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7 Regeln bei der Medikamenten-Einnahme

Medikamente werden bei Rückenschmerzen gerne zur Schmerzlinderung eingesetzt. Diese 7 Regeln tragen dazu bei, dass die Therapie mit Medikamenten erfolgreich verläuft.

 

 

Damit die Einnahme von Medikamenten zu einem erfolgreichen Ergebnis führt, müssen einige Regeln beachtet werden. Eine falsche Dosierung oder Unregelmäßigkeiten beim Nehmen der Tabletten können den Erfolg einer Therapie mit Medikamenten mindern.
Die folgenden 7 Regeln helfen dabei, Medikamente richtig einzunehmen und die Behandlung von Rückenschmerzen zu unterstützen.

Regel 1: Sich an Dosierungs- und Einnahmevorgaben halten

Wenn Sie gegen Ihre Rückenschmerzen Medikamente vom Arzt verordnet bekommen, sollten Sie sich unbedingt an die Dosierung und Einnahmeintervalle halten, die er Ihnen vorgegeben hat. Ohne Rücksprache sollte weder die Dosis noch die Häufigkeit der Einnahme verändert werden.
Greifen Sie dagegen zu frei verkäuflichen Schmerzmitteln, um einem akuten Rückenschmerz auch ohne Arztbesuch zu begegnen, ist es wichtig, auf keinen Fall die auf der Packung und im Beipackzettel angegebenen Dosierungsempfehlungen zu überschreiten.
 

Video: Ibuprofen und Diclofenac

Schmerztherapeut Dr. Tobias Weigl nimmt in folgendem Beitrag zwei in Deutschland sehr gängige Schmerzmittel unter die Lupe und erklärt, mit welche Wirkungen aber auch Nebenwirkungen diese einhergehen.

 

Regel 2: Einen Arzt aufsuchen, wenn die Beschwerden sich nicht bessern

Haben sich die Rückenschmerzen nach zwei bis drei Tagen nicht gebessert, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, um schwerwiegendere Diagnosen auszuschließen und eine geeignete Therapie, z. B. durch verschreibungspflichtige Medikamente oder Physiotherapie, zu erhalten.
Auch in dem Fall, dass die Schmerzen trotz der Medikamente stärker werden oder Nebenwirkungen auftreten, sollten Sie einen Arzt hinzuziehen.
 

Regel 3: Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten vermeiden

Nicht jedes Medikament kann einfach so in Kombination mit anderen Arzneimitteln eingenommen werden. Werden die falschen Wirkstoffe kombiniert, kann es sein, dass die Wirkung ausbleibt oder im schlimmsten Fall neue, zusätzliche Beschwerden hinzukommen.
Um derartige Wechselwirkungen zu vermeiden, sollten Sie Ihren Arzt darüber aufklären, welche Medikamente Sie einnehmen. Für frei käufliche Medikamente gilt: Halten Sie Rücksprache mit Ihrem Apotheker, der Sie über mögliche Wechsel- und Nebenwirkungen aufklären kann.
 

Hatten Sie schon einmal Probleme, weil Sie im Zusammenhang mit Medikamenten nicht achtsam waren? Was haben Sie getan? (Mehrfachnennungen möglich)
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Regel 4: Den Beipackzettel lesen

Bevor Sie ein Medikament einnehmen, sollten Sie sich über seine Wirkung, mögliche Nebenwirkungen, die richtige Dosierung und Einnahmeintervalle informieren. Auch wenn Ihr Arzt Sie bereits über die wichtigsten Aspekte der Einnahme informiert hat, ist es sinnvoll, noch einmal den Beipackzettel zu lesen. Heben Sie außerdem die Umverpackung des Medikaments auf, bis es aufgebraucht ist. Dort stehen beispielsweise Haltbarkeitsdaten sowie Angaben zu Wirkstoff und Zusammensetzung.
 

Video: Novalgin

In Deutschland sehr häufig verwendet, in Ländern wie den USA oder Japan nicht einmal zugelassen – Novalgin. Denn es birgt gewisse Risiken und Nebenwirkungen. Worin diese bestehen und wer Novalgin keinesfalls einnehmen darf, erklärt Schmerztherapeut Dr. Tobias Weigl im nachfolgenden Beitrag.

 

Regel 5: Medikamente richtig lagern

Medikamente sind zwar keine Lebensmittel, können aber durch falsche Lagerung an Wirkung verlieren oder unbrauchbar werden. Am besten lagern Sie Tabletten und andere Medikamente daher an einem kühlen, trockenen Ort. Nicht geeignet ist dafür das Bad, in dem sowohl die Temperatur als auch die Luftfeuchtigkeit schwanken können. Besser eignet sich das Schlafzimmer, das meistens ein paar Grad kühler als der Rest der Wohnräume ist.
 

Regel 6: Medikamente „richtig“ einnehmen

Medikamente gibt es in verschiedenen Darreichungsformen. Die meisten Flüssigkeiten wie Säfte oder Tropfen müssen vor der Einnahme geschüttelt werden. Tabletten und Kapseln müssen mit Flüssigkeit eingenommen werden, idealerweise mit kohlensäurefreiem Wasser. Nicht geeignet sind Säfte, Kaffee, Tee oder Milch sowie Alkohol. Damit die Kapseln nicht in der Speiseröhre stecken bleiben, sollten Sie diese im Stehen einnehmen und mit ausreichend Wasser nachspülen.
 

Regel 7: Tabletten oder Kapseln niemals zerkleinern oder öffnen

Dass manche Medikamente in Form von Tabletten oder Kapseln verabreicht werden, hat seinen Grund. Deshalb sollten Sie niemals, auch wenn sie Ihnen zu groß erscheinen, Tabletten zerkleinern oder Kapseln öffnen, um das Medikament in Pulverform einzunehmen. Dadurch kann die Wirkungsweise einzelner Medikamente erheblich beeinflusst werden, weil z. B. die Inhalte von magensaftresistenten Kapseln von der Magensäure zerstört werden und nicht mehr wirken können. Bei anderen Medikamenten kann es umgekehrt schädlich sein, wenn sie ihre Wirkung bereits im Mund oder in der Speiseröhre entfalten.
 
Welche Erfahrungen haben Sie mit der Einnahme von Medikamenten? Haben Sie Fragen zum Thema? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion unten für den Austausch untereinander und mit uns!

 
Autor: Christine Pepersack und Dr. Tobias Weigl
Lektorat: Tobias Möller
 
Die hier beschriebenen Punkte (Krankheit, Beschwerden, Diagnostik, Therapie, Komplikationen etc.) erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es wird genannt, was der Autor als wichtig und erwähnenswert erachtet. Ein Arztbesuch wird durch die hier genannten Informationen keinesfalls ersetzt.

 

Quellen

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