipositas 3/2015
  • Hottenrott, Kuno & Hottenrott, Laura: Intermittierendes Fasten und Sport. Swiss Journal of Integrative Medicine (2017) 29, S. 265-268
  • Michalsen, Andreas et al.: Fasting Therapy – an Expert Panel Update oft he 2002 Cinsensus Guidelines. Forschende Komplementärmedizin. Wisschenschaft – Praxis – Perspektiven (2013) 20, S. 434-443. Verfügbar unter:https://www.karger.com/Article/Pdf/357602
  • Michalsen, Andreas: Ernährungstherapie und therapeutisches Fasten in der Naturheilkunde. Schweizerische Zeitschrift GanzheitsMedizin (2017) 19(5), S. 260-268. Verfügbar unter:https://www.karger.com/Article/Pdf/283799
  • Roth, Daniel: Gesund und schlank durch Kurzzeitfasten: Wie Sie Ihre Ernährung selbst bestimmen und ganz ohne Diät abnehmen. Riva, 2017
  • Stange, Rainer & Leitzmann, Claus (Hrsg.): Ernährung und Fasten als Therapie. Berlin: Springer, 2018
[Gesamt:7    Durchschnitt: 3.9/5]
9.000000e+0 Antworten
  • Elissa
    06.04.2018 12:10

    Super Beitrag, vielen Dank! Endlich ist dieses Thema mal gut zusammengefasst erklärt. Ich versuche die 18/8 Methode nun seit 3 Tagen, es funkioniert bisher sehr gut. Bin gespannt wie es wirkt und ob ich abnehme 🙂

    • Dr. Tobias Weigl
      31.05.2018 20:22

      Vielen Dank, freut mich sehr zu hören. Wie ist denn Ihre Erfahrung nun seit einigen Wochen?
      Viele Grüße
      Dr. Tobias Weigl

      • Silvia
        25.09.2018 09:33

        Ich mache seit 11 Monaten jeden Tag 18/6
        Habe 12 Kgbabgenommen…

  • Elissa
    06.04.2018 12:11

    Korrektur: 16/8 Methode!

  • Lari
    09.04.2018 19:02

    Ich wende die 20/4 – Methode nun seit gut einem Jahr an. Habe seitdem auch ca 10 Kilo verloren. Inzwischen halte ich mein Gewicht. Könnten aber gern noch 10 Kilo weg. Allerdings nehme ich seit einigen Monaten Medikamente gegen Bluthochdruck. Seitdem ist mir häufig schwindelig und die Kopfschmerzen (mit denen ich schon seit früher Kindheit zu kämpfen habe) nehmen zu. Nun frage ich mich, ob es da evtl Zusammenhänge gibt..

    • Dr. Tobias Weigl
      02.05.2018 20:56

      Liebe Lari, vielen Dank für Deinen Beitrag. Ehrlich gesagt gibt es darüber noch keine aussagekräftigen wissenschaftlichen Daten aber m.E. ist es definitiv denkbar. Denn häufig sind Kopfschmerzen die Folge einer „Überbeanspruchung“ der Zellen im Gehirn…bei wenig Energie (Zucker) kann diese Überbeanspruchung schneller eintreten. Würde also durchaus Sinn ergeben. Aber nachgewiesen ist dies für Intervallfasten nicht – zumindest nicht, dass ich wüsste.

      Mein Tipp: Wenn Sie Auslöser bzw. sog. Triggerfaktoren kennen, zB viel Stress auf der Arbeit, Wetterumschwung etc. und dies absehbar (!) ist, dann mal versuchen nicht (!) das Fasten durchzuführen. Bzw. abgeschwächt.

      Viele Grüße
      Dr. T. Weigl

      PS: Aufgrund der hohen Resonanz werde ich bald weitere Artikel dazu veröffentlichen. Mit meinem Team bin ich gerade in den Recherche Arbeiten.

  • Simone
    12.09.2018 21:36

    Hallo Herr Doktor Weigl, ich nehme wegen einer chronischen Darmerkrankung immunsuppressiva und Cortison ein & möchte zur Entlastung des Darms gerne das Intervall Fasten ausprobieren
    weil ich glaube das es ihm gut tut zwischendurch Pausen zu haben. die Ernährungsberatung in der Klinik empfahl allerdings viele kleine Mahlzeiten was mich persönlich nicht überzeugt hat, Da der Darm dann niemals Pause von der Verdauungsarbeit hat und ja schon genug mit seiner Entzündung kämpfen muss. Was ist Ihre Meinung was würden Sie empfehlen ?

    • Dr. Tobias Weigl
      12.09.2018 21:52

      Vielen Dank für Ihre Frage: JA, ich würde es empfehlen auszuprobieren. Nicht so sehr weil ich glaube, dass es besser ist als andere Maßnahmen hinsichtlich Gewichtsverlust etc., sondern weil es eine sehr gute Struktur und Orientierung gibt. Zum Thema Cortison und Ernährung gehe ich auch explizit in diesem Video ein, gerne schauen Sie da einmal rein: https://www.youtube.com/watch?v=8hCE20c8Cyk&t=
      Viele Grüße
      Dr. Tobias Weigl

  • Atze - B
    24.09.2018 19:36

    Hallo Dr. Weigl,
    seit über 20 Wochen esse ich nach Intervallfasten 16/8. Hin und wieder werden daraus auch 19/5. Beginn waren 108 kg. Mein Essenfenster ist von ca. 07.00 bis 15.00 Uhr.
    Zu meiner Person: Ich bin 68 Jahre alt und habe in der Zeit 8 kg abgenommen.
    Bis zur 12. Woche lief alles streng nach Vorschrift. Da hatte ich bereits 7 kg abgenommen.
    Danach habe ich hin und wieder 1-2x wöchentlich nach dem geschlossenen Essenfenster Kleinigkeiten gegessen. Woraufhin gleich 1-2 kg zugenommen wurden.
    Seit der 20. Woche  wiege ich 100 kg und es soll noch bis ca. 94 kg gemächlich weiter gehen.
    Ich möchte noch anmerken, dass das Verlangen nach Süßes erheblich nachgelassen hat. Ich fühle mich sehr gut.

    Ich bin auf Ihre weitere Recherche gespannt.

Was denkst Du?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.