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Taubheitsgefühl (Hypästhesie) – Taubheit in den Armen, in den Beinen, im Gesicht

Taubheitsgefühle kennt jeder. Wenn mal der Fuß einschläft und es kribbelt, ist das unangenehm, aber ansonsten nicht weiter schlimm. Tritt ein Taubheitsgefühl jedoch häufiger oder begleitet von Schmerzen auf, ist ein Arztbesuch angeraten – beispielsweise um eine neurologische Erkrankung auszuschließen.
— Dr. Tobias Weigl


Von Medizinern geprüft und nach besten wissenschaftlichen Standards verfasst

Dieser Text wurde gemäß medizinischer Fachliteratur, aktuellen Leitlinien und Studien erstellt und von einem Mediziner vor Veröffentlichung geprüft.

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Taubheitsgefühl (sog. ‚Hypästhesie‘) kann als Symptom diverser Erkrankungen auftreten, manchmal vergeht es jedoch harmlos von alleine wieder, oft begleitet von einem Kribbeln. Es tritt besonders häufig an Händen oder Füßen auf, kann jedoch bei allen Körperteilen vorkommen. Taubheitsgefühle sind Sensibilitätsstörungen, also eine herabgesetzte Sensibilität der Haut an den betroffenen Stellen. Mehr zu dem Beschwerdebild und der Therapie erfahren Sie im Folgenden. Als Hypästhesie bezeichnet man in der Neurologie eine herabgesetzte Druck- bzw. Berührungsempfindung.

Alex sitzt abends mit seiner Freundin Susanne gemütlich beim Fernsehgucken auf der Couch. Er reibt sich genervt den Arm. „Was ist denn da los?“, wundert er sich. „Mein Arm fühlt sich irgendwie taub an. Außerdem kribbelt er so komisch.“ Susanne schaut ihn sofort alarmiert an: „Das klingt aber gar nicht gut! Tut es denn auch weh?“, fragt sie. Alex zuckt die Schultern und zieht eine Grimasse. „Schon ein bisschen“, gibt er dann zu. Susanne verdreht die Augen. „Männer! Lieber tapfer als gesund. Wenn du dazu noch Schmerzen hast, ist das kein gutes Zeichen. Nicht, dass da was Ernstes dahinter steckt!“ – „Das ist sicher keine große Sache. Wahrscheinlich habe ich auf der Arbeit nur wieder krumm gesessen und mir dabei irgendwie ein bisschen einen Nerv eingeklemmt.“, meint Alex beschwichtigend. „Nichts da“, widerspricht Susanne. „Auch mit einem eingeklemmten Nerv ist nicht zu spaßen. Wir fahren jetzt sofort zum Arzt!“

Taubheitsgefühl

Alex aus unserem Beispiel leidet an einem Taubheitsgefühl im Arm. Bei einem Taubheitsgefühl, einer sog. ‚Hypästhesie‘, handelt es sich um eine sog. Sensibilitätsstörung. Als Sensibilität bezeichnet man die Wahrnehmung von Sinnesreizen, wozu beispielsweise Berührungen, aber auch Wärme oder Kälte zählen. Diese werden vom Körper über Nervenenden und Rezeptoren (sog. ‚Sinneszellen‘), aber auch die Sinnesorgane wie Nase, Ohren, Augen und die Haut aufgenommen und an das zentrale Nervensystem (kurz: ZNS) weitergeleitet. Bei einer Hypästhesie sind diese Sinnesreize nun herabgesetzt.

Im nachfolgenden Video geht Dr. T. Weigl detailliert auf das Symptom Taubheitsgefühl bzw. taube Arme oder taube Bein ein.

Je nach der Art der reduzierten Sinnesreize werden unterschiedliche Formen der Hypästhesie unterschieden:

  • Taktile Hypästhesie: Bei der taktilen Hypästhesie ist das Empfinden von Berührung oder Druck vermindert.
  • Thermhypästhesie: Bei der Thermhypästhesie werden Kälte oder Hitze nur noch verringert wahrgenommen.
  • Hypalgesie: Bei der Hypalgesie ist die Schmerzempfindlichkeit herabgesetzt.
  • Pallhypästhesie: Bei der Pallhypästhesie werden Vibrationen vermindert wahrgenommen.
Gut zu wissen!
Einen vollständigen Ausfall der Sensibilität, also wenn taktile Hypästhesie, Thermhypästesie, Hypalgesie und Pallhypästhesie gleichzeitig auftreten, nennt man Anästhesie. Den Begriff kennt man vor allem als bewusste Betäubung eines Patienten, die als lokale (örtlich begrenzte) Betäubung oder als Narkose zum Einsatz kommt, beispielsweise um medizinische Untersuchungen oder Eingriffe durchführen zu können. Doch auch der krankheitsbedingte, vollkommene Sensibilitätsausfall wird Anästhesie genannt.

Wo kann eine Hypästhesie auftreten:

  • Häufig treten Taubheitsgefühle in den Extremitäten auf, also in Armen oder Fingern, Beinen oder Zehen.
  • Seltener treten Taubheitsgefühle am Rumpf, also dem Torso, oder im Gesicht auf.

Das Taubheitsgefühl kann dabei sowohl beidseitig, also beispielsweise beide Arme betreffend, oder aber nur einseitig auftreten. Bei einseitigem Vorkommen ist beispielsweise nur ein Arm betroffen und auch bei Hypästhesien in Rumpf oder Gesicht kann das Taubheitsgefühl eine Hälfte des Körpers oder Gesichtes allein betreffen.
Begleitende Symptome von Taubheitsgefühlen können sein:

  • Schmerzen (der betroffenen Stelle)
  • Störungen des Geleichgewichtes
  • Sprachstörungen
  • Sehstörungen
  • Motorische Einschränkungen (Einschränkungen des Bewegungsablaufes)

Die Begleiterscheinungen richten sich nach der Ursache des Taubheitsgefühls.

Ist bei Ihnen auch schon einmal ein Taubheitsgefühl aufgetreten? Welche dieser begleitenden Symptome traten bei Ihnen auf? (Mehrfachnennungen möglich) Damit helfen Sie anderen Lesern, ihre Symptome besser einzuschätzen.

Ursachen einer Hypästhesie

Taubheitsgefühle können diverse unterschiedliche Ursachen haben. Verschwindet das Taubheitsgefühl nach kurzer Zeit von alleine wieder, ist es zumeist harmlos. Tritt es jedoch häufig, langanhaltend oder begleitet von weiteren Symptomen auf, so kann es ein Warnsignal einer ernsten Grunderkrankung sein.

Ischämie

Ein Taubheitsgefühl kann beispielsweise ausgelöst werden, wenn der betroffene Bereich nicht ausreichend durchblutet wird. Wie etwa, wenn man sich auf einen Arm gelegt hat und dieser dann „eingeschlafen“ ist. In dem Fall kehrt das Gefühl meist mit dem typischen Kribbeln in den entsprechenden „eingeschlafenen“ Körperteil zurück. Dieses Kribbeln ist ein Symptom mangelnder Durchblutung, der sog. ‚Ischämie‘. In der Regel normalisiert sich die Durchblutung nach kurzer Zeit wieder, etwa wenn die Sitzhaltung geändert wird oder man aufsteht, und das Taubheitsgefühl vergeht.

Nerven

Auch abgeklemmte oder verletzte Nerven können eine Hypästhesie auslösen. Abgeklemmte Nerven kommen beispielsweise bei einem Bandscheibenvorfall vor, Nervenverletzungen können beispielsweise durch einen Unfall entstehen.

Nervenerkrankungen

Auch Nervenerkrankungen können Hypästhesien auslösen. Ein Beispiel dafür ist die Polyneuropathie, eine Erkrankung des peripheren Nervensystems. Diese kommt besonders als diabetische Polyneuropathie bei Menschen vor, die an Diabetes mellitus leiden. Mehr über die diabetische Neuropathie lesen Sie in diesem Artikel.

Schädigungen der Haut

Bleibende Schädigungen der Haut sind eine weitere mögliche Ursache für Hypästhesie. Zu entsprechenden Schädigungen der Haut zählen insbesondere Verbrennungen.

Schlaganfall

Eine Hypästhesie kann zu den Symptomen zählen, die bei einem Schlaganfall auftreten. In dem Falle kommt das Taubheitsgefühl einseitig vor und tritt nicht isoliert auf, sondern wird von anderen Symptomen, wie Kopfschmerzen, Seh- und Sprachstörungen und Bewusstseinsstörungen begleitet.

Exkurs: Schlaganfall

Was ist das?

Ein Schlaganfall, die sog. ‚Apoplexie‘, ist eine akute Störung der Durchblutung des Großhirns. In den meisten Fällen ist die Störung eine Nichtdurchblutung (sog. ‚Ischämie‘) bestimmter Areale, beispielsweise durch ein Blutgerinnsel oder einen Pfropf, der die Blutbahn verstopft (sog. ‚Thrombus‘). Seltener ist ein hämorrhagischer Schlaganfall, also ein Schlaganfall, bei dem eine Blutung zwischen den Hirnhäuten (eine sog. ‚intrakranielle Blutung‘) auftritt.

Symptome

Charakteristisch für einen Schlaganfall ist das plötzliche Einsetzen von Symptomen. Zu diesen zählen:

  • Bewusstseinstrübung
  • Gedächtnisstörung
  • Schwindel
  • Einseitige Lähmungserscheinungen
  • Sprachstörungen (beispielsweise eine verwaschene Aussprache, aber auch Verlust des Wortfindung, des Sprechvermögens, oder des Sprachverstehens u. a.)
  • Sehstörungen

Die Symptome müssen jedoch nicht alle auftreten und teilweise sind sie unspezifisch, was das Erkennen eines Schlaganfalles erschwert.

Risikofaktoren

Für den ischämischen Schlaganfall, bei dem also ein Hirnareal weniger oder nicht durchblutet wird, gelten folgende Faktoren als risikosteigernd:

  • Bluthochdruck
  • Alter (bei jüngeren Menschen ist ein ischämischer Schlaganfall wesentlich weniger wahrscheinlich)
  • Eine familiäre Disposition (wenn also in der Familie bereits Schlaganfälle vorgekommen sind)
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Diabetes mellitus
  • Erlittener Herzinfarkt
  • Rauchen
  • Stress
  • Alkoholkonsum

Diagnose

Bei der Diagnose findet eine Einschätzung der Symptome statt, in Hinblick darauf, ob diese auf eine Durchblutungsstörung eines oder mehrerer Hirnareale zurückzuführen sind. Darüber hinaus ist es wichtig, herauszufinden, um welche Art eines Schlaganfalles es sich handelt, da sich die Behandlung entsprechend ausrichtet. Zu diesem Zweck kann eine craniale Computertomographie (kurz: CCT) eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um ein bildgebendes radiologisches Verfahren, mit Hilfe wessen die inneren Strukturen des Schädels (Hirn, Knochen, Blutgefäße, etc.) untersucht werden können. Wenn nötig werden weitere Diagnosemethoden wie beispielsweise eine Elektrokardiographie (kurz: EKG) eingesetzt.

Therapie

Bei einem Schlaganfall ist eine schnelle Behandlung (innerhalb von Minuten oder Stunden) extrem wichtig. Diese findet im Krankenhaus statt. Erstes Ziel bei einem ischämischen Anfall ist es, die Blutversorgung der betroffenen Bereiche wiederherzustellen. Bei einem hämorrhagischen Anfall muss die Hirnblutung gestoppt werden. Im Anschluss ist es wichtig, Faktoren zu eliminieren, die zu einem weiteren Schlaganfall führen könnten.

Infektionskrankheiten

Auch manche Infektionskrankheiten können Taubheitsgefühle als Symptom mitbringen. Beispiele dafür sind eine Hirnhautentzündung (sog. ‚Meningitis) und eine Gürtelrose (sog. ‚Herpes Zoster‘).

Psychologische Ursachen

Taubheitsgefühle können auch von psychologischen Faktoren hervorgerufen werden. So können sie etwa Vorboten von Angst- und Panikattacken sein.

Migräne

Eine Migräne bezeichnet zumeist starke, halbseitige Kopfschmerzen, bei denen anderen Erkrankungen als Ursache ausgeschlossen werden können. Häufig tritt sie in regelrechten Migräneattacken auf. Die Migräne kann mit vielen unterschiedlichen Symptomen auftreten. Zu diesen können neben Hypästhesie auch visuelle Störungen, Gleichgewichtsstörungen und Sprachstörungen zählen, aber auch Symptome wie Licht- und Geräuschempfindlichkeit, Müdigkeit und Gereiztheit. Mehr zu Migräne lesen Sie in diesem Artikel.

Mehr Informationen zur Migräne in diesem Video

Im nachfolgenden Video erfahren Sie, ob Sie an Migräne leiden und wie Sie Migräne von anderen Arten von Kopfschmerzen unterscheiden können.

Tumoren

Auch bei Tumoren kann es zu Hypästhesien kommen, etwa wenn ein Tumor durch seine Ausdehnung auf Nerven oder Blutgefäße drückt.

Vergiftungen

Auch Vergiftungen (sog. ‚Intoxikationen‘) können die Hypästhesie als Symptom haben, da bei einer Intoxikation das Nervensystem beeinträchtigt werden kann.

Sind Sie schon einmal wegen einer Hypästhesie zum Arzt gegangen? Welche Ursache konnte ermittelt werden? Damit helfen Sie anderen Lesern, ihre Symptome besser einzuschätzen.
 

Fakten-Box
Taubheitsgefühle oder Hypästhesien können in unterschiedlicher Ausprägung auftreten:

  • taktile Hypästhesie
  • Thermhypästhesie
  • Hypalgesie
  • Pallhypästhesie

Hypästhesien können ein- oder beidseitig vorkommen, meist treten sie in Armen oder Beinen auf, doch können auch im Bereich der Finger, der Zehen, des Rumpfes oder des Gesichts vorkommen. Je nach Ursache können Begleitsymptome wie Schmerzen, Sprach-, Seh- oder Gleichgewichtsstörungen auftreten.
Häufige Ursachen für Hypästhesie können beispielsweise sein:

  • Mangelnde Durchblutung
  • Abgeklemmte oder geschädigte Nerven
  • Schlaganfall
  • Infektionskrankheiten
  • Tumoren
  • Vergiftungen

Was tut der Arzt? Teil 1: Die Diagnose

Treten Taubheitsgefühle gehäuft auf oder werden von weiteren Symptomen begleitet, so können sie Anzeichen für zugrundeliegende Erkrankungen sein. Daher ist es in dem Falle ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Wie bei jedem Arztbesuch erfolgt als erstes die Anamnese, also die Befragung des Patienten durch den Arzt. Dabei werden Fragen geklärt wie etwa:

  • Wann trat das Taubheitsgefühl das erste Mal auf?
  • Lässt sich eine bestimmte Situation ausmachen, in oder nach der das Taubheitsgefühl auftrat? (Wie etwa ein Unfall oder auch eine Haltung, bspw. das Sitzen am Arbeitsplatz)
  • Ist es anhaltend oder vergeht es und kehrt wieder?
  • Ist das Taubheitsgefühl ein- oder beidseitig?
  • Sind andere Erkrankungen bekannt, die das Taubheitsgefühl auslösen könnten (wie beispielsweise Diabetes mellitus)?

Im Anschluss wird der Arzt eine körperliche Untersuchung durchführen, bei welcher er versucht, herauszufinden, welcher Bereich des Körpers von der Hypästhesie betroffen ist. Dabei ermittelt er, ob beispielsweise lediglich ein Finger oder die ganze Hand betroffen ist, ob es sich nur um eine oder mehrere Stellen am Körper handelt. Des Weiteren prüft der Arzt auch die Eigenreflexe sowie das Gehör, den Gleichgewichtssinn, den Sehsinn und auch den Bewusstseinszustand.
Die weitere Untersuchung basiert darauf, welche Ursache der Hypästhesie vermutet wird. Mögliche weitere Untersuchungen sind beispielsweise:

Was tut der Arzt? Teil 2: Die Behandlung

Die Behandlung der Hypästhesie richtet sich nach der Ursache. Rührt sie lediglich von einer kleinen Durchblutungsstörung her (Stichwort „eingeschlafene Füße“), so reicht es zumeist aus, den betroffenen Körperteil auszuschütteln und zu reiben, um den Blutfluss anzuregen, bis das Taubheitsgefühl vergeht. Ist die Hypästhesie jedoch das Symptom einer zugrundeliegenden Erkrankung, so können unterschiedliche Behandlungen notwendig sein. Dementsprechende Behandlungswege sind beispielsweise:
Bei einem eingeklemmten Nerv als Ursache können Schmerzmittel und muskelentspannende Medikamente verordnet werden. Zusätzlich kann eine Physiotherapie verschrieben werden und Linderung bringen. Ist die Ursache für die Hypästhesie ein Bandscheibenvorfall, so kann im schlimmsten Fall eine Bandscheiben-Operation notwendig sein, wenn andere Maßnahmen nicht ausreichend anschlagen.
Um die Hypästhesie als Symptom einer diabetischen Polyneuropathie zu behandeln, ist es erforderlich, den Blutzucker des Patienten optimal einzustellen.
Bei einer zugrunde liegenden bakteriellen Infektion, wie beispielsweise einer Hirnhautentzündung, wird der Arzt Antibiotika verschreiben.

Häufige Patientenfragen

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Dr. T. Weigl
Ein Besuch beim Arzt ist angeraten, wenn die Hypästhesie nicht von alleine nach kurzer Zeit vergeht, sondern länger anhält. Auch sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn sie von anderen Symptomen wie beispielsweise Sehstörungen, Schmerzen, Gleichgewichtsstörungen oder Lähmungen begleitet wird, da dies Hinweise auf zugrundeliegende, ernste Erkrankungen sein können.

Kann ich Taubheitsgefühle selber behandeln?

Dr. T. Weigl
In der Regel treten Taubheitsgefühle im Rahmen von „eingeschlafenen“ Körperteilen auf, wenn man also durch eine Fehlhaltung eine Durchblutungsstörung ausgelöst hat. In dem Fall vergeht das Gefühl normalerweise von alleine nach kurzer Zeit wieder, oft begleitet von einem intensiven Kribbeln der betroffenen Stelle. In dem Fall hilft es, den Körperteil ein wenig auszuschütteln oder zu reiben, um damit die Durchblutung anzuregen. Zudem sollte die Körperhaltung bzw. die Sitzposition geändert werden, um weitere Durchblutungsstörungen zu vermeiden.
Ist das Taubheitsgefühl jedoch nicht auf eine Durchblutungsstörung zurückzuführen, sondern das Symptom einer anderen Erkrankung, so ist von einer Eigenbehandlung abzuraten. Hier kommt es darauf an, die Grunderkrankung richtig zu diagnostizieren, da die Behandlung sich nach der Grunderkrankung richtet. Dazu ist der Arztbesuch unerlässlich.

Sind Taubheitsgefühle gefährlich?

Dr. T. Weigl
An sich sind Taubheitsgefühle nicht gefährlich. Das Taubheitsgefühl ist ein Symptom und rührt von einer Ursache her. Diese kann allerdings durchaus ernst sein. Ist das Taubheitsgefühl lediglich das Anzeichen einer kurzzeitigen Durchblutungsstörung und vergeht bald von alleine wieder, so ist es nicht als gefährlich einzustufen. Ist es jedoch das Symptom einer anderen Erkrankung, bspw. einer diabetischen Polyneuropathie, eines Schlaganfalls oder einer Vergiftung, so ist die Behandlung dieser zugrundeliegenden Erkrankung von essentieller Bedeutung.

Bei dem Besuch beim Arzt stellte sich heraus, dass Alex sich tatsächlich einen Nerv eingeklemmt hat. Zum Glück hat sich die heimliche Angst seiner Freundin Susanne, dass Alex einen Schlaganfall erleiden würde, als unbegründet herausgestellt. Trotzdem wurden die Schmerzen auf der Hinfahrt immer schlimmer und der Arzt hat Alex nun Schmerzmittel verschrieben. Dazu bekommt er noch ein Mittel zur Muskelentspannung, damit er nicht immer weiter verkrampft und es dadurch schlimmer wird. Außerdem hat der Arzt ihm noch Physiotherapie verordnet. Für den Fall, dass auch all diese Maßnahmen keine Besserung bringen, meinte der Arzt, dass Alex dann operiert werden müsse. Alex und Susanne hoffen beide, dass das nicht nötig sein wird.

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    Die hier beschriebenen Punkte (Krankheit, Beschwerden, Diagnostik, Therapie, Komplikationen etc.) erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es wird genannt, was der Autor als wichtig und erwähnenswert erachtet. Ein Arztbesuch wird durch die hier genannten Informationen keinesfalls ersetzt.  

    Autoren: Dr. Tobias Weigl, Sarah Sodke
    Lektorat: Tobias Möller
    Veröffentlicht: 17.09.2018

    Quellen

    • Banaure et al. (2007): Innere Medizin. Springer-Verlag, Heidelberg.
    • Hans-Christoph Diener et al. (Hrsg.) (2012): Therapie und Verlauf neurologischer Erkrankungen. 6. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart.
    • Hans-Ulrich Häring et al. (2011): Diabetologie in Klinik und Praxis. Georg Thieme Verlag, Stuttgart.
    • Gerd Herold et al. (2013): Innere Medizin. Eigenverlag.
    • Mattle Mumenthaler (2008): Neurologie. 12. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart.
    • Christian Prinz (2012): Basiswissen Innere Medizin. Springer-Verlag, Heidelberg.
    [Gesamt:3    Durchschnitt: 5/5]

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