Sign up with your email address to be the first to know about new products, VIP offers, blog features & more.

Aspirin Complex bei Erkältung – wirklich sinnvoll oder gefährlich?

Auf einen Blick – Was ist Aspirin Complex?

  • Kombipräparat
  • enthält die Wirkstoffe Acetylsalicylsäure und Pseudoephedrin-Hydrochlorid
  • Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen

Welche Wirkung hat Aspirin Complex?

  • schmerzstillend
  • fiebersenkend
  • entzündungshemmend
  • lässt die Nasenschleimhaut abschwellen

Wann wird Aspirin Complex angewendet?

  • kurzfristig bei Erkältungsbeschwerden
  • wenn Schnupfen zusammen mit Fieber sowie Kopf- und Gelenkschmerzen auftritt
  • nur symptomatische Behandlung

Was sind mögliche Nebenwirkungen von Aspirin Complex? (Auszug)

  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen, Bauchschmerzen und Aufstoßen
  • Unruhe
  • Herzrasen

Wann darf man Aspirin Complex nicht bekommen?

  • Nieren- oder Leberfunktionsstörung
  • Diabetes
  • Asthma
  • Bluthochdruck
  • Kinder und Jugendliche unter 16 Jahre
  • Schwangerschaft, Stillzeit

Wenn die Erkältungszeit erst einmal so richtig da ist, erwischt es fast jeden: Die Nase läuft, die Glieder schmerzen und man fühlt sich schwach und krank. Jeder Erwachsene leidet durchschnittlich 1–2mal pro Jahr an einer Erkältung. Auf dem Medikamentenmarkt existieren neben einzelnen Wirkstoffen auch sogenannte Kombipräparate, Aspirin Complex ist ein solcher Vertreter. Er beinhaltet zwei Arzneistoffe: Acetylsalicylsäure gegen Fieber und Schmerzen sowie den Stoff Pseudoephedrin-Hydrochlorid. Letzterer soll die Nasenschleimhäute abschwellen lassen und eine verstopfte Nase „befreien“.

Beides gegen eine Erkältung einzusetzen, klingt also im ersten Moment sinnvoll. Fakt ist aber auch, dass es viele, häufig auftretende Gegenanzeigen gibt, bei denen man das Medikament nicht einnehmen darf, z. B. Bluthochdruck, Diabetes oder Asthma. Pseudoephedrin-Hydrochlorid kann darüber hinaus gefährliche Nebenwirkungen wie Herzrasen verursachen. Ist Aspirin Complex gegen Erkältung also überhaupt sinnvoll? Wie wendet man es richtig an? Und was kann man selber tun, um sich gar nicht erst eine Erkältung einzufangen? Darüber klären wir Sie in diesem Artikel auf.

Was ist Aspirin Complex?

Bei Aspirin Complex handelt es sich um ein Kombipräparat. Es enthält jeweils

und

  • 30mg Pseudoephedrin-Hydrochlorid

in einem Beutel als Granulat. Das Granulat wird in Wasser gegeben, sodass man es als Suspension (der Inhalt löst sich nicht komplett) zum Trinken einnehmen kann.

Wenn Sie einer Erkältung direkt vorbeugen wollen, statt sich eine einzufangen und Medikamente dagegen zu kaufen, wird nachfolgendes Video für Sie interessant sein. In diesem gibt Dr. Dr. Tobias Weigl 7 Tipps, mit denen Sie die Erkältungszeit heil überstehen können.

Erkältung erfolgreich vorbeugen: Mit diesen 7 Tipps kommen Sie sicher durch die Erkältungszeit 👍😀

Gut zu wissen! Heroin als ehemaliges Hustenmittel!

Heroin, ein Verwandter des Schmerzmittels Morphin, ist als Droge bekannt, die Abhängige sich in die Venen spritzen, um einen Rauschzustand herbeizuführen. Was allerdings die wenigsten wissen: Ursprünglich kam der Stoff Ende des 19. Jahrhunderts als Schmerz- und Hustenmittel durch die Firma Bayer auf den Markt. Man ging damals davon aus, dass der Stoff die gewünschten Vorteile des Morphins hätte, ohne aber abhängig zu machen. Heroin führte zwar geschluckt keine Rauschzustände herbei, aber trotzdem machte der Stoff abhängig – und wurde deshalb später vom Markt genommen.

Welche Wirkung hat Aspirin Complex?

Aspirin Complex ist ein Kombipräparat, das durch die Wirkstoffe Acetylsalicylsäure (Aspirin) und Pseudoephedrin-HCl verschiedene Effekte herbeiführt, um die Symptome einer Erkältung zu bekämpfen.

Wirkung der Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin)

Dieser Wirkstoff zählt zu den sogenannten nicht-steroiden Antirheumatika (NSAR), ähnlich wie z. B. Ibuprofen oder Diclofenac. Acetylsalicylsäure wirkt entzündungshemmend, fiebersenkend, schmerzlindernd und blutgerinnungshemmend.

Diese Effekte kommen zustande, weil das ASS auf ein Enzym namens Cyclooxygenase (COX) wirkt. Das COX-Enzym existiert in zwei Formen. COX-1 ist dabei an der Blutgerinnung beteiligt, COX-2 an der Steuerung von Fieber und Schmerzempfinden. Hemmt das ASS diese Enzyme, üben sie ihre Funktion nicht mehr aus, sogenannte Prostaglandine zu erzeugen. Fehlen Prostaglandine, werden auch Entzündung, Fieber, Schmerzempfinden und die Blutgerinnung verringert.

Prostaglandine sind jedoch auch wichtig, um die Magenschleimhaut zu schützen. Sie helfen einerseits beim Aufbau der schützenden Magenschleimhaut, andererseits hemmen sie die Magensäureproduktion. Das erklärt eine typische Nebenwirkung von Acetylsalicylsäure und anderen COX-Hemmern: Sie erzeugen bei hoher Dosierung oder häufiger Anwendung Magengeschwüre.

Beachten sollte man außerdem noch: Die Wirkung auf die Blutgerinnung hält 7–11 Tage an. ASS hemmt bestimmte Blutzellen, sog. Thrombozyten, irreversibel, die sonst eine wichtige Rolle in der Blutgerinnung spielen. Ihre Lebenszeit im Blut beträgt 7–11 Tage, danach werden sie neu gebildet. Wenn Sie also Aspirin Complex einnehmen, sollten sie für diesen Zeitraum keine Zahnbehandlungen oder OP-Termine wahrnehmen. Es könnten offene Wunden erzeugt werden, deren Blutung schwer zu stoppen wäre.

Wirkung von Pseudoephedrin-HCl

Pseudoephedrin ist ein indirektes Sympathomimetikum. Es verstärkt als solches die Wirkung des Sympathikus, der als Teil des vegetativen Nervensystems die inneren Organe beeinflusst.

Stellen Sie sich das Bild eines Höhlenmenschen vor, der auf ein Mammut trifft: In solchen Situationen aktiviert(e) sich der Sympathikus. Dann herrscht das „Fight or flight“-Prinzip und der Sympathikus steuert verschiedene Prozesse wie eine Weitstellung der Lunge oder eine Verengung der Blutgefäße. So wird der Höhlenmensch leistungsfähiger und er kann das Mammut entweder bekämpfen oder vor ihm fliehen. Zwar gibt es heute keine Mammuts mehr, aber der Sympathikus wird immer noch in Stresssituationen aktiviert.

Aufgrund der genannten sympathischen Wirkung, die Blutgefäße zu verengen, befindet sich Pseudoephedrin-HCl in Aspirin Complex. Bei einer Erkältung ist nämlich häufig die Nase verstopft. Grund dafür sind die Nasenschleimhäute: Sie werden bei einer Erkältung stärker durchblutet und schwellen deshalb an. Pseudoephedrin aktiviert den Sympathikus und bewirkt so eine Abnahme der Nasenschleimhautschwellung – die Nase wird frei.

Grundsätzlich klingt es deshalb sinnvoll, Pseudoephedrin bei einer Erkältung einzunehmen. Es ist allerdings umstritten, ob die Einnahmeform des Aspirin Complex dafür die richtige Wahl ist. Hierbei wird Pseudoephedrin geschluckt und entfaltet seine Wirkung im ganzen Körper. Das hat den Nachteil, ein höheres Risiko für Nebenwirkungen wie Herzrasen und Unruhe zu erzeugen. Stiftung Warentest rät daher, zwei Monopräparate einzunehmen: Reines Aspirin auf der einen Seite und Nasentropfen mit Pseudoephedrin auf der anderen. Durch die lokale Anwendung als Nasentropfen treten Nebenwirkungen seltener auf.

„Viele Menschen sind mit der Wirkung von Aspirin Complex zufrieden, wenn sie erkältet sind und das Medikament einnehmen. Eine bessere Alternative wären jedoch Monopräparate.“ — Dr. Dr. Tobias Weigl Klick um zu Tweeten

Was sind die Anwendungsgebiete von Aspirin Complex?

Das Medikament kann bei Erkältungen (grippale Infekte) in Verbindung mit einer verstopften Nase zum Einsatz kommen.
Die typischen Beschwerden einer Erkältung wie Kopf– und Gliederschmerzen, erhöhte Körpertemperatur und eine verstopfte Nase werden symptomatisch behandelt. Die Erreger selbst können durch das Präparat nicht bekämpft werden.

Achtung: Das sollten Sie bei der Einnahme beachten!
Wenn Sie nicht alle Erkältungssymptome aufweisen, die oben genannt wurden, ist ein Monopräparat mit einem einzelnen Wirkstoff vorzuziehen. So vermeiden Sie ein unnötig hohes Risiko für Nebenwirkungen. Außerdem sollten Sie Aspirin Complex maximal 3 Tage am Stück einnehmen.

Was ist eine Erkältung?

Einer Erkältung liegt eine akute Infektionskrankheit zugrunde. Bestimmte Viren sind die Übeltäter, beispielsweise Rhinoviren oder Enteroviren. Betroffen sind dabei die Schleimhäute und Nebenhöhlen der Nase, die Schleimhaut des Rachens und die Bronchien. Durchschnittlich erkranken Erwachsene zwei bis drei Mal pro Jahr an einer Erkältung, Kinder und Säuglinge sowie Ältere und Immungeschwächte sind häufiger betroffen.

Zu Beginn einer Erkältung plagen Sie Halskratzen, trockener Husten sowie Schluckbeschwerden. Hinzu kommen nach einigen Tagen Kopf- und Gliederschmerzen und eventuell eine erhöhte Körpertemperatur, manchmal sogar Fieber (je nach Erreger). Am Ende kann ein trockener Reizhusten eintreten. Nach etwa 10 Tagen sind die Krankheitserreger durch das Immunsystem bekämpft worden und die Erkrankung passé.

Was sind Unterschiede zu einer echten Grippe?

Eine Grippe verläuft dagegen schwerer als ein grippaler Infekt: Hier treten die Symptome schneller und stärker ein. Diese umfassen:

  • starkes Krankheitsgefühl
  • (hohes) Fieber bis 40°C oder mehr
  • Schüttelfrost
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • trockener Reizhusten

Wie nehme ich Aspirin Complex ein?

Aspirin Complex ist als Granulat erhältlich. Ein bis zwei Beutel davon geben Sie in ein Glas Wasser, rühren um und trinken zügig aus. Es löst sich nie das gesamte Granulat im Wasser auf.

Die empfohlene Dosis beträgt laut Hersteller für Erwachsene 1–2 Beutel pro Einnahmezeitpunkt. Nach 4–8 Stunden kann die Dosis erneut von Ihnen eingenommen werden, jedoch maximal 6 Beutel pro Tag.

Wichtig ist außerdem: Das Medikament sollte nicht länger als 3 Tage am Stück eingenommen werden! Das Risiko für Nebenwirkungen erhöht sich sonst.

Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dürfen das Medikament nicht einnehmen. Aufgrund mangelnder Erfahrung kann der Hersteller keine Angabe darüber machen, wie die Dosierung von Aspirin Complex bei Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren aussehen soll.

Symptome einer Überdosierung

Haben Sie zu viel Aspirin Complex eingenommen, werden Sie dies potentiell an einem oder mehreren der folgenden Symptomen bemerken:

Was sind Nebenwirkungen von Aspirin Complex?

Nebenwirkungen von Acetylsalicylsäure (Aspirin)

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Durchfall
  • Schwindel
  • Ohrensausen oder Tinnitus
  • erhöhte Leberenzymwerte
  • Magen-Darm-Beschwerden, z. B. Verdauungsbeschwerden und Magen-Schleimhaut-Entzündung
  • erhöhtes Blutungsrisiko
  • Magengeschwüre bis hin zum Magendurchbruch
  • allergische Reaktionen, vor allem bei Asthmatikern (Hautreaktionen, Atemnot)
  • Zerstörung roter Blutzellen bei schwerem Mangel an G6PD-Enzym
  • eingeschränkte Nierenfunktion bis hin zum Nierenversagen

Von den genannten Nebenwirkungen sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfall leichte Nebenwirkungen. Fallen Ihnen eine oder mehrere der anderen genannten Symptome auf, sollten Sie sich unverzüglich an einen Arzt wenden.

Nebenwirkungen von Pseudoephedrin

  • Harnverhalt, vor allem bei Patienten mit gutartiger Vergrößerung der Prostata
  • Blutdruckanstieg, insofern keine Bluthochdruckbehandlung stattfindet
  • Schlafstörungen, seltener: Halluzinationen
  • Wirkung am Herzen wie Herzrasen (sog. Tachykardie) oder Herzarrhythmien
  • Hautauswirkungen wie Juckreiz, Ausschlag, Nesselsucht
  • schwere Hautreaktion mit Fieber, geröteter Haut, kleine Pusteln (sog. ‚Pustulosis‘)

Treten die genannten Nebenwirkungen des Pseudoephedrin bei Ihnen auf, sollten Sie das Medikament sofort absetzen und einen Arzt aufsuchen.

Haben Sie auch schon einmal Aspirin Complex eingenommen? Wenn ja, welche Nebenwirkungen haben Sie dabei beobachtet? (Mehrere Antwortmöglichkeiten wählbar) Mit Ihrer Teilnahme helfen Sie anderen Menschen, ein Bild über die Häufigkeit der Nebenwirkungen zu bekommen.

Fakten-Box – Aspirin Complex

Aspirin Complex, Kombipräparat bei Erkältung mit verstopfter Nase
Wirkung

  • fiebersenkend
  • schmerzstillend
  • lässt die Nasenschleimhaut abschwellen
  • entzündungshemmend

Anwendungsgebiete

  • Erkältung (grippale Infekte) mit verstopfter Nase

Wichtigste Nebenwirkungen

  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Magengeschwürbildung
  • Schwindel
  • Herzrasen
  • Schlaflosigkeit
  • Niereninsuffizienz

Darreichungsform

  • Granulat zum Herstellen einer trinkbaren Suspension mit Wasser

Welche Kontraindikationen und Wechselwirkungen existieren für Aspirin Complex?

Eine Kontraindikation ist ein Umstand, der eine bestimmte Therapie oder die Anwendung eines bestimmten Medikaments untersagt, weil es sonst zu nachteiligen gesundheitlichen Folgen käme. Man verwendet dafür auch das Wort Gegenanzeige. Um Aspirin Complex zu erhalten, benötigen Sie zwar kein Rezept, jedoch macht dies das Medikament nicht automatisch harmlos.

Zu den Kontraindikationen von Aspirin Complex zählen:

  • Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe Acetylsalicylsäure (Aspirin), Pseudoephedrin oder sonstige Bestandteile des Granulats
  • erhöhte Blutungsneigung
  • Magengeschwüre
  • Empfindlichkeit gegenüber nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR), die in der Vergangenheit bereits zu Asthmaanfällen geführt haben
  • Leber- oder Nierenversagen
  • Herzinsuffizienz
  • Methotrexat (MTX), wenn hiervon 15 mg oder mehr pro Woche eingenommen werden
  • schwerer Bluthochdruck (sog. Hypertonie)
  • schwere koronare Herzkrankheit (KHK)
  • gleichzeitige Einnahme von Monoaminooxidase-Hemmern (MAO-Hemmer, Antidepressiva), oder wenn deren Einnahme innerhalb der letzten 2 Wochen erfolgte

Dürfen schwangere und stillende Frauen Aspirin Complex einnehmen?

Weil die Datenlage hierfür zu gering ist, dürfen Schwangere und Stillende das Medikament nicht einnehmen.

Was ist bei Kindern zu beachten?

Ohne ärztlichen Rat sollte Aspirin Complex nicht von unter 16-Jährigen eingenommen werden. Grund dafür ist das sogenannte Reye-Syndrom: Es tritt selten auf, ist aber lebensbedrohlich. Auslöser ist eine virale Infektion der oberen Atemwege bei gleichzeitiger Gabe von Salicylaten wie dem Aspirin.

Was müssen ältere Patienten beachten?

Ältere Menschen können empfindlich auf den Wirkstoff Pseudoephedrin reagieren, sodass sie unruhig werden und Schlafstörungen entwickeln. Selten treten auch Halluzinationen auf.

Achtung: Kein Alkohol bei Aspirin Complex
Die Nebenwirkungen auf den Magen durch Aspirin verstärken sich, wenn Sie das Medikament zusammen mit viel oder regelmäßigem Alkoholkonsum kombinieren. So kann es verstärkt zu Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwüren kommen oder es entstehen Blutungen an den genannten Organen.

Was sind Wechselwirkungen und welche bestehen bei Aspirin Complex?

Wenn mehr als ein Medikament gleichzeitig eingenommen wird, können diese im Körper miteinander in Kontakt treten und sich beeinflussen – man spricht von Wechselwirkungen. Dabei können Wirkung und Nebenwirkung verstärkt oder verringert werden oder es treten neue Nebenwirkungen auf.
Diese Wechselwirkungen können bei Aspirin Complex auftreten:

  • gleichzeitige Einnahme anderer NSAR-Medikamente (z. B. Ibuprofen, Diclofenac): Erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen am Magen.
  • Methotrexat (MTX): Dieser Wirkstoff wird bei rheumatoider Arthritis, Krebs und schwerer Schuppenflechte verordnet. Durch Aspirin Complex können dessen Wirkung und Nebenwirkungen verstärkt werden.
  • cortisonhaltige Medikamente: Die magenschädigende Wirkung durch Aspirin Complex kann verstärkt werden.
  • Valproinsäure: Dieses Antiepileptikum kann in seiner Wirkung und in seinen Nebenwirkungen durch Aspirin Complex verstärkt werden.
  • Blutdruckmittel: Ihre Wirkung kann durch Aspirin Complex abgeschwächt werden.
  • Trizyklische Antidepressiva (z. B. Wirkstoffe Amitriptylin und Doxepin): Ihre Wirkung kann durch Pseudoephedrin verstärkt werden. So kommt es zu einem starken Blutdruckanstieg.
  • Sympathomimetika wie Pseudoephedrin: Diese werden in Appetitzüglern, Aufputschmitteln und Mitteln gegen einen zu niedrigen Blutdruck eingesetzt. Die gleichzeitige Einnahme dieser mit Aspirin Complex erhöht das Risiko für einen starken Blutdruckanstieg.
  • Blutgerinnungshemmer wie Phenprocoumon oder Warfarin: Sie verstärken den gerinnungshemmenden Effekt der Acetylsalicylsäure in Aspirin Complex. Das Risiko innerer Blutungen steigt.

Aktuelles aus der Forschung – Hilft Aspirin bei Depressionen?

Aspirin zählt zu den ältesten synthetisch hergestellten Substanzen, die es auf dem Arzneimittelmarkt gibt. Als Mittel gegen Schmerzen, Fieber und Entzündungen wird es schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts vertrieben. Inzwischen gibt es auch andere Einsatzgebiete des Medikaments, z. B. eine regelmäßige geringdosierte Einnahme zur Prävention von Schlaganfällen und Herzinfarkten. Forscher aus Singapur beschäftigten sich 2019 sogar mit der Frage, ob Aspirin bei Depressionen mit und ohne bipolare Störung helfen könnte.

Der Anlass der Studie

In vergangenen Studien sei anderen Forschungsteams bereits ein vor Depressionen schützender Effekt des Aspirins aufgefallen. Diese Behauptung nahmen die Forscher aus Singapur unter die Lupe und betrieben eine umfassende Literaturrecherche, in der nahezu 14.000 Paper zum Thema sowie 6 klinische Studien ausgewertet wurden.

Das Ergebnis

Aspirin wurde von den Teilnehmern der klinischen Studien in niedriger Dosis eingenommen (80–100mg/ Tag). Diese Einnahme wurde als sicher und für die Patienten gut verträglich befunden. Außerdem verstärkten die Studien und Paper die These, dass diese Einnahme mit einer Besserung der Symptome von depressiven Patienten mit oder ohne bipolare Störung einhergehe. Außerdem könnte Aspirin eine neuroprotektive Funktion besitzen. Um aber tatsächlich eine klinische Relevanz zu manifestieren, werden laut Forscherteam noch weitere klinische Studien benötigt.

Quelle: Quin Xiang Ng u. a. (2019): Clinical Role of Aspirin in Mood Disorders: A Systematic Review. Brain Sciences

Häufige Patientenfragen

Ist Aspirin Complex bei einer Erkältung empfehlenswert?

Dr. Dr. T. Weigl
Wenn Sie eine Erkältung in Kombination mit einer verstopften Nase haben, kann das Medikament die Symptome lindern. Wichtig ist aber: Das Mittel lindert nur die Beschwerden, es bekämpft nicht direkt die Erreger. Dagegen bleibt die wichtigste Maßnahme: Ausreichend Schlaf und Schonung. Sie sollten das Medikament außerdem nicht über drei Tage hinaus einnehmen.

Was ist der Unterschied zu anderen Erkältungsmitteln?

Dr. Dr. T. Weigl
Aspirin Complex wird vom Hersteller dafür empfohlen, eine Erkältung zu behandeln, die neben Fieber und Schmerzen auch eine Nasenschleimhautschwellung mit sich bringt („verstopfte Nase“). Deshalb ist sowohl Aspirin als auch der Wirkstoff Pseudoephedrin enthalten. Letzterer sorgt für eine Abschwellung der Nasenschleimhaut. Insofern liegt hier ein Schwerpunkt des Medikaments verglichen mit anderen Erkältungsmitteln. Die Kombination ist allerdings in ihrer Sinnhaftigkeit umstritten: Stiftung Warentest befindet beispielsweise, dass die Wirkstoffe besser einzeln angewandt werden sollten, mit einem Nasenspray als Applikationsform für Pseudoephedrin. Das würde die Gefahr von Nebenwirkungen des Pseudoephedrins deutlich senken.

Kann ich Alkohol trinken, wenn ich Aspirin Complex einnehme?

Dr. Dr. T. Weigl
Nein, auf Alkohol sollten Sie während der Einnahme von Aspirin Complex verzichten. Zum einen wegen der verstärkten möglichen Magenschädigung, zum anderen aufgrund Ihrer Verkehrstauglichkeit. Weil Aspirin Complex auch schon ohne Alkohol zu Schwindel führen kann, sollten sie während der Einnahme möglichst wenig am aktiven Verkehr teilnehmen, Maschinen bedienen oder ohne sicheren Halt arbeiten.

Wann sollte ich Aspirin Complex besser nicht nehmen?

Dr. Dr. T. Weigl
Es gibt verschiedene Gegenanzeigen für das Medikament. So sollten Schwangere, Stillende und Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren das Medikament überhaupt nicht einnehmen. Leber- und Nierengeschädigte halten besser auch erst Rücksprache mit ihrem Arzt, bevor sie Aspirin Complex einnehmen. Für Diabetiker kann das Mittel problematisch sein, da es den Zucker Saccharose enthält.

Typisches Patientenbeispiel

„Halt dich gut fest, Max, und mach nicht wieder so schnell!“, ruft Patrick seinem Sohn auf dem Spielplatz zu. Es ist ein kühler, aber sonniger Samstagmorgen. Noch bevor die Schlafzimmeruhr 7 Uhr zeigen konnte, war Max zu seinen Eltern ins Bett gehüpft, um sie freudestrahlend zu wecken. Zu gern hätte Patrick weitergeschlafen, denn ihm geht es seit gestern nicht gut. Sein Hals kratzt, sein Kopf schmerzt und er fühlt sich matt und krank. „Na, du klingst ja heute auch wie das blühende Leben“, bemerkt Patricks Kumpel Mark neben ihm stehend. „Dagegen hilft bestimmt ein Honigmet vom Weihnachtsmarkt heute Abend! Tina und ich freuen uns schon.“ – „Ja, ich mich eigentlich auch, aber heute ist mir nicht so gut. Ich weiß noch nicht, ob ich… ha… hatschi!“, beendet Patrick seinen Satz nicht ganz freiwillig. Auf eine Erkältung hat er jetzt so gar keine Lust. Dagegen muss es doch was geben…

Die Behandlung

Am Abend findet sich Patrick auf dem Sofa wieder. Inmitten eines Taschentuchfriedhofs liegt auf dem Beistelltisch eine Packung Aspirin Complex. Diese hatte er sich von der Apothekerin geholt. „Haben Sie denn auch eine verstopfte Nase zu ihrer Erkältung, Herr Voigt?“. Das hatte Patrick bejaht, woraufhin sie ihm eine Packung Aspirin Complex reichte. „Das Medikament können Sie einnehmen, um ihre Symptome zu lindern. Sie sollten sich aber unbedingt ausruhen, um ihre Erkältung schnell loszuwerden.“ Als Patrick nachfragte, ob er mit dem Medikament Alkohol trinken könnte, bekam er ein eindringliches „Nein“ zurück, dies würde die Nebenwirkungen verstärken.

Weil sich Patrick ausruhen möchte und ein Kinderpunsch auch kein ehrbarer Ersatz für einen leckeren Glühwein ist, sagt er das Treffen mit seinen Freunden ab. Zeit, sich zu erholen. Zum Glück hat sich sein „Kletter-Max“ so sehr auf dem Spielplatz ins Zeug gelegt, dass er am Abend schnell müde wurde. Nun kann Patrick in Ruhe regenerieren.

Exkurs: Welche Maßnahmen sind sinnvoll, um eine Erkältung zu behandeln?

Hat es uns erwischt, empfinden wir die Erkältung natürlich als unangenehm und möchten sie so schnell wie möglich loswerden. Man sollte dabei allerdings nicht vergessen, dass Viren die Auslöser einer Erkältung sind. Gegen sie gibt es keine unmittelbar wirksamen Mittel. Daher dauert eine Erkältung in der Regel 1 bis 2 Wochen, bis sie vollständig abgeklungen ist.

Was nicht sinnvoll ist

Auf Antibiotika können Sie bei einer Erkältung verzichten. Diese bekämpfen in der Regel nur Bakterien, nicht aber die Erkältungsviren. Außerdem sollten Sie auf Sport verzichten, da er das Herz belastet. Selbst Kraftsport sollten Sie nicht ausüben, ansonsten droht eine Herzmuskelentzündung mit nachhaltiger Einschränkung der Herzleistung.

Was sinnvoll ist

Wichtigste Maßnahme ist die Bettruhe. Während des Schlafens arbeiten Ihre Abwehrkräfte besonders effektiv und können die Viren angreifen. Weiterhin zu empfehlen sind:

  • regelmäßiges Lüften
  • kurzer Spaziergang
  • Dampfbäder
  • ausreichende Zufuhr an Vitaminen und Nährstoffen
  • Schonung

Schauen Sie diesbezüglich auch einmal in unserem Artikel7 Tipps gegen die lästige Erkältungvorbei, in dem wir Mythen auf den Grund gehen und wissenschaftlich belegt erklären, was wirklich hilft.

Verwandte Themen

Vielleicht haben Sie bei einer Erkältung auch schon einmal zu Aspirin Complex gegriffen. Wie gut hat Ihnen das Medikament geholfen? Haben Sie dabei Nebenwirkungen gespürt? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion unten für den Austausch untereinander und mit uns!

Die hier beschriebenen Punkte (Krankheit, Beschwerden, Diagnostik, Therapie, Komplikationen etc.) erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es wird genannt, was der Autor als wichtig und erwähnenswert erachtet. Ein Arztbesuch wird durch die hier genannten Informationen keinesfalls ersetzt.

 

Autoren: Dr. Dr. Tobias Weigl und Christopher Keck
Lektorat: Timo Hülsmann
Veröffentlicht: 05.11.2019, zuletzt überarbeitet: 07.11.2019

Quellen

  • Aktories u. a. (2017): Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie. Urban und Fischer Verlag, Elsevier GmbH
  • Bayer (2017): Fachinformation Aspirin Complex
  • gelbe-liste.de: Aspirin Complex
  • Ernst Mutschler et al. (2013): Mutschler Arzneimittelwirkungen. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart. 10. Auflage
  • Quin Xiang Ng u. a. (2019): Clinical Role of Aspirin in Mood Disorders: A Systematic Review. Brain Sciences
  • Stiftung Warentest (2019): Grippemittel Acetylsalicylsäure + Pseudoephedrin (Kombination)
[Gesamt:2    Durchschnitt: 5/5]

Noch keine Kommentare.

Was denkst Du?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.